Die Nacht auf den Bambusstangen trieb uns schon früh raus, die Sonne ging langsam über dem Regenwald auf und die Tiere erwachten und stimmten ihren Morgengesang an. Leckere Marmelade-Tortillas stärkten uns für den Marsch durch ein Flussbett. Eine Spinnengroßfamilie sonnte sich auf einem Felsen: handgroß, grau und langbeinig, ansonsten sahen wir nur ganz wenig Tiere.

Dschungeltour

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Die Guides zeigten uns, in welche Richtung wir einen Wasserfall zum Duschen finden konnten und verschwanden im Unterholz. Als wir zurückkamen, waren die Rucksäcke weg  oder hatten wir uns verlaufen? Anfänglich machten wir noch Scherze darüber, dass wir ja wissen, welche Pflanzen wir evtl. Essen könnten, aber wir hatten noch nicht mal mehr ein Messer. Es war erschreckend, wie schnell man die Orientierung verliert, Wege die man sich vor 5 Minuten noch gebahnt hatte, waren einfach weg.

Uns fiel ein Stein vom Herzen, als wir auf der anderen Flussseite plötzlich Palmwedel langwandeln sahen. Die Guides hatten die Rucksäcke auf die andere Flußseite gebracht. Heute mussten wir unsere Behausung selbst bauen. Mit Lianen verknoteten wir ein paar dünne Bäume und legten, die, der Länge nach halbierten, Palmwedel drauf. So hatten wir unsere erste Dschungelhütte schnell fertig gestellt und gingen mit José auf die Suche nach Palmheart. Der fällte kurzerhand zwei 6m hohe Palmen, um nur die Spitze mitzunehmen. So viel zum Thema Öko-Tourismus.

Nachdem wir noch lernten, wie man ein paar Sets aus Palmen bastelt und aus nassem Holz trotzdem ein Feuer entfacht, gab es wieder ein vorzügliches Essen. Nur die Moskitos nervten gewaltig.

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