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Sulawesi von Norden nach Süden zu durchqueren ist eine Herausvorderung, da die Entfernungen groß und die Straßen mehr oder weniger gut ausgebaut sind. Aber mit Bus, Auto, Fähre, Boot oder Taxi kommt man schon irgenwie ans Ziel

Zu Gast bei einer Tana Toraja-Beerdigung

Tana Toraja Beeredigung

Unter dem Reisspeicher vor unserem Bungalow saß am Morgen ein Guide und bot seine Dienste an. An die Preise hier muss man sich auch erstmal gewöhnen. Für drei Tage (Beerdigung, Ke’te‘ Kesu‘, Londa, Lemo) wollte er 365€ haben – geht’s noch?! Ok, dann probierten wir es mit nur einem Tag Tana Toraja-Beerdigung und ein Wanderung und noch ein paar Besichtigungen – 170€, was die Sache nicht viel besser machte. Als ich nach Preisen in Rupien fragte, kamen plötzlich 1.400.000 IDR (90 €) raus. Dafür müssten wir aber die Eintritte und unser Mittagessen übernehmen (machen wir doch gerne, da der Eintritt bei Sehenswürdigkeiten max. 20.000 IDR pro Person kostet und manchmal sind auch ein oder zwei Kinder frei).

Seinen Berechnungen nach sollten 600.000 IDR für das Auto mit Fahrer sein, 550.000 IDR für ihn und 250.000 IDR für das Beerdigungsgeschenk. Wir landeten letztendlich bei 1.300.000 IDR was immer noch völlig überzogen war, aber Jürgen wollte um jeden Preis auf eine Tana Toraja-Beerdigung und diese war angeblich von einer sehr wohlhabenden Persönlichkeit und sehr weit oben in den Bergen.

Gerüche und Eindrücke, die überwältigen

Das Auto machte sich also mit uns auf den Weg in die Berge. Wir verließen kurz hinter Rantepao die Straße. Ab da ging es nur noch auf einem sehr schmalen Feldweg steil bergauf. Zum Glück gab es meist nur Motorräder als Gegenverkehr. Über eine Stunde lang fuhren wir immer höher in die Berge und waren froh, dass wir Vierradantrieb hatten.

Am Ziel angekommen begrüßte uns schon der Gestank und das Gequieke von Schweinen. Diese lagen an mehreren Stellen mehr oder weniger lebendig an Bambusstangen gefesselt im Dreck. Der Weg zum Dorf war gesäumt mit Verkaufsständen und es drängten sich viele Menschen in Richtung Dorf.

Tana Toraja Beeredigung

Tana Toraja Beeredigung

Festlich geschmücktes Toraja-Dorf

Die Beerdigungszeremonie fand in einem traditionellen Toraja-Dorf statt, welches für diesen Anlass etwas umgebaut wurde. Auf der einen Seite befinden sich immer die Reisspeicher (Alang) und gegenüber die nach Norden ausgerichteten Wohnhäuser (Tongkonan) der adeligen Dorfbewohner. Unter allen Wohnhäusern und Reisspeichern waren Sitzflächen installiert worden, wo einige hundert Menschen saßen. Außerdem waren zusätzliche Gebäude errichtet worden, die den Verwandten des Toten Platz zum Sitzen boten. Auf einem dieser provisorischen Gebäude befand sich der Sarg des Verstorbenen.

Tana Toraja Beeredigung

Tana Toraja Beeredigung

Tana Toraja Beeredigung

Tana Toraja Beeredigung

Tana Toraja Beeredigung

Eine Tana Toraja-Beerdigung ist eine teure Angelegenheit

In der Mitte befand sich ein großer Platz auf dem eine handvoll Schweine im Morast lagen und ein Mann mit Mikrofon vor einigen Büffeln stand und verlas, wer diesen stattlichen Wiederkäuer als Geschenk mit gebracht hatte. Danach wurde das Tier abgeführt. Diese Daten wurden genaustens notiert, denn Sterben ist bei den Toraja eine teure Angelegenheit und die Familie, die gerade das Begräbnis ausrichtet, steht somit in der Schuld des Spenders. Das Ganze Leben der Toraja ist auf das Sterben fokussiert. Die Familie des Toten kann die Begräbnisfeier erst ausrichten, wenn sie die Kohle dafür zusammen hat. Der Tote muss in der Zeit im Südzimmer warten und gilt als sehr krank. Er bekommt auch kleinere Speisen vorgesetzt. Damit er nicht bei der Hitze zu müffeln anfängt – so eine Krankenzeit kann auch schon mal zehn Jahre betragen – wird Formalin in den Körper injiziert und der Leichnam mumifiziert.

Dieser Begräbnistourismus mag für uns makaber erscheinen, ist aber für die Familie des Verstorbenen eine Ehre und dezimiert auch ein wenig die Kosten. Denn wenn einer so wichtig war wie unser Toter, dann müssen für den mindestens 22 Büffel und eine Menge Säue im Rahmen der Beerdigung geopfert werden. Er hatte zudem noch Glück, denn er musste nur ein Jahr auf seine Beerdigungszeremonie warten und sogar der Gouverneur war anwesend.

Während wir einen Platz fanden – möglichst weit weg von den riesigen Lautsprechern –  filmte jemand das ewig lange Verlesen der Büffel- und Säuenspender. Wahrscheinlich für die spätere Abrechnung unabdingbar. Wir hingegen bekamen papp-süßen Tee und sehr unterschiedliches, leckeres Gebäck gebracht und durften der Tochter eine Stange Zigaretten als Gastgeschenk überreichen, als sie uns begrüßen kam.

Feines Tuch und viel Blut

Die Kleidung der Gäste war meist schwarz, was auch wir so gut es ging befolgten. Die Angehörigen waren alle in feines Tuch gehüllt: Orange-rot und ein wenig weiß und schwarz sind nicht nur die Farben der Kleidung, sondern auch die der Bemalung der Häuser. Die Tana Toraja weben ihre Stoffe für die traditionellen Gewänder immer noch selbst.

Zum Glück werden die Tiere erst morgen geschlachtet, der Anblick heute hatte schon völlig gereicht. Die Schweine sind wohl intelligent genug, um zu wissen, was ihnen bevorsteht. Dementsprechend wehrten sie sich, als sie über den Platz gezerrt wurden. Das Geschrei war groß und im Matsch wurden die Blutlachen immer größer. 

Mit großem Tamtam hüpften einige Schamanen barfuß durch den Schmodder. Gefolgt von der näheren Verwandschaft. Parallel dazu hatte sich ein Kreis mit Männern formiert, die um ein paar abgetrennte Büffelhörner und Schweine im Kreis händchenhaltend tanzten. Das Gefolge nahm in einem eigens dafür aus Bambus errichteten Haus Platz.

Wir nahmen auch Abschied, denn als einem Schwein gerade mit einem Flammenwerfer die Borsten abgesengt wurden, war das genug, was unsere Kids und auch wir an einem Tag aufnehmen konnten.

Tana Toraja Beeredigung

Tana Toraja Beeredigung

Tana Toraja Beeredigung

Tana Toraja Beeredigung

Tana Toraja Beeredigung

Tana Toraja Beeredigung

Malerische Wanderung durch Reisfelder

Wir juckelten wieder talwärts und hielten in einem Dorf, wo wir in einem Warung der gleichzeitig Tante Emma Laden war, sauscharfe Nudelsuppe aßen. Gut gestärkt konnten wir so zu einer wunderschönen Wanderung durch die Reisfelder starten. Teilweise war es gar nicht so einfach, da man nur einen schmalen Grat hatte auf dem man laufen konnte. Sollte man abrutschen, so versinkt man bis zum Knie im Schlick des Reisfeldes. Genauso, wie die Büffel, die sich demonstrativ in den Weg stellten. Meist liegen sie auch einfach nur im Morast und haben Gesellschaft von einem weißen Reiher, der ihnen die Parasiten aus dem Fell pickt.

Für den besonderen Nervenkitzel gab es zwischendurch immer wieder mal eine „Brücke“. Das waren meist zwei oder drei Bambusstangen die über den Wasserlauf gelegt waren, die sich ganz ordentlich unter unserem Gewicht bogen.

Soto Ayam Nudelsuppe

Reisfelder in Tana Toraja

Büffel im Reisfeld

Reisfelder in Tana Toraja

Büffel im Reisfeld

Wanderung durch die Reisfelder in Tana Toraja

Bambusbrücke in Tana Toraja

Reisanbau ist echte Knochenarbeit

Auf den Reisfeldern arbeiteten sehr viele Menschen Hand in Hand. Die Bauern pflanzen den Reis büschelweise an, deshalb kann er auch genau so wieder mit der Sichel abgeschnitten werden. Diese Büschel liegen erstmal zum Trocknen auf dem Reisfeld. Jeder Reisbauer hat wohl so seine eigene Technik, um die Reisgarben zu trocknen. Entweder werden die Büschel zusammengebunden und stehen wie kleine Wigwams rum oder sie werden zu einem Turm im Kreis aufgeschichtet. Meist zu zweit dreschen die Feldarbeiter die getrockneten Reisbüschel an einen Holzbottich und die Reiskörner landen dadurch in einem Sack.

Keine Ahnung, wie viel so ein Feld abwirft, aber es kann nicht wirklich lukrativ sein, denn für schwarzen Reis haben wir 30.000 IDR gezahlt und der rote war auch nicht teuer. Weißer Reis kostet 10.000 IDR pro Kilo also gerade mal 65 Cent.

Tana Toraja Reisfelder und Reisgarben

Reisernte in Tana Toraja

Reisernte in Tana Toraja

Reisgarben

Reisgarben

Reisgarben

Reisernte in Tana Toraja

Tana Toraja Reisfelder und Reisgarben

Tongkonans eines typischen Toraja-Dorfes

Wir passierten noch das ein oder andere Toraja-Dorf und in allen standen die wunderschönen traditionellen Tongkonan-Häuser mit ihren filigranen Schnitzmustern und aufwendigen Malereien, sowie die dazugehörigen Reisspeicher. Hin und wieder kommt man auch zu einer Baustelle, wo gerade wieder so ein Holzhaus neu errichtet wird. Es ist schön zu sehen, dass diese Tradition hier überall in der Region bewahrt und gelebt wird und es sich nicht darauf beschränkt, ein paar malerische Häuschen für die Touristen stehen zu lassen. Natürlich gibt es neben den traditionellen auch einige „normale“ Holz- oder manchmal auch Steinhäuser, die am Rand der Dörfer stehen und zusätzlich zu den traditionellen Behausungen genutzt werden, denn die drei Räume der Holzhäuser sind nicht sehr geräumig und Kochen in so einem Haus ist ja auch ziemlich gefährlich.  

Sobald man sich einem Toraja-Anwesen näherte, schlugen die Hunde an. Sie bellten und knurrten bis man am Haus vorbei war, mehr aber auch nicht.

Tana Toraja Reisfelder

Ein Tongkonan (typische Toraja-Dorf)

Ein Tongkonan (typische Toraja-Dorf)

Reisspeicher in einem Toraja-Dorf

Weberin in einem Toraja-Dorf

Die Megaltihen-Felder in Tana Toraja

Auf dem Rückweg fuhren wir noch an Megalithen vorbei. Nur den Adeligen ist es vorbehalten, sich einen Hinkelstein aufzustellen. Die Steine markieren aber nicht das Grab, sondern werden im Rahmen der Begräbniszeremonie an speziellen Orten („Rante“) aufgestellt. Da sie meist ohne Inschrift sind, wird von Generation zu Generation weitergegeben, wessen Gedenkstein das ist. 

Megalithen in Tana Toraja

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Wie plane ich den perfekten Togian-Trip?

Wir waren sieben Tage auf den Togians und sind mit unserem eigenen Boot von Insel zu Insel geschippert. Die Inselgruppe findet man direkt am Äquator in Sulawesi (Indonesien).
Es war eine unglaublich schöne Woche mit wunderbaren Eindrücken über und unter Wasser.

Togians Malenge Indah, eine Station auf dem Togian-Trip

Da die Anreise nicht ganz so einfach ist, habe ich sie hier mal dokumentiert, was man für einen Togian-Trip im Voraus planen muss und wie die Anreise dorthin ist. Wir haben auf verschiedenen Inseln übernachtet: Kadidiri, Malenge und Batuka und viele schöne Strände und kleinere Inseln besucht. Dabei haben wir auch viele Riffe beschnorchelt und die geniale Unterwasserwelt der Togians bewundern können.

Viel Spaß auf unserem Togian-Trip:

Die Planung des Togian-Trips
Die Fahrt auf die Togians
Als unser erster Seenomaden-Tag auf den Togians
Kadidiri: Jellyfish Lake und andere schöne Strände
Malenge: Ausflug nach Pulau Papan und episch schön in Malenge Indah
Batudaka: Seele baumeln lassen in Poki-Poki
Die Fahrt ans Festland

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Höllentrip von Tentena nach Rantepao

Gestern hat unser Fahrer noch hin und her überlegt, welche Strecke er von Tentena nach Rantepao nehmen soll. Die kurze an der Ostseite des Sees, die wegen Erdrutschen häufig gesperrt wird oder lieber die lange Strecke, die am Westufer verläuft, aber sehr schmal und schlecht ist.

Extrem schlechte Strecke

Um 7:15 Uhr starten wir und nahmen – die lange schlechte Route. Und schlecht war wirklich nicht übertrieben! Die schmale kurvige Straße hatte nur selten Asphalt und wenn, dann war er übersät mit Schlaglöchern. Die eh schon schlechten Stoßdämpfer schlugen des Öfteren durch. Verkehr gab es kaum, das war auch gut so, denn die Straße war nicht viel breiter als ein Auto.

Fahrt von Tentena nach Rantepao am Poso See

Für die ersten 60 km brauchten wir fast zwei Stunden. Danach waren wir bei Pendolo wieder auf der regulären Straße, die aber auch nicht wirklich gut war. In der Ebene nach dem See gab es eine kurze Erholung für das Gesäß, danach ging es wieder hoch in die Berge. 

Für manche zu kurvenreich!

In der Provinz Sulawesi Selatan war die Straße dann zwar besser, aber dafür an vielen Stellen matschig oder der Straßenbelag war weggebrochen. Viele Kilometer ging es in Serpentinen hoch ins Gebirge und später wieder runter. Einen LKW, der Flüssigkeit in großen Behältern geladen hatte, war das nicht so gut bekommen. Die Ladung hatte sich aufgeschaukelt und war mit samt dem Laster umgekippt. 

Fahrt Tentena nach Rantepao LKW umgekippt

Gegen 14:00 Uhr hielten wir zum Mittagessen und trafen ein französische Pärchen zum x-ten Mal an diesem Tag wieder. Seit Gorontalo treffen wir uns nun schon. 

Schmetterling

Fahrt von Tentena nach Rantepao Wasserfall

Fahrt von Tentena nach Rantepao Wasserfall

Bisher war kaum Verkehr, das änderte sich nun, da die Straße überwiegen gerade verlief bis Palopo. Unser Fahrer hatte wohl gemerkt, dass wir schon spät dran waren und legte einen Zahn zu. Bei dem Verkehr nicht witzig!

Von Palopo nach Rantepao waren es nochmal 60 km, die extrem kurvig waren und in die Berge hochgingen. Und nochmal legte der Fahrer einen Zahn zu, da es langsam dunkel wurde. Im diffusen Licht sah man schon hier und da die schönen Häuser der Toraja stehen.

Heil in Rantepao angekommen

Als wir Rantepao erreichten, war es stockdunkel. Für die etwas mehr als 300 km haben wir über 12 Stunden gebraucht. Im Vergleich zu anderen Reisenden sind wir also schnell durchgekommen, denn die haben von Rantepao nach Tentena auch schon mal 18 Stunden gebraucht!

Wir wurden zum Duta 88 gebracht und waren hin und weg von unserer neuen Unterkunft. In einem total mit Pflanzen bewachsenen Hinterhof standen mehrere Häuser im Toraja-Stil inklusive Reisspeicherhäuschen. Wir bekamen zwei schnuckelige Bungalows mit Veranda und inkl. Frühstück für 200.000 IDR bzw. 50.000 IDR mehr, für die extra Matratze.

Unser Wirt Nikolas kümmerte sich rührend um uns und brachte Jürgen persönlich zur nächsten ATM und uns später zu einem guten Restaurant. Nach so einem Höllentrip darf man sich was Gutes tun!

Rantepao Duta88 Reisspeicher

Rantepao Duta88 unser 2 Bungalows

Rantepao Duta88 unser Bungalow

Rantepao Duta88 unser Bungalow

 

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Verschollen am Salopa-Wasserfall bei Tentena

Beim Frühstück tauschte ich mich mit einer Holländerin aus, die super Deutsch sprach. Ich konnte sie mit Tipps für die Togians versorgen, sie mich mit Empfehlungen für Rantepao und Makassar. Unser neuer Fahrer gondelte uns sehr gemütlich zum Salopa-Wasserfall bei Tentena. Er liegt am Nordwestufer des Sees ungefähr 18 km  von Tentena entfernt.

Grusel Markt

Auf dem Weg dorthin hielten wir bei einem einheimischen Markt an. An den etwas weiter vom Eingang entfernten Verkaufsständen wurde es dann schon sehr speziell. Es gab Hinterläufe von ziemlich dunkeln haarigen Schweinen und Fledermaus oder Flughundflügel. Gegrillte Flughunde und andere Dinge, die einen dem Magen umdrehten, lagen schön geröstet und aufgereiht zum Verkauf bzw. Verzehr bereit.

Tentena Markt Gemüse

Tentena Markt Hühner

Tentena Markt Flughunde

Tentena Markt geräucherte Fische

Tentena Markt Fische

Tentena Markt Chilis

Balinesisches Dorf

Es war schon etwas strange, als wir plötzlich durch ein balinesisches Dorf fuhren. Es hätte genauso gut bei den Reisterrassen von Jatiluwih stehen können. Alle Anwesen waren mit Mauern umgeben und innerhalb standen neben dem Wohnhaus auch noch kleinere Tempelchen für die Ahnen. 

Der Weg vom balinesischen Dorf bis zum Wasserfall war unter aller Sau, da er gerade neu gemacht wurde. War ich froh, dass wir uns keine Motorräder ausgeliehen hatten, wir wären im Schlam versunken und wäre umgedreht.

Tentena Reisfelder

Salopa-Wasserfall

Wenn man mal seinen obligatorischen Eintritt für den Salopa-Wasserfall gezahlt hat, muss auf einem betonierten Weg laufen, der in den Dschungel reinführt. Dort wurde es merklich kühler und sehr feucht. Der Salopa-Wasserfall ist riesig und kaskadiert über ewig viele Kalksinter-Terrassen in die Tiefe. Der Aufstieg war feuchter als gedacht, weil immer noch täglich Regen runterkommt, obwohl schon seit mindestens zwei Monaten Trockenzeit sein sollte.

Teilweise waren die betonierten Treppenstufen vom Wasser überspült, so dass man in den Dschungel ausweichen musste, um weiter aufsteigen zu können. Im oberen Teil wurde es sehr steil und man konnte sich nur noch an den Baumwurzeln nach oben ziehen. Aber irgendwann war dann Endstation und es ging nur noch senkrecht über rutschigen Fels aufwärts. 

Tentena Salopa-Wasserfall

Tentena Salopa-Wasserfall

Tentena Salopa-Wasserfall

Tentena Salopa-Wasserfall

Tentena Salopa-Wasserfall

Tentena Salopa-Wasserfall

Tentena Salopa-Wasserfall Baum

Tentena Salopa-Wasserfall Tausendfüssler

Jürgen im Dschungel verschollen

Hoch ist ja noch einfach, runter war es schon eine Herausforderung. Die Zwillis waren schon runtergeklettert, Jürgen noch beim Fotografieren, als er beim Abstieg entschied mal einen Seitenpfad auszuprobieren. Wir warteten 20 min – kein Jürgen. Ich stieg nochmal den ganzen Weg auf bis zur Kreuzung, wo Jürgen verschwand und rief nach ihm. Nichts, da der Wasserfall alle Geräusche übertönte. Für uns sah es so aus, als wollte er quer durch den Dschungel zum Ausgang laufen. Ich hasse solche Alleingänge! Nach weiteren 20 min Wartezeit zogen wir uns ins Warung in der Nähe des Eingangs zurück, weil es uns zu kalt und zu feucht wurde.

Der Besitzer des Warungs und ein Franzose machten sich auf die Suche und kamen bald mit Jürgen zurück. Der hatte einfach einen besseren Pfad zu einer weiteren Stufe des Wasserfalls entdeckt. Wir blieben im Warung noch zu Mittag. Der hilfreiche Besitzer zeigte uns ganz stolz seine unterschenkeldicken Aale, aber wir nahmen letztendlich dann doch lieber das Bio-Huhn, was hier durch den Garten hüpfte.

Baden am Siuri-Beach

Danach quälten wir uns durch den Matsch zurück in Richtung See und fuhren zu einem Strand zum Baden. Die Cottages am Siuri-Beach sahen ja noch ganz gut aus, aber das Restaurant wenig einladend, was für ein Glück , sind wir hier nicht abgestiegen, denn das hatte ich ursprünglich ausgewählt, bevor ich den Tipp mit dem Hotel Victory bekommen hatte.

Tentena Danau Poso am Siuri-Beach

Tentena Wasserfall

Fledermaus Höhlen

In Tentena in der Nähe des Flusses ist ein Höhle, die wir noch erkunden mussten. Ohne Taschenlampe wäre man dort aufgeschmissen gewesen, da man erstmal runter in das Höhlensystem klettern muss. Immer wieder gibt es Lichtblicke, wo Sonnenstrahlen durch die löchrige Decke des Karstgesteins dringt. Sie erleuchtete Ansammlungen von Gebeinen, Fledermäuse gab es aber keine in den Höhlen, wo wir uns reinzwängen konnten.

Tentena Poso Fluss Aalfang

Tentena Poso Fluss

Tentena Fledermaushöhle

Tentena Fledermaushöhle

Tentena alte Brücke

Tentena Danau Poso

Am Abend trafen wir die Schweizer wieder, die wir in Kadidiri Lestari kennengelernt hatten. Die Welt ist klein!

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Tentena am Danau Poso

Togians Inseln

Abschied von den Togians

Schweren Herzens mussten wir die Togians hinter uns lassen. Kurz nach 9 Uhr fuhr uns Uja an den Pier der Bomba Divers. Um das Speedboot nach Ampana abzufangen, fuhr Uja mit dem Boot raus aufs Meer. Zum Glück war es noch nicht komplett gefüllt, so dass wir gerade noch reinpassten. Das Speedboot ist mit 130.000 IDR/Person zwar erheblich teurer als das Public Boat, fährt aber zwei Mal täglich und braucht nur 40 Minute bis Ampana. Damit erspart man sich eine Nacht in Ampana und kann gleich weiterreisen.

So schnell kann es gehen

Da wir im Boot ganz vorne saßen, gingen wir auch als erstes von Bord, als wir im Hafen anlegten. Dann ging alles ganz schnell: Ein Mann fragte uns, wohin wir wollten und schon hatten wir für 800.000 IDR unseren Toyota Avanza für uns alleine nach Tentena. Der Fahrer war flott unterwegs, aber nicht halsbrecherisch und hatte einen ausgefallenen Geschmack, was die Innenausstattung seines Autos betraf.

Tentena Fahrt im Auto

Tentena Fahrt Tankstelle

So kann man Restaurantbesitzer schocken

Als er nach 1,5 h zum Mittagessen hielt und uns in die Küche eines kleinen Restaurants führte, war der Besitzer ganz schockiert, dass wir heftig den Kopf schüttelten, als er uns die Kiste mit dem Fisch zeigte. Unser Fahrer sprach Null Englisch und holte sich telefonisch Hilfe. Ich erklärte kurz, dass wir eine Woche lang Fisch gegessen hätten und halt alles essen würden, nur keinen Fisch. An einiger Fahrtzeit hielten wir an einem Warung und bekamen die gewünschte Soto Ayam (Hühnersuppe) und die vielleicht schlimmste Toilette Sulawesis. Ich erspare euch mal weitere Einzelheiten.

Die fünf Stunden bis Tentena waren teilweise eine holprige Angelegenheit. Durch einen kurzen Regenschauer wurde die Straße in einen kleinen Fluss verwandelt, der jede Menge kleineres Geröll mit sich trug.

Tentena liegt am nördlichen Ufer des riesigen Danau Poso auf 600 m Höhe umgeben von Bergen. Mit 320 km² ist er der drittgrößte See Indonesiens, der an manchen Stellen bis zu 450 m tief ist. Die Gegend ist bekannt für ihre Aale, die der Fluss Poso mit sich führt, welcher vom Poso See in Richtung Norden in den Golf von Tomini abfließt.

Tentena am Danau Poso alte Brücke

Tentena Fluss Poso

So sieht gute Dienstleistung aus!

Das Hotel Victory wurde uns schon von anderen Reisenden empfohlen und hatte noch zwei Zimmer frei, eines sogar mit zwei Doppelbetten. Das Mädel an der Rezeption (Nomi) sprach nicht nur super Englisch, sie erklärte uns auch genau, was wir in der Umgebung von Tentena am Danau Poso alles anschauen können und sie organisierte uns auch alles. Im Nu hatten wir ein Fahrer für den nächsten Tag, den wir auch gleich für die Fahrt nach Rantepao fest hatten. Wir hatten mit 1,7 Mio. Rupien gerechnet, er wollte nur 1 Mio. für den Höllentrip. Uns war es recht, da wir ihn ja erstmal auf der kleinen Tour testen konnten, für die er 350.000 IDR von uns haben wollte.

So gewöhnungsbedürftig kann Local Food sein

In den kleinen Warungs um die Ecke gab es eher lokale Produkte zum Abendesse, wie z.B. Fledermaus, Flughunde und ähnliche Köstlichkeiten. Wir zogen normales Indo-Food vor.

Tentena Fledermausflügel

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Poki-Poki

Leider müssen wir diesen Traumstrand heute schon wieder verlassen, wo man von den Wellen in den Schlaf gerauscht wird.

Kleine Not-OP am Riff Nr. 4

Nach dem Frühstück stachen wir in See. Damit wir nicht die fünf Stunden am Stück absitzen mussten, brachte uns Uja noch zum Riff Nr. 4. Mattis Fuß hatte sich über Nacht entzündet und war dick angeschwollen. Mit einer kleinen Not-OP war erstmal der Eiter und Dreck draußen. Große Lust auf Schnorcheln hatte er danach nicht mehr, da die Wunde inzwischen daumennagelgroß war.

Jürgens Blase am Fuß, die er sich gestern gelaufen hatte, ging es auch nicht viel besser – alles war großflächig gerötet. Jedes Mal das Gleiche in den Tropen: jede Kleinigkeit vereitert total schnell. 

Zurück zum Riff! Mitten im Meer befand sich eine kleine Insel, die komplett aus toten Korallen bestand. Leider war ein Großteil der Korallen um das Riff auch kaputt, aber das hielt einen Steinfisch nicht davon ab dort zu leben. Eine Korallenart war sehr interessant, sie hatte senkrechte Wände, die Taschen bildeten und darin wahren unzählige Fische.

Gutes Sitzfleisch gefordert

Die restliche Fahrt zog sich und das Sitzfleisch wurde stark beansprucht. Zahlreiche kleine Inseln glitten an uns vorbei und die Kids verschliefen einen Großteil der Fahrt. Wir passierte Mangrovenwälder, ein kleines Bajo-Dorf und sahen Behausungen auf den noch so kleinsten Inseln.

Togians Bootsfahrt

Togians Bajo-Dorf

Togians Insel

Togians Insel

Togians Mangroven

Herzlicher Empfang auf Poki-Poki

Unser Boot legte am Steg von Poki-Poki an, der weit ins Meer reichte. Die Kinder waren inzwischen schon sehr geübt darin, das Boot, wenn es ohne Motor über die Korallenbänke trieb, zum Anlegesteg oder Strand zu staken und machten Manto arbeitslos. Das änderte sich schlagartig, denn als Kiara von Bord ging, rutschte ihr das Handy aus der Tasche. Manto sprang schnell samt Klamotten hinterher und fische es wieder aus dem Meer. 

Togians Poki-Poki

Togian Poki-Poki

Schon der Steg war sehr liebevoll gestaltet, überall verteilt befanden sich kleine Arrangements, die aus Treibholz gebaut oder einfach nur sehr schön bemalt waren. Wir wurden sehr herzlich von Angie und David begrüßt und gleich mit einem leckeren Essen versorgt, da wir total ausgehungert waren. Unsere zwei Bungalows waren mit Abstand die schönste Bleibe auf unserer bisherigen Reise. Treibholz oder Bambus verschönerte die sonst immer so karge Einrichtung.

Togians Poki-Poki Holzbungalow

Togians Poki-Poki Ausblick

Im Einklang mit den Locals

Poki-Poki ist plastikfrei, das fängt bei der Wäscheleine an und geht über den Kokosnuss-Schöpflöffel zum Duschen bis hin zu den Dächern, die alle mit Palmenblättern gedeckt sind, weiter. Ansonsten wird auch stark darauf geachtet ökologisch nachhaltig zu haushalten und die lokale Wirtschaft zu fördern. Handwerker aus dem nahe gelegenen Dorf werden beschäftigt, um Bungalows zu bauen oder zu renovieren. Älter Dorfbewohnerinnen fertigen Palmdach-Paneelen an, mit denen alle Bungalows und das Restaurant gedeckt sind. Die Belegschaft kommt morgens um 8 Uhr und fährt abends um 22 Uhr mit dem Boot zurück nach Bomba. Aber es ist jetzt nicht so wie bei uns, dass man durcharbeitet, hier ist alles so gemächlich und zwischendrin wird in der Hängematte geschlafen.

In Sulawesi ist das monatliche Einkommen sehr gering. Es wird ca. 60 h/Woche gearbeitet und ein Verkäufer in einer Mall bekommt umgerechnet 140 €/Monat. Ein Viertel des Lohns geht für ein spärliches Zimmer drauf. Auf den Togian verdient man ungefähr halb so viel, ist dafür aber in einer traumhaften Umgebung.

Perfekt um die Seele baumeln zu lassen

Ein riesiger umgekippter Baum, der schon ganz gegerbt ist vom Salzwasser, liegt am Palmenstrand und ragt ins Wasser rein. Auf ihm verlief ein Steg zu einer Plattform, die sich zum Genießen von Sonnenuntergänge eignete. Überall am Strand, auf dem Steg oder im Restaurant waren Hängematten verteilt, perfekt also um die Seele baumeln zu lassen. 

Überhaupt war dieser Trip über die Togians mit Abstand das Entspannendste, was wir auf all unseren Reisen bisher erlebt haben. Nicht nur weil es hier kein Internet und Fernsehen gibt, sondern weil die Umgebung und Menschen einfach traumhaft waren und man sich um nichts kümmern musste, da David und Angie dies, wie schon erwähnt, für uns erledigt hatten.

Togians Poki-Poki Chillout

Rückkehr der Hornbills

Wir hingegen sprangen nochmal ins Boot und fuhren zu einem kleinen Bajo-Dorf in den Magrovenwäldern, um uns die abendliche Rückkehr der Hornbills (Nashornvögel) anzuschauen. Als wir den Steg durch den Sumpf hinter uns gelassen hatten und durchs Dorf liefen, hatten wir im Nu eine Traube von etwa 20 Kindern um uns. Sie wollten umbedingt fotografiert werden und spuckten wie Lamas ständig auf den Boden.

Die Hornbill fliegen zum Sonnenuntergang über den Sumpf und schlafen im angrenzenden Dschungel in den Bäumen. Vielleicht lag es an der lärmenden Kinderschar, denn es kamen immer nur zwei bis vier Vögel. Insgesamt waren es vielleicht zwanzig oder ein paar mehr.

Im Dunkeln fuhren wir nach Poki-Poki zurück. Es ist schon gut, dass Uja hier geboren wurde und jeden Stein oder Koralle persönlich kennt.

Togians Auslegerboot

Togians Bajo-Kindern am Steg

Togians Bajo-Dorf mit Kindern

Togians Bajo-Dorf mit Kindern

Togians Hornbill

Ein letztes Mal Schnorcheln auf Pulau Taupan

Sehr relaxt zog der Vormittag an uns vorbei, bis wir am frühen Nachmittag zu einer Schnorcheltour starteten. Der Weg war länger als gedacht, aber er hat sich gelohnt. Nachdem Uja das Boot vorsichtig unterwasser festgemacht hatte, konnte man am Riff reinspringen. Es war wie eine Mauer, die senkrecht ca. 50 m abfiel. Als wir um ein Ecke schnorchelten, befanden sich vor uns Unmengen von unterschiedlichen Fischen. Man kam sich vor wie in einem riesigen Aquarium. Im Norden des Riffs war keine Strömung, dafür umso mehr an der Ostseite des Riffs. Zum Glück hat Uja eine Dive Master-Ausbildung und kennt die Gegend gut genug, um alles richtig einschätzen zu können. Während wir uns am Riff vorbeitreiben ließen, trieb auch das Boot mit uns mit.

Die Kinder hatten ein neues Lieblingsspiel gefunden, Bounce-Off*: Eine Art 5-Gewinnt, aber mit Plastikbällen, die man aufdotzen muss, bevor sie auf einem Spielbrett landeten.

Wir genossen mal wieder einen melodramatischen Sonnenuntergang

Togians Poki-Poki Sonnenuntergang

Togians Poki-Poki Hängematte

Togians Poki-Poki Sonnenuntergang

Togians Poki-Poki Sonnenuntergang

Vulkanausbruch?

Mitten in der Nacht tat es einen ohrenbetäubenden 15 sekündigen Knall. Noch nie hatte ich ein so lautes Geräusch gehört. Mein erster Gedanke war, dass der Vulkan Colo auf Una-Una ausgebrochen war, den man am Horizont sieht. Als es dann nochmal krachte, war klar dass es ein Gewitter sein musste, was direkt über uns war. Danach setzte ein heftiger Regenschauer ein.

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Episch schön in Malenge Indah

Nach dem Frühstück stachen wir wieder in See. Das Boot ist unser zweites Zuhause geworden. Selbst bei recht deftigen Wellengang wird man nicht seekrank, weil es mit seinen Auslegern schön austariert auf dem Wasser liegt.

Togians Auslegerboot

California-Riff

Auf dem Weg von Kadidiri nach Malenge machten wir am California-Riff fest. Außer einer Hütte mit Steg mitten im Wasser sieht man erstmal nicht viel. Die wahre Pracht zeigt sich ein paar Meter unter Wasser: Wahnsinnig schöne Korallen und Fische! An den bis zu 20 m abfallenden Hängen tummelten sich viele unterschiedliche Arten in fast allen Farben. Die Seesterne haben einen Durchmesser von fast 40 cm und sind glatt, aber manchmal auch stachelig.

Episch schön in Malenge Indah

Wir kamen an total vielen kleineren und größeren Inseln vorbei. Alle satt bewachsen. Hier und dort ein kleiner Traumstrand mit ein paar Palmen und unterschiedliches türkisblaues Wasser davor. Entspannt zogen die Inseln vorbei, bis wir nach insgesamt 3 h Fahrtzeit den Strand Malenge Indah ansteuerten. Ein traumhaft schönes Fleckchen Erde! Wie aus dem Bilderbuch, nur noch viel schöner. Unser neues Zuhause für die nächsten zwei Nächte waren ein paar Bungalows unter Palmen mit Blick aufs Meer.

Die Belegschaft war auch super freundlich und sprach sehr gut Englisch. Kaum hatten wir das Boot entladen, schon wurde das Mittagessen serviert – es gab KEINEN Fisch! Dafür gab es ein super leckeres Eiergericht mit schmackhaften Gemüse und Früchten zum Nachtisch. Den Nachmittag chillten wir in unseren Bungalows in der Hängematte.

Togians Malenge IndahTogians Malenge Indah

Togians Malenge Indah

Pulau Papan

Als es etwas kühler wurde, fuhren wir mit dem Boot nach Pulau Papan. Das ist eine kleine Insel mit einem Dorf oben drauf, welche über einen sehr langen Holzsteg vom Festland aus erreichbar ist. Viele Kinder saßen auf dem Steg und angelten. Hier lernt man schon mit vier, wie man Fische auf die Bohlen klatschen lässt, um sie zu töten. Teilweise durften wir nur passieren, wenn wir ein Foto von ihnen gemacht hatten und es ihnen auf der Kamera gezeigt hatten. Sie freuten sich immer riesig darüber. Ein guter Teil des Dorfes steht auf Pfählen im Wasser. Neben einer Mosche gibt es noch eine Tischtennisplatte und ein Badmintonfeld. Hier leben Bajos, die Seenomaden der Togians.

Togians Pulau Papan

Togians Pulau Papan Steg

Togians Pulau Papan Steg

Togians Pulau Papan

Togians Malenge Kinder

Während wir entlang der Küste in den Sonnenuntergang liefen, holte Manto der Skipper das Boot und gabelte uns an einem Pier auf. Riesengroß und rot-orange versank die Sonne im Meer.

Togians Malenge Pfahlbau

Togians Malenge Abendstimmung

Togians Malenge Sonnenuntergang

Togians Malenge Sonnenuntergang

Riff Nr. 5

Nach dem Frühstück fuhren wir raus zum Riff Nr. 5. Das war leider nicht so schön, da es nicht so gut erhalten war. Das Dynamitfischen hat seine Spuren hinterlassen und es dauert manchmal Jahrzehnte, bis sich die Korallen wieder davon erholen.

Fünf Delfine als Begleitung

Auf dem Rückweg nach Malenge Indah begegneten uns fünf Delfine, die wir bestimmt eine dreiviertel Stunde lang verfolgten. Es waren ziemlich große Tiere, die einem Schwarm springender Fische nach jagten. Wenn sie neben oder unter unserem Boot schwammen, konnte man deutliche Kratzspuren am Rücken bei den Tieren erkennen.

Togians Malenge Delfin

Schnorchel vor der Haustür mit Riesenfischen

Unsere Fischdiät wurde fortgesetzt, aber die Soßen waren sehr schmackhaft und die Portionen größer als in Kadidiri. Wir genossen den idyllischen Ausblick über unserer Bucht und machten einen langen Schnorchelausflug durch unsere Bucht, wo wir gleich zu Anfang einen kleinen Manta-Rochen sahen. Immer dann, wenn das Wasser etwas wärmer wurde, sah man mehr tote Korallen. Auch hier war es ganz nett und abwechslungsreich. Als wir einen reisen großen Fisch aufscheuchten, hoffte ich mal, dass wir nicht auf seinem Speiseplan stehen. Von der gleichen Sorte sahen wir später noch eine Gruppe von drei Fischen. Jeder war ca. 2 m lang und sie sahen aus, als wären sie irgendwo dagegen geschwommen, so platt war ihre Stirn. Auf jeden Fall sehr beeindruckend, wenn solche Riesenfische an einem vorbeiziehen.

Togians Malenge Indah

Keine Deutschen

Deutsche trifft man auf den Togians so gut wie keine. Ein Schweizer Familie mit zwei Kindern und Großeltern, eine französisches Pärchen auf Weltreise und ein Belgier, der mit dem Rad unterwegs durch Sulawesi war, hoben sich von einer Gruppe spanischer Seniorinnen ab.

Abends gab es ein wildes Beach-Footballspiel mit unseren Kids und den Angestellten von Malenge Indah, was dann im Wasser endete. Dummerweise inklusive Klamotten und die waren gerade frisch gewechselt worden. Bisher hatten wir noch nicht die Gelegenheit gefunden, um unsere Wäsche waschen zu lassen und mussten etwas sparsam damit umgehen.

Mattis hat sich im Eifer des Gefechts ein Korallenteil in den Fuß gerammt. Es war zwar leicht zu entfernen, aber mitten auf der Lauffläche.

Nach dem Sonnenuntergang wurden wir Zeuge eines Naturspektakels wie wir es noch nie gesehen hatten. Ein einsame Gewitterwolke am Horizont produzierte haufenweise Blitze innerhalb der Wolke.

Den Abend ließen wir am Lagerfeuer ausklingen und mussten den selbst gebrannten Arrak kosten, den ein Angestellter rumreichte. Leckeres Stöffchen, aber es schrie nach Kopfschmerzen. Also ließen wir es bei der Kostprobe.

Togians Gewitter

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Jellyfish Lake: Schnorcheln mit tausenden von Quallen

Heute stand der Jellyfish Lake auf unserem Plan. Uja war sehr flexibel und ermöglichte uns alle Sonderwünsche, so dass unsere Tour auf uns maßgeschneidert war.

Togians unser Bootscrew

Togians Kadidiri Lestari

Gestern Abend ist Uja extra für uns zwei Stunden nach Poki-Poki gefahren, um für Kiara und Svenja Schnorchel und Taucherbrillen zu holen. Außerdem brachte er noch Flossen für alle mit. Keine Ahnung, wann er morgens dort losgefahren war, aber er war schon zurück, bevor wir mit dem Frühstück fertig waren und wir haben früh angefangen, weil der blöde Hahn sich direkt vor unseren Bungalow gestellt hat.

Jellyfish Lake

Von Lestari aus erreichte man den Quallensee in ca. einer Stunde. Er befand sich direkt hinter den Felsen, wo man an Land ging. Von einem Ponton aus konnte man in den Jellyfish Lake hüpfen, der aber ein Salzwassersee war. Sobald man mit dem Kopf unterwasser tauchte, war man in einer anderen Welt. Direkt um einen herum waren hunderte von Quallen, die sich pumpend in alle möglichen Richtungen bewegten. Die meisten waren nicht größer als ein Handteller und schwebten anmutig an einem vorbei. Manchmal wurde man auch von den glibberigen Wesen angerammt. Weiter draußen gab es auch noch größere Exemplare (20 cm), die fast durchsichtig waren.

Togians Jellyfish Lake

Togians Jellyfish Lake

Kiara und Jürgen waren so begeistert, dass sie durch den kompletten See schwammen, was sein Folgen hatte. Um die Quallen nicht noch mehr zu belasten, darf man nicht mit Sonnencreme und Flossen in den See. Dementsprechend rot waren wir alle an den Rückseiten der Beine und Oberarme.

Inzwischen war die Ebbe so weit fortgeschritten, dass wir nicht mehr über den windschiefen Steg aufs Boot konnten. Vorsichtig waddeten wir über die toten Korallenbänke raus zum Boot.

Togians Jellyfish Lake Bucht

Karina-Beach

Direkt neben dem Quallensee befand sich der Karina-Beach. Ein weiterer schöner Strand mit einer tollen Unterwasserwelt. Viele Korallen, die noch gut intakt waren. Super schön zum Schnorcheln, da wirkliche Prachtexemplare dabei waren.

Togians Karina-Beach

Togians Karina-Beach

Togians Karina-Beach

Baracuda-Beach

Nach dem Mittagessen – es gab Fisch – fuhren wir noch an den Baracuda-Beach. Es genzte schon an Zufall, aber wir trafen Lindsay wieder. Die Kinder spielten am Strand während wir Schnorcheln gingen.

Baracudas sind lange schmale Fische mit langen Nasen, die direkt unter der Wasseroberfläche lauerten. Wir sahen unheimlich viele verschiedene Fischschwärme. Beim Umrunden einer Insel trieben 50 cm große Fische an uns vorbei, die an Koffer erinnerten. Im Uferbereich gründelte ein 5 cm dicker und bestimmt 1 m langer Wurm, vielleicht war es auch Wasserschlange, so genau möchte ich das gar nicht wissen.

Togians Baracuda-Beach

Ein Viel-Nationenmix

Nach dem Abendessen – es gab Fisch – saßen wir noch mit den anderen Reisenden zusammen. Die Kinder spielten mit den Hunden, einem deutsch-indonesischen Mädchen, einem rumänischen Jungen und dem Hahn. Wir schnackten mit Belgiern, Schweizern, Franzosen, Rumänen, einem Engländer und einer Irin, ein bunter Nationenmix.

Togians Kadidiri Lestari

Togians Kadidiri Lestari

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Unser erster Tag als Seenomade auf den Togian Inseln

Nach einem epischen Sonnenaufgang zogen die ersten Inseln der Togians an uns vorbei und wir bekamen schon mal einen Eindruck von paradiesischen Palmenstränden, welche auf uns warteten.

Gorotalo Tuna Tomini Sonnenaufgang

Gorotalo Tuna Tomini Sonnenaufgang

Gorotalo Tuna Tomini Sonnenaufgang

Gorotalo Tuna Tomini Sonnenaufgang

Gorotalo Tuna Tomini Sonnenaufgang

Gorotalo Tuna Tomini Sonnenaufgang

Togian Kadidiri Lestari

Wakai ist ein sehr beschauliches Fischerdorf

Die Fähre legt in Wakai um 6 Uhr an und die unzähligen Kisten, Hühner und sogar Kühlschränke wurden an Land geschleppt. In der Menge von schwarzköpfigen Menschen entdeckt ich zwei Jungs mit einem Pappschild auf dem Family Sefrin stand. Ein bisschen erleichtert war ich schon. So gleich schnappten sie sich ein paar Gepäckstücke und brachten uns ins Hafenbüro, wo wir uns registrieren mussten.

Wakai darf man sich jetzt nicht als Stadt vorstellen, eher wie eine kleine Straße mit ein paar Hütten links und rechts. Das eigentliche Dorf ist im Wasser auf Stelzen gebaut.

Togians Wakai

Togians Wakai

Unser neues Seenomaden-Zuhause

Danach ging es direkt zu unserem Boot, dass uns die nächsten Tage treu von Bucht zu Bucht und Insel zu Insel schippern sollte. Unser Kapitän hieß Uja und sprach recht gut Englisch. Seine rechte Hand, mit dem Namen Manto, der ihm den Weg durch die Korallen wies, ist eher wortkarg, aber ebenso nett. Beide waren unglaublich um unser Wohlergehen bemüht.

Uja überreichte uns noch eine handgezeichnete Karte der Togians von Angie und David von Poki-Poki, wo unsere Reiseroute eingezeichnet war und die einzelnen Aktionen, die sie für uns vor Ort geplant hatten. Dazu gab es noch ein total nettes persönliches Anschreiben. Da steckte viel Arbeit und Liebe drin, wir waren echt beeindruckt.

Togian unser Boot

Alle Inseln, an denen wir vorbeikamen, bestanden aus scharfkantigem Gestein und waren mit dichten Dschungelpflanzen bewachsen. An der Küste sah man hier und dort einen traumhaften weißen Strand mit Kokospalmen und anderen großen schattenspendenden Bäumen.

Togians Harmony Bay

Ankunft in Pondok Lestari auf Kadidiri

In einer Bucht mit ein paar James Bond-Felsen lag Pondok Lestari Kadidiri. Gekonnt legte das Boot an und wir konnten zwei Bungalows beziehen, deren Veranda direkt an der Hafenmauer lag.

Gleich darauf gab es das leckerste Frühstück, dass wir bisher hatten: Frittierte Teigbällchen und kleine leckere Bananen. Kaffee oder Tee bereitet man sich selbst zu.

Togian Kadidiri Lestari

Togian Kadidiri Lestari

Togian Kadidiri Lestari

In unserer Bucht gab es noch weiter Unterkünfte: Für die Taucher Black Marlin und Paradise Resort. Mit Pondok Lestari hatten wir es ganz gut getroffen, weil das Publikum überwiegend aus Rucksacktouristen bestand und bunt gemischt war. Witzigerweise trafen wir Linday wieder, der wohl die letzte verfügbare Hütte auf Kadidiri ergattert hatte.

Schnorchelausrüstung ist ein Muss für die Togians

Es macht auf jeden Fall Sinn, die eigenen Schnorchelausrüstung einzupacken. Die Ausrüstung, die wir in der Tauchschule ausgeliehen hatten war schweineteuer und taugte nichts. Nichts desto trotz tauchten wir in unserer Buch herum. Es gab ziemlich gut intakte Korallengärten und die unterschiedlichsten Fische. Leider gab es aber auch eine ganz ordentliche Strömung, was bei Ebbe blöd ist, da man den Korallen schon bedenklich nahe kam. Das Wasser war pisswarm, an Unterkühlung wird Mattis hier nie leiden.

Nachdem Mittagessen – es gab Fisch – ging es raus auf eine kleine Insel zum Schnorcheln. Taipi ist ein wunderschönes Eiland! Warum die Bungalows dort aufgegeben wurden ist uns ein Rätsel.

Togians Insel Taipi

Togians Insel Taipi

Togians Insel Taipi

Togians Insel Taipi

Togians Insel Taipi

So schnell sind wir noch nie an eine Kokosnuss gekommen

Uja holte schnell mal fünf Kokosnüsse vom Baum. Flink wie ein Affe kletterte er mit der Machete den steilen Stamm hoch und hackte ein paar Nüsse ab. Am Boden der Nuss wurde ein Stück abgeschlagen, damit sie nicht umkippte. Der Deckel wurde soweit reduziert, bis eine Öffnung entstand, aus der man gut trinken konnte. Schon lecker, wenn sie direkt vom Baum kommt.

Togians Insel Taipi Uja öffnet Kokosnuss

Schnorcheln zwischen Seesternen, Fischen und Korallen

Nach frischem Tee/Kaffee und Kokoskeksen, schwammen wir durch einen Kanal raus an die Riffkante. Die Insel fiel steil ab und ging auf ca. 15m in Sandboden über. Das Wasser war glasklar. An den Hängen waren überall die unterschiedlichsten Korallen, sowohl harte, als auch weiche. Manche waren gelblila andere rosa oder blau. Auch die Fische waren recht artenreich und knall bunt. Am meisten stachen die großen blauen Seesterne ins Auge, die aber wohl die Korallen fressen.

Tagesablauf einer Bajo-Familie

Das Nette an unseren Cottages war, dass man mit einer Bajo-Familie zusammenlebte und deren Tagesablauf mitbekam. Alleine das Prozedere, um das Frischwasser vom Boot ans Land zu bekommen, war sehenswert und ließ einen mehrfach überlegen, ob man ein oder zwei Kellen Wasser mehr zum Duschen nahm. À propos Duschen – auf den Togians gab es nur noch Mandi-Duschen im Bad. Man hat einen großen Pott mit Salzwasser für die Toilettenspülung und einen Pott Süßwasser zum Duschen. Man schöpfte sich eine Kelle Wasser über und seifte sich ein und mit der nächsten Kelle duscht man sich ab.

Das morgendliche Holzhacken vom Bajo-Opa war genauso notwendig, wie das abendliche musizieren der Familie am Lagerfeuer. Sie konnten richtig gut Gitarre spielen und singen.

Togian Kadidiri Pondok Lestari

Togian Kadidiri Pondok Lestari

Togians Kadidiri Lestari Sonnenuntergang

Plastikmüll ist ein echtes Problem auf den Inseln

Und wenn der letzte Touri ins Bett gegangen war, wurde der Zivilisationmüll im Lagerfeuer verbrannt. Die einzige Möglichkeit das ganze Plastik loszuwerden.

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Mit der Tuna Tomini Fähre von Gorontalo nach Wakai

Gorontalo Frühstück

Wir gammelten in den Tag hinein und lernten Lindsay den Australier kennen. Ein 57 jähriger Rentner, der sein Haus verkauft hat, um im australischen Winter immer auf Reisen gehen zu können. 

Auf Schnäppchenjagd 

Mit dem Bentor fuhren wir in den Supermarkt und deckten wir uns mit Fressalien für die nächsten Tage ein. Gar nicht so einfach, da alles völlig überzuckert ist. In einer Schreibwarenhandlung schwelgte Kiara im siebten Himmel und kaufte jede Menge verschiedene Stifte und eine Fototasche für ihre große Kamera – ein echtes Schnäppchen. Markenprodukte sind hier genauso teuer wie bei uns, aber Sachen zum Malen und Zeichnen sind davon ausgenommen, so dass Farber-Castel wohl mitziehen musste.

Gorontalo Fahrt mit dem Bentor

Mit dem Bentor zum Hafen

Die Kinder lieben die Fahrten mit dem Bentor, so dass wir uns auch damit gegen 16:30 Uhr zur Fähre bringen ließen. Die Fahrt war relativ lange und ging am linken Ufer entlang, nichts was man hätte laufen können. Anscheinend ist es erst so weit draußen tief genug oder man will das Gewusel bewusst aus der Stadt verbannen. Mattis war auf jeden Fall über jede Minute dankbar, denn er durft hinter dem Fahrer sitzen und genoss die Fahrt.

Gorontalo Fahrt zur Fähre mit dem Bentor

Mit der Tuna Tomini von Gorontalo nach Wakai

Auf der Fähre kann man verschiedene Komfort-Klassen buchen. Eine Kabine mit zwei Stockbeten, in der normalerweise die Crew schläft, für ca. 400.000 IDR komplett.  

Ekonomi für 65.000 IDR, Tatami für 75.000 IDR und Bisnis für 89.000 IDR. Zu allen Klassen kommen noch 15.000 IDR Togian-Gebühr.

Gorontalo Fähre Toma Tomini

Gorotalo Tuna Tomini

Business-Class für unsere Rucksäcke

Wir dachten, wir tun uns was Gutes und buchen Business-Class, weil es dort Aircon gibt. Weit gefehlt! Es gab zwei Reihen Flugzeugsitze neueren Datums. Der Rest waren alte und ausgelutschte Sitze, die beachtlich schaukelten. Aircon gab es zwar, aber davon kam vorn nichts an. 

Gorontalo Tuna Tomini Bisnis Class Alt

Gorontalo Tuna Tomini Bisnis Class

Da wäre die Tatami-Klasse die bessere Wahl gewesen, denn dort gab es Natural Aircon, da die Seiten des Schiffs offen waren. Dort konnte man sich für 10.000 IDR eine dünne Matte mieten und auf eine Liegefläche legen. Man kann sich die Liegefläche wie ein ewig breites Stockbett vorstellen. Die oberen Betten sind luftiger, die unteren sind nachts etwas dunkler, weil das Licht durchgehend brennt.  

Gorontalo Tuna Tomini Tatami Class

Economy-Class ist dann der restliche Boden des Schiffs. Wenn man in der Business-Class einen guten Platz will, muss man kurz nach 16:00 Uhr da sein. Die Tatamis haben Nummern, also keine frei Platzwahl. Das nächste Mal würden wir uns das billigste Ticket holen und eine Matte besorgen und die Nacht auf dem Deck verbringen. 

Auf der ganze Fähre waren vielleicht fünfzig Touris, die Fähre fährt nur zwei Mal die Woche (Dienstag und Freitag) von Gorontalo nach Wakai. Von Marisa geht auch noch eine Tagesfähre nach Dolong, die nur halb so lange braucht, weil es direkt nördlich der Togians liegt. Von Ampana aus gib es die meisten Verbindungen auf die Togians, da es südlich liegt und die kürzeste Entfernung aufweist. 

Stürmische Überfahrt

Abfahrt ist um 18 Uhr, irgendwann nach 19 Uhr legte das Schiff ab. Es war schon stockdunkel und wir saßen mit Lindsay auf dem Deck zwischen den beiden Schornsteine. Der Sonnenuntergang war einfach spektakulär.

Gorontalo Tuna Tomini Sonnenuntergang

Gorontalo Tuna Tomini Sonnenuntergang

Da der Wind sehr stark war, war der Wellengang entsprechend. Das Schiff rollte heftig und die Kinder entschlossen sich nach einer reingewürgten Nudelsuppe, die Nacht auf dem Deck zu verbringen. Jürgen organisierte uns noch zwei Tatamis und wir beobachteten noch lange die unheimlich vielen Sterne, die sich sehr unruhig von einer auf die andere Seite bewegten. Kiara und Mattis knackten auf einer Liege, Svenja und ich lagen auf dem Deck und sahen immer mehr Sternbilder. 

In den frühen Morgenstunden fing es zum Regnen an und wir flüchteten unter die Überdachung. Die war aber so hell beleuchtet, dass ich mit Svenja runter zu Jürgen ging. Die anderen beiden ließen wir mit dem Stapeln von Bargeld im Rucksack an Deck zurück.

Hier fühlt man sich willkommen und sehr sicher

Wenn es ein Land gibt, wo man sich absolut sicher fühlen kann, dann ist es Sulawesi. Nie mussten wir Angst um irgendwas hier haben. Die Leute sind nicht aufdringlich, außer wenn sie wollen, dass du auf ein Selfie mitdrauf sollst.  

Große Hektig und Geschrei gibt es nicht, egal ob Christ oder Moslem, man wird sehr höflich behandelt. Das liegt viel daran, dass es fast keinen Tourismus hier gibt und Bule (Ausländer) selten sind.

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