Schöne Wanderung von Batutumonga nach Rantepao

Sulawesi Rantepao Pasar Bolu

Heute war früh Aufstehen angesagt, Jürgen hat uns eine schöne Wandertour geplant. Sie sollte uns von Lempo, Batutumonga nach Tariku bringen und von dort aus zurück nach Rantepao.

Wie schön, dass man hier nie lange auf ein Bemo warten muss, denn es nieselte etwas. Als wir den Pasar Bolu erreichten, schüttete es allerdings bereits aus Kannen und so schlenderten wir noch ein wenig über den überdachten Markt.

Das Busterminal, ein großer Matschparkplatz, liegt direkt neben dem Markt. Von hier aus fahren Busse oder Autos zu den Orten in den Bergen. Ein Fahrer war schnell gefunden und die 20.000 IDR pro Person geschenkt. Eine Oma stieg noch dazu und schon ging es los durch die Reisfelder, die sich direkt an Rantepao anschlossen. Danach nahmen wir Kurs auf die Berge.

Extreme Steigungen

Es ist schon erstaunlich, dass man auf so wenigen Metern so viele Höhenmeter überwinden kann. Hauptsache, wir müssen sie nicht hochlaufen. Wir baten den Fahrer, uns an der Kirche in Lempo rauszulassen, wo wir uns als erstes gleich wieder unterstellen mussten.

Nur drei von uns hatte eine Jacke bzw. Hoodie dabei, keiner eine Regenjacke, denn eigentlich war gutes Wetter angekündigt. Auf 1200m ist es erstaunlich frisch, was durch den Wind nicht besser wurde. Am nächsten Kiosk kauften wir den gesamten Vorrat an Regencapes, es gab aber leider nur drei.

Wir liefen die Straße in Richtung Batutumonga, die normalerweise fantastische Ausblicke ins Tal über die Reisfelder bieten sollte. Wir sahen nur Wolken.

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Batutumonga mit wunderbarer Aussicht

Als wir zum Mentirotiku Homestay kamen, beschlossen wir, schon um 11 Uhr Mittag zu essen. Hier kann man in richtigen Toraja-Häusern übernachten. Ein wunderschönes Fleckchen mit einer fantastischen Aussicht über die ganze Ebene von Rantepao, wie wir später feststellten, als der Regen aufhörte und die Wolkendecke aufriss.

Sobald die Sonne da war, wurde es schnell heiß, ein Glück ging unser sehr schlechter und steiler Weg durch Bambuswälder, die Schatten spendeten. Die Reisfelder kaskadieren bis runter nach Rantepao, die Bergflanken waren mit dichtem Dschungel oder Bambus bewachsen. In den Reisfeldern liegen riesige Findlinge, manche haben ein Grab im Stein.

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Mitten im Wohnzimmer gelandet

Als es nochmal anfing zu regnen, wollten wir uns wieder in eine Kirche flüchten und wurden auch von einer Dame freundlich herangewunken. Die vermeintliche Kirche stellte sich aber als Wohnzimmer einer Familie heraus. Wir wurden sogleich mit zuckersüßem Tee bewirtet. Die nette Gastgeberin hatte alle Mühe, ihren neugierigen Hahn ständig wieder aus dem Wohnzimmer zu werfen, der auf der Suche nach Futter war. Abgesehen von ein wenig Zeichensprache war leider keine große Verständigung mit der Familie möglich, nur die scheuen Kinder freuten sich über unsere Süßigkeiten-Vorräte.

Keine Ahnung, wie oft wir heute schon Hello sagen durften, aber überall wird man freudig empfangen. Teilweise sitzen regungslose alte Leute vor der Hütte und man ist sich nicht sicher, ob sie echt sind oder ein Tao-Tao.

Unten in Tariku angekommen, fragten wir in einem Kiosk, ob wir mal auf Toilette durften. Das war wohl das stille Örtchen mit dem schönsten Ausblick über den Fluss, die Reisfelder und die Berge, den man sich vorstellen kann.

Sulawesi Batutumonga

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Sulawesi Batutumonga

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Rutsch in die Kloschüssel

Noch nie war ich über ein kalte Dose Cola so dankbar! Auf der Toilette war ich mit dem Fuß in die Schüssel gerutscht und mit dem Schienbein auf ein Kante und dem Knie auf den Boden geknallt. Die große dunkel verfärbte Beule ließ sich mit der Cola-Dose perfekt wegkühlen, so dass wir unsere Wanderung zu Fuß fortsetzen konnten.

Die Wanderung führte uns im weiteren Verlauf zu den Felsengräbern von Rantepao mit ganz besonderen Ausblicken über das Karstgebirge und die Reisfelder.

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  1. Reiseplanung - Einmal Sulawesi von Nord nach Süd - Scenic-World - 9. November 2017

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