Bangkok – Reisebericht

Bangkok-Bildergalerie

Chinatown

Wat Traimit, Chinatown, Bangkok

So richtig gut starteten wir nicht in den Tag. Alex hatte seit den frühen Morgenstunden Magenschmerzen und Jürgen startete mit einen ungesunden Wasser-Durchfall in den Tag. Nachdem Frühstück haben wir uns einfach nochmal bis 13 Uhr aus Ohr gehauen.

Auf Laufen hatte keiner so richtig Lust. Also Taxi angehalten, dass dann genau bis zur nächsten Tanke fuhr, um uns dann raus zu schmeißen,  weil wohl der Diesel gerade bei der Tanke ausgegangen war. Der nächste Versuch mit einem Tuk-Tuk war erfolgreich und der Fahrer lieferte uns beim in Chinatown und Wat Traimit ab.

Wat Traimit

Endlich konnten wir den massiv goldenen 3 m hohen und 5.5 t schweren glänzenden Buddha anschauen. Er wurde vor 40 Jahren per Zufall entdeckt, als bei Bauarbeiten etwas auf den Gipsbuddha fiel und unter der Hülle diese Kostbarkeit hervorbrachte. Schon beeindruckend, so viel Gold funkeln zu sehen.

Chinatown und Wat Traimit, Bangkok

Chinatown und Wat Traimit, Bangkok

Chinatown und Wat Traimit, Bangkok

Shopping-Scam

Anschließend wollten wir durch die Hauptstraße von Chinatown schlendern. Einen anscheinend sehr hilfsbereiter Mensch erzählte uns, dass erst um 18 Uhr die Geschäfte wieder aufmachen würden, weil heute ja die Königin Geburtstag hat. Weiter nördlich wäre aber ein schöner Markt und ein ganz tolles Geschäft, was aber offen hätte und blablabla. Wir bedankten uns und verzichteten auf das angebotene Tuk-Tuk und setzten unseren Spaziergang auf der Yaowarat fort.

Diese Art von Scam ist uns schon wohlbekannt: Angeblich ist was zu und ein gratis Tuk-Tuk bringt zu einem Shop, wo die Fahrer Tankgutscheine oder Kopfgeld bekommen, wenn sie Käufer abliefern. Im Geschäft gibt es dann irgendwelche super günstigen Angebote von Diamanten, Seide oder sonstwas, die sich im Nachhinein aber als Fake oder minderwertiges Produkt rausstellen.

Chinatown

Es hatten tatsächlich ein paar wenige Geschäfte geschlossen. Im Sampeng Lane Market scheint aber immer was los zu sein. In dem kleinen Gässchen, was parallel zur Yaowarat läuft, hatten alle Geschäfte offen. Hier gibt es echt alles zu kaufen, was man aus Plastik herstellen kann. Keine Ahnung, wer all diesen Plunder braucht! Die Läden sind alle zum Bersten gefüllt und einem gehen schier die Augen über, bei soviel Farbe und Kruscht.

Besonders stimmungsvoll sind aber die kleinen unscheinbaren Tempel, die man in Chinatown öfters mal findet. Der Duft der Räucherstäbchen ist allgegenwärtig und die ruhigen Tempel sind ein starker Kontrast zu dem bunten Chaos jenseits der Mauern.

Chinatown, Bangkok

Chinatown, Bangkok

Chinatown, Bangkok

Chinatown, Bangkok

Chinatown, Bangkok

Chinatown, Bangkok

Chinatown, Bangkok

Chinatown, Bangkok

Chinatown, Bangkok

Chinatown, Bangkok

In einer Mini-Shoppingmal, um die Ecke haben wir zur Abwechslung mal einen exzellenten Kaffee getrunken und konnten so unseren Weg zum Chao Phraya Express fortsetzen.

Geburtstag der Königin

Im Boot sahen wir schon die Regenfront auf uns zukommen. Gelblicher Himmel mit schwarzen Wolken bekleidete uns. Kaum waren wir in unser Viertel eingebogen, fing es an aus allen Kübeln zu schütten. Wir flüchteten uns in Wild Orchid, wo wir auch gleich zu Abend aßen. Nach einer halben Stunde war der Spuk vorbei und das Geburtstags-Feuerwerk für die Queen begann. Unser Platz dafür war jetzt nicht genial, aber wir konnten einen kleinen Himmelsausschnitt sehen und parallel dazu im Fernseher die Live-Bilder bestaunen.

Chao Phraya, Bangkok

Bill-Scam

Der nächste Tuk-Tukfahrer zurück zur Khao San Road fuhr Schlangenlinien und ließ sein Gefährt hüpfen, um die Kinder zu belustigen. In der Nebenstraße fanden wir wieder ein chilliges Lokal – my Darling, mit einem sehr seltsam aussehenden Teufelsbuddha.

Thailand 2014 Asien Bangkok Essen KhaoSan

 

Rechnungsbetrug

Das Essen war jetzt nicht so der Burner und als es ans Bezahlen ging, stand der Kellner schon kurze Zeit, nachdem er uns die Rechnung ausgehändigt hatte, da und wollte das Geld. Jürgen bemerkte aber sofort, dass die Rechnung nicht stimmte. Es war ein Bon von einem elektronischen Taschenrechner, alle Positionen waren korrekt auf dem Bon, nur die Endsumme war falsch. Der Kellner kam schon wieder und drängte uns, zu bezahlen. Nachdem wir per Handy addiert hatten und ihm die um 220 Baht geringere Summe unter die Nase gehalten hatten, kam er ganz schnell mit einer korrigierten Rechnung zurück und war wahrscheinlich froh, dass wir nicht die Polizei geholt hatten. Wie schön, wenn man jemanden dabei hat, der schnell überschlagen kann und die Tricks kennt.

Dieser – wir nennen ihn mal Bill-Scam- ist besonders fies und wir möchten nicht wissen, wie viele Leute mit dieser Masche jeden Abend dort abgezockt werden. Eigentlich ist es ganz einfach: Man tippt den Betrag ein, um den man betrügen will und macht solange ein Linefeed, bis es aussieht, als würde jetzt ein neuer Bon starten. Der Scam-Betrag wird jetzt abgerissen und alle Positionen eingetippt, dann die Summe berechnet und fertig ist der gefakte Beleg. Wenn jemand ausreichend viele Positionen bestellt hat, fällt das nicht weiter auf. Schon wieder was gelernt!

Khao San, Bangkok

Giant Swing und Wat Suthat

Giant Swing

Von Golden Mount aus konnten wir direkt zur Giant Swing laufen, die auf einem Platz steht, der schon feierlich für den Geburtstag der Königin geschmückt war. Die Hochschaukelwettkämpfe wurden irgendwann mal eingestellt, weil zu viele dabei abgestürzt sind.

Wat Suthat, Bangkok

Wat Suthat

Der Tempel Wat Suthat bei der Riesenschaukel war sehr sehenswert. Auch hier wieder viele weißgekleidete Frauen, singende Mönche und ein riesengroßer Buddha mit einem ebenso großen Teil über seinem Kopf, deren Bedeutung sich uns entzog – Moskitonetz oder Lampion, keine Ahnung. Auf jeden menschenleer am späten Nachmittag! Nur ein paar Mönche entsorgten freudig den Müll.

Wat Suthat, Bangkok

Wat Suthat, Bangkok

Wat Suthat, Bangkok

Wat Suthat, Bangkok

Wat Suthat, Bangkok

Wat Suthat, Bangkok

Wat Suthat, Bangkok

Wat Suthat, Bangkok

Wat Suthat, Bangkok

Wat Suthat, Bangkok

Wat Suthat, Bangkok

Golden Mount mit Wat Saket

Der Golden Mount

Da die Kinder unbedingt mal Tuk-Tuk fahren wollten, ließen wir uns von einigen anbaggern. Wir merkten aber schnell, dass wir noch zu nah am Tempel waren, weil sie 200 Baht oder einen Besuch in einem Geschäft, dafür billig, anboten. Und siehe da, kaum entfernt man sich, kostet der Spaß nach ein bisschen Handeln nur noch 60 Baht bis zum Golden Mount. Etwas eingequetscht flitzten wir durch die Stadt und die Kinder quietschten vor Vergnügen.

Tuk-Tuk, Bangkok

Korkenzieherförmig führt ein Weg auf den Berg und zum Glück gab es auch eine kleine Bar, wo wir Flüssigkeit nachtankten. Zur Freude der Kinder gab es ganz viele große Glocken, die man klingeln konnte und auch einen Monstergong. Unser Kreislauf war aber nicht auf Trab zu bekommen und ließ Alex abgeschlafft in der Ecke hängen. Die Aussicht vom Wat Saket über Bangkok ist grandios von hier oben und wir sahen, wie eine Regenfront direkt auf uns zu kam und angenehmen Wind mit sich brachte.

Bangkok, Golden Mount

Bangkok, Golden Mount

Bangkok, Golden Mount

Bangkok, Golden Mount

Bangkok, Golden Mount

Bangkok, Golden Mount

Wat Saket

Bangkok, Golden Mount

Bangkok, Golden Mount

Bangkok, Golden Mount

Bangkok, Golden Mount

Bangkok, Golden Mount

Bangkok, Golden Mount

Auf dem Weg vom Berg runter setzte der Regenschauer ein. Die erhoffte Erfrischung kam aber nicht, eher nahm die eh schon hohe Luftfeuchtigkeit noch weiter zu. Laut Tripadvisor sollten hier einige Restaurants um die Ecke sein. Mit letzten Kräften schleiften wir uns die Straße einmal hoch und wieder runter, außer ein paar Garküchen gab es hier nicht viel. In einem kleinen Hostel gab es aber Aircon und einen Coffeeshop (mit richtigem Kaffee! Schon fast vergessen, wie der schmeckt…), der uns etwas runterkühlte und ein klein wenig den Kreislauf pushte.

Liegender Buddha im Wat Pho in Bangkok

Heute mussten wir uns am Pier in den Schatten verziehen, weil zu wenig Wolken da waren und die Sonne dann gnadenlos runterbrennt. Da merkt man erstmal, was das ausmacht. Aber der Fahrtwind auf dem Chao Phraya verschafft wenigstens etwas Erfrischung.

Thailand-233-2014-Asien-Bangkok-ChaoPhraya

Der Liegende Buddha

Heute wollten wir den Kids den Declining Buddha im Wat Pho zeigen. Immer wieder beeindruckend dieser 50m lange liegende Goldbuddha mit seinen riesigen Füßen mit Intarsien aus Perlmutt.

Liegender Buddha im Wat Pho in Bangkok

Liegender Buddha, Wat Pho, Bangkok

Liegender Buddha, Wat Pho, Bangkok

Liegender Buddha, Wat Pho, Bangkok

Liegender Buddha, Wat Pho, Bangkok

Wat Pho

Noch in der gleichen Tempelanlage ist eine weitere abgeschlossene Tempelanlage mit vielen Innenhöfen, wo ca. 2m hohe Buddhas aufgereiht an Wänden sitzen. Davor sind Moskitonetze gespannt und es liegen Bastmatten mit Kopfkissen auf dem harten Boden. Aus Lautsprechern ertönt eine buddhistische Predigt. Irgendwas ist hier im Gange. Im Haupttempel waren ganz viele in weiß gehüllte Frauen und lauschten der Predigt vor einem riesigen Buddha. Als wir den Tempel verließen stimmte, der Priester einen monotonen Singsang an, der aber irgendwie beruhigte und sich immer wieder wiederholte, wobei er nie Luft zu holen zu schien.

Wat Pho, Bangkok

Wat Pho, Bangkok

Wat Pho, Bangkok

Wat Pho, Bangkok

Wat Pho, Bangkok

Wat Pho, Bangkok

Hier noch die komplette Tour, die uns vom Wat Pho weiterführte zum Golden Mount und zum Wat Suthat.

Wiekäänmaaket

Langsam gewöhnt sich der Körper an die Temperaturen, trotzdem wäre uns kaltes Wasser zum Duschen echt lieber.

Heute ist die letzte Gelegenheit zum Weekend-Market zu fahren. Da er weit im Norden liegt, ist es etwas schwer für uns dort hin zu kommen. Wir versuchen erst einmal mit dem Boot so weit nördlich zu fahren, damit wir dann nur noch quer rüber (östlich) müssen. Vielleicht hätten wir doch eine Station früher vom Boot hüpften sollen, aber dann hätten wir diese große, moderne Tempelanlage nie zu Gesicht bekommen, die direkt an der Anlegestelle liegt. Etwas, was wir hinter den runtergekommenen Häusern und Fabriken wirklich nicht vermutet hätten.

Bangkok

Weekend-Market

Der Taxifahrer, den wir angehalten haben, konnte weder Karte lesen, noch Englisch verstehen. Unsere Aussprache war wohl auch nicht ganz richtig. Ganz verzweifelt rief er jemanden an, der Englisch konnte, woraufhin der Fahrer dann ganz verständnisvoll Wiekäänmaaket wiederholte – hatten wir das nicht gerade gesagt?!

Bangkok scheint ziemlich viele Baustellen im Augenblick zu haben. Überall werden alte marode Betongebäude abgerissen und das Skytrain-Netz wird erweitert. Auch der Chatuchak-Markt ist davon betroffen. Gleich am Anfang sind wir über eine Mini-Galerie gestolpert mit absolut genialen Metallarbeiten, die ein Blatt filigran darstellten. Eigentlich nicht teuer für 9000 Baht, aber door-to-door-shipping würde 19000 Baht kosten. Wir müssen mal die Bestimmungen von Qatar Airways checken, wir haben 150kg Gepäck plus Handgepäck frei. Daran wird es nicht scheitern, aber an den Maßen und ob wir gewillt sind, das Teil mit uns zu schleppen.

Bangkok

Bangkok Weekendmarket

Der Market ist einfach kurios, eng und stickig und es gibt so ziemlich alles zu kaufen, was das thailändische Herz begehrt. Junge Hunde, Katzen und viele andere exotische Vierbeiner und Vielflossler, aber auch Mehrbeiner fürs Terrarium oder den Magen. Geflügel, von gerade geschlüpften Papageien angefangen bis hin zu jungen Geiern. Auf jeden Fall ist der Markt ein toller Irrgarten und es ist gar nicht so einfach wieder den Ausgang zu finden.

Metro

Eigentlich wären wir gerne mit dem Skytrain gefahren, denn da hat man einen guten Überblick auf die Stadt, aber die U-Bahn geht von Mo Chit direkt zum Hua Lumphon-Bahnhof. So viel Moderne und Größe hätten wir jetzt nicht erwartet und schon gar nicht so ein Kälte!

Bangkok Metro

Nach 20min waren wir steif gefroren und um so schlimmer war die schwüle Luft, als wir am Bahnhof wieder die Oberfläche erreichten. Da wir uns hier nur über Tage auskennen, haben wir versucht die Straße zu überqueren, was an glatten Selbstmord grenzt, wie wir feststellen mussten. Rund um den Bahnhof sind zur Zeit auch jede Menge Baustellen, dennoch hatten wir schnell die richtige Straße gefunden, was in Chinatown nicht selbstverständlich ist.

Chinatown

Bangkok Chinatown

Leider war es gerade 17 Uhr und so durften wir den Wat Traimit und seinen massiv goldenen Buddha nicht mehr besuchen.

Chinatown, Bangkok

Auf der Suche nach dem Pier sind wir Seitengässchen langgelaufen, da möchten wir nachts lieber nicht durchwandern. Die Leuten waren aber alle hilfsbereit und bemüht uns den Weg zu weisen. Chinatown ist sowieso eine Welt für sich und unterscheidet sich vom restlichen Teil von Bangkok gewaltig. Nicht nur, dass hier chinesische Schriftzeichen vorherrschen, man findet auch eine ganz andere Art von Geschäften. Ecken, wo fein säuberlich Motorschrott aufgetürmt ist, Feuerwerkskörper, exotische Apotheken und vieles mehr.

Chinatown, Bangkok

Chinatown, Bangkok

Chinatown, Bangkok
Den Pier zum Flusstaxi erreichte man nur, in dem man durch irgendwelche Gebäude der Marine ging. Wir wären da nie reingegangen, wenn uns nicht der Wächter hineingewunken hätte. Mit dem Boot sind wir in unser Viertel zurückgefahren. Nachdem Abendessen sind wir noch in eine echt chillige Bar gegangen. So lässt es sich aushalten.

Khao San Road

Man merkt schnell, dass die Restaurants im Umkreis von 1km rund um die Khao San Road unter wenigen Investoren aufgeteilt ist, da sie alle identische Speisekarten verwenden. Lecker ist es trotzdem, nur leider reicht es nicht mehr aus, 5 Gerichte zu bestellen, die Kinder haben einen gesegneten Appetit. Besonders Svenja verschmäht auch die schärferen Gerichte nicht.

Khao San, Bangkok

Khao San, Bangkok

Khao San, Bangkok

Khao San, Bangkok

Khao San, Bangkok

Khao San, Bangkok

Khao San, Bangkok

Khao San, Bangkok

Khao San, Bangkok

Khao San, Bangkok

Khao San, Bangkok

Die Khao San Road ist noch lauter geworden und hat eigentlich nichts mehr von dem, was es einmal war. Inzwischen gibt es auch dort McDonalds und 3-Sterne Hotels, in den Parallelstraßen wird es etwas erträglicher. Absolut ‘in’ scheint Fish Spa zu sein – man hängt die Füße in ein Becken voller Fische und lässt sich die Haut abknabbern, aber auch Freiluftmassage neben dröhnenden Bässen scheint Anklang zu finden.

Nachtrag: Im Gegensatz zu ihren Eltern verspeisten die Mädels mit Genuss einen Grashüpfer und Mattis ganz tapfer eine kleine Made! Frisch frittiert mit Soya eingenebelt. Chappeau!

Urlaub!

Um sich nicht zu erkälten, haben wir nachts die Aircon ausgeschaltet. Mit dem Effekt, dass wir ziemlich schweißgebadet aufwachten – um 12 Uhr. Nach langem Türgetrommel konnten wir auch Kiara aus dem Schlaf reißen, die Zwillinge waren noch schwerer wachzukriegen.

Auch der Blick in die noch ziemlich müden Gesichter beim Frühstück konnte nichts an der Gewissheit ändern: Ja! Urlaub! Es ist schwer zu erklären, was das bewirkt, die Temperatur, die Speisekarte, die Leute, das ganze Ambiente. Wir fühlen uns gleich wie zu Hause 🙂 Und die Kinder staunen.

Der erste Eindruck der Kinder von Bangkok war übrigens: Laut, voll, stickig, bunt und außergewöhnlich. Um das noch auszubauen, machten wir uns nach einem fruchtreichen Frühstück zu Fuß auf den Weg zum Königspalast. Immer wieder mussten wir Tuk-Tuk-Fahrer abwimmeln, die uns versicherten, dass der Königspalast heute zu hätte und sie uns zu einem schönen Tempel bringen könnten. Die alte Masche – fast kostenlos durch die Stadt, dafür ganz zufällige Zwangspausen in irgendwelchen Shops, die einem Gold oder Diamanten verkaufen wollen.

Königspalast

Kinder werden in Thailand anscheinend nach der Körpergröße eingestuft, ab 1,20m ist man erwachsen. Kiara geht immer als Erwachsener durch, die Zwillis sind manchmal noch kostenlos. Für den Königspalast in Bangkok, und auch alle sonstigen Tempel, ist auf korrekte Bekleidung zu achten. Schultern und Knie müssen bedeckt sein, also schnell mal einen Sarong umgebunden und die Hosenbeine angezippt und schon durften wir die königliche Stätte, wo sich ihre Hoheit so gut wie nie aufhält, besichtigen. Man wird schon erschlagen, wenn man so viel Gold sieht, auch die restlichen Tempel mit ihren dunkel-blau/rot/grünen Dächern stechen ins Auge. Kurz vor Schließung, haben wir noch den Emerald Buddha in seinem Tempel besucht. Voller Ehrerbietung wird hier gebetet und der Wächter bestochen, der darauf achtet, dass auch ja keiner fotografiert, damit der Sohnemann die heiligen Bereiche im Schrein betreten darf.

Königspalast, Wat Phra Kaeo, Bangkok

Königspalast, Wat Phra Kaeo, Bangkok

Königspalast, Wat Phra Kaeo, Bangkok

Königspalast, Wat Phra Kaeo, Bangkok

Königspalast, Wat Phra Kaeo, Bangkok

Königspalast, Wat Phra Kaeo, Bangkok

Königspalast, Wat Phra Kaeo, Bangkok

Königspalast, Wat Phra Kaeo, Bangkok

Königspalast, Wat Phra Kaeo, Bangkok

Königspalast, Wat Phra Kaeo, Bangkok

Königspalast, Wat Phra Kaeo, Bangkok

Königspalast, Wat Phra Kaeo, Bangkok

Königspalast, Wat Phra Kaeo, Bangkok

Königspalast, Wat Phra Kaeo, Bangkok

Königspalast, Wat Phra Kaeo, Bangkok

Königspalast, Wat Phra Kaeo, Bangkok

Königspalast, Wat Phra Kaeo, Bangkok

Königspalast, Wat Phra Kaeo, Bangkok

Königspalast, Wat Phra Kaeo, Bangkok

Königspalast, Wat Phra Kaeo, Bangkok

Königspalast, Wat Phra Kaeo, Bangkok

Königspalast, Chakri Maha Prasat, Bangkok

Für den Rückweg wählten wir die luftigste Alternative, sich durch Bangkok fortzubewegen, den Chayo Phraya Express. Das Flussboot bringt die ganze Familie für 30 Baht schnell durch die halbe Stadt. Auf dem Weg zum Hotel bekam Kiara noch schnell einen 100 Baht Haarschnitt, der aber absolut top war. Etwas irritiert war sie aber hinterher, dass die zwei Mädels, die dort zur Maniküre waren, Ladyboys waren.

Thailand-225-2014-Asien-Bangkok-ChaoPhraya

Urlaub?

Der lang ersehnte Urlaub hat sich die letzten Tage immer mehr angekündigt, da die Vorfreude bei allen immer mehr zunahm. Die Kinder hüpften ganz aufgeregt durchs Haus und bei uns nahm die Anspannung auch immer mehr zu. Es ist schon ein Unterschied, ob man nur auf sich aufpassen muss oder auch auf die Befindlichkeiten der Kinder zu achten hat. Das fängt schon damit an, dass wir ein Hotel in Bangkok reserviert haben, denn mit drei übermüdeten Kindern sucht man spät abends nicht mehr freudig eine Bleibe. Aber auch die zwei Abstürze der Malaysian Airlines erhöhen nicht gerade das Vertrauen in die Fliegerei und hinterlassen ein mulmiges Gefühl.  Der Abschuss der Maschine über der Ukraine ist ja erst wenige Wochen her und unsere Route führt über Israel, Syrien und Irak.

Der Donnerstag begann als ganz normaler Arbeitstag, aber vom Homeoffice aus. Nachmittags fuhren wir dann nach Darmstadt ins Büro und arbeiteten noch ein wenig weiter. So ist man zumindest abgelenkt, während man die Zeit bis zum Abflug totschlägt. Dann – immer noch Stunden vor dem Abflug – liefen wir mit unseren Rucksäcken zum Bahnhof. Noch sind sie nicht allzu schwer, problematisch waren eher der fette Bauchbag mit den Büchern und der Daypack mit den Kameras. Nach einer kleinen Stärkung holten wir uns Tickets für den Airliner. Dem Programmierer des Automaten würden wir gerne persönlich in den Hintern treten, da man immer nur ein Ticket kaufen und jedes einzeln per Karte bezahlen musste.

Flughafen, Frankfurt

Wir hatten den Check-in schon am Vorabend hinter uns gebracht und wollten eigentlich nur noch unser Gepäck am Drop-Off-Counter loswerden. Witzigerweise (?) war an drei Economy-Schaltern nichts los, dafür eine lange Schlage an unserem Schalter. Ab und zu durfte dann auch einer sein Gepäck am First-Class-Schalter aufgeben, was uns in den Genuss gebracht hat, unsere Rucksäcke mal über rote Teppiche zu tragen.

Flughafen, Qatar

Svenja hat vor Freude gequietscht, als der Dreamliner in Richtung Doha (Katar) abhob. Eigentlich wäre es die perfekte Schlafenszeit, aber dank ausgeklügelter onboard-Entertainment-Systeme fand keiner so richtig Schlaf. Erst gegen Ende bildeten Kiara und Mattis einen Schlafhaufen. Ziemlich platt stiegen wir in Doha aus und waren ganz schön beeindruckt von dem riesigen Flughafen. (Wir können übrigens Franz Beckenbauer bestätigen: Wir waren auch persönlich dort, und haben auch keinen einzigen Sklavenarbeiter gesehen). Nach drei Stunden ging es mit einer 777 weiter nach Bangkok. Nochmal 6,5h, dann flogen wir den neuen Flughafen Suvarnabhumi an. Von oben sieht Bangkok gigantische Krake aus, die Verkehrsadern in leuchtendem Orange, mit all ihren Staus.

Flughafen, Qatar

Nach erfolgreicher Immigration (im Land des Lächelns fühlten wir uns hier noch nicht) haben wir den Tipp des Lonely Planets befolgt und uns für ein Public Taxi angestellt. Inzwischen gibt es ja schon eine Hochbahn in die Stadt, aber bei 5 Personen ist Taxi die gemütlichere, billigere, wenn auch nicht schnellere Variante. Eine normale Taxifahrt kostet 700 Baht, unsere Public-Taxifahrerin wollte 500 Baht. Jürgen bestand darauf, dass sie den Taxameter anschalten soll. Zu viert saßen wir auf der Rückbank und Jürgen wollte gerade auf der Beifahrerseite einsteigen, erinnerte sich gerade noch rechtzeitig daran, dass man in Thailand ja links fährt. Obwohl wir den kostenpflichtigen Expressways fuhren, staute sich der Verkehr des Öfteren. Kein Wunder, das Militär, dass gerade die Macht übernommen hat und die unfähige, korrupte Regierung abgesetzt hat, hatte beschlossen, dass vor dem Geburtstag der Königin die Leute dringend noch einen Tag frei brauchen. Also 4 Tage frei und viele Leute auf den Weg zu einem Kurzurlaub und wir mitten drin. Für die 25km brauchten wir über eine Stunde und siehe da: der Taxameter zeigte am Ende 250 Baht plus die 75 Baht Autobahngebühr – man kann es ja mal probieren.

Die letzten Meter zum Hotel mussten wir allerdings zu Fuß zurücklegen, da die Taxifahrerin in die enge Gasse, die voller Shops und Restaurants waren, nicht reinfahren wollte. Das Mango Lagoon Place liegt sehr ruhig mit einem Hof voller Palmen und Monsterrankengewächsen. Unsere Reservierung schien erstmal nicht existent zu sein, dann huschte die Erkenntnis übers Gesicht und wir bekamen zwei Zimmer auf unterschiedlichen Stockwerken, was so nicht geplant war. Mit einem Downgrade hatten wir am Ende zwei neben einander liegende saubere Zimmer mit Aircon und Bad, was braucht man mehr? Richtig! Noch schnell was zu Essen, eine Dusche und die lang ersehnte Mütze Schlaf.