Autowanderung durch die Cevennen

Auf unserer Frankreichkarte hatte ich eine Rundtour gefunden mit viel Schlingel-Schlangel. Vielleicht hätte ich mir die Mühe machen sollen und die Kilometer im Vorfeld zu überschlagen, denn die nächsten vier Stunden fuhren wir durch die Cévennen und überwanden einige tausend Höhenmeter.

Hinter St. Jean du Gard ging es erstmal hoch in die Berge, an einer GR-Schutzhütte fand Jürgen einen Hinweis auf einen Aussichtspunkt. Die kleine Wanderung entpuppte sich als bald als kleine Klettertour, wurde aber mit einem 360° Rundumblick über die Cevennen belohnt.

Cévennen, Frankreich

Cévennen, Frankreich

Cévennen, Frankreich

Cévennen, Frankreich

Die Weiterfahrt führte uns durch kleine Bergdörfer auf über 1000m und der mediterrane Wald ging in Almwiesen über, auf denen Kühe und Ziegen weideten. Besonders krass war der Unterschied, als wir den Berg überquerten und alles plötzlich viel grüner war.

Corniche de Cévennes

Nachdem wir die Corniche de Cévennes bis zum Ende durchfahren hatten und wieder im Tal waren, fuhren wir erstmal gen Süden, rechts von uns wuchs eine malerische Bergwand steil empor und wir gewannen langsam wieder an Höhe. Um langsam wieder in Richtung Anduze zu gelangen, schlugen wir den Weg zum Mount Aigoual ein.

Cévennen, Frankreich

Cévennen, Frankreich

Cévennen, Frankreich

Cévennen, Frankreich

Cévennen, Frankreich

Mount Aigoual

Was ursprünglich als Scherz gemeint war stellte sich bald als Realität raus, wir fuhren bis auf 1570m hoch. Die Temperatur fiel auf 13° C und ein sehr starker eisiger Wind blies uns um die Ohren. Auf dem Gipfel thronte eine Festung, die wohl ein Observatorium sein soll, aber an einen Besuch war nicht zu denken, da wir viel zu spärlich angezogen waren.

Cévennen, Frankreich

Die Landschaft erinnerte eher an die Tundra und wir waren nicht weiter überrascht, als wir bei der Abfahrt an einer Skistation vorbeikamen und kurze Zeit später in einem typisch französischen Skiort landeten. Bei den nächsten 1300 Höhenmetern kam Jürgen voll auf seine Kosten, denn auf nur sehr wenigen Kilometern ging es diese runter ins Tal mit vielen schönen Serpentinen. Bis wir in Anduze zurück waren, hatten wir mehr als 200km zurückgelegt, aber dafür eine wunderbare Cevennen-Rundfahrt genossen.

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