Thailand – Reisebericht

Thailand-Bilder

Das Leben auf einer thailändischen Insel kann hart sein

Fischerhaus, Ko Muk, Thailand

Wir nehmen viel zu viel als völlig selbstverständlich hin. Dass aber Fließendwasser, Strom und ärztliche Versorgung nicht überall gegeben ist, wurde uns auf Ko Muk wieder deutlich vor Augen geführt. 

Ungeahnte Ehrlichkeit

Ich hatte meinen heiß geliebten Sarong wohl gestern auf dem Boot liegen lassen. Noch vor dem Frühstück schwang sich unsere Wirtin aufs Motorrad und kam kurze Zeit später mit dem Sarong und unserem Microfaser-Handtuch zurück. Das hatten wir anscheinend auch vergessen und noch gar nicht vermisst. Solche Überraschungen passieren dir oftmals auf Reisen. Gerade die Menschen, die nicht so betucht sind, sind meist die ehrlichsten.

Fischerboot, Ko Muk, Thailand

Beim Motorradunfall den Fuß gebrochen

Der Herr des Hauses ist gerade etwas eingeschränkt in seiner Bewegungsfreiheit. Bei unserer Ankunft ist er mit seinem Motorrad, welches mit Brettern im Beiwagen beladen war, die Klippe runtergestürzt und Kiara vor die Füße gefallen. Sie half ihm auf und anfänglich schien er und das Motorrad in Ordnung zu sein.

Sein Fuß ist aber jetzt schon seit Tagen dick und angeschwollen. Er könnte sich dem Aussehen nach, den Mittelfußknochen gebrochen haben, was ihn aber nicht davon abhält durch die Gegend zu humpeln.

Wenn man so abgelegen lebt, dann kann man nicht mal schnell zum Arzt oder Röntgen gehen. Ganz zu schweigen, dass das auch noch eine Menge Geld kostet. Stattdessen gibt es Umschläge aus Bananenbaumstamm, des Saft soll angeblich die Schmerzen lindern und abschwellend wirken. Das Leben auf einer kleinen thailändischen ist nicht nur heiter Sonnenschein, sondern kann auch ganz schön hart sein.

Strand, Ko Muk, Thailand

Ohne Wasser, ohne Strom

Da Sonntag war, waren viele Kids am Strand. Hier glotzt niemand auf sein Handy, sondern sie können sich noch mit ganz einfachen Mitteln beschäftigen und auch so jede Menge Spaß haben.

Dass hier auf der Insel nicht alles selbstverständlich ist, merkst du spätestens, wenn du dich unter die Dusche stellst und kein Wasser aus der Leitung kommt. Oder wenn nachdem ersten Blitz am Abend plötzlich der Strom auf der ganzen Insel weg ist und du die nächsten Stunden im Kerzenschein dasitzt.

Bei solchen Gelegenheiten ist Zeit, mal darüber nachzudenken, wie gut es uns eigentlich in Deutschland geht und was für unwahrscheinliches Glück wir haben, dort geboren worden zu sein.

Frisch auf den Tisch

Hier wird immer alles frisch zubereitet. So kann es vorkommen, dass die Wirtin sich aufs Moped schwingt, und dann 20 min später zurückkommt, mit einem No have auf den Lippen. Auf jeden Fall haben sie uns die letzten Tagen immer sehr gut umsorgt und uns einfach so zwischendurch mit thailändischen Nachtischen beglückt.

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Tagestrip auf die Trauminsel Ko Kradan

Longtailboot, KoKradan, Thailand

Wenn du in der Regenzeit nach Ko Kradan möchtest, dann solltest du dich zuvor informieren, was offen hat. Auch wenn Du nicht gewillt bist, die horrenden Preise zu zahlen, solltest Du über einen Tagestrip auf die Trauminsel Ko Kradan nachdenken.

Vorbei am Sivalei Resort auf Ko Muk

Wir sind extra um 9 Uhr zum Frühstück gegangen, weil wir ein Boot (1200 Baht) für den ganze Tag gemietet hatten. Da es nicht kam, sind die Kids aus Verzweiflung in den Pool gehüpft. Als schon keiner mehr damit gerechnet hatte, holte es uns doch noch ab.

Wir bekamen ein sichelförmige Machete mit langem Stiel, zwei Kokosnüsse und Pomelos von unserer Wirtin mit auf den Weg. Im seichten Wasser auf dem Weg zum Boot hatten wir uns fast die Füße verbrannt, so heiß war es.

Wir tuckerten am Pier vorbei bis zum östlichsten Zipfel von Ko Muk. Dort befindet sich das Sivalei Resort (5 – 8.000 Baht), eine riesige Anlage, die in der Regenzeit aber geschlossen ist. Danach kommen noch ein paar andere Resorts mit freistehenden Bungalows und ein paar Palmen, die aber etwas trostlos aussahen – nichts für unseren Geschmack.

Sivalei Resort, Ko Muk, Thailand

Sobald das Boot den Windschatten der Insel hinter sich gelassen hatte, war die See sehr bewegt. Die Landschaft hier ist spitzenmäßig. Am Festland und im Wasser stehen die Karstberge rum. Sie ragen senkrecht aus dem Meer empor und sind oben meist abgerundet. An manchen Stellen sieht man im Dunst mehrere Felsformation hintereinander.

Ankunft auf Ko Kradan

Auf Ko Kradan legten wir am Strand des Seven Seas Resort (12 – 16.000 Baht) an und gingen ein wenig schnorcheln. Wir hatten den kompletten Strand für uns alleine. Das Wasser eignet sich perfekt zum Schwimmen, weil es seicht bis Brusthöhe 50 m reingeht, bevor die Korallen anfangen. Kein Vergleich zu den Togians oder Tioman, aber ganz nett, um ein paar bunte Fische zu bewundern.

Longtailboot, Ko Kradan, Thailand
Schaukel, Ko Kradan, Thailand
Schaukel, Ko Kradan, Thailand

Strandwanderung auf Ko Kradan

Wir liefen den kompletten Strand an der Ostseite runter. Vorbei an der Anlegestelle des Kradan Beach Resort. Immer wieder gab es Schaukeln an den Bäumen oder mal einen malerisch umgefallenen Baum der schon ganz grau vom Salzwasser war. Leider sind auch hier Sandfliegen beheimatet.

Da wir etwas unprofessionell versuchten ein Kokosmuss zu schlachten, bekamen wir von unserem Kapitän gezeigt, wie man sie richtig öffnet. Eigentlich muss man nur am unteren Ende rosettenförmig die grüne Schale abhacken, bevor man den Deckel vorsichtig abschlägt. Hat man sie erstmal ausgetrunken, zerteilt man sie der Länge nach und kann das Fruchtfleisch rauslöffeln. Dazu schnitzt man sich aus der harten Nussschale einen Löffel. Die Pomelos vertilgten wir auch gleich. Das sind etwa 15 cm große grüne Grapefruitfrüchte, deren Fruchtfleisch gelb oder rosa ist und prall gefüllt mit süßen nicht bitteren Saft sind.

Toter Baum, Ko Kradan, Thailand
Toter Baum, Ko Kradan, Thailand

Ao-nieng

Unser Skipper nahm es gelassen hin, dass wir auch noch zum Ao-nieng Strand wollten. Schaukeltechnisch die beste Option hier auf Ko Kradan, korallenmäßig aber schlechter als oben am Sunrise Beach. Der Namenzusatz Resort wird hier inflationär für alles verwendet, was ein Dach hat. Auf jeden Fall waren sie am Ao-nieng nicht auf Besuch eingestellt, überall lagen Plastikflaschen auf dem Gelände rum. Die Bungalows waren auch schon etwas in die Jahre gekommen. In der Hauptsaison bestimmt besser gepflegt und ein wunderbarer Ort zum Abhängen. Unser Skipper holte uns noch drei Kokosmüsse, so konnten wir den größten Hunger stillen und die raue Rückfahrt antreten.

Ao-nieng, Ko Kradan, Thailand
Ao-nieng, Ko Kradan, Thailand
Ao-nieng, Ko Kradan, Thailand

Eiweißschock am Abend

Wir duschten uns schnell das Salzwasser ab und gingen Essen. Ich hatte nämlich morgens drei Portionen Krebse bestellt. Ein Bild davon konnte ich mir zuvor schon machen, als die frisch gesammelten Krabbeltiere in einem riesigen Korb lagen. Fünf extra große Exemplare äugten uns an. Anfänglich versuchten wir noch an das Fleisch in den Scheren und Beinen heranzukommen. Erst später entdeckte ich, wie man den Körper öffnet und an dickes saftiges Fleisch rankommt. Jürgen war das Gepobel zu aufwendig und bestellte sich ein Curry. Kiara aß wenigstens einen Krebs, den ich ihr mundgerecht puhlte. Nur dumm, dass ich die restlichen Tier auch noch an der Backe hatte und bestimmt einen Eiweißschock davon bekomme.

Krebseessen, Ko Muk, Thailand

Höhlendrama in Thailand

Die Wirtsfamilie hat, außer uns zu umsorgen, den ganzen Tag nicht viel zu tun. Meist läuft die Klotze, was aber im Augenblick auch kein Wunder ist. Zwei Touriboot sind vor Phuket im Sturm gesunken und natürlich das Höhlendrama in Thailand, wo die Fußballmannschaft eingeschlossen ist und die Rettungsaktion schon ein Todesopfer unter den Tauchern gekostet hat. All das hält die Menschen hier vorm Fernseher gefesselt, wenn nicht gerade der Strom ausfällt.

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Der Nashorn-Vogel-Wecker

Nashorn-Vogel, Thailand

Eigentlich hab ich meinen inneren Wecker, der mich immer früh morgens raus schmeißt. Nicht so heute Morgen!

Nashorn-Vogel am Morgen vertreibt alle Sorgen

Heute Morgen wurde ich von großen Nashorn-Vögeln geweckt, die hier durch die Bäume turnten. Die sonst scheuen Exemplare findet man sonst eher im Dschungel als in einem Garten. Auf jeden Fall unterhalten sie sich lautstark und trollen durch die Bäume. 

Nashorn-Vogel, Thailand
Schaukel am Strand, Ko Muk, Thailand
Ansonsten bestand unser Tag aus viel Nichtstun und Essen. Ab und zu hüpften die Kids mal in den kleinen Pool oder als die Flut da war, ins Meer. Wir wurden mit frischen Früchten aus dem Garten versorgt (Mangosteen, Pommelo, Rambutan).

Jürgen war heute noch kurz Einkaufen und hat dann das Motorrad zurückgegeben. Leider musste er für einen Platten bezahlen.

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Anreise nach Ko Muk

Fischerhaus auf Ko Muk

Auch wenn man die öffentlichen Transporte nach Ko Muk verpasst hat, hat man gute Chancen auch in der Regenzeit auf die Insel zu kommen. Wie das geht verraten wir hier:

Von Trang nach Ko Muk

Da wir nicht wussten, ob wir von Malaysia kommend direkt bis nach Ko Muk durchfahren können, hatte ich uns schon mal vorsichtshalber eine Übernachtungsmöglichkeit in Trang gesucht. Witzigerweise hielt unser Fahrer direkt am Bahnhof bei einem kleinen Reisebüro an, wo obendrüber genau das Hotel war.

Den letzten Bus und das Boot, welches um 15 Uhr fährt, hatten wir leider schon verpasst. Wir wären aber nicht in Thailand, wenn sie nicht eine Lösung für uns gehabt hätten. Für die Anreise nach Ko Muk standen zur Auswahl:

  • Bis morgen warten und für 250 Baht pro Person mit Van und Boot fahren
  • Sofort losfahren und mit unserem eigenen Van und privatem Boot für 360 Baht pro Nase.

100 Baht sind im Augenblick ungefähr 2,57 €.

Auf Trang hatten wir jetzt nicht unbedingt Lust, deshalb war schnell klar, dass wir gleich los wollten. Der Van war eine Luxuskarosse mit viel Leder und Spiegeln an der Decke. Wir ließen uns zum 7 Eleven fahren und holten auch gleich zum zweiten Mal heute Geld. Irgendwie verdampft das hier ganz schnell…

Thailand Luxus Van

Langer Weg zum Khuan Tun Ku Pier

Der Weg von Trang bis zum Pier war ganz schön lang und kurz zuvor hatte es hier noch geregnet. Aber was gibt es Schöneres, als frisch gewaschene Palmen im Sonnenschein?

Der Khuan Tun Ku Pier lag gut geschützt in einer Flussmündung. Das Longtailboot legte auch sofort ab und tuckerte auf die Insel Muk (Koh Mook) zu. Es war einfach herrlich durch das türkisfarbene Wasser zu pflügen mit den Karstbergen und den vielen Inseln, die sich am Horizont abzeichneten.

Khuan Tun Ku Pier
Khuan Tun Ku Pier

Verwahrloster Hat Farang

Gekonnt legte der Bootsführer nach 40 min am Jetty an und überließ uns unserem Schicksal. Wir liefen den ziemlich langen Jetty entlang, der auch bei Ebbe angefahren werden kann. Die Kinder deponierten wir gleich an Land und liehen uns für 200 Baht pro Tag einen Motorroller aus.

Sowas hatten wir auch schon lange nicht mehr gesehen! Teile des Ortes waren ein einziger Haufen Müll und der Rest Kloake. Eine sehr schmale betonierte Straße, gerade so breit, dass ein Motorrad mit Beiwagen langfahren konnte, führte uns zum Hat Farang. Das letzte Stück war nicht mehr betoniert, so dass man leicht im Sand hin und her schlitterte.

Das Bild, dass sich uns bot, war trostlos. Der Strand voll mit Müll und der Rest verwahrlost oder runtergekommen. Ein paar Bungalows, die in Nähe des Ufers gebaut waren, sahen übel zugerichtet aus. Der Besitzer erzählte was von einem Sturm. Es fehlten bei einigen Bungalows Teile des Dachs, einen Bambus-Bungalow hatte es in den Bach geweht. Der grünveralgte Pool einer verlassenen Tauchschule oder Resort, hatte auch schon lange keine Kundschaft mehr gesehen. Schwer zu sagen, ob es hier zur Hauptsaison noch besser aussah. Der Anzahl der Bungalows nach zu schließen, die sich auf sicherer Höhe vor Tsunamis befanden, scheinen hier aber doch mehr Menschen herzukommen.

Hat Farang, Ko Muk, Thailand

Heftiger Tropensturm

Wir drehten um und versuchten im Gewirr von Wegen einen zu erwischen, der uns nördlich des Piers brachte, landeten aber wieder bei den Kids. Der schmale Weg, der parallel zum östlichen Ufer führte, war anspruchsvoll zu fahren. Immer wieder musste ich absteigen, damit Jürgen über sandige Stellen oder kaputten Brücken fahren konnte. Es sah schon einen Ticken besser aus und ein oder zwei Bungalows in denen man auch eine Nacht hätte verbringen wollen, gab es auch.

Ich wollte jetzt erstmal das Ko Muk Garden finden, was uns auch gelang. Die Besitzer betonierten gerade den Weg neu, meinten aber, dass sie offen hätten. Auf jeden Fall waren sie sehr nett und die Bungalows sahen auch OK aus. Sie waren mit jeweils zwei Doppelbetten, Fan und Aircon ausgestattet und mit Frühstück. Sie lagen in einem schönen Garten mit hohen schattenspendenden Bäumen.

Ko Muk Garten, Ko Muk, Thailand
Fischerhaus, Ko Muk, Thailand

Jürgen versuchte sich den anderen Weg zurück einzuprägen und wir fuhren zurück zum Pier. Die Kinder hatten inzwischen ein Baby-Katze adoptiert und wollten gar nicht mit. Ein Kind nach dem anderen wurde abtransportiert. Es musste jetzt auch schnell gehen, da ein rabenschwarze Front aufzog. Die Tochter des Wirts kam auch mit Motorrad, um meinen Rucksack und Kiara aufzuladen. Bestimmt kein einfaches Unterfangen. Mit den ersten Tropfen hatten wir Sack und Pack im Trockenen. Was dann kam, hatte sich echt gewaschen! Handtellergroße Tropfen schlugen mit enormer Wucht auf das schützende Restaurantdach. Der Strom fiel aus und wir saßen danach beim Candle-Light-Dinner. Da wir den ganzen Tag noch nichts Brauchbares zu Essen hatten, waren wir total happy über das leckere Essen, welches bestimmt unter erschwerten Bedingungen zubereitet werden musste.

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Über Land von Malaysia nach Thailand

Fahrradrikshaw in Malaysia

Wenn man mal einen Transport nach Thailand gefunden hat, dann ist die Einreise über Land von Malaysia nach Thailand ein Kinderspiel!

Auf nach Thailand

Einigermaßen pünktlich holte uns der Van im Hotel ab. Der Kofferraum war so winzig, dass nur die Zwilli-Rucksäcke reinpassten. Die restliche wurden auf einem Sitz gestapelt. Über die Brücke ging es ans Festland und ab Butterworth gab es beste Autobahn bis Thailand. Der Fahrer fuhr zügig, achtete aber darauf nicht viel schneller als die zulässigen 110 km/h zu werden. Jetzt kamen wir das erste Mal an Reisfeldern vorbei. Man merkt, dass hier eine thailändische Minderheit lebt, da auch der ein oder andere Thai-Tempel in Sichtweite kam. Ansonsten viele Reihenhaussiedlungen mit großen neuen Häusern und Spielplätzen.

Das erste Mal hielten wir, um Gas zu tanken, was hier der Standard-Kraftstoff ist. Kurz vor der Grenze machten wir ein zweites Mal Halt. An einem Schalter mussten wir unsere Pässe abgeben und die Schalterdame füllte für alle Reisenden per Computer die Arrival Cards für Thailand aus. Fünf Minuten später hielten wir an der Grenze und mussten den Van verlassen und reisten aus Malaysia aus. Im Vergleich zu Singapur gab es hier keine langen Schlangen, sondern wir wurden sofort abgefertigt. Als wir wieder komplett waren, ging es durchs Niemandsland, was gerade aufwendig umgebaut wird. Bei der thailändischen Einreise durften wir sogar die Priority Lane benutzen. Die sonst so finster dreinblickenden Grenzer waren hier richtig gut drauf und machten mit den Kindern Späßchen. Die Gesundheitskontrolle blieb uns erspart, Mattis hat sich mit Husten zurückgehalten. 

Malaysia Reisfelder Moschee

Krasser Unterschied zwischen Malaysia und Thailand

Thailand sieht gerade in der Grenzstadt HI Class Village ziemlich runtergekommen aus und macht seinem Namen keine Ehre. Die Infrastruktur, gerade was die Stromleitungen betrifft, ist abenteuerlich! Alles, was in Malaysia unterirdisch verlegt wird, hängt hier kreuz und quer über die Straße oder entlang der Häuser. Die Straßen sind hier zwar auch alle zweispurig in jede Richtung, der Belag aber lange nicht so eben, aber ansonsten gut. An den Läden und Behausungen sah man deutlich, dass hier noch Potential nach oben ist.

Unser Fahrer fuhr nach Hat Yai rein und deutete uns an, dass wir hier aussteigen müssten. Wir wurden in einem kleinen Reisebüro abgeliefert und mussten dort auf einen anderen Van warten, der uns nach Trang bringen sollte. Schade, denn wir dachten, wir könnten durchfahren, da wir heute noch Ko Muk erreichen wollten.

Der zweite Fahrer hatte einen seltsamen Fahrstil oder der Van war einfach zu weich gefedert. Mit 90 km/h schwammen wir nach Trang. Etwas verstörend waren die schwarzen Locken, die ihm aus den Ohren wuchsen.

Singapur – Malaysia – Thailand

Singapur Merlion

Die Auswahl der Länder in Asien, die man in unserem Sommer gut bereisen kann, ist beschränkt. In vielen Ländern ist Monsumzeit und das kann ganz schön nass werden. Also wohin?

Indonesien?

In Indonesien waren wir jetzt zwei Jahre in Folge, auch wenn wir nur ein paar wenigen Inseln besucht haben, wollten die Kids mal was anderes. Um genau zu sein wollten sie unbedingt wieder nach Thailand. Wir kennen ja Thailand schon zu genüge und wollten, wenn schon, was Neues sehen.

Also wir dann aber über einen günstigen Flug nach Singapur gestolpert sind und auch noch einen passenden Rückflug von Bangkok fanden, war die Idee geboren: Von Singapur durch Malaysia nach Thailand zu reisen.

Singapur

Singapur hat uns das letzte Mal ziemlich gut gefallen und in dieser Stadt gibt es noch so viel für uns zu entdecken. Da wir von Malaysia bisher nur Kuala Lumpur kennen, fanden wir die Idee gar nicht so schlecht, von Singapur über den Landweg durch Malaysia nach Thailand zu reisen.

Ein Airbnb in Singapur war schnell gefunden. Dieses Mal im chinesisch geprägten Stadtteil Geylang, nahe der MRT-Station Aljunied. Also sehr zentral und gut erreichbar.

Malaysia

Für Malaysia haben wir uns erstmal schlau machen müssen. Wir wollten unbedingt auf eine schöne Insel ein paar Tage ausspannen und dann in den Norden. Nach langem Hin und Her entschieden wir uns für Pulau Tioman, weil es nicht so ewig weit von Singapur entfernt liegt. Danach wollen wir nach Ipoh, einer Stadt in der Nähe der Cameron-Highlands, reisen. Nächte Station sollt die Insel Penang im Nordwesten werden, wo wir uns mit der Digitalen Nomaden-Familie treffen wollen, mit denen wir schon in Kuala Lumpur einen schönen Tag verbracht haben. 

Thailand

Von dort ist es dann nur noch ein Katzensprung nach Thailand. Wenn es das Wetter zulässt, dann werden wir ein paar kleine Inseln wie Ko Muk oder Ko Kradan im Südwesten abklappern, wenn nicht, dann geht es rüber auf die Ostseite oder hoch in den Norden.

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Hab den Mut!

DIY-Reisen – Thailand geht aber noch einen Schritt weiter. Er soll dir die Angst nehmen und Mut machen, es selbst mal auszuprobieren. Dies versuche ich mit den notwendigen Informationen und Erfahrungen aus über 20 Jahren Rucksackurlaub zu untermauern.

Da ich Thailand mehrfach als Single, als Paar, mit Freunden und Familie mit Kindern bereist habe, sind alle Tipps und Tricks selbst erprobt und in allen Lebensphasen erlebt.

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Welche Reisevorbereitungen muss ich treffen?

Da wir immer wieder gefragt werden, was man alles braucht und um was man sich im Vorfeld kümmern muss, wenn man eine Rucksackreise auf eigene Faust unternehmen möchte, haben wir hier mal einen kleinen Reiseführer zusammengestellt. Natürlich variiert sie von Mensch zu Mensch und legt keinen Wert auf Vollständigkeit.

Mit den Reisevorbereitungen sollte man nicht zu spät beginnen, aber außer den Impfungen und dem Flug gibt es keine zeitkritischen Dinge, die man groß vorbereiten muss.

Wer kann überhaupt mit dem Rucksack reisen?

Thailand eignet sich auf jeden Fall sehr gut, um eine Backpacker-Karriere zu starten. Egal, ob man nach dem Abi die Luft der großen, weiten Welt schnuppern will oder mal ohne Neckermann und TUI die Welt erkunden möchte. Wir haben aber auch schon Leute getroffen, die erst nach ihrem Berufsleben mit dem Rucksackreisen angefangen haben und ganz glücklich mit dieser entschleunigten Art zu Reisen waren.

Das Schöne ist ja, dass man die Geschwindigkeit selbstbestimmt. Auch das Maß an Selbständigkeit kann variieren, je nachdem, ob man Touren zu Sehenswürdigkeiten oder Ausflüge selbst organisiert oder ob man eine Paket Vorort bucht. Genauso verhält es sich bei der Wahl der Transportmittel, sie bestimmen darüber, was man sieht und mit wem man reist.

In unserem Fall wollten wir unseren Kindern mal eine ganz andere Art von Urlaub näher bringen. Wir hatten zwar schon mal fünf Jahre früher eine Rucksackreise nach Marokko mit ihnen gemacht, aber damals waren sie noch zu klein, um wirklich von den Abenteuern und Erfahrungen einer solchen Reise zu profitieren.

Reisezeit

Grob lässt sich das Wetter in drei Jahreszeiten einteilen, nämlich eine nicht so heiße, eine heiße und die Regenzeit.

Am angenehmsten, ist es natürlich in der “kühlen” Jahreszeit (November bis März), da die Temperaturen in etwa bis 30°C gehen und eine recht angenehme Luftfeuchtigkeit herrscht.

In der heißen Jahreszeit (April bis August) steigt das Thermometer dann auch schon mal auf 40°C und die Luftfeuchtigkeit ist entsprechend hoch (80%) und somit schön schwül heiß.

In der Regenzeit (Juni bis Oktober) sinken die Temperaturen wieder etwas, dafür regnet es mehr. Im Gegensatz zu Europa, kühlt es nachts nur um wenige Grade ab. Unsere Erfahrungen mit der Regenzeit waren bisher immer sehr positiv, weil es entweder gar nicht geregnet hat oder mal ab 16 Uhr für 1-2h, dann aber ordentlich. Komplett vernieselte Tage erlebten wir bisher nur an der Andamanküste (Krabi bis Ranong). Hingegen ist es in der Regenzeit an der Küste und auf den Inseln im Golf von Thailand meist trocken (Ko Samui, Chumpon, Hua Hin).

Über bewölkten Himmel ist man in Thailand eher dankbar, denn dann brennt die Sonne nicht so erbarmungslos aufs Hirn. Nach Norden hin wird es auch etwas kühler und so kann es in den Bergen bei Chiang Mai nachts auch recht frisch werden.

Wie auch bei uns, gehen auch in Thailand die Folgen der globalen Erwärmung nicht spurlos vorüber und die Wetterextreme nehmen zu, was dann zu länger anhaltender Hitze oder auch Überschwemmungen führen kann. Auch dort ist eine Verschiebung der Jahreszeit zu beobachten, d.h. die bisherigen Jahreszeiten können sich auch um 2-3 Monate verschieben.

Auswärtiges Amt

Gute und aktuelle Informationen erhält man immer beim Deutschen Auswärtigem Amt. Es wird auch detailliert auf die politische Situation eingegangen und das Thema Gesundheit ist auch sehr ausführlich beschrieben. Klingt aber für die meisten Länder schlimmer als es in Realität ist.

Flüge

Prinzipiell würden wir einen Nonstop-Flug nach Thailand empfehlen, dieser ist aber um einiges teurer, als die Flüge, die eine Zwischenlandung in Doha (Katar), Dubai oder sonst wo haben. Die reine Flugzeit erhöht sich dadurch auf mindestens eine Stunde und es kommt dann noch die Aufenthaltszeit, die im günstigsten Fall zwischen 1-3h liegt dazu. Dementsprechend ist man dann statt 11h bei einem Nonstop-Flug halt 14-17h unterwegs, kann sich dazwischen aber die Füße vertreten, was auch sehr angenehm ist, wenn es nicht gerade 4 morgens deutscher Zeit ist. Eine weitere Alternative wäre den Zwischenstopp gleich zu nutzen und sich mal Dubai, Abu Dhabi oder Doha anzuschauen – der Weg ist das Ziel.

One-Stop-Flüge gibt es schon zwischen 500-600€. Non-Stop-Flüge sind dann ab 700€ zu haben. Hier lohnt es sich auch frühzeitig zu schauen, wenn man schon weiß, wann man fliegen will. Der gleiche Flug ist oftmals in unterschiedlichen Preisklassen zu finden, da es für billige Plätze nur ein kleines Kontingent gibt. Manchmal werden Plätze auch wieder storniert und es gibt plötzlich vor Abflug ganz billige Tickets.

Dummerweise macht z.B. die Lufthansa ihre Preise auch noch von den deutschen Schulferien abhängig, d.h. in den Sommerferien zahlt man deutlich mehr, als außerhalb, auch wenn das nicht die Topreisezeit für Thailand ist.

Visum

Ein Touristenvisum wird bei Einreise in Thailand für 30 Tage kostenlos erteilt. Wenn man länger bleiben möchte, dann muss man das Visum im Voraus bei einer thailändischen Auslandsvertretung beantragen oder einen Visa-Dienst damit beauftragen.

Impfungen

Alle in Deutschland empfohlenen Impfungen sollten vorhanden sein, also Tetanus, Diphtherie und Polio. Man sollte auch nicht erst kurz vor der Abreise damit beginnen, denn je nach Impfung sind Nachimpfungen notwendig, um den vollständigen Impfschutz zu erlangen und manchmal stellt sich die Immunität erst zwei Wochen später ein.

  • Zusätzlich Hepatitis A+B, als Kombi-Impfung, weil man dadurch Nahrungsmittel und Blut-/Stuhlübertragung ausgeschlossen hat. Als Reimport oder Generika kostet die Impfung 65€ und einige Krankenkassen erstatten die Kosten für den Impfstoff voll.
  • Von der Typhus-Impfung wurde uns abgeraten, weil unnötig in fast allen Gebieten in Thailand, nicht sehr wirksam und unproblematischer Krankheitsverlauf.
  • Gegen Tollwut haben wir uns auch nicht impfen lassen und wenn man nicht in den entlegensten Orten unterwegs ist und auch sonst die Hunde nicht anfässt, kann man darauf verzichten. Denn in der Regel sind die Straßenköter, denen man begegnet, recht friedlich.
  • Japanische-Enzephalitis kann man impfen, ob oder ob nicht muss jeder für sich selbst entscheiden.
  • Cholera und Gelbfieber sind unnötig.
  • Dengue und Chikungunya-Fieber wird von tagaktiven Mücken übertragen; es existiert ab keine Impfung.
  • Malaria kann auch noch nicht geimpft werden, weitere Infos unter Malaria-Prophylaxe.

Mehr Infos unter Tropenberatung oder Auswärtiges Amt.

Malaria-Prophylaxe

Wir sind kein Fan davon, weil die Viecher inzwischen multi-resistent sind und man im Ernstfall die Medikamente, mit denen man die Krankheit behandeln könnte einschränkt. Außerdem können einem die Nebenwirkungen ganz schön den Urlaub versauen, wie wir schon selbst feststellen mussten bei Lariam.

Für die Kids hatten wir eine Packung Malarone für Kinder als Standby dabei, die uns freundlicherweise von Freunden überlassen wurde. Auf unseren bisherigen Reisen hatten wir uns immer in Bangkok Tabletten als Standby gekauft, Lariam kostet dort nur einen Bruchteil dessen, was man hier zahlt. Man sollte es aber besser nicht auf der Khao San Road kaufen, sondern in einer anderen großen Apotheke, weil es schon mal vorkommt, dass man Placebos erhält.

Der beste Schutz ist halt immer noch, dass man sich erst gar nicht stechen lässt. Was aber leichter gesagt, als getan ist, denn die Biester stechen auch problemlos durch Klamotten durch. Helle Kleidung mögen sie wohl nicht so und schlafen sollte man lieber unter einem Moskitonetz, was in gefährdeten Gebieten aber immer Bestandteil der Zimmerausstattung ist.

Insektenschutz

Würden wir immer Vorort kaufen, weil es günstiger ist und man eh nicht soviel mitnehmen kann, wie man braucht (zumindest bei 5 Personen). In jeder Apotheke oder 7Eleven gibt es biologische Mittelchen (Sketolene für 70-100 Baht) oder DEET-haltige Pumpsprays. Diese kosten dann zwischen 150-200 Baht, je nach DEET-Gehalt (18-95%) z.B. Wild Lives. Für den gleichen Preis gibt es auch von Johnson ein schweißresistentes Spray, was ziemlich gut gewirkt hat.

Sonnenschutz

Unbedingt mitnehmen. Wir hatten ausschließlich Sonnencreme mit Schutzfaktor 50+ und 30 dabei und immer wasserfest. Sonnencreme ist schweineteuer in Thailand. Am besten eignen sich Flaschen mit Drehverschluss, wir hatten drei Sonnencreme-Unfälle im Rucksack, was einem zu ziemlich alles versauen kann. Deshalb immer zusätzlich in eine Plastiktasche packen.

Hygiene Artikel

Bis auf Creme ist in Thailand alles billiger, aber nicht alle Marken verfügbar.

Handtücher hatten wir keine dabei, bis auf ein kleines. In den Hotels waren immer welche und für den Strand hatten wir zwei Sarongs dabei, die ja multifunktional sind.

Genau wie für die Sonnencreme gilt auch bei Hygieneartikeln eine Tüte drumrum zumachen. Der geringe Luftdruck im Flugzeug bläht die Flaschen auf oder wenn der Rucksack mit anderen Gepäckstücken belastet wird im Bus oder man setzt sich mal auf den Rucksack, dann hat man die Sauerei.

Reisedokumente/Versicherungen

Neben einem gültigen Reisepass braucht man vielleicht noch eine Reisekrankenversicherung (7,5 €/Jahr) und halt die Tickets. Vorzugsweise eTickets mit online-Checkin versteht sich.

Nichts desto trotz haben wir vor allem die Pässe gescannt und sie auf dem Tablet und diversen Cloud-Diensten abgelegt. Alle uns wichtigen Dokumente sind also per Internet abrufbar, wenn sie doch mal verloren gehen sollten. Passfotos kann man günstig Vorort machen lassen, wir haben aber immer welche dabei, denn manchmal ändert man seine Reiseroute und braucht sie dann für ein Visum.

Reiserücktritt- oder Reisegepäckversicherungen haben wir noch nie eine abgeschlossen. Wir reisen jetzt seit 20 Jahren mit dem Rucksack rund um die Welt und sind auch noch nie beklaut worden. Wenn mal was wegkommen sollte, dann ist das zwar ärgerlich, aber auch nichts, was einen den Urlaub versauen könnte. Unsere Wertsachen sind meist in einem Daypack, den wir immer gut im Auge haben. Sollte der abhanden kommen, haben wir an irgend einer anderen Stelle noch eine Kreditkarte für den Notfall. Schade wäre es nur um die Speicherkarten mit den Bildern, denn die sind unersetzlich.

Währung

Thailändische Baht (THB).
100 Baht ~= 2, 23 – 2, 40 Euro. Der Kurs schwankt etwas.
40 Baht ~= 1 Euro.
Währungsrechner

Sprache

Man sollte versuchen wenigsten ein paar Grundbegriffe zu lernen. Das hilft schon enorm weiter und die Leute freuen sich darüber und sind viel aufgeschlossener.

In der Regel kommt man mit Englisch problemlos durchs Land und wenn nicht, hilft Zeichensprache zur allgemeinen Belustigung auch weiter.

Hier unser kleiner Thai-Wortschatz:

Es gibt im Thailändischen die Unterscheidung, ob eine Frau oder Mann spricht. Deshalb wird khaa für die Frau und ein khap für den Mann angehängt.

  • Danke – khop khun khaa/khap
  • Hallo/Guten Tag – sawat-dii khaa/khap
  • Ja/Nein – dschai/mai
  • Wasser – naam
  • Schwein – muh
  • Huhn – gai
  • Reis – khao
  • 1  – nüng, 2 – soong, 3- saam, 4 – sii, 5 – ha, 6 hok, 7 – dschet, 8 – phät, 9 – khau, 10 – sip, 11 – sipet, 12 – sipsoong, … , 20 – jiisip, 21 – jiisip et, 30 – saam sip, …
    100 – nüng rooi, 200 – soong roi, 1000 – nüng phan, 2000 – soong phan

Geldversorgung

Geldautomaten (ATMs) gibt es in Thailand wie Sand am Meer. Manchmal in einer Straße sogar 10 Stück. Die Gebühr für eine Abhebung beträgt 180 Baht. 20.000 Baht ist die Obergrenze und ist manchmal schnell aufgebraucht. Vereinzelt gibt es auch Automaten, die EC-Maestro-Karten akzeptieren, aber mit Visa oder Mastercard bekommt man überall Geld. Bezahlt man mit Kreditkarte, werden 3% fällig.

Vorsichtig sollte man bei ATMs sein, die irgendwelche Aufsätze vor dem Kartenleser haben oder wo Kameras installiert sind – immer gut mit der Hand abdecken oder einfach zum nächsten gehen.

Es gibt aber Ecken, wo man sich zuvor mit Geld versorgen sollte, weil es dort keine ATMs gibt z.B. auf Ko Phayam.

Zur Sicherheit kann man sich ja auch ein paar American Express Travellerchecks ins Gepäck legen, als Geldreserve, wo es nichts ausmacht, wenn sie geklaut werden. Da sie nicht verfallen, sind unsere schon über 10 Jahre alt. Aber  ein paar Euro oder US Dollar tun’s auch.

Stromversorgung

Unsere Stecker passen problemlos in die thailändisch Steckdosen. Es kommt aber öfters mal vor, dass man nur eine Steckdose hat und wenn man dann mehrere Geräte aufladen muss (Kamera, Handy, Tablet, etc.), nur zu bestimmten Zeiten Strom (auf abgelegenen Inseln) und man auf den Ventilator nicht verzichten möchte, dann sollte man sich in Bangkok oder sonst wo einen Doppelstecker für 60 Baht oder weniger holen. Dieser hat nämlich an der Seite noch einen rein thailändischen Zugang für z.B den Ventilator und man kann zumindest zwei Geräte gleichzeitig laden. Also ein teurer Reisestecker aus Deutschland ist überflüssig.

Telefon/Internet

Wer partout nicht darauf verzichten kann, der sollte sich lieber eine Prepaid-Karte im 7Eleven holen. Es scheint aber auch Telefon/Internet-Flats für ca. 700 Baht für 2 Wochen zu geben. Wir haben es nie benötigt, da es in den meisten Guesthouses/Hotels kostenloses WiFi gab oder auch in Restaurants. Internet-Cafés sterben langsam aus, stattdessen stecken die Thais auch alle die Nase ins Telefon oder Tablet.

Reiseapotheke

Wir haben immer einen prall gefüllten ausrangierten Auto-Verbandskasten dabei. Das meiste Zeugs bekommt man auch Vorort, teilweise auch billiger, manchmal aber auch viel teurer. Ausschlaggebend ist aber, dass man das nötigste zur Hand hat, wenn man es braucht. Die medizinische Versorgung in Bangkok entspricht unseren Maßstäben, auf dem Land ist es eher schlechter. Im Ernstfall sollte man versuchen schnell nach Bangkok zurück zu fahren.

  • Mittel gegen Durchfall
  • Schmerzmittel
  • Hustenkiller
  • After bite/Tiger Balm
  • Antiallergikum
  • Jodsalbe
  • Antiseptikum (Spray)
  • Dexpanthenolcreme
  • Creme gegen Pilzinfektionen
  • Breitband-Antibiotika (bei hartnäckigen Darm-Infekten oder angehender Lungenentzündung)
  • Dialytisches Pulver
  • Tampons
  • Verband
  • Tupfer
  • Pflaster / Blasenpflaster
  • Leukoplast
  • Platzwunden Strip (10mm, 5mm)
  • Blistex
  • Nasenspray
  • Ohrstöpsel
  • Fieberthermometer

Weitere nützliche Kleinigkeiten

  • Pinzette, Nadel, Nagelschere, Schweizer Taschenmesser, kleine Taschenlampe
  • Kompressionssack für die Dreckwäsche (wir nehmen den vom Schlafsack)
  • Aufblasbares Kissen
  • Wecker (überflüssig, wenn man ein Handy dabei hat)
  • Reisetagebuch, Stifte
  • Kleiner Kulturbeutel  zum Aufhängen
  • Hüttenschlafsack (überflüssig, wenn man nicht gerade in einem Dorm übernachtet)
  • Brustbeutel für Reisedokumente
  • Daypack oder Umhängetasche (für den ganzen Kleinkram, den man ständig braucht und nicht aus den Augen lassen möchte)

Packliste

  • Waschzeug (Duschgel, Shampoo, Lotion, Zahnpasta, Zahnbürste, Bürste, Deo, Rasierzeug)
  • Klamotten (Trekkinghose abzippbar, Short, 7 Shirts, 7 Unterhosen, 2 Paar Socken, Badehose/Bikini, Kopfbedeckung, Fleecepulli, helle Thaihose und langärmliges Shirt für abends). Man kann überall waschen lassen, ist ein paar Stunden später meist fertig. Ein altes T-Shirt sollte man auch ins Wasser anziehen können.
  • Trekkingschuhe, Trekkingsandalen
  • Ganz dünne Regenjacke (oder Vorort für 40 Baht einen Regenumhang kaufen)

Lesestoff

In größeren Städten gibt es Second-Hand-Läden, wo man Bücher tauschen, erstehen oder verkaufen kann. So hält man den Rucksack schlank und leichter. Aber auch in Guesthouses und Hotels gibt es öfters Bücher, die man sich einfach nimmt und ein anderes dafür hinlegt. Am Leichtesten ist aber ein Tablet oder eBook-Reader zumal dadurch immer genügend Lesestoff vorhanden ist und man auch nachts problemlos lesen kann. Leider aber nicht besonders strandtauglich.

Reiseführer

Wir haben auf unseren Reisen eigentlich immer einen Lonley Planet dabei, inzwischen aber nur noch in elektronischer Form. Leider hat die Qualität und der Informationsgehalt stark nachgelassen und ein guter Wegweiser für richtig schöne Ort war er noch nie gewesen, da der Bildanteil recht spärlich ist. Inzwischen gibt es auch andere (sogar deutschsprachige) Reiseführer, die detailliert viele Guesthouses mit Preisen und kurzer Beschreibung aufführen. Wichtig finden wir auch, dass die Transportmöglichkeiten, von und zu Orten, aufgeführt sind, mit Preisen und Zeiten. Das ist nämlich unabdingbar, wenn man nicht immer ein Reisebüro bemühen möchte und man nicht immer Internet zur Hand hat bzw. dort fündig wird. Aber manchmal hilft nur der Gang direkt zum Busterminal.

Hier ein paar Online-Quellen:

Landkarten

Für GoogleMaps gibt es für Thailand leider nicht die Offline-Karten. Wer also keine App mit Offline-Karten hat oder gerade nicht online ist, der sollte sich zumindest eine Karte von Bangkok downloaden oder in Papierform mitnehmen, allein um eine Vorstellung zu bekommen, wo welche Sehenswürdigkeit liegt. Bangkok ist riesig und man kann sich die Füße wundlaufen.

Alex schwört ja auf Maverick. Das ist eine kostenlose GPS-App für Android, die in der Bezahl-Version auch Offlinekarten hat. Das heißt man lädt sich einfach die Kartenauschnitte im gewünschten Maßstab runter, wenn man WiFi hat und hat immer eine Karte parat. Wir haben alle für uns interessanten Ziele dort als Waypoints im Vorfeld eingetragen und konnten uns dann später wunderbar dorthin navigieren. Neben der Tatsache, dass man immer weiß, wo der Bus, das Flusstaxi, Tuk-Tuk gerade ist (nie mehr wieder Panik eine Haltestelle zu verpassen), kann man die Route, die man läuft, auch aufzeichnen.

TripAdvisor – Bangkok hat integrierte Offline-Karten (siehe unten).

Jürgen schwört auf koomot. Leider muss man, wenn man die Offline-Karten für die ganze Welt haben möchte, 29€ berappen. Aber es gibt öfters mal einen Rabatt und dann bekommt man sie schon für 19€, was dann ganz ok ist. Das Kartenmaterial ist sehr aktuell und kommt anscheinend von TomTom. Die App eignet sich hervorragend, um Wander- und Radtouren zu planen, aber auch um sich Vorort zu orientieren (Sehenswürdigkeiten, Restaurants, etc. sind ausgewiesen).

Apps

The Traveler

Damit habe ich unsere Ausflüge aufgezeichnet. Es hat eine sehr gute Export-Funktion für Google-Maps und man kann die Paths gleich bei Google+, FaceBook, etc. teilen. Die Fotos, Audios oder Notes, die man sich zu einem Path gemacht hat, sind wie ein kleines Reisetagebuch. Leider werden diese Inhalte (Texte und Bilder) nicht mitexportiert.

TripAdvisor -Bangkok

Zum Buchen und Sehenswürdigkeiten finden war es jetzt nicht so brauchbar, aber zum Restaurant finden ausgezeichnet, weil der aktuelle Standort mit einbezogen wird und man schnell sieht, in welche Richtung man suchen sollte. Manchmal macht es auch Sinn die Kritiken von Hotels zu lesen, bevor man sich dort einmietet.

WordPress

Damit sind alle unsere Reiseberichte erstellt und auf die Website hochgeladen worden. Arbeitet problemlos offline.

StuckOnEarth

Nur sinnvoll bei gutem WiFi. Auf Basis von GoogleMaps-Karten bekommt man zu einem gewünschten Gebiet tolle Fotos angezeigt, die dort aufgenommen wurden. Auf dieses Art und Weise findet man schnell wunderschöne Stellen oder man kann sich einen Eindruck verschaffen, ob sich die Mühe überhaupt lohnt dort hinzufahren.

Kindle

Für Android ganz gut brauchbar, wenn man Leseratte ist, neben der Tatsache, dass es bei Amanzon auch eine Menge kostenloser neuer Bücher gibt, also nicht nur die Klassiker.

Mantano

Sehr guter eBook-Reader der viele Formate, lesen kann und man kann auch wunderbar Notizen (auch handschriftlich) im Dokument machen. Kann auch PDF.

FoxIt PDF

Der wahrscheinlich beste PDF-Reader – klein und schnell, mit guter Notizfunktionalität. Damit haben wir die Lonely Planet Reiseführer unterwegs gelesen und uns interessante Sachen angestrichen. Auch auf dem Handy in dieser Funktion gut einsetzbar.

OneNote

Wunderbar, um eine Reise zu planen, da man einfach Internet-Content in die Notiz ziehen kann und auch gleich den Link mit reinkopiert bekommt. Die Notizbücher sind auf dem Desktop, Explorer oder mit der App bearbeitbar und in Register aufgeteilt, wo man dann sein Seiten ablegen kann.

Google weiß wo du warst!

Was wir erst im Nachhinein fest gestellt haben. All das, was die Traveler-App mühsam aufgezeichnet hat, macht Goohle sowieso, wenn man den Standort freigibt. Man kann sich sein Bewegungsprofil über einem Kalender anzeigen lassen und sieht wo man zu welcher Uhrzeit war. Der Intervall ist von 1-30 Tage anzeigbar. Erschreckend, aber manchmal auch praktisch.

Booking.com, Agoda.com, etc.

Zum Zimmerbuchen, aber besser übers Internet. Am besten ist aber immer noch, wenn man hingeht und sich die Zimmer anschaut, dann weiß man, was man für sein Geld bekommt.

Unterkünfte

Von 5-5000 € die Nacht kann man in Thailand problemlos unterkommen. Für jeden Geschmack und für jede Geldbörse ist was dabei. Selbst fesche Hotels z.B. im neuen Teil Bangkoks bekommt man günstig, nur ist das halt nicht die Gegend, wo es uns gefällt. Das Problem ist eher die große Auswahl. Wenn man sich mal die Sehenswürdigkeiten von Bangkok auf einer Karte markiert und man davon ausgeht, dass man irgendwo in der Nähe wohnen möchte, schränkt sich das Gebiet schon auf Chinatown und Banglamphu ein.

Chinatown eignet sich gut, wenn man es bunt und quirlig mag und man später mit dem Zug weiterreisen will. Banglamphu liegt nahe des Chao Phrayas (Flusstaxi) und dort ist auch die Khao San Road mit zahlreichen Shoppinggelegenheiten und vielen Bars und Restaurants. Etwas Abseits der Khao San gibt es kleine Straßen, die verkehrsberuhigt sind und auch sonst ruhige Etablissements beherbergen. Mit 700-1000Baht sollte man auf jeden Fall rechnen, eher mehr. Es empfiehlt sich auch für den Anfang ein Zimmer mit AirCon, zumindest im August/September, denn das schwüle Wetter und die Hitze können gerade nachts schlafraubend sein.

Bis Hua Hin kann man AirCon noch ganz gut vertragen, danach reicht ein Zimmer mit Fan (Ventilator) – uns zumindest. Auch weiter im Norden ist es erträglicher. Wir legen immer Wert auf ein eigenes Bad, wer das nicht braucht ist schon viel billiger unterwegs. Das Schöne ist ja, dass man im Ernstfall immer was findet und man vielleicht mal mehr in die Tasche greifen muss, aber billiger als eine Pension in Deutschland ist es dann immer noch.

Keine Ahnung, wie es in der Hauptsaison ist, da wir bisher immer nur im Februar, August, oder September hier waren, aber vorausbuchen muss man jetzt nicht unbedingt und Bilder sind geduldig. Was man im Internet sieht muss nicht der aktuelle Stand sein.
Außerhalb von Bangkok zahlten wir für ein Doppel- oder Triple-Zimmer ca. 650 Baht, man würde aber auch für 300-400 Baht was Schönes finden, aber wir mussten ein bisschen darauf achten, dass auch die Kids auf ihre Kosten kamen.

Transportmittel

In Bangkok

Taxi vom Flughafen zur Khao san Road ca. 325 Baht inkl. Maut, siehe unsere Ankunft in Bangkok.

Ansonsten ist Taxifahren extrem günstig, man darf aber nie auf einen Fixpreis eingehen, sondern muss darauf bestehen, dass sie den Taxameter einschalten. Grundpreis sind 35 Baht und für 120 Baht kommt man schon durch die Viertel Stadt, gekühlt, aber nicht immer staufrei.

Bus ist heiß und stickig dafür sehr günstig.

U-Bahn und Skytrain, eisgekühlt und je nach Entfernung 15-40 Baht. Hier ein Plan. Der AirportLink geht auch bis zum Flughafen raus! Schnellste Alternative.

Unsere Favorit ist der Chayo Phraya Express. Schön luftig auf dem Fluss für 15 Baht.

Mit dem Motorradtaxi kann man schnell und günstig auch mal längere Strecken durch die Stadt düsen, wenn man es eilig hat und nicht im Stau stehen möchte. Ist aber nicht für jedermanns/-fraus Blutdruck was. Manchmal gibt es auch einen “Helm”, aber viel zur Sicherheit trägt er nicht bei.

Eine Tuk-Tuk-Fahrt muss man mindestens gemacht haben. Staus interessieren nicht so, da einfach eine nicht vorhanden Spur genommen wird. Sehr smoghaltiges Erlebnis und man sollte niemals in der Nähe einer Touri-Attraktion eine Tuk-Tuk suchen. Nur zähe Verhandeln, teilweise auf ein Viertel des Preises sind notwendig. Aber Vorsicht, wenn ihr für 40 Baht es angeboten bekommt, dann landet ihr bestimmt in einer Manufaktur, Diamantengeschäft oder Ähnlichem.

Links zu allen Transportmitteln in Bangkok.

Rest von Thailand

Inlandsflüge

Sind recht günstig und schon zwische 1000-2000 Baht zu haben.
Nokair
Orient Thai Airlines

Für große Strecken eignet sich auch der Zug wunderbar, da es Wagons gibt, die abends zu Schlafstätten umgebaut werden. Leider sind sie etwas kurz bemessen, mit 1,95m passt man nicht wirklich gut rein. Dafür ist es recht günstig, wobei der Preis mit den Ansprüchen steigt. Preise und Fahrplan.

Bus

Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in Thailand ein sehr gut funktionierendes Busnetz. Vom kleinen Klapperbus bis zum bequem ausgestatteten VIP Bus ist alles vertreten. Manche Strecken werden von mehreren Busgesellschaften bedient, so dass man eine gute Auswahl hat. Die Preise sind unschlagbar günstig (z.B. 110 Baht von Bangkok nach Kanchanaburi oder 460 Baht im VIP-Bus von Hua Hin nach Ranong inkl. Essen und Getränke).

Einziger Nachteil man muss das oder die Busterminals erstmal finden. Manchmal liegen sie über die Stadt verstreut, manchmal aber auch etwas außerhalb hier findet Ihr z.B. die Busterminals für Intercity-Busse.

Mini-Van

In den meisten Städten gibt es neben dem Bus auch noch den Mini-Van, um in die nächste Stadt zu kommen. Dabei können die Strecken durchaus aus mal länger sein. Die Khao San Road ist voll mit Angeboten und auch sonst bieten die Guesthouses oft die Möglichkeit gleich vor Ort einen Mini-Van-Ticket zu kaufen. Hat den Vorteil, dass man meistens direkt vor dem Guesthouse abgeholt wird. Aber es gibt auch Mini-Vans, die in den Busterminals oder in deren Nähe abfahren. Die Fahrten sind meist ein wenig teurer, als das Busticket, aber dafür sind sie auf manchen Strecken schneller als die Busse. Es werden auch Strecken bedient, die für einen Bus nicht so lukrativ sind, da meist nur 10 Leute reinpassen und wenn der Van voll ist fährt er.

Sammeltaxi

In vielen Städten gibt es auch Sammeltaxen, das sind meist umgebaute Pickups, mit einer Sitzbanken auf der Fahrer- und Beifahrerseite. 10 Leute passen locker rein und kann schnell ein und aussteigen. Das Sammeltaxi fährt auf einer festen Route oder man kann sie auch chartern. Ist auf jeden Fall eine luftige Alternative.

Motorrad

Die Motorbikes – bei uns würde man Motorroller dazusagen – gibt es an jeder Ecke zu leihen. Pro Tag ist man mit ca. 200 Baht dabei und kann nähere Ziele bequem damit erreichen. Wenn man sich erstmal an den links Verkehr gewöhnt hat und beim Abbiegen nicht immer auf der falschen Straßenseite rauskommt, ist es eine wunderbare Alternative das Land kennenzulernen. Wenn man sich damit abgefunden hat, dass größere Fahrzeuge immer Vorfahrt haben und man selbst nicht wie ein Wahnsinniger rast, kommt man bestimmt auch sicher ans Ziel.

Leider gibt es auf den Inseln viele, die mit den Straßenbelägen dort nicht zurecht kommen (manchmal sandig oder Schotterpiste) oder sich einfach nur überschätzen. Das Ergebnis brauch ich wohl nicht zu schildern.

Etikette

Da Thailand überwiegend buddhistisch geprägt ist und sie eine konstitutionelle Monarchie haben, sollte man auch die Befindlichkeiten der Bevölkerung achten, auch wenn sie uns vielleicht fremd erscheinen mag. Aber man reist ja, um andere Menschen und Kulturen kennenzulernen, deshalb sollte man folgendes beachten:

  • Kritik am Königshaus verletzt den Nationalstolz und kann einem teuer zu stehen kommen.
  • Ein absolutes No-Go ist es in Asien die Essstäbchen in den Reis zu stecken. Das sieht aus wie Räucherstäbchen, die am Altar zum Gedenken an die Toten angezündet werden. Gegessen wird in Thailand aber überwiegend mit Löffel und Gabel, wobei der Löffel in der rechten Hand ist und von dem aus auch gegessen wird. Die Gabel sollte nicht in den Mund genommen werden, da sie links ist und die linke Hand als unrein gilt.
  • Bevor man einen Tempel betritt, sind die Schuhe auszuziehen, man sollte nicht auf die Türschwelle treten und am Wichtigsten ist angemessene Kleidung, also kein freies Knie oder Schulter. Für Frauen eignet sich ein Sarong, also ein großes Tuch, das multifunktional ist und bei Männern ist eine Hose, wo man die Beine anzippen kann recht praktisch. Im Allgemeinen sind die Thais aber sehr umsichtig mit Ausländern.
  • Da Füsse als unrein gelten, sollte man nie auf etwas oder auf Personen damit zeigen, das gilt besonders im Tempel, wo sie im Kniesitz nach hinten zeigen.
  • Das bei uns so beliebte streicheln des Kopfes gilt in Thailand als unschicklich, weil es der Sitz des Selbst ist.
  • Frauen dürfen z.B. auch keine Mönche berühren und Knutschen in der Öffentlichkeit ist eigentlich tabu.
  • Da unsere Sprache eher hart und laut klingt, fährt man gut damit etwas leiser zu sprechen, da eine laute angehobene Stimme in Thailand als emotional erregt gilt und man klingt, als hätte man die Beherrschung verloren, was einem Gesichtsverlust gleich kommt, was so ziemlich das Schlimmste ist, was einem passieren kann.

Im Allgemeinen sind die Thais Ausländern gegenüber sehr relaxt und verzeihen auch Fauxpas. Wenn man einfach auf seine innere Stimme hört uns sich einfach ein wenig zurücknimmt, kann man einen sehr entspannten Urlaub verleben, ohne dass man sich groß verstellen muss.

Kosten

Was Übernachtung und Reisen betrifft, wurde ja schon oben genug geschrieben. Das die Reisekasse besonders erfreut sind die Preise für Essen und Getränke. Wenn man an einem Essstand isst, wird man für 40 – 60 Baht satt. In Restaurants ist der Durchschnittspreis so bei 130 Baht, was dann schon ein Gericht ist mit Fleischeinlage. Reine Reis und Nudelgerichte rangieren so um die 60-80 Baht. Wenn Thais essen gehen, dann bestellen sie immer ein bis zwei Gerichte mehr, als Personen am Tisch sitzen und alles wird geteilt. Wir finden das Klasse, weil man so die Möglichkeit hat viele verschiedenen Sachen ausprobieren zu können, in Restaurants, die weitestgehend von Ausländern besucht werden, irritiert man damit aber den Kellner, weil die ja wissen, dass Europäer immer ihren eigenen Teller wünschen.

Wenn man schon mal in einer Ecke der Welt ist, wo es unterwasser ebenso schön ist, dann kann man auch gleich einen Tauchkurs machen. Auf Ko Tao und KoPha-Ngan kostet ein PADI Open Water Diver, der in der Regel über 4 Tage geht, zwischen 9.000-11.000 Baht. Man sollte sich aber im Vorfeld schon mal darüber Gedanken machen, ob man die Voraussetzungen dafür besitzt und die Theorie als eLearning schon zu Hause absolvieren, das macht das Taucherlebnis dann weniger stressig und man kann sich ganz aufs Tauchen konzentrieren.

Einkaufen

In Thailand kann man super günstig Klamotten kaufen. Wenn man aber tatsächlich Markenkleidung sucht, die nicht gefakt ist, dann muss man fast so tief in die Tasche greifen, wie in Deutschland. Es sei denn, die Kleider sind gerade runtergesetzt. Natürlich kann man sich auch einen Anzug mit Hemden schneidern lassen, aber dazu haben wir noch nie das Verlangen gespürt und man hat es bis zum Rest der Reise an der Backe, es sei denn, man holt es erst kurz vor Abflug ab.

Ein T-Shirt oder Polohemd liegt zwischen 100 und 300 Baht (Verhandlungssache), wo bei Polos natürlich teurer sind. Die Qualität ist in der Regel viel besser als die T-Shirts, die es bei uns im Discounter gibt und die T-Shirt-Aufdrucke sind teilweise recht witzig.

Rucksäcke sind nicht wirklich billig in Thailand, schon gar nicht, wenn sie echt sind.

Kinderkleidung ist eher schwer zu bekommen, da das Sortiment meist für Erwachsene gedacht ist. Auch die Größen fallen kleiner aus als bei uns, große Menschen tun sich extrem schwer was zu finden, da XXL meist zu kurz ist, dafür manchmal sehr breit.

Ansonsten gibt es die üblichen Touri-Sachen, wie überall in Asien: Sarongs, Ess- und Räucherstäbchen, Billigschuhe, Sonnenbrillen, etc.

Khao San Road

In der Backpacker-Szene ist die Khao San Road der Mittelpunkt von Bangkok und Dreh- und Angelpunkt, um das Land zu bereisen (es geht natürlich auch anders!). Hier kommt man für ein paar Nächte unter, kann Shoppen und Ausgehen. Das alles dehnt sich auch auf  die Parallelstraßen aus. Ruhiger wird es dann in den verkehrsberuhigten Seitenstraßen zum Fluss hin, wo es viele chillige Restaurants gibt und auch ruhige Hotels.

Die Preise liegen für Klamotten und Übernachtung unter denen der Silom Road (Hartschalenkoffer-Viertel), aber lange noch nicht wirklich günstig.

Shopping Center

In der Rama I Road liegen nach einander aufgereiht das Siam Discovery Center, Siam Center, Siam Paragon und Central World Plaza und an der Kreuzung zur Phayathai Road liegt das MBK (war einst das größte Kaufhaus in Asien).

Im MBK bekommt man genau die gleichen Sachen, wie in der Khao San Road, nur um ein Drittel billiger. Es besteht aus vielen kleinen Shops und dem Tokyu (japanische Kaufhauskette).

Das Siam Discovery Center ist einer der ersten Kaufhäuser Bangkoks. Hier findet man schon etwas größere Geschäfte mit erschwinglichen Preisen, aber auch nicht das absolute Shopping-Highlight.

Das Siam Center wurde zusammen mit dem Siam Discovery gebaut, aber ist komplett neu renoviert worden. Es ist riesig und mit den verschiedenen optischen Installationen, ein Augenschmaus. Die Geschäfte sind hochpreisig, aber jedes ein Designer-Unikat. Alleine die Ideen die dort umgesetzt worden lohen einen Besuch, auch wenn man nichts kaufen möchte.

Absolutes Preis-Highend ist das Siam Paragon. Alle namhaften Modemarken sind hier vertreten, die auch in London, Paris und New York zu Hause sind. Im Siam Paragon gibt es noch das The Paragon, das vergleichbar ist mit einem Karstadt und normale Preise hat.

Zum Central World Plaza können wir nichts sagen, das haben wir nicht mehr geschafft.

DIY-Reisen – Thailand

DIY-Reisen-Thailand (Buch)

Buch kaufen…

Das ist nur ein kleiner Abriss dessen, was in unseren Reiseführer DIY-Reisen – Thailand enthalten ist. Auf knapp 300 Seiten erfährst Du alles, was Du für einen gechillten Thailandurlaub wissen muss. Mit den durchgeplanten Touren, die man gut miteinander kombinieren kann, kannst Du Dir Deinen eigenen Traumurlaub zusammenstellen. So lernst Du nicht nur Land und Leute gut kennen, sondern sparst auch noch eine Menge Geld, denn ich zeige Dir alle Hacks, die wir über die letzten Jahre auf Reisen gesammelt haben.

Hier geht es zu unserer Thailand-Reisebericht und zu Bildern der Reise.

Rekordverdächtig

Alex dachte, dass sie unter Wahnvorstellungen leidet, weil sie die kurze Nacht immer so ein Tuten im Ohr hatte. Um 5:30 Uhr wurde der Übeltäter, das Telefon im Kinderzimmer, überführt. Der Hörer war runtergefallen, was die Kinder aber nicht weiter gestört hatte. Unser Aufstehprozess war rekordverdächtig, denn nach genau 20min standen wir vollzählig in der Lobby und waren abfahrtbereit. Die Fahrt zum Flughafen war schon im Hotelpreis von 40€ für die zwei Zimmer enthalten und dauerte nur 10min. Nicht auszudenken, wann wir hätten aufstehen müssen, wenn wir ein Hotel in der Innenstadt genommen hätten.

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Das erste Mal in unserem Leben haben wir uns einen Teil der VAT zurück erstatten lassen. Das geht, aber erst ab einer Rechnung über 2000 Baht. Der Hammer kam aber bei der Exmigration-Kontrolle. Alex Reisepass wurde mit dem von Jürgen verwechselt, was dann erst auffiel, als Alex mit langen Haaren vor ihm stand und ihn das Bild von Jürgen anlächelte. Da bei Ein- und Ausreise ein Bild von der Person gemacht wird, mussten die Daten jetzt irgendwie wieder gelöscht werden, was wohl nicht so einfach war und der Vorgesetzte zur Hilfe gezogen werden musste. Armer Kerl, dass gibt bestimmt Ärger, zeigt aber, wie einfach man mit einem anderen Pass reisen könnte.

Was Wärme so alles ausmachen kann, merkten wir bei der Landung in Doha. Die Bodentemperatur betrug 40ºC im Schatten und bestimmt viele, viele Grad mehr in der Sonne, die Luftdichte ist dadurch geringer. Wir setzten mit einer Affen-Geschwindigkeit auf und der Pilot stieg voll in die Eisen, nur der Sitzgurt hinderte einem daran, vom Sitz zu rutschen. Aus diesem Grund haben die in Doha wohl auch so ewig lange Start- und Landebahnen. Beim Starten verhielt es sich ähnlich. Wir donnerten Ewigkeiten die Runway entlang, bis das Flugzeug endlich mühsam abhob und nach kleineren Durchsackern langsam Höhe gewann. So ein Flightinformationsystem ist schon blöd, denn da fragt man sich dann schon, was wir eigentlich im Iran zu suchen haben, mit direktem Kurs auf Teheran. Irgendwann dämmerte es uns, dass dadurch der Irak umflogen wurde, was ja durchaus in unserem Interesse war.

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Ziemlich groggy erreichten wir um 21:30 Uhr unser trautes Heim und fielen alle, bis auf Jürgen natürlich, ins Bett. So gesehen haben frühe Abflugzeiten von Asien kommend, ihre Vorzüge: Man kommt so einfacher wieder in unserer Zeit an.

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Last night in Bangkok

So genau können wir es jetzt nicht sagen, wo man schlechter schläft – Nachtzug oder VIP-Bus. Sicher ist aber, dass wir ziemlich gerädert waren, als wir um 5:30 Uhr das Sai Tai Busterminal in Bangkok erreichten, wo wir vor 3 Wochen nach Kanchanaburi aufgebrochen waren. Jetzt mussten wir erstmal unsere Rucksäcke loswerden und nahmen ein Taxi zur Hua Lamphon Station, weil wir schon öfters dort unser Gepäck aufbewahrt hatten.

Siam Square

Mit dem nächsten Taxi fuhren wir dann zum Siam Square. Kein Wunder, dass der Fahrer verwirrt war und zweimal nachfragte, ob wir da wirklich hin wollten, denn die Geschäfte öffnen erst um 10 Uhr und wir hatten noch nicht mal 8 Uhr. Die Rettung war eine Bäckerei im 7Eleven, sonst hatte nichts auf. Mit unseren Frühstück setzten wir uns zwischen Siam Discovery Center und Siam Center und wurden Zeugen von Dreharbeiten zu irgendeinem Spot für Berufe. Es flanierten vom Pilot bis zum Kellner alle in ihrer typischen Kleidung an uns vorbei und verzogen keine Miene, nur der erste war gut drauf, was er aber darstellen sollte war unklar, vielleicht einen Star.

Siam Center, Bangkok

Siam Center, Bangkok

Das ganze Areal hier zeigt ein völlig anderes Bangkok, als das, was wir sonst kennen. Durchgestylte, moderne Architektur, Nobelboutiquen und Restaurants mit amerikanischen T-Bone-Steaks (für 29 Dollar; dafür kann man 2 Straßen weiter zu zehnt Essen gehen). Der Sky-Train fährt in mehreren Etagen übereinander – sieht alles sehr modern aus. Die Stadt ist im Umbruch, und wir sind gespannt, wie es hier in 10 Jahren aussehen wird.

Siam Center, Bangkok

Siam Center, Bangkok

Siam Center, Bangkok

Siam Center & Siam Paragon

Der Siam Center beherbergt eine Menge kleinerer Geschäfte, in jedem haben sich Designer ausgetobt und irre gute und außergewöhnliche Einrichtungen gestaltet. Aber halt alles in einer Preisklasse, die die Kreditkarte zum Glühen bringt. Das Siam Paragon ist wohl älteren Datums, aber jeder Modedesigner von Paris, Mailand bis New York ist hier vertreten, komischerweise allerdings auch H&M. Es gibt aber auch einen Teil – The Paragon, der eher an Karstadt erinnert und ein gutes Angebot von Trekking und Sportklamotten führt und jeder namhafte Hersteller auf großer Fläche vertreten ist.

Siam Center, Bangkok

Siam Center, Bangkok

Siam Center, Bangkok

Siam Center, Bangkok

Siam Discovery Center

Nach einer kleinen Stärkung gingen wir zurück und schauten uns noch das Siam Discovery Center an. Im Vergleich zu den anderen beiden ein Downgrade, aber endlich mal Geschäfte, wo man auch was erstehen kann. Bei Adidas mussten wir dann zuschlagen, da es im Vergleich zu DE dann doch recht günstig war. Als unsere Ware an der Kasse entsichert werden sollte, musste Jürgen unter Einsatz seiner Kräfte und einer Schere erstmal eine Münze aus dem Magneten raushebeln. Die Verkäuferinnen waren sehr erleichtert und gaben uns gleich noch 5% Rabatt auf unseren Einkauf.

MBK, Bangkok

MBK

Schon reichlich abgeschlafft wechselten wir ins MBK , das war jetzt aber ein echter Abstieg. Die größte japanische Kette Tokyu, eine Mischung zwischen Kaufhof und Woolworth, nimmt den größten Platz dort ein. Ansonsten tummeln sich dort ewig viele kleine Händler, die genau das Zeugs anbieten, das es auch in der Khao San Road gibt. Teilweise aber zum Drittel des Preises, also bedruckte T-Shirts für 99 Baht. Klar, dass wir ein paar mitnehmen mussten.

MBK, Bangkok

Ein Taxi zurück zum Bahnhof war einfach nicht zu bekommen. Aber nach mehreren Anläufen, haben wir dann ein Tuk-Tuk gefunden und damit den Wunsch der Kids erfüllt. Die Fahrt mit dem Taxi raus zum Flughafen kam uns auch viel kürzer vor. The Great Residence, das Hotel, was wir für die letzte Nacht über Agoda gebucht hatten, liegt wirklich um die Ecke. Den Pool konnten wir leider nicht mehr nutzen, weil es schon kurz vor zwölf war, als wir vom Abendessen zurückkamen. Wir hatten in einem Garküchen-Restaurant gespeist und waren ziemlich beäugt worden. Auf jeden Fall genossen die Kinder es, dass sie wieder drei eigene Betten hatten und dass das Elternzimmer nur durch eine Verbindungstür getrennt war.

Abschied nehmen

Unser Urlaub neigt sich dem Ende zu, wir sitzen auf der Terrasse der Hat Khom Bungalows, genießen unseren letzten Fisch und schauen durch die Palmen den beleuchteten Fischerboot zu. Gerade jetzt, wo es so viel Spaß macht, müssen wir schon wieder nach Hause.

Geborene Backpacker-Kids

Wenn wir doch nur 2 oder 3 Monate mehr Zeit noch hätten – die Reiseroute hätten wir schnell zusammengestellt. Wir merken, dass wir bestimmt wieder so einen Urlaub machen werden. Die Kids sind die geborenen Backpacker und sitzen völlig problemlos auch längere Fahrten ab. Essenstechnisch sind sie eh unproblematisch und sie haben sich auf alles Neue und Unbekannte eingelassen. Und so wie es aussieht, hat ihnen der Urlaub und diese Art zu Reisen auch Spaß gemacht. Auch wir sind in vielen Gegenden gewesen, die absolutes Neuland für uns waren. Wir haben uns vielleicht etwas komfortabler gebettet oder fortbewegt, aber wie in alten Zeiten so gut wie es geht alles selbst organisiert.

Thailand Ko Pha-Ngan

Thailand Ko Pha-Ngan

Thailand Ko Pha-Ngan

Thailand Ko Pha-Ngan

Vater und Tochter versackt

Um 23 Uhr machten wir uns auf den Weg zurück zu unserem 60€ Nobelbunglow, Kiara und Jürgen gingen noch in die Ocean View Bar. Als Alex um 2:30 Uhr aufwachte, war das Bett von Jürgen und Kiara immer noch leer. Aufgeschreckt machte sie sich auf die Suche und fand die Beiden, immer noch in der Bar sitzend, zusammen mit Bic dem Bruder der Wirtin. Im Gegensatz zu uns, musste er am nächsten Morgen ja aufstehen. Wir waren auch sehr dankbar darüber, dass wir den Bungalow, bis zu unserer Abreise um 16 Uhr bewohnen durften. So konnten wir noch einen relaxten Tag verbringen.

Thailand Ko Pha-Ngan

Thailand Ko Pha-Ngan

Thailand Ko Pha-Ngan

Mit dem VIP-Bus nach Bangkok

Bic brachte uns dann noch zur Fähre und wir erreichten bei ruhiger See um 20:30 Uhr das Festland. Der VIP – Bus parkte direkt am Pier und fuhr auch sofort los. Tatsächlich sehr komfortabel und gut gefedert startet der Bus nach Bangkok. Zum Glück hatten wir unsere Fleecejacken zuvor rausgeholt. Es gabt zwar Decken, aber dennoch ist es sehr frisch im Bus. Gerade als schon die ersten eingeschlafen waren, gab es um 21:30 Uhr Abendessen auf einem Bus-Rasthof.

Von Würfelquallen und Elefanten

Es ist schon ein Unterschied, ob man sein Urlaub reisend verbringt oder irgendwo zur Ruhe kommt. Es steht nicht mehr im Vordergrund, wo man als nächstes hinfahren möchte und wie man dort hinkommt, sondern eher, welches Buch man als nächstes lesen möchte oder wo man zum Essen hingeht. Die Tage gehen ineinander über und werden austauschbar. Und dennoch kann so ein Leben auch sehr nervaufreibend sein, wenn man sich Gedanken darüber machen muss, ob man von einer Schnorcheltour heil zurück kommt.

Würfelquallen

Ausschlaggebend war die Warnung unserer Wirtin, dass es am Bottle Beach einen tödlichen Unfall gegeben hat, nachdem ein fünfjähriger Franzose in Kontakt mit einer der toxischsten Tiere überhaupt gekommen war, einer Würfelqualle. Den Bottle Beach erreicht man nur per Boot, heißt eigentlich Hat Khuat und ist der nächste Strand östlich von unserem. An diesem Strand hätte ich niemals Quallen vermutet, da es sehr schnell tief wird und weil es dort viel höheren Wellengang hat, als am Hat Khom. So kann man sich täuschen und deshalb war auch Vorsicht und im wahrsten Sinne des Wortes auch “Umsicht” ein ständiger Begleiter beim Schnorcheln.

Mehr über Würfel- oder Kastenquallen

Thailand Quallen

Jürgen unternahm dennoch, immer mit einem Mädel im Schlepptau, ausgedehnte Schnorcheltouren und begleitete riesige, bunte Fischschwärme oder war ein Teil dieser, wenn sie ihre Streifzüge über die Korallen machten. Alex bewunderte mit dem jeweils anderen Kind die, eher in Ufernähe wohnenden, riesigen Seeigel mit ihren 40cm langen Stacheln, die sich auch recht flott über Sand hinweg bewegten. Nur Mattis, der total heiß auf Schnorcheln ist, darf nicht ins Wasser. Die Platzwunde heilt gut und hat sich bisher auch nicht entzündet, das soll auch so bleiben.

Elefanten

Als kleine Abwechslung spendierten wir den Kids die lang ersehnte Tour mit dem Elefanten, die ja das letzte Mal ins Wasser fiel. Dieses Mal wären es aber beinahe die Kinder gewesen, die Baden gingen, den zum Abschluss der Tour durfte der Elefant ins Wasser und versuchte sich einige Male hinzusetzen, was nicht nur nasse Füsse zur Folge gehabt hätte.

Thailand Elefant

Thailand Elefant

Da der Fußmarsch nach Ban Chaloclam uns zu weit war, hat Jürgen gleich zu Anfang ein Moped ausgeliehen. Pro Tag 200 Baht ist jetzt nicht die Welt und die Kinder reißen sich drum, wer als nächstes mitfahren darf, wenn die abendliche Tour zum 7Eleven startet, dessen Sortiment in der Regel nicht besser ist, als das einer Tankstelle.

Für die letzte Nacht mussten wir nochmal umziehen, wir bekamen den riesigen Bungalow mit zwei Extrabetten, den wir schon mal besichtigt hatten. Es wurden aber nur 2600 Baht dafür berechnet, auf die 600 Baht für die Extrabetten haben sie verzichtet. Ein fürstlicher Abschluss für unseren Aufenthalt hier, denn auf der riesigen Veranda lässt es sich gut aushalten und in dem 25qm Bad kann man mit einer ganzen Fußballmannschaft gleichzeitig duschen.

Thailand Ocean View

Thailand Ocean View

Weil es so lecker war, haben wir für heute wieder einen Red Snapper bestellt. So eine Köstlichkeit erhält man für 300 Baht, lecker gegrillt mit geröstetem Knoblauch, mmh!

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Wir haben einen neuen Freund, neben der Katze, die ihre Nächte auf unserer Veranda verbringt, ist jetzt auch noch Cracker dazu gekommen. Er hat seinen Namen erhalten, als er sich frech ein paar Cracker von uns geklaut hat.

Thailand Affe

Leider gibt es hier sowas wie Sandflöhe, unscheinbare kleine Flieger, die einen stechen, was jetzt nicht sonderlich erwähnenswert wäre, wenn die Stiche nicht permanent jucken würden und nach zwei Tagen aussehen, wie Herpes und aufplatzen, ohne, dass es irgendwie besser wird, nur dass die Schwellung abnimmt, wie bei diesem Bild hier. Alex ist mit 20 Stichen gut bedient worden.

Jähes Ende einer Tauchtour

Thailand Ko Pha Ngan

Das Ocean View Restaurant hat teilweise schon deutsche Preise beim Frühstück, aber lecker und stilvoll. Dafür kann man sich dort Schnorchelzubehör kostenlos ausleihen, was wir dann auch alle gleich nutzten.

Schnorcheln bei Ebbe

Dummerweise ist im Augenblick tagsüber Ebbe und nachts Flut, was quer durch die Bucht eine Anhäufung von scharfen Steinen und abgestorbenen Korallen zum Vorschein bringt. Die ersten Schnorchelversuche der Kinder waren noch etwas ungelenk. Aber wenn man den Kopf mal unter Wasser bekommt, dann gibt es hier tolle bunte Fische zu bewundern. Man kommt sich vor, als ob man durch ein Aquarium schwimmen würde. Leider haben die Korallen in den letzten Jahren ziemlich gelitten, und es sind nur noch wenige schöne intakte Exemplare.

Thailand Ko Pha-Ngan

Thailand Ko Pha-Ngan

Thailand Ko Pha-Ngan

Shit happens

Auf dem Weg aus dem Wasser wurde Mattis von einer Welle an einen scharfen Stein getragen. Dabei schlitzte er sich unterhalb des Knies die Haut sehr tief und lang auf. Die Wunde blutete ziemlich stark, er ließ sie sich aber tapfer desinfizieren. Zum Glück hatten wir ein spezielles Pflaster für Platzwunden dabei, womit man den 2 cm langen Schnitt wenigstens etwas zusammenziehen konnte und die Blutung dann auch bald aufhörte. Fortan thronte Mattis mit hochgelegtem Bein auf der Veranda und wir trugen ihn spazieren, z.B. als wir unsere neuen Bungalows, dieses Mal mit Bad, beziehen konnten.

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Am späteren Nachmittag besuchte uns noch ein Affe am Strand, der gelassen zwischen Palmen und Bungalowdächern hin und her sprang und somit für Kinderbelustigung sorgte.

Thailand Ko Pha-Ngan

Später machten sich dann Svenja und Alex auf den Weg zu einer Apotheke in Chalok Lam. Der Weg zog sich ganz schön, zum Glück ist es hier nicht ganz so heiß und schwül. Leider gab es keine Strip-Pflaster mehr in der Größe wie wir es gebraucht hätten. Angeblich würde es aber bis 18 Uhr geliefert werden, aber solange wollten wir jetzt doch nicht warten. Stattdessen kauften wir noch ein wenig im 7Eleven ein und Svenja schleppte den schweren Rucksack den ganzen Werg über die steilen Hügel zurück.

Ko Pha Ngan

Thailand Faehre Ko Pha-Ngan

Schon wieder 6:30 Uhr, nach einer fast schlaflosen Nacht mit sintflutartigem Regen, klingelte der Wecker. Aus Zeitmangel wurde das Frühstück geopfert und wir bestiegen den Mini-Van, der uns nach Surat Thani bringen sollte. Natürlich ging es nicht sofort los. Der Van klapperte noch ein paar Unterkünfte ab, um die verbleibenden 5 Plätze voll zu bekommen. Auf einem Parkplatz bekamen wir um 8 Uhr die restlichen Tickets inklusive einer Anleitung ausgehändigt. Zwei Sunden später in Surat Thani wurden wir vor einem Reisebüro abgesetzt.

Thailand Faehre Ko Pha-Ngan

Aus Langeweile organisierten wir gleich unseren Rücktransport nach Bangkok. Man hat die Wahl zwischen Boot-Bus-Bus-Zug und Boot-Bus, wobei noch verschiedene Bustypen zur Auswahl stehen (VIP, 1st, 2nd-Class). Nachdem wir aus Erfahrung wissen, dass Jürgen nicht in die Zugbetten passt und die Zugstrecke alles andere als lautlos und ruckelfrei ist, haben wir uns für die Luxusvariante des Busses entschieden.

Der Vorteil des VIP-Busses ist, dass er direkt am Pier losfährt und mit Verpflegung und Toilette ist. Preislich ist es um ca. 200 Baht teurer als die Zugvariante, wobei dort der Preis auch immer stark variiert, je nachdem, ob man Fan oder AirCon und Upper oder Lower Bed bucht. Mal sehen, ob wir im VIP-Bus zum Schlafen kommen. Platz ist bestimmt ausreichend vorhanden, weil es nur 24 Plätze gibt,  und der Bus aber normal groß ist.

Thailand Faehre Ko Pha-Ngan

Die 1,5 h waren schnell totgeschlagen und der Bus, der uns die nächste Stunde zu den Don Sak Piers bringen sollte, holte uns ab. Wir hatten ein Ticket für die Raya-Ferry, wie sich herausstellen sollte, war es ebendiese Ferry, die wir eigentlich nicht mehr nehmen wollten, da die letzte Überfahrt fast schon kriminell war. Damals wurde die Heckklappe nicht vollständig geschlossen, weil sonst das letzte Auto nicht mehr draufgepasst hätte, leider hatten wir damals starken Seegang und der Kahn lief mit jeder Woge etwas mehr voll mit Wasser.

Stürmische Überfahrt

Rein optisch war unsere Fähre aber in einem besseren Zustand und die See war auch ruhig. Bis plötzlich kurz vor Ko Pha Ngan eine schwarze Gewitterfront auf uns zu rollte. Statt in den Hafen einzulaufen, fuhr das Schiff einen kleinen Kreis, nahezu ohne sich von der Stelle zu bewegen. War auch besser so, denn da sind nämlich noch zwei kleine vorgelagerte Inseln im Weg. Hatte aber auch den Nachteil, dass das Schiff volle Breitseite Wind und Wellen abbekam. Der Regen flog waagrecht übers Deck und irgendwann entschied sich der Kapitän mit Schleichfahrt einzulaufen. Reichlich schräg liefen wir auf die Box aus Stahl und Beton zu und rammten als erstes den Pfeiler rechts auf der Leeseite des Schiffs. Beton brach ab und als das Schiff sich seinen Weg in die Box schrappte und mit einem dumpfen Knall am Pier andockte.

Thailand Faehre Ko Pha-Ngan

Thailand Faehre Ko Pha-Ngan

Thailand Faehre Ko Pha-Ngan

Die Taxifahrer haben hier eine pragmatische Lösung für die Preisverhandlungen über den Fahrpreis gefunden. Sie haben gedruckte, einlaminierte Preislisten, auf denen steht, was der Transport zu welchem Strand kostet. Alle haben die selben Preislisten und verweisen, beim Versuch zu verhandeln, nur auf die Liste. Scheint weitgehend zu funktionieren, Gedrucktes hat wohl mehr Autorität. Wir zahlten zumindest nach einigem Verhandeln nicht 200 Baht pro Nase (also 1000 Baht), sondern nur noch 200 Baht pro Erwachsenem (also 400 Baht).

Thailand Sammeltaxi Ko Pha-Ngan

Eigentlich hatten wir gehofft, dass wir die Regenumhänge nicht so schnell wieder brauchen würden, aber das Sammeltaxi zum Hat Khom hatte an den Seiten keine Regenplane. (Nein, auch ohne zu Handeln hätte es die Plane nicht gehabt. Was Ihr wieder denkt :-))

Hat Khom

Inzwischen gibt es ein betonierte Straße von Ban Chaloclam zum Hat Khom. Sie weist aber extreme Steigungen und Gefälle auf und erinnert eher an eine Achterbahn.

Thailand Ko Pha-Ngan Hat Khom

Thailand Ko Pha-Ngan Affe

Thailand Ko Pha-Ngan Affe

Der Strand hat sich zum Glück nicht allzu viel in den letzten 12 Jahren verändert. Die Hütten von Ocean View sahen irgendwie nobler aus. Es wird inzwischen von den Kindern der damaligen Besitzerin geführt, die beide sehr gut Englisch sprechen und total nett und zuvorkommend sind.

Außer der Luxus Suite für 3000 Baht, die wunderschön, aber nur für drei Personen ausgelegt war, gab es nur noch zwei freie Bungalows ohne Bad für 650 Baht. Das befand sich aber gleich um die Ecke. Für eine Nacht war das auch ok, die Zimmer selbst waren auch nett, da alles komplett aus Holz war. Die Kinder stürzten sich sofort auf die Hängematten, die auf der Veranda hingen.

Ko Pha-Ngan

Zum Essen waren wir etwas weiter runter am Strand in einem Restaurant, dass es wohl noch nicht so lange gibt. Es war recht lecker, wenn auch etwas scharf gekocht. Da Alex etwas Schlaf nachholen musste, verabschiedete sie sich ziemlich früh und entdeckte am Fenstervorhang eine handtellergroße Spinne. Beim Versuch sie mit dem Besen hinauszubefördern, verschwand sie spurlos – nur wohin?! 

Thailand Ko Pha-Ngan Sonnenuntergang

Thailand Ko Pha-Ngan Sonnenuntergang

Thailand Ko Pha-Ngan Sonnenuntergang

Khao Sok National Park

Die Erlösung kam um 6:30 Uhr als wir endlich zu unserer Morning-Safari aufstehen konnten. Neben Seeadlern und Hornbill (so eine Art Tukan) gab es jede Menge Affen, die sich in den Bäumen am Ufer lausten oder handgroße Zikaden verspeisten. Nach dem Frühstück hatten wir noch ausreichend Zeit, um das smaragdfarbene Wasser zu genießen, bis wir die Rückfahrt antraten.

Leider begann es gerade zu regnen und es wurde eher ein feuchtes, als fröhliches Unterfangen. Doch als wir die drei Felsen im Wasser erreichten, die das Wahrzeichen des Khao Sok National Parks sind, hörte der Regen punktgenau auf und wir konnten die Aussicht genießen. Auf Thai heißen sie Hin Sam Glur, was so viel bedeutet wie 3-Brüder- oder 3-Freunde-Felsen

Thailand-Asien-Khao-Sok-National-Park

Thailand-Asien-Khao-Sok-National-Park

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Ausgesetzt

Später wurden wir dann an einer Landzunge ausgesetzt, mit der Aufgabe, den Berg auf eigene Faust zu überqueren. Yaya brachte das Boot auf die andere Seite und wollte uns entgegen kommen. Schon nach 5 Minuten Aufstieg, wie gesagt, die Berge sind ziemlich steil hier, wären wir dankbar über etwas kühle Erfrischung von oben gewesen, aber der Regen hatte ja nun aufgehört. Die T-Shirts wurden dennoch nass, nun halt von innen. 

Gigantische Bäume mit gut 4 Metern Durchmesser, Würgfeigen wie in Angkor Wat und zerklüftete Felsen stellten sich uns in den Weg und die Holländerin erschrak sich ziemlich, als Yaya aus dem Nichts auftauchte und eine kleine Flugechse in der Hand hielt. Wenn man sie wirft, segelt sie an den nächsten Baum. Der Abstieg war vergleichsweise gemütlich und endete im Garten von einer weiteren schwimmenden Insel, wo ein Mittagessen auf uns wartete und ein Sprung ins Wasser.

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Den Pier erreichten wir ohne weiteres Gepäck durchweichen zu lassen, aber auf dem Rückweg setzte sehr starker Regen ein, der auch nicht mehr aufhören wollte. Somit musste die versprochene Elefantentour für die Kids leider ins Wasser fallen. Im Gegensatz zu den Eltern waren die nämlich noch top fit.

Mit geborgtem Regenschirm und Regencape machte sich Jürgen auf den Weg zum nächsten (und einzigen) ATM, das Geld verflüchtigt sich hier irgendwie sehr schnell. Wobei die 5 Tickets nach Ko Pha Ngan mit 650 Baht pro Nase recht günstig waren.

Smaragdgrünes Wasser

Wir haben gestern bei uns im Lodge eine zweitägige Tour auf dem Cheow-Lan Stausee gebucht. Die Preise 2.500 Baht pro Person sind eigentlich überall gleich, es variiert nur, ob man den Parkeintritt selbst zahlt und wie die Kinder berechnet werden. Wir hätten es auch billiger haben können, aber weil es mal wieder aus allen Kannen geschüttet hat, wollte keiner noch mal zurück in den Ort laufen.

Cheow-Lan-Stausee

Um 9 Uhr wurden wir abgeholt von unseren Guide Yaya. Auf dem Weg zum Rachaprapah Staudamm sammelten wir noch 4 Deutsche und zwei Holländer ein, alles Backpacker. Mit Yayas Longtail-Boot fuhren wir ca. eine Stunde über den Stausee, der smaragdgrün leuchtet und von hohen Karstfelsen umrandet wird, die bis zu den Gipfeln mit riesigen Bäumen und Bambus bewachsen sind. Der See ist total zerklüftet, jeder Seitenarm spaltet sich wiederum auf in weitere Arme, wie bei einem Fraktal.

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Tone Teuy

Wir erreichten Tone Teuy, die schwimmenden Bambushütten und hatten erstmal Freizeit, die wir mit Schwimmen und Kajakfahren vertrieben. Alles hier besteht aus riesigen Baumstämmen, die mit ein paar Brettern und Nägeln irgendwie miteinander verbunden wurden. Dementsprechend schief und rutschig ist auch alles, wenn man ins Wasser fällt, dann kann man nur noch über die algigen Stämme versuchen, zurück auf das schwimmende Eiland zu kommen.

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Nach dem leckerem Mittagessen hatten wir erstmal eine Zwangspause, weil es regnete, aber kurze Zeit später konnten wir mit dem Boot den Seitenarm bei unseren Hütten zu Ende fahren, um unseren ersten Dschungeltrip zu starten. Anfänglich versuchte noch jeder trockenen Fußes den matschigen Weg zu meistern, aber spätestens nach der ersten Flussdurchquerung war es egal, ob Matsch oder Wasser sich in den Schuhen breitmachte. Das Terrain war mitunter gar nicht so einfach zu laufen, weil man sich an den natürlichen Stützhilfen (Bambus und Rattan) nicht festhalten darf, da dies ein äußerst schmerzhaftes Erlebnis werden kann.

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Die Kinder stapften munter über Stock und Stein und störten sich nicht weiter daran, dass sie zwischendurch richtig eingematscht waren. Richtig kriminell wurde es, als wir zur Höhle kamen. In der Trockenzeit läuft man noch etwas den Berg hoch und kann sich dann mit dem Bergbach durch den Berg schlängeln. In der Regenzeit kann man nur den Höhlenausgang betreten und dem dann auch ca. 200-300m folgen. Neben Spinnen, Fröschen und Mini-Schlangen gibt es auch ein paar Stalaktiten und Stalagmiten. Der eigentlich Clou ist aber, dass man sich gegen die Strömung des Bergbaches seinen Weg bahnen muss und selbst Alex das Wasser bis zum Halse stand – sprich, die Kinder mussten schwimmen!

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An einer etwas trockeneren Stelle haben wir mal alle die Taschenlampen gelöscht. Echt heftig, diese absolute Dunkelheit. Yaya fragte, ob sich ein paar Mutige noch weiter in die Höhle trauen würden, und einige, darunter auch Kiara und Jürgen wollten es versuchen. Nach wenigen Metern ging es in eine schmale Felsspalte, in der dann sogar Jürgen schwimmen musste. Diese verjüngte sich immer mehr, wodurch die Strömung zunahm, bis man sich schließlich an einem Seil gegen die Strömung einen kleinen Wasserfall hochziehen musste. Dort verließ Kiara fast der Mut (wie auch etwa der Hälfte der “mutigen” Truppe, die sich bis hierhin gewagt hatten, aber nun lieber umkehrten), denn nun musste man den schmalen Canyon – ein Bein links an der Wand, eines rechts – entlang klettern, während unter einem der reißende Sturzbach entlang floss. Mit gemeinsamer Lotsenarbeit von Yaya und Jürgen hat Kiara aber auch diese Hürde gemeistert. Respekt! Zur Belohnung gab es dann eine etwa 40 Meter hohe Höhle, von deren Decke ein Wasserfall über Kalksteinformationen zu uns in die Tiefe rauschte. Nach dem ebenso aufregenden Rückweg erblickten wir wieder glücklich das Licht des Tages und können sagen, dass wir diese Höhlentour sicherlich nicht mehr vergessen werden.

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Zum Abendessen gab es leckeren fangfrischen Fisch und andere Thaigerichte, bevor es zur Nightsafari mit dem Boot ging. Eine ziemlich große Eule beäugte uns und wir störten die Nachtruhe einiger Affen, die im Bambus hingen, als sie mit dem starken Licht angestrahlt wurden.

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Wadenbeißer

Hat schon Nachteile, wenn man so nah am Dschungel logiert. Erst dachte wir, wir hätte Tinitus, aber es gibt echt Tiere, die ohne Unterlass so lange und grell pfeifen können. Ansonsten ist es ziemlich laut, aber auch irgendwie idyllisch, wenn man den Morgenfledermäusen beim Jagen zuschauen kann. Da bleibt es auch nicht aus, dass man beim Frühstück Besuch von einer ziemlich großen Echse bekommt.

Khao Sok Nationalpark

Khao Sok Nationalpark

Khao Sok Nationalpark

Khao Sok Nationalpark

Gemächlich schlenderten wir zum Eingang des National Parks und kamen uns schon ein wenig komisch vor, weil alle nur mit einem Guide sich auf die Wanderwege zu den Wasserfällen wagten. Aber die 3-4km kann man gut alleine bewerkstelligen, ohne dass man verloren gehen könnte, weil ein breiter Waldweg entlang des Flusses führt. Okay, mit Guide bekommt man auch das ein oder andere Waldtier zu Gesicht, das wir nicht gesehen haben. Dafür klettern die bestimmt nicht über glitschige Felsen am Fluss entlang, warum auch, wenn es einen Trampelpfad gibt – wie wir später feststellen mussten.

Fischattake beim Baden

Bei der ersten Gelegenheit verließen wir den Hauptweg, um ans Wasser zu kommen. Unser Badevergnügen nahm ein jähes Ende, als Jürgen von irgend etwas kräftig ins Bein gebissen wurde. Der Wadenbeißer hatte tatsächlich ein Kleinfingernagel großes Stück abbeißen wollen. Kurze Zeit später fand Alex einen Blutegel an ihrem Oberschenkel. Tut nicht weh, blutet aber ewig, weil die Biester etwas gegen Blutgerinnung absondern. Die Blutung hört auch erst auf, wenn man sie abdrückt.

Seltsame Pflanzen und Tiere

Die Wasserfälle sind jetzt nicht so spektakulär, aber die Bäume und Gewächse sind einfach beeindruckend üppig und gigantisch. Man kommt sich vor wie in Avatar, nur die Felsen schweben nicht. Die Ausbeute für diesen Tag belief sich auf eine Spinne mit daumendicken Körper, eine ebenso große Zikade und ein Chamäleon.

Khao Sok Nationalpark

Khao Sok Nationalpark

Khao Sok Nationalpark

Khao Sok Nationalpark

Khao Sok Nationalpark

Khao Sok Nationalpark

Nachdem wir uns über Touren zum Stausee informiert hatten, ging Jürgen bei uns mit den Kindern im Fluss schwimmen. An der Stelle befand sich auch ein Seil, wo man sich wie Tarzan über das Wasser schwingen konnte. Schwimmend gegen die Strömung, das Seil wieder zu bekommen, war gar nicht so einfach.

Khao Sok Nationalpark

Schwimmende Spielhölle

Unser burmesische Kellner hat es gut mit uns gemeint und nicht nur drei Motorrad-Taxen für 7:30 Uhr bestellt, sondern gleich ein Lasten-Taxi, was nochmal 150 Baht extra kostet, aber die Fahrt entspannter macht. Da wir bisher keinen Cent für die Bungalows bezahlt hatten, kam der dicke Batzen (14.000 Baht) am Schluss. Was für ein Glück, dass wir in Ranong zuvor den Geldautomaten geplündert hatten. Auf der Insel gibt es, wegen fehlender Stromversorgung, ja keine ATMs und Bezahlung per Kreditkarte geht nicht in der Off-Season.

Ko Phayam

Um 8:30 Uhr ging das Slow-Boat zurück nach Ranong. Dieses Mal bekamen wir drei Tickets, die Zwillis waren kostenlos, dafür reisten wir Holzklasse, was uns aber auch lieber war, als muffige Stoffsitze. Das Meer lag spiegelglatt da, somit wird wohl keiner von uns die Fische füttern.

Ko Phayam

Schwimmende Spielhölle

Kaum legte das Boot ab, breiteten ein paar Frauen Bastmatten auf den Schiffsboden und verwandelten den Kutter in eine schwimmende Spielhölle. Es wurde Domino um Geld gespielt, der Einsatz betrug 20 Baht und jede hielt ein Bündel Geldscheine mit ca. 500 Baht in der Hand, der auch bedrohlich abnahmen während der Fahrt.

Ko Phayam

In Ranong organisierten wir uns wieder ein Sammeltaxi für uns alleine und fuhren zum Busbahnhof. Hier konnten wir in Erfahrung bringen, dass, wenn wir einen Bus in Richtung Phuket nehmen und in Takua Pa aussteigen, dann von dort irgendwie zum Khao Sok National Park weiterkommen. Auf jeden Fall zahlten wir 750 Baht für die Tickets und mussten 2h auf den Bus warten. Ein VIP-Bus war es jetzt nicht, auch wenn es sau kalt im Bus war und das überall beworbenen WiFi auch nicht ging, ansonsten war es eine sehr angenehme Fahrt ins Ungewisse.

Takua Pa

In Takua Pa gab es tatsächlich einen richtigen Busbahnhof – bisher sind wir nur an irgendwelchen Haltestellen vorbeigerauscht – und wir konnten für unverschämte 80 Baht pro Nase ein Ticket nach Khao Sok erlangen. Keine Ahnung wie die hier die Buspreise berechnen, aber je kürzer die Strecke und je gammeliger der Bus, desto teurer das Ticket. Macht ja auch Sinn, dafür muss ja hoffentlich auch ein neuer Bus angeschafft werden. Unserer fuhr auf jeden Fall gleich ab und zeichnete sich dadurch aus, das er am Berg, und davon gab es einige auf der Strecke, im ersten Gang hochfuhr und man Angst hatte, man muss gleich aussteigen und schieben helfen. Der Duft wurde mit Orangenspray aufgepeppt, welches aber den Geruch nach feuchtem Hasenfurz nicht ganz übertünchen konnte.

Khao Sok National Park

Ein Schlepper wollte uns zu den Jungle Huts bringen, die entsprachen aber nicht ganz unseren Vorstellungen. Mit etwas Bestechung (200 Baht) brachte er uns zu Art’s River View Jungle Lodge. Mitten im Dschungel am Fluss gelegen, an dessen Ufer sich senkrecht Karstberge über 300 m hoch erheben. Mit einem Seil kann man sich von den Felsen über den Fluss schwingen und reinfallen lassen. Die Holzhütten stehen auf 3 m hohen Säulen und unsere ist über einen Steg mit der Hütte der Kinder verbunden.

Khao Sok Nationalpark

Khao Sok Nationalpark

Khao Sok Nationalpark

Khao Sok Nationalpark

Obwohl es noch nicht dämmert kann man schon den Fledermäusen bei der Jagd zusehen. Beim Essen saß eine 20 cm große Kröte neben Alex Stuhl und verzog keine Mine. Besonders lustig war es, dem Streifenhörnchen zuzusehen, wie es mit großen Sätzen den Baum hoch sprang. Inzwischen nehmen wir auch die Warnung ernst, Fenster und Türen geschlossen zu halten, wegen der räuberischen Affen. Man kommt sich beim Essen schon ein wenig, wie in einen Batman-Film vor, wenn plötzlich eine Fledermaus in Tabletgröße einem über den Kopf segelt.

Viele deutsche Familien sind hier abgestiegen, wahrscheinlich kann man das in Phuket als Ausflug im Resort buchen, weil viele auch Kleinkinder dabei haben.

Geht doch

Ko Phayam

Na wer sagt’s denn, das Wetter kann es doch besser! Ist schon erstaunlich, wie es die Welt im Vergleich zu gestern verändern kann. Die Bucht liegt in glitzendem Sonnenschein da und die hohen Wellen rauschen an den Strand. Die Kinder sind einfach nicht mehr aus dem Wasser zu bekommen und reiten mit den Bodyboards die Wellen runter. Inzwischen haben wir auch raus, wie man mit den Kajaks die Wellen runtergleiten kann, ohne dass man das Kanu danach um die Ohren geschleudert bekommt.

Ko Phayam

Dramatische Sonnenuntergang auf Ko Phayam

Am späten Nachmittage hat es ganz kurz mal geregnet. Das anschließende Naturschauspiel war ein Wahnsinn aus Farben. In der untergehenden Sonne nahm der Himmel alle Farben von rosa bis lila, von gelb über schillerndes gold bis hin zu orange-rot an. 

Eingerahmt wurde es erst von finsteren Gewitterwolken. Am Horizont bildete sich ein Streifen aus gleißendem Licht, der später die Wolken immer mehr verdrängte, bis es wieder aufriess.

Ko Phayam

Ko Phayam

Ko Phayam

Ko Phayam

Chillen in der Strandbar

Am Abend sind wir in die Bar neben an gegangen. Super chilliges Plätzchen. Man liegt auf einem Bambuspodest mit diesen gemütlichen dreieckigen Würfelpolstern mit niedrigen Tischchen und Blick übers Meer. Durch die Palmenblätter funkeln wahnsinnig viele Sterne und ab und zu sieht man sogar eine Sternschnuppe. Die Nacht ist viel dunkler als bei uns zu Hause, weil es nicht so viele Lichtquellen gibt. Schon gar nicht in Myanmar, dessen Inseln und Küste man am Horizont bei Tag sieht.

Ko Phayam

Ko Phayam

Ko Phayam in der Regenzeit

Also auf die Wetterberichte kann man ja keinen Pfifferling geben. Seit 5:30 Uhr regnet es und das ziemlich ausgiebig, aber mit kurzen Pausen zwischendurch. Wenn man bedenkt, dass wir hier gerade Regenzeit haben und es da ca. 17 Tage im Monat regnet, darf es das auch mal regnen. 

Der Regen ist aber nicht so ätzend wie bei uns zuhause. Man wird zwar auch nass, aber da die Temperaturen um die 25° bis 30° C liegen, friert man nicht – solange kein starker Wind weht.

Wir liefen den kompletten Strand einmal hoch und runter und der Eindruck war eher deprimierend, weil alles noch zu hatte oder zumindest so aussah. Da hatten wir ja richtig Glück gehabt mit unserer Wahl der Unterkunft, Luxus pur im Vergleich zum Rest.

Im oberen und unteren Viertel fließt jeweils ein kleiner brauner Bach ins Meer, über dessen Inhalt wir lieber nicht genauer Bescheid wissen wollen. Außerdem lag ziemlich viel angespülter Müll in der Gegend rum, der bestimmt erst zur Hauptsaison weggeräumt wird. Ansonsten wäre es ein netter ca. 5 km langer Spaziergang geworden, wenn es nicht noch stärker angefangen hätte zu regnen und wir deshalb tropfnass zurückgekommen sind.

Ko Phayam

Ko Phayam

Ko Phayam

Ko Phayam

Ko Phayam

Es ist merklich kühler geworden und es sieht nicht danach aus, als würde es heute besser werden. Dafür konnten wir uns mit unseren Nachbarn ein wenig austauschen, die aus Spanien kommen. Sobald abends der Strom an ist, kommen die Handys und Tablets zum Vorschein. Das Signal ist gut, es wird aber nur per Zufall mal ein Byte empfangen oder übertragen, somit können wir auch nicht unsere Weiterreise planen.

Ko Phayam

Ko Phayam

Lost Island

Hier in Ranong ist es nachts deutlich kühler, so dass wir komplett ohne Aircon gut schlafen konnten. Mit ihr hätte es wahrscheinlich eh nicht funktioniert, weil sie viel zu laut war. Noch vor 8 Uhr versuchte Alex einen Laden zum Einkaufen zu finden, alles hatte noch zu, bis auf ein paar Garküchen, die schon Suppe verkauften. Sammeltaxis voll mit Schulkindern fuhren schon rum, ansonsten liefen nur die üblichen Straßenköter, auf der Suche nach was Essbarem, durch die Gegend. Nach mehr als einem Kilometer kam zum Glück ein 7Eleven. Lieber hier noch schnell ein Moskitospray mit DEET mitgenommen, als auf der Insel ohne auskommen zu müssen.

Da unsere Wirtin uns zum Frühstück an die Restaurants die Straße aufwärts verwies, die ja alle noch zu hatten, zogen wir es vor, gleich zum Pier zu fahren. Sie organisierte einen Pickup für uns. 200 Baht scheint wohl der Standardpreis für Farangs zu sein, aber es ging auch durch die halbe Stadt. Ranong besteht überwiegend aus vergammeltem Beton bzw. aus vermoostem Gemäuern. Der Pier sah auch nicht viel besser aus und das Boot, welches dort lag, noch schlechter. Wir bekamen zwei Tickets nach Ko Phayam für 200 Baht das Stück, die Kinder zahlten die Hälfte, bekamen aber nichts. Na, wer das Geld wohl bekommt?

Ranong, Hafen

Ranong, Hafen

Bootsfahrt von Ranong nach Ko Phayam

Das Frühstück ging etwas in die Hose, da nur die Hälfte der Bestellung kam. Also gingen Svenja und die Erwachsenen hungrig an Board. Kurz vor Abfahrt kam die Hafenpolizei und machte von allen Passagieren Gruppenfotos, wahrscheinlich um hinterher leichter feststellen zu können, wer da alles untergegangen ist. Da es alle machten, legten auch wir lieber die Schwimmwesten an, als der Kutter um 9:30 Uhr in der Flussmündung ablegte und dem Flusslauf bis zum Meer folgte. Da unser Vertrauen in das Schiff nicht sehr groß war, blieb Alex mit Kiara und Mattis auf dem Bug sitzen, während Svenja die Fahrt fast vollständig verschlief.

Ranong, Hafen

Ranong, Hafen

Ranong, Hafen

Ranong, Hafen

Ranong, Hafen

Alex unterhielt sich die meiste Zeit mit Audy, der in Bangkok am Flughafen arbeitet und wertvolle Tipps für uns hatte. Am Pier trennten sich unsere Wege, denn wir wollten in die Bucht Ao Yai auf der Westseite, zu den Bamboo Bungalows.

Lost Island – Ko Phayam

Unterwegs

Unterwegs

Unterwegs

Ko Phayam

Bamboo Bungalows

Autos gibt es auf der Insel keine. Weit und breit war aber auch kein Lastentaxi zu sehen. Wir charterten drei Motorrad-Taxis für 70 Baht das Stück. Kiara und Mattis auf einem, Svenja und Alex auf dem anderem und Jürgen alleine mit dem Fahrer auf dem Dritten. Den Kindern hat die Fahrt über die schmale Betonstraße voll Spaß gemacht und sie waren fast schon traurig, als wir unser Ziel erreichten. Man sieht schon, dass hier gerade mal nichts los ist – Off-Season halt. Der Name der Anlage suggeriert zwar Bambushütten am Strand, in Realität sind es aber wunderschöne Spitzdachhäuser mit Veranda und einem Bad, wo die Dusche unter freiem Himmel ist. Alles sehr geschmackvoll eingerichtet und sehr geräumig.

Ko Phayam, Bamboo Bungalows

Ko Phayam, Bamboo Bungalows

Ko Phayam, Bamboo Bungalows

Da alle Häuser mit drei Betten ausgestattet sind, gibt es hoffentlich mal kein Zoff, wer wem die Decke geklaut oder zu viel Platz beansprucht hat. Die Preise für die Häuser belaufen sich auf 500 und 650 Baht, ein echtes Schnäppchen. Das späte Frühstück war auch sehr lecker, es gab sogar selbstgemachtes Graubrot. Den Strand konnte Alex nicht so richtig genießen, weil sie sich dummerweise auf dem Boot nicht eingecremt hatte und sich deswegen die Knie und Arme verbrannt hatte. Auch Kiara und Mattis hatten ziemlich rote Gesichter, man konnte sie aber nur unter Androhung größerer Gewalt dazu bewegen, sich mal im Schatten niederzulassen. Zu verlockend ist hier das Wasser und der Strand zum Rumbuddeln.

Ko Phayam

Ko Phayam

Die Wellen haben es aber in sich und alle wurden ganz schön gebeutelt. Da sie teilweise mit 2-3m Höhe auf den flachen Strand zulaufen, sind sie perfekt zum Wellenreiten. Weil man hier auch kostenlos offene Einer-Kajaks ausleihen kann, schnappten wir uns auch mal welche und versuchten unser Glück. Gar nicht so einfach, erst einmal durch die starke Brandung nach draußen zu kommen. Wenn eine hohe Welle kurz vor dem Brechen ist, nimmt das Kajak einen bedrohlichen Winkel ein. Hat man es dann aber geschafft, macht es einen heiden Spaß, die Wellen abzureiten. Ist nur blöd, wenn man von einer Welle falsch erwischt wird, denn dann ist das Kajak schneller weg, als man schauen kann.

Audy stattet uns noch mit einem Motorrad einen Besuch am Strand ab und so kamen Kiara und Mattis nochmal in den Genuss einer Motorradfahrt den Strand entlang.

Das Abendessen war auch köstlich, wenn auch nicht alles verfügbar war, was Leckeres auf der Karte stand. Leider wird um 22:30 Uhr der Strom abgestellt, auch tagsüber gibt es nur bestimmte Zeiten, wo er an ist. Handyempfang? Keiner. Internet? Manchmal, Byte für Byte. Sehr ursprünglich hier 🙂

Ranong oder doch nicht?

Wie immer startet Alex viel zu früh und wir erreichten schon um 9:45 Uhr den Busbahnhof mit einem Maxi-Tuk-Tuk. Auch wenn wir vor lauter Rucksäcken kaum noch Platz hatten.

Unterwegs

Wir hatten strahlend blauen Himmel und entsprechend warm war es auch. Bus für Bus kam und fuhr, nur unserer tauchte nicht auf.

Busbahnhof in Hua Hin

First Class im Bus

So ganz klar war uns auch nicht, ob wir in einen Phuket-Bus steigen müssen oder ob Ranong die Endstation ist. Mit fast einer Stunde Verspätung traf der Bus aus Bangkok kommend ein. Wir hatten anscheinend einen VIP-Bus gebucht: Aircon mit Semi-Sleep-Sitzen mit Massagefunktion, Nackenhörnchen und Zudecken. Gleich zu Anfang gab es eine Flasche Wasser und eine Box mit einem Snack, was will man mehr?

Nach einigen Stunden Fahrt hielt der Bus plötzlich. Wir hatten keine Ahnung was los war, folgten aber brav den andere in einen VIP-Raum, dort warteten gedeckte Tische auf uns. Ratz-fatz wurden verschiedene Speisen auf ein Rondell vor uns auf den Tisch gestellt und wir kamen in den Genuss von wirklich scharfen Thai-Food. Als Mattis rot anlief, brachten sie für die Kids gebratenen Reis mit Ei. Nur Svenja kämpfte sich wacker durch.

Wieder im Bus gab es dann Chips und eine Soyamilch mit schwarzem Sesam und dazu einen B-Movie. Der Bus fuhr jetzt über die Schnellstraße parallel zur burmesischen Grenze in Richtung Chumphon, links und rechts Kokospalmen soweit das Auge reicht.

Ab Chumphon ging es westwärts entlang der burmesischen Grenze. Leider nur noch einspurig und recht kurvenreich. Verschiedene Palmen- und Kautschukplantagen wechselten sich ab. Dazu noch Dschungel an den steilen Stellen. Wahnsinn, wie viel verschiedene Grüntöne es gibt! Dazwischen wurde es ganz schwarz und es schüttete wie aus Kübeln, kurze Zeit später war alles wie, als wäre nichts gewesen.

Ranong

Wir erreichten Ranong und unsere Rucksäcke wurden ausgeladen, einige Fahrgäste blieben im Bus, aber es schien so, als hätten wir unser Ziel erreicht. Am Busbahnhof kein Taxi weit und breit, nur ein Motorradtaxifahrer, der uns für 200 Baht anbot, in die Stadt zu fahren. Dumm, aber besser als laufen. Wir ließen uns zu einem Gueshouse bringen, das im Lonely Planet stand. Ranong machte jetzt nicht den Eindruck, als müssten wir hier lange bleiben. Deshalb quartierten wir uns auch gleich ohne weitere Suche im Dahla Houses ein und bekamen zwei Bungalows, die erstmal, ordentlich gelüftet werden mussten. Direkt angrenzend war auch das Hideaway-Restaurant, wo wir sehr gut zu Abend gegessen haben. Die Oma vom Hotel meine, dass sie uns für morgen ein Taxi zum Pier besorgen würde – wunderbar – dann steht unserer Reise nach Ko Phayam wohl nichts mehr im Wege.

Unterkunft in Ranong
Restaurant in Ranong

6 Kommentare

  1. Christopher

    Toller Bericht und schöne Fotos! Da werden Erinnerungen wach und das viele köstliche Thaiessen – herrlich! 🙂

    Das mit den Quallen ist sehr gefährlich, wir hatten auch immer im Hinterkopf, dass es beim Schnorcheln zu einer Sichtung kommt und jeder panisch, aber ohne geht es nicht bei den Traumstränden in Thailand! 😉

    Liebe Grüße,
    Christopher

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    • AlexSefrin

      Liebe Christopher,
      auch die schönsten Ziele haben ihre Schattenseiten. Aber, zu Hause bleiben und zu warten, einem die Decke auf den Kopf fällt ist keine Lösung. Deshalb genießen wir das Leben in vollen Zügen, sei es nun mit leckerem Thaiessen, traumhaften Stränden oder halt bei nicht ganz ungefährlichen Schnorcheltouren.
      Liebe Grüße

      Alex

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  2. Kathrin

    Liebe Alex,
    was für eine geniale Reise. Die vielen schönen Fotos machen wirklich Lust auf Thailand. Besonders gefallen haben mir natürlich die Tierfotos 🙂 Sehr süß, die Affenfamilie! Aber auch die Fotos von den Wasserfällen und Sonnenuntergängen sind großartig. Da bekomme ich gleich wieder Fernweh 🙂
    Liebe Grüße
    Kathrin

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    • AlexSefrin

      Liebe Kathrin,
      dann ist ja unsere Mission erfolgreich gewesen, wenn wir Dich inspirieren und Fernweh auslösen konnten:-)
      Wir fanden auch diese Reise auch als eine gelungene Kombination aus Kultur, Abenteuer und Trauminseln.
      Liebe Grüße

      Alex

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  3. Aras Orhon

    ja, diese Bilder wecken Erinnerungen und vor allem, sie spornen an neu zu planen. Da meint man, schon fast alles gesehen zu haben und dann diese Abenteuer.

    Was das Schmücken von Bäumen angeht, habe ich meine eigene Theorie: Meist dekorieren Buddhisten “wundersame Orte” denen spirituell besondere Kräfte beigemessen werden mit Fashnen, Schals, Blumen, Obstgaben. Du findest das ähnlich am höchsten Punkt von Pässen, mitunter auch an der Biegung von Flüssen. Auch wenn ich persönlich mich einfach nur freue, das zu sehen und keine mystischen Kräfte hinein geheimnisse, so ist das doch ein tolles Zeichen von Naturverbundenheit.

    Schönen Tag und Gruss vom WEG

    Christiane & Aras

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    • AlexSefrin

      Inzwischen hatte ich mich auch schlau gemacht und Ihr habt Recht! In diesen Bäumen sollen wohl die Geister von Ahnen wohnen. Meist sind es Banyantrees, man huldigt diese Geister in dem man Opfergaben vorbei bringt oder wie in diesem Fall den Baum schmückt.
      Besonders mystisch fand ich diesen Ort jetzt auch nicht, aber sehr schön anzusehen und ich finde es toll, dass diese Bräuche auch heute noch überleben, in dieser schnelllebigen Zeit.

      Liebe Grüße

      Alex

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