Nasse Füße beim Mont St. Michel

Die zwei Stunden Autofahrt bis nach St. Malo, sind es nicht unbedingt wert, um sich die ville close dort anzuschauen. Dinan wäre wohl die bessere Wahl gewesen. Eine riesige Stadtmauer mit über 5m Breitet umschließt die komplette Stadt. In die Wohnungen, der immer gleichen grauen Häuser, kann man von der Mauer reinblicken – ein Leben auf dem Präsentierteller.

St. Malo

Vor den Stadtmauern befindet sich eine Festung, die nur bei Ebbe erreichbar ist. Bei dieser Gelegenheit kletterten wir einmal rundherum. Zum Essen hatten wir uns auf einer Festungsmauer niedergelassen, als sich, in einem unachtsamen Augenblick, eine Schar Möwen auf Kiara’s Pommes stürzten und sie auch noch vollschissen.

Am späten Nachmittag erreichten wir den Parkplatz von Le Mont St. Michel. Von dort aus sind es 40min zu Fuß zum Berg bzw. 10min mit dem Shuttle-Bus. Je näher man kam, desto mehr Details offenbarte dieser wundersame Berg, der aus vielen kleinen Häusern bestand und einer Abtei, die rund um die Bergspitze herum gebaut war, mit einer Kirche auf dem Gipfel. Wenn man nicht den Hauptweg folgt, kann man in aller Ruhe (zumindest am frühen Abend) durch die schmalen Gässchen schlendern und sich den Berg hocharbeiten, aber die Auswahl ist sehr beschränkt. Wenn man die Menschenmassen sieht, die den Berg verlassen, dann kann man sich unschwer ausmalen, was hier heute Vormittag los war. Sobald wir die Abbtei betreten hatten, ging es nur noch einen vorgeschriebenen Weg, der sich langsam emporschraubte. Die Räume wurden unterschiedlich beleuchtet, mit Videoanimation oder anderen Schatten- und Farbspielen bereichert. In manchen Räumen wurden Live-Konzerte gegeben, Solo für Kontrabass, Harfe und Querflöte.

Le Mont St. Michel

Le Mont St. Michel

Le Mont St. Michel

Le Mont St. Michel

Le Mont St. Michel

Bis zum Sonnenuntergang hatten wir uns wieder auf Meeresebene zurückgearbeitet und schickten uns an, den Berg im Meeresbett zu umrunden. Das Meer lag meilenweit in der Ferne und einzig ein Fluss war Zeugnis, dass hier auch Wasser sein könnte. Als wir im großen Bogen um den Berg waren, wurde es plötzlich schwierig die letzt Stelle trockenen Fußes zu überqueren. Also schickten wir uns an durch das Wasser zu waten. Der Untergrund wurde aber immer nasser und glitschiger. Die Schuhe versanken im Schlick und das Wasser floss in einer wahnsinns Geschwindigkeit zurück in die Bucht. In aller letzter Minute erreichten wir wieder festen Grund. Die Pampe klebte so fest an Schuhen und Füßen, dass die Kind die Socken einfach über die sandigen Füße zogen und so zur Bushaltestelle liefen. Da der Bus überfüllt war, beschlossen wir den Weg zum Parkplatz zurück zulaufen. So konnte Jürgen noch die Zeit nutzen, die Blaue Stunde mit le Mont St. Michel mit dem Fotoapparat einzufangen. Kurz vor Mitternacht erreichten wir das Auto und zwei Stunden später, mit immer noch wachen Kindern, den Campingplatz.

Le Mont St. Michel

Le Mont St. Michel

Le Mont St. Michel

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