
Unser erster Tag auf dem Malerweg führte uns eineinhalb Etappen weit von Liebethal über die Bastei nach Wehlen. Wildromantische Flusstäler und gigantische Ausblicke über die Elbe und das Elbsandsteingebirge begleiteten unsere Wanderung.
1. Etappe auf dem Malerweg (Liebethal – Stadt Wehlen)
Schlaflose Nacht in Pirna
Nach einer teilweise schlaflosen Nacht, waren wir freiwillig um 7 Uhr aufgestanden und hatten schnell gefrühstückt. Das Hotel Pirnascher Hof war eigentlich sehr nett nur leider am Marktplatz neben einer gut beleuchteten Kirche gelegen, die alle viertel Stunde mindestens einmal “Bing” gemacht hat …
Das hatte auch etwas Gutes für sich, denn so konnten wir schon den Bus um 8 Uhr von Pirna nach Liebethal nehmen. Hier nämlich startet der Malerweg offiziell, der in 8 Etappen eingeteilt ist. Mangels Zeit werden wir ihn aber in nur 6 Etappen wandern. Das wird für uns gut möglich sein, weil wir nicht unser gesamtes Gepäck mit uns rumschleppen mussten. Dazu hatten nämlich einen Gepäcktransfer organisiert.
Gut zu wissen...
Es ist ratsam, sich vor dem Loslaufen beim Tourismusverband Sächsische Schweiz zu informieren, ob irgendwelche Streckenabschnitte gesperrt sind.
Wildromantisches Flusstal Liebethaler Grund
Gestern hatte es noch aus Kübeln gegossen, aber heute war uns echtes Kaiserwetter vergönnt. Im Schatten war es aber dennoch noch recht frisch.
Eigentlich hatten wir uns von der ersten Etappe nicht so viel versprochen, aber der Weg ging durch ein wildromantisches, tiefeingegrabenes Flusstal dem Liebethaler Grund. Der kleine Fluss Wesennitz führte direkt vorbei an der Lochmühle zum Richard Wagner Denkmal. Bei den gemächlichen Steigungen kamen wir dann doch ins Schwitzen.
Uttewalder Grund und Felsentor
Beim ersten Abstieg hatten wir endlich mal einen anderen Wanderer getroffen, dann wieder viele Kilometer keine Menschenseele. Erst im Uttewalder Grund kamen uns wieder Leute entgegen. Wie wir später feststellten, auf einem eigentlich gesperrten Weg. Das Hochwasser im August hat nicht nur den Steg durch das legendäre Uttewalder Felsentor mit sich genommen, sondern auch die Befestigungsmauern des Baches unterspült. Große Teile des Sträßchens waren einfach weggespült und das Geländer führten durch die Luft.
Im Waldidyll genehmigten wir uns zum Aufwärmen eine Heiße Zitrone und hier hatten wir auch unseren 1. Malerwegstempel in den Wanderpass bekommen, um dann unseren Weg nach Stadt Wehlen fortzusetzen.
Ende der 1. Etappe in Stadt Wehlen
Der Malerweg führte uns an den Resten einer der ältesten Burgen der Region vorbei. Von der Burgruine hatten wir einen netten Ausblick auf die Elbe. Danach erreichten wir Stadt Wehlen. Damit war die erste Etappe von 11,5 km geschafft, in nur 3,5 h mit Pausen.
2. Etappe auf dem Malerweg (Stadt Wehlen – Hohnstein)
Steil hoch zur Bastei
Nun folgte die Hälfte der als mittel eingestuften 2. Etappe hoch zur Bastei, die wirklich schweißtreibend war. Der Aufstieg erfolgt über den Schwarzbergweg, dabei kamen wir auch am Rastplatz Steinerner Tisch vorbei. Belohnt wurden wir mit einer grandiosen Aussicht auf das Elbsandsteingebirge. Das Wetter war inzwischen sonnenbrandverdächtig. Da zur Bastei auch Busse fahren, war der Ansturm natürlich riesig.
Die Bastei gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Elbsandsteingebirges und die Basteibrücke ist über die Landesgrenzen hinweg bekannt. Da wir an der Bastei schon zuvor einmal waren, haben wir uns hier nicht allzu lange aufgehalten. Wenn man schon mal hier ist, dann sollte man sich auf jeden Fall die Rest der mittelalterlichen Felsenburg Neurathen anschauen. Alleine schon wegen des genialen Blicks über den Wehlengrund mit dem Rathener Kletterfelsen.
Wir verließen den Malerweg, weil wir unten in Rathen übernachten wollten.
Schmerzhafter Abstieg nach Rathen
Probleme bereitete mir dann der Abstieg über die Treppen runter nach Rathen. Beide Knie fingen höllisch an zu schmerzen. Im Schnecken Tempo erreichten wir Rathen, wo wir dann ab 14 Uhr faul in der Sonne Kaffee tranken. Das Hotel Ettrich lag auf der anderen Flussseite und eine Fähre brachte uns an unser Tagesziel. Die Zimmer war nur noch genial und bekam glatt 5 Sterne von uns.




























Hallo Alex,
Werde eventuell den Malerweg in der zweiten Oktoberhälfte wandern, geplant sind 6 Etappen. Da ist euer Blog ist eine sehr gute Planungshilfe.
Zwei ganz praktische Fragen: die Angaben der Wegzeiten je Etappe beziehen sich doch auf die reine Laufzeit oder sind da Pausen bei? Ist es ratsam Übernachtungen vorab zu buchen und mit welchem Vorlauf?
Ich bin sonst immer mit Zelt unterwegs und schlafe im Wald, daher habe ich keine Erfahrung damit.
Lieben Dank und liebe Grüße
Annette
Liebe Annette,
im Oktober ist der Malerweg wunderschön!
Die Zeiten sind inklusive der Pausen. Die Touren sind alle auf Komoot verlinkt, dort siehst Du im Tourenprofil, wo genau und wie lange wir die Pausen gemacht haben. Wir sind alles nur mit einem Daypack gelaufen, d.h. wir mussten nicht unser komplettes Gepäck mitschleppen. Aus diesem Grund musst Du vielleicht etwas mehr bei Dir veranschlagen, wenn Du mehr tragen musst und deshalb etwas langsamer vorankommst. Gerade die Stellen, wo es steil hoch und runter geht oder wo es Leitern gibt, könnten mit einem schweren Rucksack recht anspruchsvoll werden.
Ich würde die Übernachtungen auf jeden Fall im Voraus buchen. Es gibt zwei Etappen, wo es nur jeweils eine oder zwei Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Diese sind sicherlich am schnellsten weg. Aus diesem Grund würde ich buchen, sobald Du Dir sicher sein kannst, dass Du den Malerweg läufst.
Ich wünsche Dir viel Spaß bei Deiner Tour, das wird sicherlich ein unvergessliches Erlebnis. Zumindest bei uns war das so gewesen.
Liebe Grüße
Alex
P.S. Habe gerade gesehen, dass du den CDT gelaufen bist, Respekt! Dann wird der Malerweg kein Problem für Dich darstellen, auch wenn Du Dein Gepäck mitschleppen musst.
Der Herbst zeigt sich von seiner farbenfrohen Seite. Ich möchte direkt wieder los…
Manche Wege sind aber auch ganz schön Riskant, wir haben letztes Mal leider einen schlimmen Unfall mit ansehen müssen.
Deine Tipps und Berichte bereiten auf jeden Fall gut auf eine Wanderung vor. Vielen Dank dafür.
Liebe Nadine,
das ist ja echt tragisch! Ein Teil der Strecke ist wie ein schöner Sonntagsspaziergang, aber es gibt Abschnitte, die haben alpinen Charakter. Schwindelfrei und trittsicher sollte man auf jeden Fall sein und auch das richtige Schuhwerk verhilft so manchem Schritt mehr Sicherheit. Ich hoffe nur, dass derjenige wieder gut erholt hat.
Liebe Grüße
Alex
Wow, wunderbare Natur und da zeigt sich ja auch der goldene Herbst 🙂
Bin schon gespannt auf eure nächsten Eindrücke!
Alles Liebe aus Oldenburg <3
Michelle
Liebe Michelle,
es war wirklich wunderbar und mit dem Wetter hatten wir echt Glück!
Lass Dich überraschen, ich ersetze und füge die nächsten Tage noch weitere Bilder ein.
Liebe Grüße
Alex
Toller Bericht, der Lust auf den Malerweg macht 😀
Danke fürs Teilen!
Liebe Grüße
Barbara
Gern geschehen, liebe Barbara!
Ist mega schön gerade im Herbst zu laufen.
Liebe Grüße
Alex