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Indonesische Frau

Sumatra, Java, Lombok und Bali, Indonesien hat viele Inseln und viele Gesichter. Dschungel, Vulkane, Inseln und Strände, hier findet jeder das Richtige.

Orang Utans, Affen, Warane und Delphine kann man noch in ihrer natürlichen Umgebung genießen.

Wie plane ich den perfekten Togian-Trip?

Togians Baracuda-Beach

Als Seenomade über die Togians

Wir waren sieben Tage auf den Togians und sind mit unserem eigenen Boot von Insel zu Insel geschippert. Die Inselgruppe findet man direkt am Äquator in Sulawesi (Indonesien).
Es war eine unglaublich schöne Woche mit wunderbaren Eindrücken über und unter Wasser.

Togians Malenge Indah, eine Station auf dem Togian-Trip

Keine einfache Planung

Da die Planung eine Togian-Trips nicht ganz so einfach ist, habe ich sie hier mal dokumentiert. Dabei wird auch erkenntlich, was man für einen Togian-Trip im Voraus planen muss und wie die An-/Abreise dorthin ist.

Togians Pulau Papan Steg

Welche der zahlreichen Inseln?

Wir haben auf verschiedenen Inseln übernachtet:

  • Kadidiri
  • Malenge 
  • Batudaka

Des Weiteren viele schöne Strände und kleinere Inseln besucht. Dabei haben wir auch viele Riffe beschnorchelt und die geniale Unterwasserwelt der Togians bewundern können.

Togians Jellyfish Lake

Viel Spaß auf unserem Togian-Trip:

Die Planung des Togian-Trips
Die Fahrt auf die Togians
Als unser erster Seenomaden-Tag auf den Togians
Kadidiri: Jellyfish Lake und andere schöne Strände
Malenge: Ausflug nach Pulau Papan und episch schön in Malenge Indah
Batudaka: Seele baumeln lassen in Poki-Poki
Die Fahrt ans Festland

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Die Felsengräber von Rantepao am Ende einer Trekkingtour

Wanderung durch die Reisfelder

Als ich mich von dem Schock erholt hatte, setzten wir unsere Trekking fort.

Nach einem kurzen Stück, entlang der viel befahrenen Straße, führte unser Weg über eine morsche Hängebrücke. Sie schwankte beim Überqueren deutlich, leitete uns aber wieder direkt in die satt grün leuchtenden Reisfelder. Hinter einem Dorf mit zahlreichen Toraja-Häusern erreichten wir die Felsengräber von Rantepao, die zumindest in unseren Reiseführern gar nicht erwähnt waren, aber unbedingt einen Besuch wert sind.

Sulawesi Rantepao

Sulawesi Rantepao

Sulawesi Rantepao

Sulawesi Rantepao

Sulawesi Rantepao

Sulawesi Rantepao

Sulawesi Rantepao

Die Felsengräber von Rantepao

Die Gräber an sich sind zwar nicht so sehenswert, wie die in

aber wenn man den Stufen, die rund um den Berg führen, folgt, dann kommt man auf den Gipfel des Karstfelsens. Von dort hat man einen genialen 360° Rundumblick über die Reisfelder, die Bergmassive und Rantepao. 

Sulawesi Felsengräber von Rantepao

Sulawesi Felsengräber von Rantepao

Sulawesi Felsengräber von Rantepao

Rantepao Reisfelder

Rantepao Rundumblick

Alles in allem ist es eine wunderschöne Wanderung von Batutumonga nach Rantepao, vielleicht bei feuchter Witterung etwas anspruchsvoller, da die steilen Passagen die Berge runter sehr rutschig sein können, ansonsten ist es aber nicht sehr anstrengend und auch nicht zu lang.

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Schöne Wanderung von Batutumonga nach Rantepao

Sulawesi Rantepao Pasar Bolu

Heute war früh Aufstehen angesagt, Jürgen hat uns eine schöne Wandertour geplant. Sie sollte uns von Lempo, Batutumonga nach Tariku bringen und von dort aus zurück nach Rantepao.

Wie schön, dass man hier nie lange auf ein Bemo warten muss, denn es nieselte etwas. Als wir den Pasar Bolu erreichten, schüttete es allerdings bereits aus Kannen und so schlenderten wir noch ein wenig über den überdachten Markt.

Das Busterminal, ein großer Matschparkplatz, liegt direkt neben dem Markt. Von hier aus fahren Busse oder Autos zu den Orten in den Bergen. Ein Fahrer war schnell gefunden und die 20.000 IDR pro Person geschenkt. Eine Oma stieg noch dazu und schon ging es los durch die Reisfelder, die sich direkt an Rantepao anschlossen. Danach nahmen wir Kurs auf die Berge.

Extreme Steigungen

Es ist schon erstaunlich, dass man auf so wenigen Metern so viele Höhenmeter überwinden kann. Hauptsache, wir müssen sie nicht hochlaufen. Wir baten den Fahrer, uns an der Kirche in Lempo rauszulassen, wo wir uns als erstes gleich wieder unterstellen mussten.

Nur drei von uns hatte eine Jacke bzw. Hoodie dabei, keiner eine Regenjacke, denn eigentlich war gutes Wetter angekündigt. Auf 1200m ist es erstaunlich frisch, was durch den Wind nicht besser wurde. Am nächsten Kiosk kauften wir den gesamten Vorrat an Regencapes, es gab aber leider nur drei.

Wir liefen die Straße in Richtung Batutumonga, die normalerweise fantastische Ausblicke ins Tal über die Reisfelder bieten sollte. Wir sahen nur Wolken.

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Batutumonga mit wunderbarer Aussicht

Als wir zum Mentirotiku Homestay kamen, beschlossen wir, schon um 11 Uhr Mittag zu essen. Hier kann man in richtigen Toraja-Häusern übernachten. Ein wunderschönes Fleckchen mit einer fantastischen Aussicht über die ganze Ebene von Rantepao, wie wir später feststellten, als der Regen aufhörte und die Wolkendecke aufriss.

Sobald die Sonne da war, wurde es schnell heiß, ein Glück ging unser sehr schlechter und steiler Weg durch Bambuswälder, die Schatten spendeten. Die Reisfelder kaskadieren bis runter nach Rantepao, die Bergflanken waren mit dichtem Dschungel oder Bambus bewachsen. In den Reisfeldern liegen riesige Findlinge, manche haben ein Grab im Stein.

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Mitten im Wohnzimmer gelandet

Als es nochmal anfing zu regnen, wollten wir uns wieder in eine Kirche flüchten und wurden auch von einer Dame freundlich herangewunken. Die vermeintliche Kirche stellte sich aber als Wohnzimmer einer Familie heraus. Wir wurden sogleich mit zuckersüßem Tee bewirtet. Die nette Gastgeberin hatte alle Mühe, ihren neugierigen Hahn ständig wieder aus dem Wohnzimmer zu werfen, der auf der Suche nach Futter war. Abgesehen von ein wenig Zeichensprache war leider keine große Verständigung mit der Familie möglich, nur die scheuen Kinder freuten sich über unsere Süßigkeiten-Vorräte.

Keine Ahnung, wie oft wir heute schon Hello sagen durften, aber überall wird man freudig empfangen. Teilweise sitzen regungslose alte Leute vor der Hütte und man ist sich nicht sicher, ob sie echt sind oder ein Tao-Tao.

Unten in Tariku angekommen, fragten wir in einem Kiosk, ob wir mal auf Toilette durften. Das war wohl das stille Örtchen mit dem schönsten Ausblick über den Fluss, die Reisfelder und die Berge, den man sich vorstellen kann.

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Rutsch in die Kloschüssel

Noch nie war ich über ein kalte Dose Cola so dankbar! Auf der Toilette war ich mit dem Fuß in die Schüssel gerutscht und mit dem Schienbein auf ein Kante und dem Knie auf den Boden geknallt. Die große dunkel verfärbte Beule ließ sich mit der Cola-Dose perfekt wegkühlen, so dass wir unsere Wanderung zu Fuß fortsetzen konnten.

Die Wanderung führte uns im weiteren Verlauf zu den Felsengräbern von Rantepao mit ganz besonderen Ausblicken über das Karstgebirge und die Reisfelder.

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Mit dem Bemo zu den Felsengräbern in Lemo

Heute ließen wir es langsam angehen und starteten erst nachdem Mittagessen. Wir suchten uns ein Bemo das in Richtung Makale unterwegs war (10.000 IDR/Person), was uns in das 10 km entfernte Londa bringen sollte. Der Fahrer wusste den Platz optimal zu nutzen, so dass wir auf den beiden Rückbänken jeweils zu viert (plus Kleinkind) saßen. Wohl gemerkt, die Autos hier sind relativ schmal! Wir waren froh den Kilometer von der Hauptstraße nach Lemo laufen zu können.

Bei den Felsengräbern in Lemo

Die Felsengräber von Lemo lagen landschaftlich sehr schön in den Reisfeldern und haben mehrere Balkone mit Tau-Taus. Dafür gab es aber keine Höhlen und auch keine Gräber der einfachen Leute am Fusse des Felsens. Der Name kommt von der Limone, weil der Felsen so geformt ist. Die meisten Tau-Taus stammen aus dem 20. Jahrhundert.

Dafür, dass gerade Hauptsaison ist, war hier so gut wie gar nichts los, also genauso wie schon in Londa, hatten wir diese Grabstätte für uns alleine. Selbst in Rantepao wir ja auch nicht sehr viele Touristen gesehen.

Felsengräber von Lemo

Felsengräber von Lemo

Felsengräber von Lemo

Felsengräber von Lemo

Felsengräber von Lemo

Felsengräber von Lemo

Der Tau-Tau-Macher

Wenn man an der Felswand links vorbei läuft, landet man bei einer Ansammlung von Hütten, wo Tau-Taus zum Verkauf angeboten werden. In den Werkstätten sieht man aber auch, wie die Tau-Taus aus dem Holz geschlagen und die Gliedmaßen angesteckt werden. Anschließen werden sie bemalt und erhalten ihre Kleidung.

Der Beruf des Tau-Tau-Machers darf nicht von Jedermann ausgeübt werden, sondern das Recht wird vererbt. Früher dienten die Tau-Tau-Hersteller einem Adeligen, heute sind es freischaffende Handwerker. Tau-Taus sind nicht billig, man zahlt oft mehrere Büffel für das Ebenbild des Toten, welche die Besitztümer mit ins Reich der Toten nehmen sollen.

Tau-Tau, Lemo

Tau-Tau, Lemo

Reisspeicher, Lemo

Felsengräber von Lemo

Felsengräber von Lemo

Felsengräber von Lemo

Felsengräber von Lemo

Genau wie schon auf dem Hinweg, hielten wir uns einfach ein Bemo an der Hauptstraße an, welches uns nach Rantepao zurückbrachte.

Für den nächsten Tag hatte Jürgen ein Trekkingtour für uns geplant. Um nicht wieder nur auf Navigation mit Google Maps angewiesen zu sein, hatte er eine weitere App gekauft. Diese verfügte über Offlinekarten von Sulawesi und man konnte dort die GPX-Datei von komoot reinladen.

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Die Felsengräber von Londa auf eigene Faust erwandert

Wanderung von Kete Kesu nach Londa

Von Kete Kesu aus gingen wir ein kleines Stück in Richtung Hauptstraße zurück und bogen dann links in Richtung Süden auf einen schmalen Weg ab. Irgendwie hatte uns Jürgen verschwiegen, dass wir erstmal einige Höhenmeter zu bewältigen hatten, bevor es mit gemäßigter Steigung weiterging. Ausgerechnet heute hatten wir mal blauen Himmel. Glücklicherweise hat jede Häuseransammlung auch einen Kiosk, wo wir uns ständig mit Wasser eindeckten. An jedem Haus wurden wir mit einem freundlichen Hello gegrüßt und wir setzten die wunderschöne Wanderung durch die Berge fort. Überall werden neue Häuser im Toraja-Stil gebaut oder alte restauriert. 

Die Holzwände sind meist geschnitzt und aufwendig bemalt. Ursprünglich werden die Häuser nur mit Bambus gedeckt. Heutzutage kommt aber noch eine Schicht rotes Wellblech oben drauf, damit es etwas länger hält. Denn durch die starken Regenfälle und die Luftfeuchtigkeit, verwittert der Bambus sehr schnell.

Wir dachten immer, dass es nur ein paar gut erhaltene Toraja-Häuser für Touristen gibt, aber die Menschen leben tatsächlich in diesen Häusern und es gibt viele dieser kleinen Toraja-Dörfer. Dass die Torajas Christen sind konnte man bei unserer Wanderung auch mehrfach feststellen, den hier und da sieht man Kirchen.

Toraja-Haus, Wanderung von Kete Kesu nach Londa

Kirche Wanderung von Kete Kesu nach Londa

Querfeldein durch Reisfelder

Landschaftlich war die Wanderung traumhaft. Nachdem wir die Steigungen überwunden hatten, kamen wir in ein weites Tal mit Reisfeldern, das von hohen Karstbergen eingefasst war.

Bisher war die GoogleMaps-Karte immer recht gut, aber dann standen wir an einer Kreuzung, wo rechts hätte eine Straße sein sollen, wir aber nur Reisfelder vorfanden. Wir suchten uns unseren eigenen Weg durch die Reisfelder und hofften, dass wir nicht auf einen Büffel oder Schlangen treffen würden. Bewässerungskanäle und ungünstig abgestelltes landwirtschaftliches Gerät, erschwerten unsere Tour, aber letztendlich schafften wir es wieder auf eine anständige Straße zu kommen, die uns direkt ans Ziel brachte: Die Felsengräber von Londa.

Wanderung von Kete Kesu nach Londa

Wanderung durch Reisfelder von Kete Kesu nach Londa

Wanderung durch Reisfelder von Kete Kesu nach Londa

Die Felsengräber von Londa

Auch hier durften wir wieder einen Eintritt von 20.000 IDR pro Nase entrichten, was sehr angenehm war, da man so als Familie nicht ständig Unsummen an Eintrittsgeldern zahlen muss. In der Regel ist Mattis kostenlos, Svenja zahlt nur manchmal, weil nach der Körpergröße beurteilt wird. Inzwischen war es später Nachmittag und wir hatten das Areal für uns ganz alleine.

In Londa hat man auch eine Felswand mit Gräbern und einen Balkon, der voll mit Tau-Taus war. Sie sahen so echt aus, dass man den Eindruck hatte von oben herab beobachtet zu werden. Dass es sich um adelige Verstorbene handelt, sieht man schon an der würdevollen Kleidung und Haltung der Tau-Taus. Je höher der gesellschaftliche Status, desto höher liegt der Sarg in der Felswand.

Auch hier gab es ein Höhlensystem, wo Särge abgestellt wurden. Schon ein wenig gruselig, da nicht mehr alle Särge geschlossen waren und man Einblick auf Gebeine und Mengen an Zigaretten hatte. 

Tau-Taus, Felsengräber von Londa

Särge, Felsengräber von Londa

Tau-Taus, Felsengräber von Londa

Särge, Felsengräber von Londa

Särge und Tau-Taus, Felsengräber von Londa

Totenköpfe, Felsengräber von Londa

Felsengräber von Londa

Als wir die 2 km zurück zur Hauptstraße gewandert waren, hatten wir eindeutig genug vom Laufen. Eigentlich hätten wir uns noch gerne die Felsengräber von Lemo angeschaut, aber das verschoben wir auf morgen und hielten uns ein Bemo an. Wir quetschten uns zu den anderen Mitfahrern und ließen uns nach Rantepao zurückbringen. 

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Die Felsengräber von Kete Kesu auf eigene Faust

Da wir keine Lust hatten, uns nochmal von dem Guide abzocken zu lassen, haben wir unsere eigene Tour geplant. Mit unsere Wander-App Komoot erstellten wir eine Tour, die die Felsengräber von Kete Kesu und Londa mit einander verbinden sollte. Wir mussten aber feststellen, dass es keine Offline-Karte für Sulawesi gab. Deshalb behalfen wir uns mit GoogleMaps und luden die Karte für Rantepao runter, bevor wir unseren Ausflug starteten.

Mit dem Bemo nach Kete Kesu

Die meisten Bemos (Sammeltaxi) in Rantepao fahren in die Provinzhauptstadt Makale. Wir wollten aber zu den Felsengräbern von Kete Kesu, die etwa 2,5 km südöstlich dieser Hauptstraße nach Makale liegen. Ein Bemofahrer, der leer rumstand, erbarmte sich und brachte uns für 50.000 IDR direkt zum Eingang von Kete Kesu. 

Das Toraja-Dorf Kete Kesu

Wunderschöne alte Toraja-Häuser und Reisspeicher mit Moosen und Farnen auf den Bambusdächern, kann man bewundern, wenn man den obligatorischen Eintritt von 20.000 IDR pro Nase bezahlt hat. Uns interessierten aber mehr die Felsengräber.

Kete Kesu

Kete Kesu

Kete Kesu

Tau-Taus, die Ebenbilder der Toten

Vor den neueren Gräbern sitzen Tau-Taus, das sind aus Holz gefertigte Ebenbilder der Verstorbenen, die sogar deren Klamotten tragen! Von den älteren Gräbern wurden die Tau-Taus oft gestohlen, da sie sehr wertvoll sind.

Tau-Tau in Kete Kesu

Tau-Tau in Kete Kesu

Tau-Tau in Kete Kesu

Die Felsengräber von Kete Kesu

An den Kalksteinwänden wurden in schwindelerregender Höhe kleine Höhlen für die Särge geklopft, um so die Gebeine und Grabbeigaben vor Raub zu schützen. Manche Särge stehen aber einfach auch nur auf dem Boden, durch das verwitternde Holz fallen langsam die Knochen raus. Hier und da starrten einen leere Schädel an. Teilweise sind die Gräber über 500 Jahre alt, was man ihnen auch ansieht!

Felsengräber von Kete Kesu

Felsengräber von Kete Kesu

Felsengräber von Kete Kesu

Felsengräber von Kete Kesu

Felsengräber von Kete Kesu

Felsengräber von Kete Kesu

Höhlenwanderung zwischen Totenschädeln und Knochen

Wenn man die an der Felswand entlangführende Treppe bis ganz hoch kletter, hat man die Möglichkeit, die Höhlen zu erkunden. In dem Höhlenlabyrinth waren Holzsärge unterhalb der Decken deponiert und von den Höhlenwänden herab, hingen Fledermäuse. Ohne Taschenlampe ist man aber aufgeschmissen und klitschig ist es obendrein, weil es durch den porösen Kalkstein tropft.

Felsengräber in Kete Kesu

Felsengräber in Kete Kesu

Felsengräber in Kete Kesu

Auf jeden Fall ist diese Aufbewahrung der Toten stark gewöhnungsbedürftig. Wer ein Problem hat, sich Gebeine und Totenschädel anzuschauen, der sollte die Felsengräber von Kete Kesu vielleicht nicht besuchen. Wir fanden etwas zwar etwas befremdlich, aber trotzdem sehr spannend. Gerade weil es eine uns total unbekannte Art der Bestattung darstellte.

Wertvoller Albino-Büffel

Während wir vor unserer großen Wanderung zu den Felsengräbern von Londa, nochmal schnell eine Toilette heimsuchten, fanden wir diesen sehr seltenen Albino-Büffel in einem Stall.

Albino-Büffel, Kete Kesu

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Der legendäre Büffelmarkt Pasar Bolu in Rantepao

Büffel, Pasar Bolu

Auf dem Büffelmarkt Pasar Bolu

Wir hatten das unwahrscheinliche Glück, dass gerade der legendäre Büffelmarkt Pasar Bolu stattfinden sollte. Also enterten wir an der nächsten Straßenecke ein nördlich fahrendes Bemo. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zum Markt fährt, ist relativ groß und der Fahrer versicherte uns auch, dass wir richtig wären.

Der Pasar Bolu besteht eigentlich aus zwei Märkten, einem täglich stattfinden Markt und einem Büffelmarkt, der alle sechs Tage abgehalten wird.

Büffel soweit das Auge reichtet!

Hier also werden die ganzen Büffel vertickt, die auf den Reisfeldern stehen oder bei Beerdigungen geopfert werden. Büffel soweit das Auge reichtet! Die meisten waren mit Nasenring angeleint, was auch gut so war, denn es waren schöne kraftvolle Tiere mit teilweise beeindruckenden Hörnern. Viel Büffel wechselten den Besitzer, mit kleinen LKWs werden sie an- und abtransportiert. Man kümmert sich rührend um die Tiere, ständig bekommen sie einen Eimer voll Wasser über das Fell geschüttet. Die Büffelbesitzer bürsten sie, bis das Fell majestätisch in der Sonne glänzt.

Büffel, Pasar Bolu

Büffel, Pasar Bolu

Büffel, Pasar Bolu

Büffel, Pasar Bolu

Büffel, Pasar Bolu

Büffel, Pasar Bolu

Der Tagesmarkt Pasar Bolu

Auf dem normalen Markt erhält man die Dinge für den täglichen Bedarf. Dieser Teil des Pasar Bolu ist überwiegend überdacht. An den Ständen findet man frischen Toraja Hochlandkaffee, scharfe Chilis in allen Farben und Formen, Hülsenfrüchte, Tofu, Reis, frisches Obst und Gemüse. Hier gibt es auch das seltsam aussehende Gebäck, welches man bei Toraja-Beerdigungen den Gästen mit Tee reicht. Fleisch, getrockneten Fisch und auch lebende Tiere werden zum Verkauf angeboten, genauso wie Kleidung, Schuhe, Korbwaren und sonstige Haushaltsgegenstände.

Die Gerüche sind intensiv und so viele bunten Farben treffen auf die Netzhaut. Deshalb schreckt man auch nicht zurück, Küken bunt einzufärben, um noch mehr Aufmerksamkeit zu erregen! 

Kaffee, Pasar Bolu

Chilis, Pasar Bolu

Bohnen, Pasar Bolu

Getrockneter Fisch, Pasar Bolu

Pasar Bolu

Reis, Pasar Bolu

Hühner, Pasar Bolu

Kücken, Pasar Bolu

Wir hatten erstmal genug und machten uns auf die Suche nach einem geeigneten Transportmittel zu den Felsengräbern von Kete Kesu.

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Zu Gast bei einer Tana Toraja-Beerdigung

Tana Toraja Beeredigung

Unter dem Reisspeicher vor unserem Bungalow saß am Morgen ein Guide und bot seine Dienste an. An die Preise hier muss man sich auch erstmal gewöhnen. Für drei Tage (Beerdigung, Ke’te‘ Kesu‘, Londa, Lemo) wollte er 365€ haben – geht’s noch?! Ok, dann probierten wir es mit nur einem Tag Tana Toraja-Beerdigung und ein Wanderung und noch ein paar Besichtigungen – 170€, was die Sache nicht viel besser machte. Als ich nach Preisen in Rupien fragte, kamen plötzlich 1.400.000 IDR (90 €) raus. Dafür müssten wir aber die Eintritte und unser Mittagessen übernehmen (machen wir doch gerne, da der Eintritt bei Sehenswürdigkeiten max. 20.000 IDR pro Person kostet und manchmal sind auch ein oder zwei Kinder frei).

Seinen Berechnungen nach sollten 600.000 IDR für das Auto mit Fahrer sein, 550.000 IDR für ihn und 250.000 IDR für das Beerdigungsgeschenk. Wir landeten letztendlich bei 1.300.000 IDR was immer noch völlig überzogen war, aber Jürgen wollte um jeden Preis auf eine Tana Toraja-Beerdigung und diese war angeblich von einer sehr wohlhabenden Persönlichkeit und sehr weit oben in den Bergen.

Gerüche und Eindrücke, die überwältigen

Das Auto machte sich also mit uns auf den Weg in die Berge. Wir verließen kurz hinter Rantepao die Straße. Ab da ging es nur noch auf einem sehr schmalen Feldweg steil bergauf. Zum Glück gab es meist nur Motorräder als Gegenverkehr. Über eine Stunde lang fuhren wir immer höher in die Berge und waren froh, dass wir Vierradantrieb hatten.

Am Ziel angekommen begrüßte uns schon der Gestank und das Gequieke von Schweinen. Diese lagen an mehreren Stellen mehr oder weniger lebendig an Bambusstangen gefesselt im Dreck. Der Weg zum Dorf war gesäumt mit Verkaufsständen und es drängten sich viele Menschen in Richtung Dorf.

Tana Toraja Beeredigung

Tana Toraja Beeredigung

Festlich geschmücktes Toraja-Dorf

Die Beerdigungszeremonie fand in einem traditionellen Toraja-Dorf statt, welches für diesen Anlass etwas umgebaut wurde. Auf der einen Seite befinden sich immer die Reisspeicher (Alang) und gegenüber die nach Norden ausgerichteten Wohnhäuser (Tongkonan) der adeligen Dorfbewohner. Unter allen Wohnhäusern und Reisspeichern waren Sitzflächen installiert worden, wo einige hundert Menschen saßen. Außerdem waren zusätzliche Gebäude errichtet worden, die den Verwandten des Toten Platz zum Sitzen boten. Auf einem dieser provisorischen Gebäude befand sich der Sarg des Verstorbenen.

Tana Toraja Beeredigung

Tana Toraja Beeredigung

Tana Toraja Beeredigung

Tana Toraja Beeredigung

Tana Toraja Beeredigung

Eine Tana Toraja-Beerdigung ist eine teure Angelegenheit

In der Mitte befand sich ein großer Platz auf dem eine handvoll Schweine im Morast lagen und ein Mann mit Mikrofon vor einigen Büffeln stand und verlas, wer diesen stattlichen Wiederkäuer als Geschenk mit gebracht hatte. Danach wurde das Tier abgeführt. Diese Daten wurden genaustens notiert, denn Sterben ist bei den Toraja eine teure Angelegenheit und die Familie, die gerade das Begräbnis ausrichtet, steht somit in der Schuld des Spenders. Das Ganze Leben der Toraja ist auf das Sterben fokussiert. Die Familie des Toten kann die Begräbnisfeier erst ausrichten, wenn sie die Kohle dafür zusammen hat. Der Tote muss in der Zeit im Südzimmer warten und gilt als sehr krank. Er bekommt auch kleinere Speisen vorgesetzt. Damit er nicht bei der Hitze zu müffeln anfängt – so eine Krankenzeit kann auch schon mal zehn Jahre betragen – wird Formalin in den Körper injiziert und der Leichnam mumifiziert.

Dieser Begräbnistourismus mag für uns makaber erscheinen, ist aber für die Familie des Verstorbenen eine Ehre und dezimiert auch ein wenig die Kosten. Denn wenn einer so wichtig war wie unser Toter, dann müssen für den mindestens 22 Büffel und eine Menge Säue im Rahmen der Beerdigung geopfert werden. Er hatte zudem noch Glück, denn er musste nur ein Jahr auf seine Beerdigungszeremonie warten und sogar der Gouverneur war anwesend.

Während wir einen Platz fanden – möglichst weit weg von den riesigen Lautsprechern –  filmte jemand das ewig lange Verlesen der Büffel- und Säuenspender. Wahrscheinlich für die spätere Abrechnung unabdingbar. Wir hingegen bekamen papp-süßen Tee und sehr unterschiedliches, leckeres Gebäck gebracht und durften der Tochter eine Stange Zigaretten als Gastgeschenk überreichen, als sie uns begrüßen kam.

Feines Tuch und viel Blut

Die Kleidung der Gäste war meist schwarz, was auch wir so gut es ging befolgten. Die Angehörigen waren alle in feines Tuch gehüllt: Orange-rot und ein wenig weiß und schwarz sind nicht nur die Farben der Kleidung, sondern auch die der Bemalung der Häuser. Die Tana Toraja weben ihre Stoffe für die traditionellen Gewänder immer noch selbst.

Zum Glück werden die Tiere erst morgen geschlachtet, der Anblick heute hatte schon völlig gereicht. Die Schweine sind wohl intelligent genug, um zu wissen, was ihnen bevorsteht. Dementsprechend wehrten sie sich, als sie über den Platz gezerrt wurden. Das Geschrei war groß und im Matsch wurden die Blutlachen immer größer. 

Mit großem Tamtam hüpften einige Schamanen barfuß durch den Schmodder. Gefolgt von der näheren Verwandschaft. Parallel dazu hatte sich ein Kreis mit Männern formiert, die um ein paar abgetrennte Büffelhörner und Schweine im Kreis händchenhaltend tanzten. Das Gefolge nahm in einem eigens dafür aus Bambus errichteten Haus Platz.

Wir nahmen auch Abschied, denn als einem Schwein gerade mit einem Flammenwerfer die Borsten abgesengt wurden, war das genug, was unsere Kids und auch wir an einem Tag aufnehmen konnten.

Tana Toraja Beeredigung

Tana Toraja Beeredigung

Tana Toraja Beeredigung

Tana Toraja Beeredigung

Tana Toraja Beeredigung

Tana Toraja Beeredigung

Malerische Wanderung durch Reisfelder

Wir juckelten wieder talwärts und hielten in einem Dorf, wo wir in einem Warung der gleichzeitig Tante Emma Laden war, sauscharfe Nudelsuppe aßen. Gut gestärkt konnten wir so zu einer wunderschönen Wanderung durch die Reisfelder starten. Teilweise war es gar nicht so einfach, da man nur einen schmalen Grat hatte auf dem man laufen konnte. Sollte man abrutschen, so versinkt man bis zum Knie im Schlick des Reisfeldes. Genauso, wie die Büffel, die sich demonstrativ in den Weg stellten. Meist liegen sie auch einfach nur im Morast und haben Gesellschaft von einem weißen Reiher, der ihnen die Parasiten aus dem Fell pickt.

Für den besonderen Nervenkitzel gab es zwischendurch immer wieder mal eine „Brücke“. Das waren meist zwei oder drei Bambusstangen die über den Wasserlauf gelegt waren, die sich ganz ordentlich unter unserem Gewicht bogen.

Soto Ayam Nudelsuppe

Reisfelder in Tana Toraja

Büffel im Reisfeld

Reisfelder in Tana Toraja

Büffel im Reisfeld

Wanderung durch die Reisfelder in Tana Toraja

Bambusbrücke in Tana Toraja

Reisanbau ist echte Knochenarbeit

Auf den Reisfeldern arbeiteten sehr viele Menschen Hand in Hand. Die Bauern pflanzen den Reis büschelweise an, deshalb kann er auch genau so wieder mit der Sichel abgeschnitten werden. Diese Büschel liegen erstmal zum Trocknen auf dem Reisfeld. Jeder Reisbauer hat wohl so seine eigene Technik, um die Reisgarben zu trocknen. Entweder werden die Büschel zusammengebunden und stehen wie kleine Wigwams rum oder sie werden zu einem Turm im Kreis aufgeschichtet. Meist zu zweit dreschen die Feldarbeiter die getrockneten Reisbüschel an einen Holzbottich und die Reiskörner landen dadurch in einem Sack.

Keine Ahnung, wie viel so ein Feld abwirft, aber es kann nicht wirklich lukrativ sein, denn für schwarzen Reis haben wir 30.000 IDR gezahlt und der rote war auch nicht teuer. Weißer Reis kostet 10.000 IDR pro Kilo also gerade mal 65 Cent.

Tana Toraja Reisfelder und Reisgarben

Reisernte in Tana Toraja

Reisernte in Tana Toraja

Reisgarben

Reisgarben

Reisgarben

Reisernte in Tana Toraja

Tana Toraja Reisfelder und Reisgarben

Tongkonans eines typischen Toraja-Dorfes

Wir passierten noch das ein oder andere Toraja-Dorf und in allen standen die wunderschönen traditionellen Tongkonan-Häuser mit ihren filigranen Schnitzmustern und aufwendigen Malereien, sowie die dazugehörigen Reisspeicher. Hin und wieder kommt man auch zu einer Baustelle, wo gerade wieder so ein Holzhaus neu errichtet wird. Es ist schön zu sehen, dass diese Tradition hier überall in der Region bewahrt und gelebt wird und es sich nicht darauf beschränkt, ein paar malerische Häuschen für die Touristen stehen zu lassen. Natürlich gibt es neben den traditionellen auch einige „normale“ Holz- oder manchmal auch Steinhäuser, die am Rand der Dörfer stehen und zusätzlich zu den traditionellen Behausungen genutzt werden, denn die drei Räume der Holzhäuser sind nicht sehr geräumig und Kochen in so einem Haus ist ja auch ziemlich gefährlich.  

Sobald man sich einem Toraja-Anwesen näherte, schlugen die Hunde an. Sie bellten und knurrten bis man am Haus vorbei war, mehr aber auch nicht.

Tana Toraja Reisfelder

Ein Tongkonan (typische Toraja-Dorf)

Ein Tongkonan (typische Toraja-Dorf)

Reisspeicher in einem Toraja-Dorf

Weberin in einem Toraja-Dorf

Die Megaltihen-Felder in Tana Toraja

Auf dem Rückweg fuhren wir noch an Megalithen vorbei. Nur den Adeligen ist es vorbehalten, sich einen Hinkelstein aufzustellen. Die Steine markieren aber nicht das Grab, sondern werden im Rahmen der Begräbniszeremonie an speziellen Orten („Rante“) aufgestellt. Da sie meist ohne Inschrift sind, wird von Generation zu Generation weitergegeben, wessen Gedenkstein das ist. 

Megalithen in Tana Toraja

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Höllentrip von Tentena nach Rantepao

Gestern hat unser Fahrer noch hin und her überlegt, welche Strecke er von Tentena nach Rantepao nehmen soll. Die kurze an der Ostseite des Sees, die wegen Erdrutschen häufig gesperrt wird oder lieber die lange Strecke, die am Westufer verläuft, aber sehr schmal und schlecht ist.

Extrem schlechte Strecke

Um 7:15 Uhr starten wir und nahmen – die lange schlechte Route. Und schlecht war wirklich nicht übertrieben! Die schmale kurvige Straße hatte nur selten Asphalt und wenn, dann war er übersät mit Schlaglöchern. Die eh schon schlechten Stoßdämpfer schlugen des Öfteren durch. Verkehr gab es kaum, das war auch gut so, denn die Straße war nicht viel breiter als ein Auto.

Fahrt von Tentena nach Rantepao am Poso See

Für die ersten 60 km brauchten wir fast zwei Stunden. Danach waren wir bei Pendolo wieder auf der regulären Straße, die aber auch nicht wirklich gut war. In der Ebene nach dem See gab es eine kurze Erholung für das Gesäß, danach ging es wieder hoch in die Berge. 

Für manche zu kurvenreich!

In der Provinz Sulawesi Selatan war die Straße dann zwar besser, aber dafür an vielen Stellen matschig oder der Straßenbelag war weggebrochen. Viele Kilometer ging es in Serpentinen hoch ins Gebirge und später wieder runter. Einen LKW, der Flüssigkeit in großen Behältern geladen hatte, war das nicht so gut bekommen. Die Ladung hatte sich aufgeschaukelt und war mit samt dem Laster umgekippt. 

Fahrt Tentena nach Rantepao LKW umgekippt

Gegen 14:00 Uhr hielten wir zum Mittagessen und trafen ein französische Pärchen zum x-ten Mal an diesem Tag wieder. Seit Gorontalo treffen wir uns nun schon. 

Schmetterling

Fahrt von Tentena nach Rantepao Wasserfall

Fahrt von Tentena nach Rantepao Wasserfall

Bisher war kaum Verkehr, das änderte sich nun, da die Straße überwiegen gerade verlief bis Palopo. Unser Fahrer hatte wohl gemerkt, dass wir schon spät dran waren und legte einen Zahn zu. Bei dem Verkehr nicht witzig!

Von Palopo nach Rantepao waren es nochmal 60 km, die extrem kurvig waren und in die Berge hochgingen. Und nochmal legte der Fahrer einen Zahn zu, da es langsam dunkel wurde. Im diffusen Licht sah man schon hier und da die schönen Häuser der Toraja stehen.

Heil in Rantepao angekommen

Als wir Rantepao erreichten, war es stockdunkel. Für die etwas mehr als 300 km haben wir über 12 Stunden gebraucht. Im Vergleich zu anderen Reisenden sind wir also schnell durchgekommen, denn die haben von Rantepao nach Tentena auch schon mal 18 Stunden gebraucht!

Wir wurden zum Duta 88 gebracht und waren hin und weg von unserer neuen Unterkunft. In einem total mit Pflanzen bewachsenen Hinterhof standen mehrere Häuser im Toraja-Stil inklusive Reisspeicherhäuschen. Wir bekamen zwei schnuckelige Bungalows mit Veranda und inkl. Frühstück für 200.000 IDR bzw. 50.000 IDR mehr, für die extra Matratze.

Unser Wirt Nikolas kümmerte sich rührend um uns und brachte Jürgen persönlich zur nächsten ATM und uns später zu einem guten Restaurant. Nach so einem Höllentrip darf man sich was Gutes tun!

Rantepao Duta88 Reisspeicher

Rantepao Duta88 unser 2 Bungalows

Rantepao Duta88 unser Bungalow

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Verschollen am Salopa-Wasserfall bei Tentena

Beim Frühstück tauschte ich mich mit einer Holländerin aus, die super Deutsch sprach. Ich konnte sie mit Tipps für die Togians versorgen, sie mich mit Empfehlungen für Rantepao und Makassar. Unser neuer Fahrer gondelte uns sehr gemütlich zum Salopa-Wasserfall bei Tentena. Er liegt am Nordwestufer des Sees ungefähr 18 km  von Tentena entfernt.

Grusel Markt

Auf dem Weg dorthin hielten wir bei einem einheimischen Markt an. An den etwas weiter vom Eingang entfernten Verkaufsständen wurde es dann schon sehr speziell. Es gab Hinterläufe von ziemlich dunkeln haarigen Schweinen und Fledermaus oder Flughundflügel. Gegrillte Flughunde und andere Dinge, die einen dem Magen umdrehten, lagen schön geröstet und aufgereiht zum Verkauf bzw. Verzehr bereit.

Tentena Markt Gemüse

Tentena Markt Hühner

Tentena Markt Flughunde

Tentena Markt geräucherte Fische

Tentena Markt Fische

Tentena Markt Chilis

Balinesisches Dorf

Es war schon etwas strange, als wir plötzlich durch ein balinesisches Dorf fuhren. Es hätte genauso gut bei den Reisterrassen von Jatiluwih stehen können. Alle Anwesen waren mit Mauern umgeben und innerhalb standen neben dem Wohnhaus auch noch kleinere Tempelchen für die Ahnen. 

Der Weg vom balinesischen Dorf bis zum Wasserfall war unter aller Sau, da er gerade neu gemacht wurde. War ich froh, dass wir uns keine Motorräder ausgeliehen hatten, wir wären im Schlam versunken und wäre umgedreht.

Tentena Reisfelder

Salopa-Wasserfall

Wenn man mal seinen obligatorischen Eintritt für den Salopa-Wasserfall gezahlt hat, muss auf einem betonierten Weg laufen, der in den Dschungel reinführt. Dort wurde es merklich kühler und sehr feucht. Der Salopa-Wasserfall ist riesig und kaskadiert über ewig viele Kalksinter-Terrassen in die Tiefe. Der Aufstieg war feuchter als gedacht, weil immer noch täglich Regen runterkommt, obwohl schon seit mindestens zwei Monaten Trockenzeit sein sollte.

Teilweise waren die betonierten Treppenstufen vom Wasser überspült, so dass man in den Dschungel ausweichen musste, um weiter aufsteigen zu können. Im oberen Teil wurde es sehr steil und man konnte sich nur noch an den Baumwurzeln nach oben ziehen. Aber irgendwann war dann Endstation und es ging nur noch senkrecht über rutschigen Fels aufwärts. 

Tentena Salopa-Wasserfall

Tentena Salopa-Wasserfall

Tentena Salopa-Wasserfall

Tentena Salopa-Wasserfall

Tentena Salopa-Wasserfall

Tentena Salopa-Wasserfall

Tentena Salopa-Wasserfall Baum

Tentena Salopa-Wasserfall Tausendfüssler

Jürgen im Dschungel verschollen

Hoch ist ja noch einfach, runter war es schon eine Herausforderung. Die Zwillis waren schon runtergeklettert, Jürgen noch beim Fotografieren, als er beim Abstieg entschied mal einen Seitenpfad auszuprobieren. Wir warteten 20 min – kein Jürgen. Ich stieg nochmal den ganzen Weg auf bis zur Kreuzung, wo Jürgen verschwand und rief nach ihm. Nichts, da der Wasserfall alle Geräusche übertönte. Für uns sah es so aus, als wollte er quer durch den Dschungel zum Ausgang laufen. Ich hasse solche Alleingänge! Nach weiteren 20 min Wartezeit zogen wir uns ins Warung in der Nähe des Eingangs zurück, weil es uns zu kalt und zu feucht wurde.

Der Besitzer des Warungs und ein Franzose machten sich auf die Suche und kamen bald mit Jürgen zurück. Der hatte einfach einen besseren Pfad zu einer weiteren Stufe des Wasserfalls entdeckt. Wir blieben im Warung noch zu Mittag. Der hilfreiche Besitzer zeigte uns ganz stolz seine unterschenkeldicken Aale, aber wir nahmen letztendlich dann doch lieber das Bio-Huhn, was hier durch den Garten hüpfte.

Baden am Siuri-Beach

Danach quälten wir uns durch den Matsch zurück in Richtung See und fuhren zu einem Strand zum Baden. Die Cottages am Siuri-Beach sahen ja noch ganz gut aus, aber das Restaurant wenig einladend, was für ein Glück , sind wir hier nicht abgestiegen, denn das hatte ich ursprünglich ausgewählt, bevor ich den Tipp mit dem Hotel Victory bekommen hatte.

Tentena Danau Poso am Siuri-Beach

Tentena Wasserfall

Fledermaus Höhlen

In Tentena in der Nähe des Flusses ist ein Höhle, die wir noch erkunden mussten. Ohne Taschenlampe wäre man dort aufgeschmissen gewesen, da man erstmal runter in das Höhlensystem klettern muss. Immer wieder gibt es Lichtblicke, wo Sonnenstrahlen durch die löchrige Decke des Karstgesteins dringt. Sie erleuchtete Ansammlungen von Gebeinen, Fledermäuse gab es aber keine in den Höhlen, wo wir uns reinzwängen konnten.

Tentena Poso Fluss Aalfang

Tentena Poso Fluss

Tentena Fledermaushöhle

Tentena Fledermaushöhle

Tentena alte Brücke

Tentena Danau Poso

Am Abend trafen wir die Schweizer wieder, die wir in Kadidiri Lestari kennengelernt hatten. Die Welt ist klein!

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