Thean Hou Temple, George Town, Pulau Penang, Malaysia

Die Anreise von Ipoh nach George Town führte uns über Butterworth. George Town selbst liegt auf Pulau Penang, einer Insel mit schönen alten Kolonialbauten, vielen chinesischen Tempeln, gutem Essen und toller Streetart.

Mit Tricks durch die Polizeikontrolle

Es kostete schon etwas Überredungskunst, den Taxifahrer zu überzeugen, uns alle zusammen in einem Taxi zu befördern. Wie ließen uns raus in Amanjaya-Busterminal bringen, wo vor ein paar Tagen unsere nicht so glorreiche Ankunft in Ipoh begann. 

Ausgerechnet kurz vor dem Busterminal kamen wir in eine Polizeikontrolle! Eigentlich sind sie auf der Suche nach Illegalen Indern, Tibeter oder Nepalesen. Wir waren aber, mit mehr als der zulässigen Anzahl von Fahrgästen, natürlich auch ein gefundenes Fressen. Mattis, der zwischen meinen Beinen saß, machte sich ganz klein. Wir legten noch ein paar Daypacks auf seinen Rücken und überstanden die Polizeikontrolle unentdeckt.

Kek Lok Tong Tempel, Ipoh, Malaysia

Verwirrung am Amanjaya-Busterminal

Das Busterminal ist zwar neu und riesig, läuft aber nicht so, wie es einmal geplant war. Da die Anzeigetafel nicht funktionierte, wo die abfahrenden Busse gelistet werden sollten, hatte man Null Plan, ob der Bus schon angekommen war und an welcher Box er stand. Uns blieb nichts anderes übrig, als ständig rauszugehen und zu schauen. Denn das, was ein Mann zwischendurch ausrief, verstanden wir nicht.

Mit 20 Minuten Verspätung starteten wir in Richtung Penang. Die Autobahn war sehr steil und führte uns östlich von Ipoh ein wenig durch die Ausläufer der Cameron-Highlands. Hier gab es wenigstens noch richtigen Dschungel. Später wurde es eben und langweilig, so dass wir die meiste Zeit auf den 150 km nach Butterworth dösten.

Kurz auf Penang und schon wieder weg

Witzigerweise fuhr der Bus über die lange Penang Bridge auf die Insel Penang zum Terminal Bus Sungai Nibong, um wenig später über die gleiche Brücke wieder zurück ans Festland nach Butterworth zu fahren. Kurzzeitig hatten wir überlegt hier auszusteigen, aber entschieden uns dagegen, weil wir keine Ahnung hatten, wie wir von hier die 13 km nach George Town kommen sollten. Butterworth liegt da schon besser, da es auf gleicher Höhe wie George Town, am Festland liegt.

Wir verließen den Bus in Butterworth, um gleich den nächsten Bus zum Pier zu nehmen. Obwohl es nur ein paar hundert Meter sind, wird hier ein kostenloser Shuttle Service angeboten. Das Pangkalan Sultan Abdul Halim Ferry Terminal in Butterworth ist nur durch eine schmale Meeresenge von Pulau Penang getrennt. Im Bauch der Fähre fahren die Autos mit, wir durften auf das große Oberdeck. Die Fähre legte mitten im Zentrum von George Town an. Wenn wir uns zuvor besser informiert hätten, dann hätten wir einen der wartenden Busse nehmen können, die durch das Stadtzentrum fahren. Busse auf der Kurzstrecke sind hier alle kostenlos! Eine sinnvolle Einrichtung, um den Verkehr in Grenzen zu halten.

Wir mussten zwei Taxen nehmen, um zu unserem Hotel Malaysia zu kommen, wo wir unterwegs über Agoda ein Familienzimmer gebucht hatten. Als Paar hätten wir uns ein Zimmer in einem der wunderschönen alten Kolonialhäuschen gesucht, aber mit drei Kids und Rucksack, wollten wir uns das nicht antun. So lange in der Hitze zu suchen, bis wir zwei Zimmer in einem Haus oder ein großes Familienzimmer gefunden hätten, darauf hatten wir kein Bock.

Erster Streifzug durch George Town

Unser Hotel war jetzt kein besonders guter Deal, dafür aber zentral. Wir luden unser Gepäck ab und gingen auch gleich los, um die wirklich schönen Straßenzüge der Altstadt zu entdecken. Hier und dort gab es gute Streetart, geschmackvolle Cafés, ein Schoko-Museum, kleine Tempel und süße Shops. Und einen Mexikaner (Holy Guacamole) mit dem schlechtesten Kaffee ganz Asiens: Dünn und schmeckte wie mit Teewasser aufgefüllt.

Abends Essen im Hawker-Center

Dafür war unser Abendessen um so erfolgreicher. Direkt neben dem Hotel lag der Red Garden. Ein Hawker-Center mit bestimmt zwanzig Essständen, aber leider mit gruseliger Live-Musik. Wir aßen Vietnamesisch, mal was anderes, aber kein großer Unterschied.

Nächtlicher Streifzug durch George Town

Die Kids verkrümelten sich ins Hotel und wir unternahmen noch einen nächtlichen Streifzug durch die Gassen von George Town. Man läuft auch der ein oder anderen Ratte über dem Weg. Kein Wunder, hier landet der Müll auch nicht in großen Mülltonnen, sondern eher in Kartons vor dem Haus, zumindest im indischen Viertel von George Town.

Nachts durch George Town zu laufen ist einfach wunderbar! Die kolonialen Gebäude werden schön angeleuchtet und die Tempel erstrahlen in warmen Licht der Lampions. Auch in den kleinen Gassen und Nebenstraßen fühlt man sich hier immer sicher und wohl in seiner Haut.