Da draußen alles weiß vom Raureif war, marschierten wir dick vermummt los, um dann nach und nach den Reißverschluss zu lüften, da die Sonne herrlich scheint. Nach dem Abstieg von der Festung bewegten wir uns entlang des Elbkamms Richtung Weißig, dem Ende der 7. Etappe.

Weißig

Weißig

Bastei

Rauenstein

Im Anschluss erklommen wir noch den letzten größeren Berg auf dieser Tour, den Rauenstein. Eigentlich hatten wir uns von den nicht so viel erwartet, aber er war wirklich wunderschön. Ein ewig langer Gratweg, der schon fast ein wenig an die Schrammsteine erinnert, führt uns zur anderen Seite, rechts der Blick auf die Bastei und die Elbe, links die Festung Königstein und die anderen ‘Steine’, die wir alle schon bestiegen haben. Der Gratweg geht nahtlos in den Abstieg durch langgezogene Kieferwälder über.

Weißig

Rauenstein

Fast auf Elbhöhe angekommen, ging es wieder hoch in die Wälder, um dann fast wieder auf gleicher Höhe wie der Rauenstein zu sein (soweit also zu ‘letzter Aufstieg der Tour’). Oberhalb der Sandsteinfelsen, die die Elbe begrenzen, wandern wir durch den Wald auf einem ziemlich matschigen Weg nach Obervogelgesang. Der Weg zieht sich ganz schön, und so langsam merken wir unsere Oberschenkel. Am Ende erwarten uns – Überraschung – steile Stufen bis hinab zur Elbe. Dort genehmigen wir uns erst mal eine Gulaschsuppe und einen Kaffee. Entlang der Elbe führt der (leider asphaltierte) Weg Richtung Pirna. Auch den letzten Schlenker des Malerwegs nehmen wir noch mit, auch wenn es wieder einen Aufstieg bedeutet. Entlang der Burgmauern nähern wir uns der Stadtmitte. Kurz vor dem Ziel sehen wir uns noch die Marienkirche an, die wirklich sehenswerte Fenster und eine tolle Decke hat.

Prina

Prina

Prina

Und dann ist das Ziel erreicht: Der Marktplatz von Pirna!

Den letzten Stempel für die 8. Etappe holten wir uns praktischerweise in unserem Hotel, um dann frisch geduscht zur Touri- Info gehen zu können, wo wir den Malerwegorden- und eine Urkunde erhielten. Sehr anstrengende, aber auch wirklich wunderschöne angebliche 112 Kilometer liegen hinter uns (laut GPS waren es 132,7km), und wir sind wirklich stolz, es geschafft zu haben. Alles in allem eine sehr empfehlenswerte Tour.

Danksagung:

  • An die Großeltern, die unseren Kindern einen schönen Urlaub bescherten
  • Dem Wetter, das sich an die teilweise schauderhaften Voraussagen einfach nicht gehalten hat und hauptsächlich schön war
  • An die Wirte und Hoteliers auf unserer Reise, die im Gegensatz zu MeckPomm, sehr zuvorkommend und serviceorientiert waren
  • Hansaplast Blasengel zur Prävention, für eine blasenfreie Woche
  • Leki für die tollen Stöcke
  • Mamut für die saubequemen Stiefel
  • Asics für die Geljoggingschuhe (ja, Jürgen ist, mit einer kurzen Ausnahme, die komplette Tour damit gelaufen)
  • Jürgen, der die ganze Zeit den Rucksack schleppen musste
  • Alex, für den eisernen Willen, durchzuhalten
  • Alex’ Knie, das trotz Schmerzen die komplette Tour durchgehalten hat