Am Gardon

Wegen des starken Verkehrs verabschiedeten wir uns viel früher als geplant von der Autobahn und bereuten es keine Minute. Von Montelimar aus ging es auf der Rue Nationale nach Alès, die Landschaft plätscherte leicht bergig mit schnuckeligen Steinhäusern und Weinbergen an uns vorbei. Von dort aus war es nur noch einen Katzensprung nach Anduze, einem sehr malerischen Städtchen, was direkt am Gardon liegt.

Unser Ziel Camping l’arche war schnell gefunden und Google Maps sei dank, hatten wir über die Satellitenansicht eine absolut geniale Platzwahl getroffen. Unsere 100qm Parzelle liegt nur einen Steinwurf weit vom Gardon entfernt und durch die Bäume schön schattig den ganzen Tag über. Uns hatte nicht das tollen Wasserparadis mit seinen gut ausgestatteten Spielplätzen zur Buchung bewogen, sondern diese einmalige wunderbar wilde Flusslandschaft. Riesige Felsquader ganz rund und glatt geschliffen versperren dem Fluss seinen Lauf und bilden so große Pools zum Eintauchen und Abkühlen. Perfekt zum Entlangklettern, wie wir herausfinden mussten, aber weniger gut geeignet, um ausgedehnte Schlauchbootfahrten zu unternehmen, da dies eher in Trageaktionen endete. Alle paar Stunden wird die Ruhe durch ein Pfeifen und Schnaufen unterbrochen, wenn sich eine alte Diesellok ihren Weg über die Steinbrücke quält, die den Fluss überspannt.

Gardon, Cévennen, Frankreich

Gardon, Cévennen, Frankreich

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