Lange Fahrt von Manado nach Gorontalo

Die Indonesier auf Sulawesi scheinen alle überpünktlich zu sein. Obwohl 8 Uhr Abfahrt vereinbart war, wollte der Fahrer schon um 7:30 Uhr los.

Achterbahn im Regenwald

Sobald man mal die Stadt hinter sich gelassen hat, ist man in einer anderen Welt. Alles ist so grün und dichter Regenwald verteilt sich über die steilen Bergen. Die Autofahrt erinnert mehr an eine Achterbahnfahrt: extrem kurvig und ein ständiges Auf und Ab, aber die Straße war gut. 

Fahrt nach Gorontalo kurvige Straße

Unterwegs sichteten wir lustige Fahrzeuge. Besonders die Bentors hatten es uns angetan, es ist eine Mischung aus Motorrad und Rikscha.

Fahrt nach Gorontalo Bentor

Mit der Zeit änderte sich das Landschaftsbild ein wenig und die Anzahl an Palmen nahm zu. Palmöl-Bäume sind hier eher selten, dafür setzt man hier mehr auf die Kokosnuss. So hohe Palmen wie hier, haben wir noch nie gesehen. Die Anzahl der Kirchen nahm dafür ab und die Moscheen wurden präsenter.

Fahrt von Manado nach Gorontalo

Hungern muss hier keiner

Der klare Vorteil eines eigenen Wagens ist, dass er anhält, wenn man mal auf die Toilette muss. Auf halber Strecke stoppten wir dann zum Mittagessen. Man konnte sich einfach aus einer Vielzahl von Schüsseln seinen Teller vollladen und bezahlte dann den Betrag, der auf dem Taschenrechner eingetippt wurde. Super schmackhaft und nicht all zu scharf.

Hier hier auf die Toilette muss, darf nicht zimperlich sein. In Sulawesi gibt es überwiegend die Stehtoiletten, da sie am hygienischsten sind. Man kann sie leicht putzen und sie verschmutzen nicht so wie unsere Sitztoiletten. Das hier war aber die schlimmste Toilette, die wir auf unserer bisherigen Fahrt hatten und mit Blitz sieht sie eigentlich schon ganz passabel aus. Für Svenja aber immer wieder eine Herausforderung.

Sulawesi Toiletten im Warung

Entlang der Küste nach Westen waren immer wieder schöne Buchten mit vorgelagerten Inseln zu sehen. Traumstrände gibt wahrscheinlich nicht all zu viele und Hotels schon gar keine. Die Straße von Popalo, der letzten Stadt an der Küste, bevor man durch das Landesinnere an die Küste nach Gorontalo fährt, ist flach und lässt sich schneller bewältigen, obwohl es das ein oder andere Schlagloch gibt.

Nach 9 Stunden endlich in Gorontalo

Es war schon fünf, als wir das New Melati Hotel in Gorontalo erreichten. Es hatte einen schönen Garten mit großem Baum und die Zimmer hatten Sitzgelegenheiten vor der Tür. Das war auch gut so, weil im Erdgeschoss alles stark nach Moskitospray stank. Aber die Kinder hatten alle ein eigenes Bett, was mal wieder notwendig war. Bei 200.000 IDR inkl. Frühstück pro Zimmer kann man nicht mehr erwarten.

Gorontalo New Melati Hotel

Mandi-Dusche gab es zwar noch keine, aber die manuelle Toilettenspülung wurde der neue Standard auf der Reise. Funktioniert auch gut und benötigt deutlich weniger Wasser. Es versteht sich, dass Klopapier so auch nicht mehr zum Einsatz kommen kann. Alles eine Frage der Gewohnheit, aber die manuelle Form der Bidets ist bestimmt nicht unhygienischer.

Mit dem Bentor, einer Motorrad-Rickscha, fuhren wir in eine Mall, um uns mit Bargeld zu versorgen. Auf den Togians gibt es nämlich keine Geldautomaten.

Gorontalo fahrt mit dem Bentor

Planung unseres Togian-Trips


Wir wollten etwas mehr von den Togians sehen, aber es ist schwierig von Europa aus etwas zu buchen, da die meisten der ca. 20 Unterkünfte keine Email haben und meist auch keine Internetseite über die man buchen könnte. Es bleibt also nur noch die Möglichkeit über Skype anzurufen und zu hoffen, dass man jemanden an der Strippe hat, der auch Englisch versteht.

Es ist dringend anzuraten, sich im Vorfeld um eine Unterkunft zu bemühen, denn die Unterkünfte sind tatsächlich ausgebucht in der Hauptsaison von Juni bis September. Vereinzelt findet man noch ein Zimmer oder wenn jemand tatsächlich irgendwo strandet, dann findet sich bestimmt auch noch eine Hängematte.

Ich hatte in der Facebook-Gruppe von Indojunkies nach schönen Unterkünften auf den Togians gefragt und war sehr überrascht, dass ich eine Personal Message von David und Angie von Poki-Poki erhalten hatte. Nach einigen netten Emails hin und her hatten wir nicht nur eine Unterkunft, sondern auch gleich einen kompletten Trip über die Togians von ihnen organisiert bekommen.

Eine Woche als Seenomade über die Togians

Mit unserem eigenen Boot sollten wir erst die Insel Kadidiri und später Malenge erkunden. Die Bungalows von Poki-Poki liegen auf der südlichsten Insel Batudaka und sollten der Abschluss unseres Togian-Trips werden. 

Ein klarer Vorteil war, dass wir schon in Deutschland den Aufenthalt bezahlen konnten. Weil sie unsere Unterkünfte in Kadidiri und Malenge schon buchen und bezahlen mussten, machten wir eine Anzahlung auf ein deutsches Konto bei der DKB-Bank* und kurz vor Abreise bezahlten wir den restlichen Betrag.

Wie wir auf die Togians gekommen sind und was wir dort alles erlebt haben, erfahrt ihr, sobald wir wieder Internet haben, denn auf den Togians gibt es nur zeitweise Strom mit dem Generator.

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