Höllentrip von Tentena nach Rantepao

Gestern hat unser Fahrer noch hin und her überlegt, welche Strecke er von Tentena nach Rantepao nehmen soll. Die kurze an der Ostseite des Sees, die wegen Erdrutschen häufig gesperrt wird oder lieber die lange Strecke, die am Westufer verläuft, aber sehr schmal und schlecht ist.

Extrem schlechte Strecke

Um 7:15 Uhr starten wir und nahmen – die lange schlechte Route. Und schlecht war wirklich nicht übertrieben! Die schmale kurvige Straße hatte nur selten Asphalt und wenn, dann war er übersät mit Schlaglöchern. Die eh schon schlechten Stoßdämpfer schlugen des Öfteren durch. Verkehr gab es kaum, das war auch gut so, denn die Straße war nicht viel breiter als ein Auto.

Fahrt von Tentena nach Rantepao am Poso See

Für die ersten 60 km brauchten wir fast zwei Stunden. Danach waren wir bei Pendolo wieder auf der regulären Straße, die aber auch nicht wirklich gut war. In der Ebene nach dem See gab es eine kurze Erholung für das Gesäß, danach ging es wieder hoch in die Berge. 

Für manche zu kurvenreich!

In der Provinz Sulawesi Selatan war die Straße dann zwar besser, aber dafür an vielen Stellen matschig oder der Straßenbelag war weggebrochen. Viele Kilometer ging es in Serpentinen hoch ins Gebirge und später wieder runter. Einen LKW, der Flüssigkeit in großen Behältern geladen hatte, war das nicht so gut bekommen. Die Ladung hatte sich aufgeschaukelt und war mit samt dem Laster umgekippt. 

Fahrt Tentena nach Rantepao LKW umgekippt

Gegen 14:00 Uhr hielten wir zum Mittagessen und trafen ein französische Pärchen zum x-ten Mal an diesem Tag wieder. Seit Gorontalo treffen wir uns nun schon. 

Schmetterling

Fahrt von Tentena nach Rantepao Wasserfall

Fahrt von Tentena nach Rantepao Wasserfall

Bisher war kaum Verkehr, das änderte sich nun, da die Straße überwiegen gerade verlief bis Palopo. Unser Fahrer hatte wohl gemerkt, dass wir schon spät dran waren und legte einen Zahn zu. Bei dem Verkehr nicht witzig!

Von Palopo nach Rantepao waren es nochmal 60 km, die extrem kurvig waren und in die Berge hochgingen. Und nochmal legte der Fahrer einen Zahn zu, da es langsam dunkel wurde. Im diffusen Licht sah man schon hier und da die schönen Häuser der Toraja stehen.

Heil in Rantepao angekommen

Als wir Rantepao erreichten, war es stockdunkel. Für die etwas mehr als 300 km haben wir über 12 Stunden gebraucht. Im Vergleich zu anderen Reisenden sind wir also schnell durchgekommen, denn die haben von Rantepao nach Tentena auch schon mal 18 Stunden gebraucht!

Wir wurden zum Duta 88 gebracht und waren hin und weg von unserer neuen Unterkunft. In einem total mit Pflanzen bewachsenen Hinterhof standen mehrere Häuser im Toraja-Stil inklusive Reisspeicherhäuschen. Wir bekamen zwei schnuckelige Bungalows mit Veranda und inkl. Frühstück für 200.000 IDR bzw. 50.000 IDR mehr, für die extra Matratze.

Unser Wirt Nikolas kümmerte sich rührend um uns und brachte Jürgen persönlich zur nächsten ATM und uns später zu einem guten Restaurant. Nach so einem Höllentrip darf man sich was Gutes tun!

Rantepao Duta88 Reisspeicher

Rantepao Duta88 unser 2 Bungalows

Rantepao Duta88 unser Bungalow

Rantepao Duta88 unser Bungalow

 

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