Thailand – Reisebericht

Thailand-Bilder

Singapur – Malaysia – Thailand

Singapur Merlion

Die Auswahl der Länder in Asien, die man in unserem Sommer gut bereisen kann, ist beschränkt. In vielen Ländern ist Monsumzeit und das kann ganz schön nass werden. Also wohin?

Indonesien?

In Indonesien waren wir jetzt zwei Jahre in Folge, auch wenn wir nur ein paar wenigen Inseln besucht haben, wollten die Kids mal was anderes. Um genau zu sein wollten sie unbedingt wieder nach Thailand. Wir kennen ja Thailand schon zu genüge und wollten, wenn schon, was Neues sehen.

Also wir dann aber über einen günstigen Flug nach Singapur gestolpert sind und auch noch einen passenden Rückflug von Bangkok fanden, war die Idee geboren: Von Singapur durch Malaysia nach Thailand zu reisen.

Singapur

Singapur hat uns das letzte Mal ziemlich gut gefallen und in dieser Stadt gibt es noch so viel für uns zu entdecken. Da wir von Malaysia bisher nur Kuala Lumpur kennen, fanden wir die Idee gar nicht so schlecht, von Singapur über den Landweg durch Malaysia nach Thailand zu reisen.

Ein Airbnb in Singapur war schnell gefunden. Dieses Mal im chinesisch geprägten Stadtteil Geylang, nahe der MRT-Station Aljunied. Also sehr zentral und gut erreichbar.

Malaysia

Für Malaysia haben wir uns erstmal schlaumachen müssen. Wir wollten unbedingt auf eine schöne Insel ein paar Tage ausspannen und dann in den Norden. Nach langem Hin und Her entschieden wir uns für Pulau Tioman, weil es nicht so ewig weit von Singapur entfernt liegt. Danach wollen wir nach Ipoh, einer Stadt in den Cameron-Highlands, reisen. Nächte Station sollt die Insel Penang im Nordwesten werden, wo wir uns mit der Digitalen Nomaden-Familie treffen wollen, mit denen wir schon in Kuala Lumpur einen schönen Tag verbracht haben. 

Thailand

Von dort ist es dann nur noch ein Katzensprung nach Thailand. Wenn es das Wetter zulässt, dann werden wir ein paar kleine Inseln im Südwesten abklappern, wenn nicht, dann geht es rüber auf die Ostseite oder hoch in den Norden.

DIY-Reisen – Thailand

Endlich ist es so weit!

Die letzten 1,5 Jahren habe ich fast täglich daran gearbeitet. Nun ist mein Traum endlich wahr geworden und mein Buch veröffentlicht!

Mit DIY-Reisen – Thailand habe ich einen Reiseführer geschaffen, der all das umfasst, was ich mir immer von einem Reiseführer gewünscht hätte. Nämlich die wirklich relevanten Informationen, die du brauchst, um einen Thailand-Urlaub zu planen, zu organisieren und durchführen zu können. Und natürlich schöne Fotos, die dir Lust darauf machen und einen Eindruck geben, was du alles Schönes in Thailand erwarten darfst.

DIY-Reisen - Thailand-Reiseführer

Hab den Mut!

DIY-Reisen – Thailand geht aber noch einen Schritt weiter. Er soll dir die Angst nehmen und Mut machen, es selbst mal auszuprobieren. Dies versuche ich mit den notwendigen Informationen und Erfahrungen aus über 20 Jahren Rucksackurlaub zu untermauern.

Da ich Thailand mehrfach als Single, als Paar, mit Freunden und Familie mit Kindern bereist habe, sind alle Tipps und Tricks selbst erprobt und in allen Lebensphasen erlebt.

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Kreiere deinen Traumurlaub selbst!

Fertig ausgearbeitete Touren, die Bangkok und viele Teile des Landes abdecken, sind enthalten. Diese Tour-Bausteine können gut kombiniert werden, so dass du dir eine unvergesslichen Traumurlaub zusammenstellen kannst.

Ich glaube, dass mit knapp 300 Seiten, 160 Farbfotos, 15 Karten und vielen informativen Übersichten mein Buch und/oder eBook die neue Pflichtlektüre für Thailand-Entdecker ist 😎

Rekordverdächtig

Alex dachte, dass sie unter Wahnvorstellungen leidet, weil sie die kurze Nacht immer so ein Tuten im Ohr hatte. Um 5:30 Uhr wurde der Übeltäter, das Telefon im Kinderzimmer, überführt. Der Hörer war runtergefallen, was die Kinder aber nicht weiter gestört hatte. Unser Aufstehprozess war rekordverdächtig, denn nach genau 20min standen wir vollzählig in der Lobby und waren abfahrtbereit. Die Fahrt zum Flughafen war schon im Hotelpreis von 40€ für die zwei Zimmer enthalten und dauerte nur 10min. Nicht auszudenken, wann wir hätten aufstehen müssen, wenn wir ein Hotel in der Innenstadt genommen hätten.

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Das erste Mal in unserem Leben haben wir uns einen Teil der VAT zurück erstatten lassen. Das geht, aber erst ab einer Rechnung über 2000 Baht. Der Hammer kam aber bei der Exmigration-Kontrolle. Alex Reisepass wurde mit dem von Jürgen verwechselt, was dann erst auffiel, als Alex mit langen Haaren vor ihm stand und ihn das Bild von Jürgen anlächelte. Da bei Ein- und Ausreise ein Bild von der Person gemacht wird, mussten die Daten jetzt irgendwie wieder gelöscht werden, was wohl nicht so einfach war und der Vorgesetzte zur Hilfe gezogen werden musste. Armer Kerl, dass gibt bestimmt Ärger, zeigt aber, wie einfach man mit einem anderen Pass reisen könnte.

Was Wärme so alles ausmachen kann, merkten wir bei der Landung in Doha. Die Bodentemperatur betrug 40ºC im Schatten und bestimmt viele, viele Grad mehr in der Sonne, die Luftdichte ist dadurch geringer. Wir setzten mit einer Affen-Geschwindigkeit auf und der Pilot stieg voll in die Eisen, nur der Sitzgurt hinderte einem daran, vom Sitz zu rutschen. Aus diesem Grund haben die in Doha wohl auch so ewig lange Start- und Landebahnen. Beim Starten verhielt es sich ähnlich. Wir donnerten Ewigkeiten die Runway entlang, bis das Flugzeug endlich mühsam abhob und nach kleineren Durchsackern langsam Höhe gewann. So ein Flightinformationsystem ist schon blöd, denn da fragt man sich dann schon, was wir eigentlich im Iran zu suchen haben, mit direktem Kurs auf Teheran. Irgendwann dämmerte es uns, dass dadurch der Irak umflogen wurde, was ja durchaus in unserem Interesse war.

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Ziemlich groggy erreichten wir um 21:30 Uhr unser trautes Heim und fielen alle, bis auf Jürgen natürlich, ins Bett. So gesehen haben frühe Abflugzeiten von Asien kommend, ihre Vorzüge: Man kommt so einfacher wieder in unserer Zeit an.

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Last night in Bangkok

So genau können wir es jetzt nicht sagen, wo man schlechter schläft – Nachtzug oder VIP-Bus. Sicher ist aber, dass wir ziemlich gerädert waren, als wir um 5:30 Uhr das Sai Tai Busterminal in Bangkok erreichten, wo wir vor 3 Wochen nach Kanchanaburi aufgebrochen waren. Jetzt mussten wir erstmal unsere Rucksäcke loswerden und nahmen ein Taxi zur Hua Lamphon Station, weil wir schon öfters dort unser Gepäck aufbewahrt hatten.

Siam Square

Mit dem nächsten Taxi fuhren wir dann zum Siam Square. Kein Wunder, dass der Fahrer verwirrt war und zweimal nachfragte, ob wir da wirklich hin wollten, denn die Geschäfte öffnen erst um 10 Uhr und wir hatten noch nicht mal 8 Uhr. Die Rettung war eine Bäckerei im 7Eleven, sonst hatte nichts auf. Mit unseren Frühstück setzten wir uns zwischen Siam Discovery Center und Siam Center und wurden Zeugen von Dreharbeiten zu irgendeinem Spot für Berufe. Es flanierten vom Pilot bis zum Kellner alle in ihrer typischen Kleidung an uns vorbei und verzogen keine Miene, nur der erste war gut drauf, was er aber darstellen sollte war unklar, vielleicht einen Star.

Siam Center, Bangkok

Siam Center, Bangkok

Das ganze Areal hier zeigt ein völlig anderes Bangkok, als das, was wir sonst kennen. Durchgestylte, moderne Architektur, Nobelboutiquen und Restaurants mit amerikanischen T-Bone-Steaks (für 29 Dollar; dafür kann man 2 Straßen weiter zu zehnt Essen gehen). Der Sky-Train fährt in mehreren Etagen übereinander – sieht alles sehr modern aus. Die Stadt ist im Umbruch, und wir sind gespannt, wie es hier in 10 Jahren aussehen wird.

Siam Center, Bangkok

Siam Center, Bangkok

Siam Center, Bangkok

Siam Center & Siam Paragon

Der Siam Center beherbergt eine Menge kleinerer Geschäfte, in jedem haben sich Designer ausgetobt und irre gute und außergewöhnliche Einrichtungen gestaltet. Aber halt alles in einer Preisklasse, die die Kreditkarte zum Glühen bringt. Das Siam Paragon ist wohl älteren Datums, aber jeder Modedesigner von Paris, Mailand bis New York ist hier vertreten, komischerweise allerdings auch H&M. Es gibt aber auch einen Teil – The Paragon, der eher an Karstadt erinnert und ein gutes Angebot von Trekking und Sportklamotten führt und jeder namhafte Hersteller auf großer Fläche vertreten ist.

Siam Center, Bangkok

Siam Center, Bangkok

Siam Center, Bangkok

Siam Center, Bangkok

Siam Discovery Center

Nach einer kleinen Stärkung gingen wir zurück und schauten uns noch das Siam Discovery Center an. Im Vergleich zu den anderen beiden ein Downgrade, aber endlich mal Geschäfte, wo man auch was erstehen kann. Bei Adidas mussten wir dann zuschlagen, da es im Vergleich zu DE dann doch recht günstig war. Als unsere Ware an der Kasse entsichert werden sollte, musste Jürgen unter Einsatz seiner Kräfte und einer Schere erstmal eine Münze aus dem Magneten raushebeln. Die Verkäuferinnen waren sehr erleichtert und gaben uns gleich noch 5% Rabatt auf unseren Einkauf.

MBK, Bangkok

MBK

Schon reichlich abgeschlafft wechselten wir ins MBK , das war jetzt aber ein echter Abstieg. Die größte japanische Kette Tokyu, eine Mischung zwischen Kaufhof und Woolworth, nimmt den größten Platz dort ein. Ansonsten tummeln sich dort ewig viele kleine Händler, die genau das Zeugs anbieten, das es auch in der Khao San Road gibt. Teilweise aber zum Drittel des Preises, also bedruckte T-Shirts für 99 Baht. Klar, dass wir ein paar mitnehmen mussten.

MBK, Bangkok

Ein Taxi zurück zum Bahnhof war einfach nicht zu bekommen. Aber nach mehreren Anläufen, haben wir dann ein Tuk-Tuk gefunden und damit den Wunsch der Kids erfüllt. Die Fahrt mit dem Taxi raus zum Flughafen kam uns auch viel kürzer vor. The Great Residence, das Hotel, was wir für die letzte Nacht über Agoda gebucht hatten, liegt wirklich um die Ecke. Den Pool konnten wir leider nicht mehr nutzen, weil es schon kurz vor zwölf war, als wir vom Abendessen zurückkamen. Wir hatten in einem Garküchen-Restaurant gespeist und waren ziemlich beäugt worden. Auf jeden Fall genossen die Kinder es, dass sie wieder drei eigene Betten hatten und dass das Elternzimmer nur durch eine Verbindungstür getrennt war.

Abschied nehmen

Unser Urlaub neigt sich dem Ende zu, wir sitzen auf der Terrasse der Hat Khom Bungalows, genießen unseren letzten Fisch und schauen durch die Palmen den beleuchteten Fischerboot zu. Gerade jetzt, wo es so viel Spaß macht, müssen wir schon wieder nach Hause.

Geborene Backpacker-Kids

Wenn wir doch nur 2 oder 3 Monate mehr Zeit noch hätten – die Reiseroute hätten wir schnell zusammengestellt. Wir merken, dass wir bestimmt wieder so einen Urlaub machen werden. Die Kids sind die geborenen Backpacker und sitzen völlig problemlos auch längere Fahrten ab. Essenstechnisch sind sie eh unproblematisch und sie haben sich auf alles Neue und Unbekannte eingelassen. Und so wie es aussieht, hat ihnen der Urlaub und diese Art zu Reisen auch Spaß gemacht. Auch wir sind in vielen Gegenden gewesen, die absolutes Neuland für uns waren. Wir haben uns vielleicht etwas komfortabler gebettet oder fortbewegt, aber wie in alten Zeiten so gut wie es geht alles selbst organisiert.

Thailand Ko Pha-Ngan

Thailand Ko Pha-Ngan

Thailand Ko Pha-Ngan

Thailand Ko Pha-Ngan

Vater und Tochter versackt

Um 23 Uhr machten wir uns auf den Weg zurück zu unserem 60€ Nobelbunglow, Kiara und Jürgen gingen noch in die Ocean View Bar. Als Alex um 2:30 Uhr aufwachte, war das Bett von Jürgen und Kiara immer noch leer. Aufgeschreckt machte sie sich auf die Suche und fand die Beiden, immer noch in der Bar sitzend, zusammen mit Bic dem Bruder der Wirtin. Im Gegensatz zu uns, musste er am nächsten Morgen ja aufstehen. Wir waren auch sehr dankbar darüber, dass wir den Bungalow, bis zu unserer Abreise um 16 Uhr bewohnen durften. So konnten wir noch einen relaxten Tag verbringen.

Thailand Ko Pha-Ngan

Thailand Ko Pha-Ngan

Thailand Ko Pha-Ngan

Mit dem VIP-Bus nach Bangkok

Bic brachte uns dann noch zur Fähre und wir erreichten bei ruhiger See um 20:30 Uhr das Festland. Der VIP – Bus parkte direkt am Pier und fuhr auch sofort los. Tatsächlich sehr komfortabel und gut gefedert startet der Bus nach Bangkok. Zum Glück hatten wir unsere Fleecejacken zuvor rausgeholt. Es gabt zwar Decken, aber dennoch ist es sehr frisch im Bus. Gerade als schon die ersten eingeschlafen waren, gab es um 21:30 Uhr Abendessen auf einem Bus-Rasthof.

Von Würfelquallen und Elefanten

Es ist schon ein Unterschied, ob man sein Urlaub reisend verbringt oder irgendwo zur Ruhe kommt. Es steht nicht mehr im Vordergrund, wo man als nächstes hinfahren möchte und wie man dort hinkommt, sondern eher, welches Buch man als nächstes lesen möchte oder wo man zum Essen hingeht. Die Tage gehen ineinander über und werden austauschbar. Und dennoch kann so ein Leben auch sehr nervaufreibend sein, wenn man sich Gedanken darüber machen muss, ob man von einer Schnorcheltour heil zurück kommt.

Würfelquallen

Ausschlaggebend war die Warnung unserer Wirtin, dass es am Bottle Beach einen tödlichen Unfall gegeben hat, nachdem ein fünfjähriger Franzose in Kontakt mit einer der toxischsten Tiere überhaupt gekommen war, einer Würfelqualle. Den Bottle Beach erreicht man nur per Boot, heißt eigentlich Hat Khuat und ist der nächste Strand östlich von unserem. An diesem Strand hätte ich niemals Quallen vermutet, da es sehr schnell tief wird und weil es dort viel höheren Wellengang hat, als am Hat Khom. So kann man sich täuschen und deshalb war auch Vorsicht und im wahrsten Sinne des Wortes auch “Umsicht” ein ständiger Begleiter beim Schnorcheln.

Mehr über Würfel- oder Kastenquallen

Thailand Quallen

Jürgen unternahm dennoch, immer mit einem Mädel im Schlepptau, ausgedehnte Schnorcheltouren und begleitete riesige, bunte Fischschwärme oder war ein Teil dieser, wenn sie ihre Streifzüge über die Korallen machten. Alex bewunderte mit dem jeweils anderen Kind die, eher in Ufernähe wohnenden, riesigen Seeigel mit ihren 40cm langen Stacheln, die sich auch recht flott über Sand hinweg bewegten. Nur Mattis, der total heiß auf Schnorcheln ist, darf nicht ins Wasser. Die Platzwunde heilt gut und hat sich bisher auch nicht entzündet, das soll auch so bleiben.

Elefanten

Als kleine Abwechslung spendierten wir den Kids die lang ersehnte Tour mit dem Elefanten, die ja das letzte Mal ins Wasser fiel. Dieses Mal wären es aber beinahe die Kinder gewesen, die Baden gingen, den zum Abschluss der Tour durfte der Elefant ins Wasser und versuchte sich einige Male hinzusetzen, was nicht nur nasse Füsse zur Folge gehabt hätte.

Thailand Elefant

Thailand Elefant

Da der Fußmarsch nach Ban Chaloclam uns zu weit war, hat Jürgen gleich zu Anfang ein Moped ausgeliehen. Pro Tag 200 Baht ist jetzt nicht die Welt und die Kinder reißen sich drum, wer als nächstes mitfahren darf, wenn die abendliche Tour zum 7Eleven startet, dessen Sortiment in der Regel nicht besser ist, als das einer Tankstelle.

Für die letzte Nacht mussten wir nochmal umziehen, wir bekamen den riesigen Bungalow mit zwei Extrabetten, den wir schon mal besichtigt hatten. Es wurden aber nur 2600 Baht dafür berechnet, auf die 600 Baht für die Extrabetten haben sie verzichtet. Ein fürstlicher Abschluss für unseren Aufenthalt hier, denn auf der riesigen Veranda lässt es sich gut aushalten und in dem 25qm Bad kann man mit einer ganzen Fußballmannschaft gleichzeitig duschen.

Thailand Ocean View

Thailand Ocean View

Weil es so lecker war, haben wir für heute wieder einen Red Snapper bestellt. So eine Köstlichkeit erhält man für 300 Baht, lecker gegrillt mit geröstetem Knoblauch, mmh!

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Wir haben einen neuen Freund, neben der Katze, die ihre Nächte auf unserer Veranda verbringt, ist jetzt auch noch Cracker dazu gekommen. Er hat seinen Namen erhalten, als er sich frech ein paar Cracker von uns geklaut hat.

Thailand Affe

Leider gibt es hier sowas wie Sandflöhe, unscheinbare kleine Flieger, die einen stechen, was jetzt nicht sonderlich erwähnenswert wäre, wenn die Stiche nicht permanent jucken würden und nach zwei Tagen aussehen, wie Herpes und aufplatzen, ohne, dass es irgendwie besser wird, nur dass die Schwellung abnimmt, wie bei diesem Bild hier. Alex ist mit 20 Stichen gut bedient worden.

Jähes Ende einer Tauchtour

Thailand Ko Pha Ngan

Das Ocean View Restaurant hat teilweise schon deutsche Preise beim Frühstück, aber lecker und stilvoll. Dafür kann man sich dort Schnorchelzubehör kostenlos ausleihen, was wir dann auch alle gleich nutzten.

Schnorcheln bei Ebbe

Dummerweise ist im Augenblick tagsüber Ebbe und nachts Flut, was quer durch die Bucht eine Anhäufung von scharfen Steinen und abgestorbenen Korallen zum Vorschein bringt. Die ersten Schnorchelversuche der Kinder waren noch etwas ungelenk. Aber wenn man den Kopf mal unter Wasser bekommt, dann gibt es hier tolle bunte Fische zu bewundern. Man kommt sich vor, als ob man durch ein Aquarium schwimmen würde. Leider haben die Korallen in den letzten Jahren ziemlich gelitten, und es sind nur noch wenige schöne intakte Exemplare.

Thailand Ko Pha-Ngan

Thailand Ko Pha-Ngan

Thailand Ko Pha-Ngan

Shit happens

Auf dem Weg aus dem Wasser wurde Mattis von einer Welle an einen scharfen Stein getragen. Dabei schlitzte er sich unterhalb des Knies die Haut sehr tief und lang auf. Die Wunde blutete ziemlich stark, er ließ sie sich aber tapfer desinfizieren. Zum Glück hatten wir ein spezielles Pflaster für Platzwunden dabei, womit man den 2 cm langen Schnitt wenigstens etwas zusammenziehen konnte und die Blutung dann auch bald aufhörte. Fortan thronte Mattis mit hochgelegtem Bein auf der Veranda und wir trugen ihn spazieren, z.B. als wir unsere neuen Bungalows, dieses Mal mit Bad, beziehen konnten.

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Am späteren Nachmittag besuchte uns noch ein Affe am Strand, der gelassen zwischen Palmen und Bungalowdächern hin und her sprang und somit für Kinderbelustigung sorgte.

Thailand Ko Pha-Ngan

Später machten sich dann Svenja und Alex auf den Weg zu einer Apotheke in Chalok Lam. Der Weg zog sich ganz schön, zum Glück ist es hier nicht ganz so heiß und schwül. Leider gab es keine Strip-Pflaster mehr in der Größe wie wir es gebraucht hätten. Angeblich würde es aber bis 18 Uhr geliefert werden, aber solange wollten wir jetzt doch nicht warten. Stattdessen kauften wir noch ein wenig im 7Eleven ein und Svenja schleppte den schweren Rucksack den ganzen Werg über die steilen Hügel zurück.

Ko Pha Ngan

Thailand Faehre Ko Pha-Ngan

Schon wieder 6:30 Uhr, nach einer fast schlaflosen Nacht mit sintflutartigem Regen, klingelte der Wecker. Aus Zeitmangel wurde das Frühstück geopfert und wir bestiegen den Mini-Van, der uns nach Surat Thani bringen sollte. Natürlich ging es nicht sofort los. Der Van klapperte noch ein paar Unterkünfte ab, um die verbleibenden 5 Plätze voll zu bekommen. Auf einem Parkplatz bekamen wir um 8 Uhr die restlichen Tickets inklusive einer Anleitung ausgehändigt. Zwei Sunden später in Surat Thani wurden wir vor einem Reisebüro abgesetzt.

Thailand Faehre Ko Pha-Ngan

Aus Langeweile organisierten wir gleich unseren Rücktransport nach Bangkok. Man hat die Wahl zwischen Boot-Bus-Bus-Zug und Boot-Bus, wobei noch verschiedene Bustypen zur Auswahl stehen (VIP, 1st, 2nd-Class). Nachdem wir aus Erfahrung wissen, dass Jürgen nicht in die Zugbetten passt und die Zugstrecke alles andere als lautlos und ruckelfrei ist, haben wir uns für die Luxusvariante des Busses entschieden.

Der Vorteil des VIP-Busses ist, dass er direkt am Pier losfährt und mit Verpflegung und Toilette ist. Preislich ist es um ca. 200 Baht teurer als die Zugvariante, wobei dort der Preis auch immer stark variiert, je nachdem, ob man Fan oder AirCon und Upper oder Lower Bed bucht. Mal sehen, ob wir im VIP-Bus zum Schlafen kommen. Platz ist bestimmt ausreichend vorhanden, weil es nur 24 Plätze gibt,  und der Bus aber normal groß ist.

Thailand Faehre Ko Pha-Ngan

Die 1,5 h waren schnell totgeschlagen und der Bus, der uns die nächste Stunde zu den Don Sak Piers bringen sollte, holte uns ab. Wir hatten ein Ticket für die Raya-Ferry, wie sich herausstellen sollte, war es ebendiese Ferry, die wir eigentlich nicht mehr nehmen wollten, da die letzte Überfahrt fast schon kriminell war. Damals wurde die Heckklappe nicht vollständig geschlossen, weil sonst das letzte Auto nicht mehr draufgepasst hätte, leider hatten wir damals starken Seegang und der Kahn lief mit jeder Woge etwas mehr voll mit Wasser.

Stürmische Überfahrt

Rein optisch war unsere Fähre aber in einem besseren Zustand und die See war auch ruhig. Bis plötzlich kurz vor Ko Pha Ngan eine schwarze Gewitterfront auf uns zu rollte. Statt in den Hafen einzulaufen, fuhr das Schiff einen kleinen Kreis, nahezu ohne sich von der Stelle zu bewegen. War auch besser so, denn da sind nämlich noch zwei kleine vorgelagerte Inseln im Weg. Hatte aber auch den Nachteil, dass das Schiff volle Breitseite Wind und Wellen abbekam. Der Regen flog waagrecht übers Deck und irgendwann entschied sich der Kapitän mit Schleichfahrt einzulaufen. Reichlich schräg liefen wir auf die Box aus Stahl und Beton zu und rammten als erstes den Pfeiler rechts auf der Leeseite des Schiffs. Beton brach ab und als das Schiff sich seinen Weg in die Box schrappte und mit einem dumpfen Knall am Pier andockte.

Thailand Faehre Ko Pha-Ngan

Thailand Faehre Ko Pha-Ngan

Thailand Faehre Ko Pha-Ngan

Die Taxifahrer haben hier eine pragmatische Lösung für die Preisverhandlungen über den Fahrpreis gefunden. Sie haben gedruckte, einlaminierte Preislisten, auf denen steht, was der Transport zu welchem Strand kostet. Alle haben die selben Preislisten und verweisen, beim Versuch zu verhandeln, nur auf die Liste. Scheint weitgehend zu funktionieren, Gedrucktes hat wohl mehr Autorität. Wir zahlten zumindest nach einigem Verhandeln nicht 200 Baht pro Nase (also 1000 Baht), sondern nur noch 200 Baht pro Erwachsenem (also 400 Baht).

Thailand Sammeltaxi Ko Pha-Ngan

Eigentlich hatten wir gehofft, dass wir die Regenumhänge nicht so schnell wieder brauchen würden, aber das Sammeltaxi zum Hat Khom hatte an den Seiten keine Regenplane. (Nein, auch ohne zu Handeln hätte es die Plane nicht gehabt. Was Ihr wieder denkt :-))

Hat Khom

Inzwischen gibt es ein betonierte Straße von Ban Chaloclam zum Hat Khom. Sie weist aber extreme Steigungen und Gefälle auf und erinnert eher an eine Achterbahn.

Thailand Ko Pha-Ngan Hat Khom

Thailand Ko Pha-Ngan Affe

Thailand Ko Pha-Ngan Affe

Der Strand hat sich zum Glück nicht allzu viel in den letzten 12 Jahren verändert. Die Hütten von Ocean View sahen irgendwie nobler aus. Es wird inzwischen von den Kindern der damaligen Besitzerin geführt, die beide sehr gut Englisch sprechen und total nett und zuvorkommend sind.

Außer der Luxus Suite für 3000 Baht, die wunderschön, aber nur für drei Personen ausgelegt war, gab es nur noch zwei freie Bungalows ohne Bad für 650 Baht. Das befand sich aber gleich um die Ecke. Für eine Nacht war das auch ok, die Zimmer selbst waren auch nett, da alles komplett aus Holz war. Die Kinder stürzten sich sofort auf die Hängematten, die auf der Veranda hingen.

Ko Pha-Ngan

Zum Essen waren wir etwas weiter runter am Strand in einem Restaurant, dass es wohl noch nicht so lange gibt. Es war recht lecker, wenn auch etwas scharf gekocht. Da Alex etwas Schlaf nachholen musste, verabschiedete sie sich ziemlich früh und entdeckte am Fenstervorhang eine handtellergroße Spinne. Beim Versuch sie mit dem Besen hinauszubefördern, verschwand sie spurlos – nur wohin?! 

Thailand Ko Pha-Ngan Sonnenuntergang

Thailand Ko Pha-Ngan Sonnenuntergang

Thailand Ko Pha-Ngan Sonnenuntergang

Khao Sok National Park

Die Erlösung kam um 6:30 Uhr als wir endlich zu unserer Morning-Safari aufstehen konnten. Neben Seeadlern und Hornbill (so eine Art Tukan) gab es jede Menge Affen, die sich in den Bäumen am Ufer lausten oder handgroße Zikaden verspeisten. Nach dem Frühstück hatten wir noch ausreichend Zeit, um das smaragdfarbene Wasser zu genießen, bis wir die Rückfahrt antraten.

Leider begann es gerade zu regnen und es wurde eher ein feuchtes, als fröhliches Unterfangen. Doch als wir die drei Felsen im Wasser erreichten, die das Wahrzeichen des Khao Sok National Parks sind, hörte der Regen punktgenau auf und wir konnten die Aussicht genießen. Auf Thai heißen sie Hin Sam Glur, was so viel bedeutet wie 3-Brüder- oder 3-Freunde-Felsen

Thailand-Asien-Khao-Sok-National-Park

Thailand-Asien-Khao-Sok-National-Park

Thailand-Asien-Khao-Sok-National-Park

Thailand-Asien-Khao-Sok-National-Park

Thailand-Asien-Khao-Sok-National-Park

Ausgesetzt

Später wurden wir dann an einer Landzunge ausgesetzt, mit der Aufgabe, den Berg auf eigene Faust zu überqueren. Yaya brachte das Boot auf die andere Seite und wollte uns entgegen kommen. Schon nach 5 Minuten Aufstieg, wie gesagt, die Berge sind ziemlich steil hier, wären wir dankbar über etwas kühle Erfrischung von oben gewesen, aber der Regen hatte ja nun aufgehört. Die T-Shirts wurden dennoch nass, nun halt von innen. 

Gigantische Bäume mit gut 4 Metern Durchmesser, Würgfeigen wie in Angkor Wat und zerklüftete Felsen stellten sich uns in den Weg und die Holländerin erschrak sich ziemlich, als Yaya aus dem Nichts auftauchte und eine kleine Flugechse in der Hand hielt. Wenn man sie wirft, segelt sie an den nächsten Baum. Der Abstieg war vergleichsweise gemütlich und endete im Garten von einer weiteren schwimmenden Insel, wo ein Mittagessen auf uns wartete und ein Sprung ins Wasser.

Thailand-712-2014-Asien-KhaoSok

Thailand-712-2014-Asien-KhaoSok

Thailand-712-2014-Asien-KhaoSok

Thailand-712-2014-Asien-KhaoSok

Den Pier erreichten wir ohne weiteres Gepäck durchweichen zu lassen, aber auf dem Rückweg setzte sehr starker Regen ein, der auch nicht mehr aufhören wollte. Somit musste die versprochene Elefantentour für die Kids leider ins Wasser fallen. Im Gegensatz zu den Eltern waren die nämlich noch top fit.

Mit geborgtem Regenschirm und Regencape machte sich Jürgen auf den Weg zum nächsten (und einzigen) ATM, das Geld verflüchtigt sich hier irgendwie sehr schnell. Wobei die 5 Tickets nach Ko Pha Ngan mit 650 Baht pro Nase recht günstig waren.

Smaragdgrünes Wasser

Wir haben gestern bei uns im Lodge eine zweitägige Tour auf dem Cheow-Lan Stausee gebucht. Die Preise 2.500 Baht pro Person sind eigentlich überall gleich, es variiert nur, ob man den Parkeintritt selbst zahlt und wie die Kinder berechnet werden. Wir hätten es auch billiger haben können, aber weil es mal wieder aus allen Kannen geschüttet hat, wollte keiner noch mal zurück in den Ort laufen.

Cheow-Lan-Stausee

Um 9 Uhr wurden wir abgeholt von unseren Guide Yaya. Auf dem Weg zum Rachaprapah Staudamm sammelten wir noch 4 Deutsche und zwei Holländer ein, alles Backpacker. Mit Yayas Longtail-Boot fuhren wir ca. eine Stunde über den Stausee, der smaragdgrün leuchtet und von hohen Karstfelsen umrandet wird, die bis zu den Gipfeln mit riesigen Bäumen und Bambus bewachsen sind. Der See ist total zerklüftet, jeder Seitenarm spaltet sich wiederum auf in weitere Arme, wie bei einem Fraktal.

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Tone Teuy

Wir erreichten Tone Teuy, die schwimmenden Bambushütten und hatten erstmal Freizeit, die wir mit Schwimmen und Kajakfahren vertrieben. Alles hier besteht aus riesigen Baumstämmen, die mit ein paar Brettern und Nägeln irgendwie miteinander verbunden wurden. Dementsprechend schief und rutschig ist auch alles, wenn man ins Wasser fällt, dann kann man nur noch über die algigen Stämme versuchen, zurück auf das schwimmende Eiland zu kommen.

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Nach dem leckerem Mittagessen hatten wir erstmal eine Zwangspause, weil es regnete, aber kurze Zeit später konnten wir mit dem Boot den Seitenarm bei unseren Hütten zu Ende fahren, um unseren ersten Dschungeltrip zu starten. Anfänglich versuchte noch jeder trockenen Fußes den matschigen Weg zu meistern, aber spätestens nach der ersten Flussdurchquerung war es egal, ob Matsch oder Wasser sich in den Schuhen breitmachte. Das Terrain war mitunter gar nicht so einfach zu laufen, weil man sich an den natürlichen Stützhilfen (Bambus und Rattan) nicht festhalten darf, da dies ein äußerst schmerzhaftes Erlebnis werden kann.

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Die Kinder stapften munter über Stock und Stein und störten sich nicht weiter daran, dass sie zwischendurch richtig eingematscht waren. Richtig kriminell wurde es, als wir zur Höhle kamen. In der Trockenzeit läuft man noch etwas den Berg hoch und kann sich dann mit dem Bergbach durch den Berg schlängeln. In der Regenzeit kann man nur den Höhlenausgang betreten und dem dann auch ca. 200-300m folgen. Neben Spinnen, Fröschen und Mini-Schlangen gibt es auch ein paar Stalaktiten und Stalagmiten. Der eigentlich Clou ist aber, dass man sich gegen die Strömung des Bergbaches seinen Weg bahnen muss und selbst Alex das Wasser bis zum Halse stand – sprich, die Kinder mussten schwimmen!

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An einer etwas trockeneren Stelle haben wir mal alle die Taschenlampen gelöscht. Echt heftig, diese absolute Dunkelheit. Yaya fragte, ob sich ein paar Mutige noch weiter in die Höhle trauen würden, und einige, darunter auch Kiara und Jürgen wollten es versuchen. Nach wenigen Metern ging es in eine schmale Felsspalte, in der dann sogar Jürgen schwimmen musste. Diese verjüngte sich immer mehr, wodurch die Strömung zunahm, bis man sich schließlich an einem Seil gegen die Strömung einen kleinen Wasserfall hochziehen musste. Dort verließ Kiara fast der Mut (wie auch etwa der Hälfte der “mutigen” Truppe, die sich bis hierhin gewagt hatten, aber nun lieber umkehrten), denn nun musste man den schmalen Canyon – ein Bein links an der Wand, eines rechts – entlang klettern, während unter einem der reißende Sturzbach entlang floss. Mit gemeinsamer Lotsenarbeit von Yaya und Jürgen hat Kiara aber auch diese Hürde gemeistert. Respekt! Zur Belohnung gab es dann eine etwa 40 Meter hohe Höhle, von deren Decke ein Wasserfall über Kalksteinformationen zu uns in die Tiefe rauschte. Nach dem ebenso aufregenden Rückweg erblickten wir wieder glücklich das Licht des Tages und können sagen, dass wir diese Höhlentour sicherlich nicht mehr vergessen werden.

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Zum Abendessen gab es leckeren fangfrischen Fisch und andere Thaigerichte, bevor es zur Nightsafari mit dem Boot ging. Eine ziemlich große Eule beäugte uns und wir störten die Nachtruhe einiger Affen, die im Bambus hingen, als sie mit dem starken Licht angestrahlt wurden.

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Wadenbeißer

Hat schon Nachteile, wenn man so nah am Dschungel logiert. Erst dachte wir, wir hätte Tinitus, aber es gibt echt Tiere, die ohne Unterlass so lange und grell pfeifen können. Ansonsten ist es ziemlich laut, aber auch irgendwie idyllisch, wenn man den Morgenfledermäusen beim Jagen zuschauen kann. Da bleibt es auch nicht aus, dass man beim Frühstück Besuch von einer ziemlich großen Echse bekommt.

Khao Sok Nationalpark

Khao Sok Nationalpark

Khao Sok Nationalpark

Khao Sok Nationalpark

Gemächlich schlenderten wir zum Eingang des National Parks und kamen uns schon ein wenig komisch vor, weil alle nur mit einem Guide sich auf die Wanderwege zu den Wasserfällen wagten. Aber die 3-4km kann man gut alleine bewerkstelligen, ohne dass man verloren gehen könnte, weil ein breiter Waldweg entlang des Flusses führt. Okay, mit Guide bekommt man auch das ein oder andere Waldtier zu Gesicht, das wir nicht gesehen haben. Dafür klettern die bestimmt nicht über glitschige Felsen am Fluss entlang, warum auch, wenn es einen Trampelpfad gibt – wie wir später feststellen mussten.

Fischattake beim Baden

Bei der ersten Gelegenheit verließen wir den Hauptweg, um ans Wasser zu kommen. Unser Badevergnügen nahm ein jähes Ende, als Jürgen von irgend etwas kräftig ins Bein gebissen wurde. Der Wadenbeißer hatte tatsächlich ein Kleinfingernagel großes Stück abbeißen wollen. Kurze Zeit später fand Alex einen Blutegel an ihrem Oberschenkel. Tut nicht weh, blutet aber ewig, weil die Biester etwas gegen Blutgerinnung absondern. Die Blutung hört auch erst auf, wenn man sie abdrückt.

Seltsame Pflanzen und Tiere

Die Wasserfälle sind jetzt nicht so spektakulär, aber die Bäume und Gewächse sind einfach beeindruckend üppig und gigantisch. Man kommt sich vor wie in Avatar, nur die Felsen schweben nicht. Die Ausbeute für diesen Tag belief sich auf eine Spinne mit daumendicken Körper, eine ebenso große Zikade und ein Chamäleon.

Khao Sok Nationalpark

Khao Sok Nationalpark

Khao Sok Nationalpark

Khao Sok Nationalpark

Khao Sok Nationalpark

Khao Sok Nationalpark

Nachdem wir uns über Touren zum Stausee informiert hatten, ging Jürgen bei uns mit den Kindern im Fluss schwimmen. An der Stelle befand sich auch ein Seil, wo man sich wie Tarzan über das Wasser schwingen konnte. Schwimmend gegen die Strömung, das Seil wieder zu bekommen, war gar nicht so einfach.

Khao Sok Nationalpark

Schwimmende Spielhölle

Unser burmesische Kellner hat es gut mit uns gemeint und nicht nur drei Motorrad-Taxen für 7:30 Uhr bestellt, sondern gleich ein Lasten-Taxi, was nochmal 150 Baht extra kostet, aber die Fahrt entspannter macht. Da wir bisher keinen Cent für die Bungalows bezahlt hatten, kam der dicke Batzen (14.000 Baht) am Schluss. Was für ein Glück, dass wir in Ranong zuvor den Geldautomaten geplündert hatten. Auf der Insel gibt es, wegen fehlender Stromversorgung, ja keine ATMs und Bezahlung per Kreditkarte geht nicht in der Off-Season.

Ko Phayam

Um 8:30 Uhr ging das Slow-Boat zurück nach Ranong. Dieses Mal bekamen wir drei Tickets, die Zwillis waren kostenlos, dafür reisten wir Holzklasse, was uns aber auch lieber war, als muffige Stoffsitze. Das Meer lag spiegelglatt da, somit wird wohl keiner von uns die Fische füttern.

Ko Phayam

Schwimmende Spielhölle

Kaum legte das Boot ab, breiteten ein paar Frauen Bastmatten auf den Schiffsboden und verwandelten den Kutter in eine schwimmende Spielhölle. Es wurde Domino um Geld gespielt, der Einsatz betrug 20 Baht und jede hielt ein Bündel Geldscheine mit ca. 500 Baht in der Hand, der auch bedrohlich abnahmen während der Fahrt.

Ko Phayam

In Ranong organisierten wir uns wieder ein Sammeltaxi für uns alleine und fuhren zum Busbahnhof. Hier konnten wir in Erfahrung bringen, dass, wenn wir einen Bus in Richtung Phuket nehmen und in Takua Pa aussteigen, dann von dort irgendwie zum Khao Sok National Park weiterkommen. Auf jeden Fall zahlten wir 750 Baht für die Tickets und mussten 2h auf den Bus warten. Ein VIP-Bus war es jetzt nicht, auch wenn es sau kalt im Bus war und das überall beworbenen WiFi auch nicht ging, ansonsten war es eine sehr angenehme Fahrt ins Ungewisse.

Takua Pa

In Takua Pa gab es tatsächlich einen richtigen Busbahnhof – bisher sind wir nur an irgendwelchen Haltestellen vorbeigerauscht – und wir konnten für unverschämte 80 Baht pro Nase ein Ticket nach Khao Sok erlangen. Keine Ahnung wie die hier die Buspreise berechnen, aber je kürzer die Strecke und je gammeliger der Bus, desto teurer das Ticket. Macht ja auch Sinn, dafür muss ja hoffentlich auch ein neuer Bus angeschafft werden. Unserer fuhr auf jeden Fall gleich ab und zeichnete sich dadurch aus, das er am Berg, und davon gab es einige auf der Strecke, im ersten Gang hochfuhr und man Angst hatte, man muss gleich aussteigen und schieben helfen. Der Duft wurde mit Orangenspray aufgepeppt, welches aber den Geruch nach feuchtem Hasenfurz nicht ganz übertünchen konnte.

Khao Sok National Park

Ein Schlepper wollte uns zu den Jungle Huts bringen, die entsprachen aber nicht ganz unseren Vorstellungen. Mit etwas Bestechung (200 Baht) brachte er uns zu Art’s River View Jungle Lodge. Mitten im Dschungel am Fluss gelegen, an dessen Ufer sich senkrecht Karstberge über 300 m hoch erheben. Mit einem Seil kann man sich von den Felsen über den Fluss schwingen und reinfallen lassen. Die Holzhütten stehen auf 3 m hohen Säulen und unsere ist über einen Steg mit der Hütte der Kinder verbunden.

Khao Sok Nationalpark

Khao Sok Nationalpark

Khao Sok Nationalpark

Khao Sok Nationalpark

Obwohl es noch nicht dämmert kann man schon den Fledermäusen bei der Jagd zusehen. Beim Essen saß eine 20 cm große Kröte neben Alex Stuhl und verzog keine Mine. Besonders lustig war es, dem Streifenhörnchen zuzusehen, wie es mit großen Sätzen den Baum hoch sprang. Inzwischen nehmen wir auch die Warnung ernst, Fenster und Türen geschlossen zu halten, wegen der räuberischen Affen. Man kommt sich beim Essen schon ein wenig, wie in einen Batman-Film vor, wenn plötzlich eine Fledermaus in Tabletgröße einem über den Kopf segelt.

Viele deutsche Familien sind hier abgestiegen, wahrscheinlich kann man das in Phuket als Ausflug im Resort buchen, weil viele auch Kleinkinder dabei haben.

Geht doch

Ko Phayam

Na wer sagt’s denn, das Wetter kann es doch besser! Ist schon erstaunlich, wie es die Welt im Vergleich zu gestern verändern kann. Die Bucht liegt in glitzendem Sonnenschein da und die hohen Wellen rauschen an den Strand. Die Kinder sind einfach nicht mehr aus dem Wasser zu bekommen und reiten mit den Bodyboards die Wellen runter. Inzwischen haben wir auch raus, wie man mit den Kajaks die Wellen runtergleiten kann, ohne dass man das Kanu danach um die Ohren geschleudert bekommt.

Ko Phayam

Dramatische Sonnenuntergang auf Ko Phayam

Am späten Nachmittage hat es ganz kurz mal geregnet. Das anschließende Naturschauspiel war ein Wahnsinn aus Farben. In der untergehenden Sonne nahm der Himmel alle Farben von rosa bis lila, von gelb über schillerndes gold bis hin zu orange-rot an. 

Eingerahmt wurde es erst von finsteren Gewitterwolken. Am Horizont bildete sich ein Streifen aus gleißendem Licht, der später die Wolken immer mehr verdrängte, bis es wieder aufriess.

Ko Phayam

Ko Phayam

Ko Phayam

Ko Phayam

Chillen in der Strandbar

Am Abend sind wir in die Bar neben an gegangen. Super chilliges Plätzchen. Man liegt auf einem Bambuspodest mit diesen gemütlichen dreieckigen Würfelpolstern mit niedrigen Tischchen und Blick übers Meer. Durch die Palmenblätter funkeln wahnsinnig viele Sterne und ab und zu sieht man sogar eine Sternschnuppe. Die Nacht ist viel dunkler als bei uns zu Hause, weil es nicht so viele Lichtquellen gibt. Schon gar nicht in Myanmar, dessen Inseln und Küste man am Horizont bei Tag sieht.

Ko Phayam

Ko Phayam

Ko Phayam in der Regenzeit

Also auf die Wetterberichte kann man ja keinen Pfifferling geben. Seit 5:30 Uhr regnet es und das ziemlich ausgiebig, aber mit kurzen Pausen zwischendurch. Wenn man bedenkt, dass wir hier gerade Regenzeit haben und es da ca. 17 Tage im Monat regnet, darf es das auch mal regnen. 

Der Regen ist aber nicht so ätzend wie bei uns zuhause. Man wird zwar auch nass, aber da die Temperaturen um die 25° bis 30° C liegen, friert man nicht – solange kein starker Wind weht.

Wir liefen den kompletten Strand einmal hoch und runter und der Eindruck war eher deprimierend, weil alles noch zu hatte oder zumindest so aussah. Da hatten wir ja richtig Glück gehabt mit unserer Wahl der Unterkunft, Luxus pur im Vergleich zum Rest.

Im oberen und unteren Viertel fließt jeweils ein kleiner brauner Bach ins Meer, über dessen Inhalt wir lieber nicht genauer Bescheid wissen wollen. Außerdem lag ziemlich viel angespülter Müll in der Gegend rum, der bestimmt erst zur Hauptsaison weggeräumt wird. Ansonsten wäre es ein netter ca. 5 km langer Spaziergang geworden, wenn es nicht noch stärker angefangen hätte zu regnen und wir deshalb tropfnass zurückgekommen sind.

Ko Phayam

Ko Phayam

Ko Phayam

Ko Phayam

Ko Phayam

Es ist merklich kühler geworden und es sieht nicht danach aus, als würde es heute besser werden. Dafür konnten wir uns mit unseren Nachbarn ein wenig austauschen, die aus Spanien kommen. Sobald abends der Strom an ist, kommen die Handys und Tablets zum Vorschein. Das Signal ist gut, es wird aber nur per Zufall mal ein Byte empfangen oder übertragen, somit können wir auch nicht unsere Weiterreise planen.

Ko Phayam

Ko Phayam

Lost Island

Hier in Ranong ist es nachts deutlich kühler, so dass wir komplett ohne Aircon gut schlafen konnten. Mit ihr hätte es wahrscheinlich eh nicht funktioniert, weil sie viel zu laut war. Noch vor 8 Uhr versuchte Alex einen Laden zum Einkaufen zu finden, alles hatte noch zu, bis auf ein paar Garküchen, die schon Suppe verkauften. Sammeltaxis voll mit Schulkindern fuhren schon rum, ansonsten liefen nur die üblichen Straßenköter, auf der Suche nach was Essbarem, durch die Gegend. Nach mehr als einem Kilometer kam zum Glück ein 7Eleven. Lieber hier noch schnell ein Moskitospray mit DEET mitgenommen, als auf der Insel ohne auskommen zu müssen.

Da unsere Wirtin uns zum Frühstück an die Restaurants die Straße aufwärts verwies, die ja alle noch zu hatten, zogen wir es vor, gleich zum Pier zu fahren. Sie organisierte einen Pickup für uns. 200 Baht scheint wohl der Standardpreis für Farangs zu sein, aber es ging auch durch die halbe Stadt. Ranong besteht überwiegend aus vergammeltem Beton bzw. aus vermoostem Gemäuern. Der Pier sah auch nicht viel besser aus und das Boot, welches dort lag, noch schlechter. Wir bekamen zwei Tickets nach Ko Phayam für 200 Baht das Stück, die Kinder zahlten die Hälfte, bekamen aber nichts. Na, wer das Geld wohl bekommt?

Ranong, Hafen

Ranong, Hafen

Bootsfahrt von Ranong nach Ko Phayam

Das Frühstück ging etwas in die Hose, da nur die Hälfte der Bestellung kam. Also gingen Svenja und die Erwachsenen hungrig an Board. Kurz vor Abfahrt kam die Hafenpolizei und machte von allen Passagieren Gruppenfotos, wahrscheinlich um hinterher leichter feststellen zu können, wer da alles untergegangen ist. Da es alle machten, legten auch wir lieber die Schwimmwesten an, als der Kutter um 9:30 Uhr in der Flussmündung ablegte und dem Flusslauf bis zum Meer folgte. Da unser Vertrauen in das Schiff nicht sehr groß war, blieb Alex mit Kiara und Mattis auf dem Bug sitzen, während Svenja die Fahrt fast vollständig verschlief.

Ranong, Hafen

Ranong, Hafen

Ranong, Hafen

Ranong, Hafen

Ranong, Hafen

Alex unterhielt sich die meiste Zeit mit Audy, der in Bangkok am Flughafen arbeitet und wertvolle Tipps für uns hatte. Am Pier trennten sich unsere Wege, denn wir wollten in die Bucht Ao Yai auf der Westseite, zu den Bamboo Bungalows.

Lost Island – Ko Phayam

Unterwegs

Unterwegs

Unterwegs

Ko Phayam

Bamboo Bungalows

Autos gibt es auf der Insel keine. Weit und breit war aber auch kein Lastentaxi zu sehen. Wir charterten drei Motorrad-Taxis für 70 Baht das Stück. Kiara und Mattis auf einem, Svenja und Alex auf dem anderem und Jürgen alleine mit dem Fahrer auf dem Dritten. Den Kindern hat die Fahrt über die schmale Betonstraße voll Spaß gemacht und sie waren fast schon traurig, als wir unser Ziel erreichten. Man sieht schon, dass hier gerade mal nichts los ist – Off-Season halt. Der Name der Anlage suggeriert zwar Bambushütten am Strand, in Realität sind es aber wunderschöne Spitzdachhäuser mit Veranda und einem Bad, wo die Dusche unter freiem Himmel ist. Alles sehr geschmackvoll eingerichtet und sehr geräumig.

Ko Phayam, Bamboo Bungalows

Ko Phayam, Bamboo Bungalows

Ko Phayam, Bamboo Bungalows

Da alle Häuser mit drei Betten ausgestattet sind, gibt es hoffentlich mal kein Zoff, wer wem die Decke geklaut oder zu viel Platz beansprucht hat. Die Preise für die Häuser belaufen sich auf 500 und 650 Baht, ein echtes Schnäppchen. Das späte Frühstück war auch sehr lecker, es gab sogar selbstgemachtes Graubrot. Den Strand konnte Alex nicht so richtig genießen, weil sie sich dummerweise auf dem Boot nicht eingecremt hatte und sich deswegen die Knie und Arme verbrannt hatte. Auch Kiara und Mattis hatten ziemlich rote Gesichter, man konnte sie aber nur unter Androhung größerer Gewalt dazu bewegen, sich mal im Schatten niederzulassen. Zu verlockend ist hier das Wasser und der Strand zum Rumbuddeln.

Ko Phayam

Ko Phayam

Die Wellen haben es aber in sich und alle wurden ganz schön gebeutelt. Da sie teilweise mit 2-3m Höhe auf den flachen Strand zulaufen, sind sie perfekt zum Wellenreiten. Weil man hier auch kostenlos offene Einer-Kajaks ausleihen kann, schnappten wir uns auch mal welche und versuchten unser Glück. Gar nicht so einfach, erst einmal durch die starke Brandung nach draußen zu kommen. Wenn eine hohe Welle kurz vor dem Brechen ist, nimmt das Kajak einen bedrohlichen Winkel ein. Hat man es dann aber geschafft, macht es einen heiden Spaß, die Wellen abzureiten. Ist nur blöd, wenn man von einer Welle falsch erwischt wird, denn dann ist das Kajak schneller weg, als man schauen kann.

Audy stattet uns noch mit einem Motorrad einen Besuch am Strand ab und so kamen Kiara und Mattis nochmal in den Genuss einer Motorradfahrt den Strand entlang.

Das Abendessen war auch köstlich, wenn auch nicht alles verfügbar war, was Leckeres auf der Karte stand. Leider wird um 22:30 Uhr der Strom abgestellt, auch tagsüber gibt es nur bestimmte Zeiten, wo er an ist. Handyempfang? Keiner. Internet? Manchmal, Byte für Byte. Sehr ursprünglich hier 🙂

Ranong oder doch nicht?

Wie immer startet Alex viel zu früh und wir erreichten schon um 9:45 Uhr den Busbahnhof mit einem Maxi-Tuk-Tuk. Auch wenn wir vor lauter Rucksäcken kaum noch Platz hatten.

Unterwegs

Wir hatten strahlend blauen Himmel und entsprechend warm war es auch. Bus für Bus kam und fuhr, nur unserer tauchte nicht auf.

Busbahnhof in Hua Hin

First Class im Bus

So ganz klar war uns auch nicht, ob wir in einen Phuket-Bus steigen müssen oder ob Ranong die Endstation ist. Mit fast einer Stunde Verspätung traf der Bus aus Bangkok kommend ein. Wir hatten anscheinend einen VIP-Bus gebucht: Aircon mit Semi-Sleep-Sitzen mit Massagefunktion, Nackenhörnchen und Zudecken. Gleich zu Anfang gab es eine Flasche Wasser und eine Box mit einem Snack, was will man mehr?

Nach einigen Stunden Fahrt hielt der Bus plötzlich. Wir hatten keine Ahnung was los war, folgten aber brav den andere in einen VIP-Raum, dort warteten gedeckte Tische auf uns. Ratz-fatz wurden verschiedene Speisen auf ein Rondell vor uns auf den Tisch gestellt und wir kamen in den Genuss von wirklich scharfen Thai-Food. Als Mattis rot anlief, brachten sie für die Kids gebratenen Reis mit Ei. Nur Svenja kämpfte sich wacker durch.

Wieder im Bus gab es dann Chips und eine Soyamilch mit schwarzem Sesam und dazu einen B-Movie. Der Bus fuhr jetzt über die Schnellstraße parallel zur burmesischen Grenze in Richtung Chumphon, links und rechts Kokospalmen soweit das Auge reicht.

Ab Chumphon ging es westwärts entlang der burmesischen Grenze. Leider nur noch einspurig und recht kurvenreich. Verschiedene Palmen- und Kautschukplantagen wechselten sich ab. Dazu noch Dschungel an den steilen Stellen. Wahnsinn, wie viel verschiedene Grüntöne es gibt! Dazwischen wurde es ganz schwarz und es schüttete wie aus Kübeln, kurze Zeit später war alles wie, als wäre nichts gewesen.

Ranong

Wir erreichten Ranong und unsere Rucksäcke wurden ausgeladen, einige Fahrgäste blieben im Bus, aber es schien so, als hätten wir unser Ziel erreicht. Am Busbahnhof kein Taxi weit und breit, nur ein Motorradtaxifahrer, der uns für 200 Baht anbot, in die Stadt zu fahren. Dumm, aber besser als laufen. Wir ließen uns zu einem Gueshouse bringen, das im Lonely Planet stand. Ranong machte jetzt nicht den Eindruck, als müssten wir hier lange bleiben. Deshalb quartierten wir uns auch gleich ohne weitere Suche im Dahla Houses ein und bekamen zwei Bungalows, die erstmal, ordentlich gelüftet werden mussten. Direkt angrenzend war auch das Hideaway-Restaurant, wo wir sehr gut zu Abend gegessen haben. Die Oma vom Hotel meine, dass sie uns für morgen ein Taxi zum Pier besorgen würde – wunderbar – dann steht unserer Reise nach Ko Phayam wohl nichts mehr im Wege.

Unterkunft in Ranong
Restaurant in Ranong

Bussuche

Strandtag

Heute testeten wir den Strand südlich des Hilton. Viel los war nicht, ein paar Thai-Familien, die sich wie wir im Schatten der spärlichen Palmen niedergelassen hatten. Das Wasser war pisswarm und erst etwas weiter draußen wurde es ein paar Grad kühler. Die Kinder fanden schnell Anschluss, denn jeder hatte sofort einen thailändischen Aufpasser im Wasser. Die Wellen waren gerade so, dass es Spaß machte mit ihnen zu schwimmen. Mattis hatte sein Pferdchen (einen netten Thailänder), was ihn sicher vor den Felsen, durch die Wellen brachte. Kiara und Svenja hatten etwas Pech und trieben ab und schnitten sich beim Rausgehen an den scharfen Muscheln etwas die Füße auf.

Lange Bussuche

Lange haben wir überlegt, wie wir nach Krabi kommen könnten und keine sinnvolle Lösung gefunden, deshalb entschieden wir uns, nach Ranong zu fahren und von dort aus wollten wir weiter auf die kleine Insel Ko Phayan. Unsere Wirtin beschrieb uns, wo die Busstation für Busse nach Ranong liegen sollte und meinte, wir sollten hinlaufen und nicht über ein Reisebüro buchen. Nachdem wir schon etliche Kilometer durch die finstere Nacht gelaufen waren und der Busbahnhof nicht an der beschriebenen Stelle auftauchte, haben wir uns ein Großraum-Tuk-Tuk dorthin gechartert. Letztendlich waren es nochmal 1,5km und danach hatten wir nicht mehr vor zurückzulaufen.

Es gab die Wahl zwischen einem Bus um 10:30 und einem um 23:00 Uhr. Bei 7h Fahrtzeit, eigentlich perfekt, aber was macht man einen kompletten Tag sonst in Hua Hin, wenn man sich den Sand und das Salzwasser nicht anspülen kann? Also entschieden wir uns für den Morgenbus. Kein Ahnung warum, aber wir bekamen am Ende noch eine Discount von 100 Baht pro Ticket,  so dass es am Ende insgesamt nicht ganz 2.200 Baht waren.

Nachtmarkt

Hua Hin

Beim Abendessen war es dann soweit, alle, bis auf Alex bestellten europäisches Essen, zu auch eben diesen Preisen. Danach gingen wir auf den Nachtmarkt, schade, dass wir schon gegessen hatten, dort gab es Stände mit super lecker aussehenden Meerestieren. Die Kinder kauften das ein oder andere Souvenir, aber für uns war bisher nichts dabei.

Hua Hin

Hua Hin

Aufstehen und Rucksackpacken geht immer schneller, aber Frühstücken dauert einfach ewig. Am Hotel fragten wir, was ein Motorrad-Lastentaxi zum Busbahnhof kostet, mit dem Effekt, dass sie uns gleich ein Pick-up-Taxi zum selben Preis bestellt hat – auch praktisch. Auffallend war, dass das Viertel mit den Guesthouses zu den schlimmsten von Kanchanaburi gehört. Der restliche Ort wirkt richtig gepflegt dagegen.

Am Busbahnhof gab es keine lateinische Schrift und niemand sprach Englisch. Schnell war klar, dass von hier aber kein Bus nach Hua Hin gehen würde, für 2500 Baht hätten wir einen ganzen Mini-Van chartern können. Wir zogen es aber vor, mit einem Pick-up-Taxi zu der Stelle gebracht zu werden, wo die “normalen” Mini-Vans als Linienverkehr abfuhren.

Geschäftstüchtig, wie der Fahrer war, wollte er uns gleich noch einen Platz für unser Gepäck verkaufen, aber wir zogen es vor, die Rucksäcke vor uns auf den Boden zu legen und die Füße drauf zu stellen. Für 220 Baht pro Nase heizten wir mit 120 km/h die Schnellstraße entlang, gut gefedert und mit Aircon.

Hua Hin

Stehklos

Nach ca. 2, 5h hielt der Van an einer Tankstelle, gerade rechtzeitig, da sich die Kids schon gemeldet hatten. Also in Deutschland hab ich selten auf einem Rasthof bessere Toiletten gesehen. Alles picco bello und wohl duftend. Nach einer kleinen Einweisung war auch Svenja zur Benutzung der Stehklos zu bewegen. Diese Toiletten sind uns unterwegs eigentlich die liebsten, nur beim Spülen muss man aufpassen, dass man wegkommt und die Füße nicht nass werden.

Obwohl unser Van direkt an der Zapfsäule stand, schien es nicht vorwärts zu gehen – kein Treibstoff, kein Druck, keine Ahnung?! Auf jeden Fall gibt es hier sehr viele Fahrzeuge, auch LKWs, die alle mit Gas fahren, also nicht wie bei uns, wo Gas eher exotisch ist.

Hua Hin

Zimmersuche in Hua Hin

Am Ende war die Fahrt doch länger, als wir erwartet hatten. Dabei waren es nur 200km, aber mehr als 4h Fahrtzeit. Zum Glück hielt der Van sehr zentral, so dass wir zu Fuß auf Zimmersuche gehen konnten. Dazu quartierten wir uns in einem Restaurant ein und bestellten was, während Alex und Svenja sich auf die Suche machten. Nachdem sie sich schon drei Gueshouses angeschaut hatten, führte uns die Kellnerin zum Hotel Sofia, welches wir sofort buchten, weil es für 600 Baht mit Abstand das Beste in der Gegend war. Große helle Zimmer mit Balkon, sehr bequemen Bett (die letzte Nacht war höllisch hart) und gutes WiFi.

Hua Hin Sonnenuntergang

Es ist schon Wahnsinn, wie schnell es hier dunkel wird. Kaum waren wir am Strand zwischen den Pieren angekommen, schon verabschiedete sich die Sonne, leider nicht im Meer, sondern im Landesinneren, mit einem absolut melodramatischen Sonnenuntergang.

Seafood bis zum Abwinken

Wir sondierten schon mal die Restaurants entlang des Meeres, um ein gutes Seafood-Restaurant zu finden. Dominiert wird die Strandpromenade vom Hilton, dass wie ein  Kreuzfahrtschiff in die See sticht. Abends sieht es recht eindrucksvoll aus, aber tagsüber ist es einfach nur ein großer Betonklotz. Während die Eltern den Wellen lauschten und die Palmen im Mondlicht betrachteten, bauten die Kinder schon wieder Sandburgen.

Hua Hin Hilton Sonneuntergang

Mit dem Chao Lay Seafood Restaurant haben wir wohl eine gute Wahl getroffen. Im Erdgeschoss konnte man dem Küchenpersonal zuschauen, wie sie in einer Affengeschwindigkeit die Speisen zubereiteten und in der oberen Etage waren bestimmt Hundert besetzte Tische, überwiegend Einheimische, und auf allen Tischen ein Meer von Köstlichkeiten.

Hua Hin Seafoad

Hua Hin Seafoad

Hua Hin Seafoad

Die Qual der Wahl

Heute ist mal ein Tag, wo nichts geplant ist, muss auch mal sein. Da kann man auch mal die Gelegenheit nutzen, um Wäsche waschen zu lassen. Die Sachen waren ein paar Stunden später sauber und ordentlich zusammengelegt fertig und das für nur 20 Baht das Kilo, unglaublich!

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Frühmorgens um 9 Uhr hat hier noch fast alles zu. Ein kleines Reisebüro hatte zwar schon auf, aber es wurde gerade vor dem Hausaltar für einen kundenreichen Tag gebetet. Gestern hatten wir beschlossen, es auch auf der Andaman-Küstenseite zu versuchen, weil das Wetter zur Zeit sehr gut ist. Dazu müssen wir irgendwie in Richtung Krabi zu kommen. Schon der Lonely Planet gab nicht viel her und im Reisebüro gab es die Wahl zwischen privaten Mini-Van (12.000 Baht für alle) oder Nachtbus bzw. Nachtzug plus Bus nach Krabi, aber in beiden Fällen ging die Tour über Bangkok für ca. 1.800 Baht pro Nase bei einer Reisezeit von ca. 19h. Alles nicht erstrebenswert, es musste eine andere Alternative her. Wir werden morgen einfach unser Glück am Busbahnhof probieren und versuchen nach Hua Hin zu kommen. Hierhin flüchten die reichen Bangkoker inkl. der Königsfamilie, um sich, mit ein paar Tagen am Meer, die Lungen zu reinigen. Da dort der Expresszug durchfährt und es bestimmt auch Busse gibt, werden wir schon irgendwie weiterkommen. Nur halt nicht so schnell, dafür sehen wir aber mehr vom Land und die Fahrten sind nicht so mörderisch lang bzw. Umstiegen zu unchristlichen Zeiten, wie 5 Uhr morgens.

Kanchanaburi

Wir zogen von unserem schwimmenden Ponton in ein mehr statische Zimmer um, weil am Ufer irgendwelche Flexarbeiten im Gange waren. Dummerweise mussten wir auch noch dieses Zimmer wechseln, als sich Jürgen an die fest verschlossene Zimmertüre lehnte und mit dieser in den Raum fiel. Die Kids waren recht fix mit ihrem Umzug, wie sich Stunden später herausstellte, aber nicht besonders gründlich, denn Kiara sah plötzlich ihre Jacke und diverse Einkäufe aus Bangkok, in den Müllsäcken der Putzfrauen, an sich vorbeigleiten. Ansonsten dümpelten die Kids im Pool rum und man kam endlich mal dazu ein paar Seiten der zahlreichen mit geschleppten Bücher zu lesen.

Kanchanaburi

Death Railway

Death Railway, Kanchanaburi

Es ging die Straße ein Stück zurück und dann in Richtung Westen, wo wir bis nach Sai Yok fuhren. Wir wollten eigentlich Elefantenreiten und diese dann anschließend baden. Im Reisebüro hatten sie uns gesagt, dass es 600 Baht für die ganze Familie kosten würde, dort wollten sie aber pro Nase 800 Baht haben. Wir wollten die Tiere doch nicht kaufen! Außerdem war der Anblick ziemlich ernüchternd und sah uns nicht nach artgerechter Tierhaltung aus.

Krasae-Höhlen

Da wir schon mal in der Gegend waren, nötigten wir unseren Fahrer stattdessen zu den Krasae-Höhlen am Mae Nam Khwae Noi zu fahren. Wir wussten nicht wirklich, was wir da am Ende zu sehen bekommen würden, aber es konnte nur erbaulicher sein, als die traurigen Elefanten. Witzigerweise war es genau die Stelle, wo Alex vor Jahren mal vom Zug gehüpft war.

Eine Höhle mit Buddha, die damals den Gefangenen als Lager gedient hatte, die im 2. Weltkrieg die Death Railway gebaut hatten. Etwa 100.000 Menschen hatten sich zu Tode geschuftet, um die Bahnstrecke nach Burma in nur 17 Monaten fertig zu stellen. Am bekanntesten ist wohl die Brücke vom Kwai, die aber 20 Monate nach Fertigstellung bei einem Luftangriff im Fluss versenkt wurde.

Krasae-Höhlen, Kanchanaburi

Death Railway, Kanchanaburi

Death Railway

Die Eisenbahnlinie verläuft hier an den Felsen entlang des Flusses und ist aus Holzträgern gebaut. Wir mussten Svenja erstmal davon überzeugen, dass sie mit rüber läuft und dass bestimmt kein Zug kommt. Etwas weiter an der Bahnstrecke entlang, konnte man die an die Felsen gebaute Zugstrecke bewundern, wie sie sich entlang schlängelt, ebenso wie der Fluss.

Death Railway, Kanchanaburi

Death Railway, Kanchanaburi

Auf dem Rückweg hörten wir plötzlich das Tuten des Zuges und beschlossen, lieber mit der Brückenüberquerung zu warten. Sieht schon sehr malerisch aus, wenn der Zug auf der Death Railway im Schritttempo über die Schienen schnauft.

Death Railway, Kanchanaburi

Death Railway, Kanchanaburi

Death Railway, Kanchanaburi

Auf dem Weg zurück nach Kanchanaburi schlafften alle ab und hatten genug Eindrücke für diesen Tag gesammelt.

Kanchanaburi

Erawan-Wasserfälle

Wer ist eigentlich auf die blöde Idee gekommen um 7 Uhr aufzustehen und dann auch noch ein dreiviertel Stunden zu brauchen, um Abfahrt bereit zu sein? Unser Fahrer wartete geduldig, bis auch der letzte fertig war. Dann fuhren wir mit dem Pickup-Taxi über eine Stunde in Richtung Nordwesten zu den Erawan-Wasserfällen. Die Kinder schliefen sich aus und wir ließen uns den Wind um die Ohren blasen. Die Straßen hier sind gut, meist vierspurig oder so breit, dass locker drei Autos nebeneinander fahren könnten und es auch meist tun. Im Gegensatz zur Gegend rund um Bangkok, wo es absolut platt ist, hat es hier viele Berge, die neben den vielen Flüsschen fast senkrecht emporwachsen.

Erawan National Park

Wir zahlten brav die 730 Baht Eintrittsgebühr und verabredeten uns in drei Stunden mit unserem Fahrer.

Der Weg zum ersten Wasserfall war noch asphaltiert und eine Affenfamilie turnte durch die Bäume.

Erawan Nationalpark, Kanchanaburi

Riesiger Bambus spross aus dem Boden und es gab Bäume deren Blätter größer als Pizza-Teller waren. Das Wasser leuchtet türkisblau und bildet kleine Pools, die sich zu Kalk-Sinter-Terrassen über die Jahre aufgebaut haben. Bis zum dritten Wasserfall war der Weg noch recht gemütlich, danach mussten wir die Wasserflaschen registrieren lassen und ein Pfand dafür hinterlegen. Kein Wunder, denn ab hier ging es richtig zur Sache, zwar noch mit Betonstufen, aber dennoch sehr steil nach oben.

Von mal zu mal wurden die Wasserfälle schöner und nach dem vierten Wasserfall ging es nur noch über Stock und Stein. Luftwurzeln boten Halt auf dem glitschigen Untergrund und am fünften Wasserfall legten wir eine kleine Erfrischungspause ein. Dieser hat uns besonders gut gefallen. Die Fische in den Pools, die teilweise 50 cm lang waren und warteten nur darauf, dass ein Fuß in den Pool gesteckt wurde, um ihn anzuknabbern. In Bangkok werden die Mini-Exemplare als Fish-Spa eingesetzt, um einem die Hornhaut abzufressen, hier bleiben dann entsprechend auch durchaus größere Stücke hängen.

Erawan Nationalpark, Kanchanaburi

Erawan Nationalpark, Kanchanaburi

Erawan Nationalpark, Kanchanaburi

Erawan Nationalpark, Kanchanaburi

Erawan Nationalpark, Kanchanaburi

Erawan Nationalpark, Kanchanaburi

Erawan Nationalpark, Kanchanaburi

Am sechsten Wasserfall sprangen wir samt T-Shirt rein, das war eh schon nass geschwitzt. Und auch hier: Sobald man sich nicht mehr bewegte, knabberten die Fische einen an. Der siebte Wasserfall war jetzt nicht ganz so spektakulär. Der Teil, wo sich normalerweise das Wasser über viele Meter senkrecht in die Tiefe stürzte, lag trocken. Der Weg runter ging ziemlich flott und wir badeten nochmal am Fünften, nur nicht im Pool mit den ganz großen Fischen, die waren uns zu hungrig.

Geisterbäume

Erawan Nationalpark, Kanchanaburi

Wir kamen an einem mit bunten Tüchern umhüllten Baum vorbei. In diesem alten Banyan-Baum lebt also ein Baumgeist, den man verehrt, um ihn so wohltätig stimmt. Von diesen Geisterbäumen sieht man einige in Thailand und sie dürfen nicht gefällt werden. Fast jedes Haus besitzt ein kleines Geisterhaus, wo der Schutzgeist mit seiner Familie lebt. Durch Opfergaben wird er besänftig, damit sich keine Unglücke im Haus ereignen. Dieser animistische Glauben ist tief verwurzelt und wird täglich praktiziert.

Als wir auf die Uhr schauten, war es schon 13:30 Uhr und wir mussten uns sputen. Mit einer Stunde Verspätung erreichten wir unser Auto wieder.

Kanchanaburi

Bangkok Southern Busterminal

Beim Frühstück waren wir noch kurz unentschlossen, ob wir nicht lieber gleich auf die Inseln fahren, weil es dort kühler ist und für Kanchanaburi 38ºC angekündigt sind für die nächsten Tage. Da wir aber dann einen Nachtzug nach Surat Thani nehmen müssten, würde das einen weiteren Tag Bangkok bei 36ºC bedeuten, was jetzt auch nicht gerade verlockend ist.

Southern Bus Terminal

Also auf zum Southern Bus Terminal, was mit einem kurzen Fußmarsch weg von der Khao San Road verbunden war, weil alle Taxifahrer dort nur zu einen Fixpreis von 300 Baht fahren wollen. Die Fahrt kostete 91 Baht, der Fahrer bekam ein fettes Trinkgeld allein schon, weil er einfach den Meter benutzte ohne zu diskutieren. Er hätte uns auch für 1500 Baht nach Kanchanaburi gebracht, aber sein Taxi war etwas schwach auf der Brust und schon stotterte bei 60km/h rum.

Am Busterminal erstanden wir für 110 Baht pro Nase die Tickets. Der Bus sollte um 12 Uhr abfahren, war aber noch nicht in seiner Box. Plötzlich ging alles ganz schnell, der Bus kam, lud und fuhr – es war 11:50 Uhr!

Obwohl das Busterminal schon weit im Westen der Stadt liegt, braucht der Bus doch einige Zeit, die Stadtgrenzen hinter sich zu lassen. Es war wahrlich kein neues Modell, aber angenehm temperiert, nicht zu schuckelig und ein rundlaufender, leiser Motor.

Kanchanaburi am River Kwai

Nach 2h erreichten wir unser Ziel und standen etwas planlos in der Gegend rum, weil außer Motorradtaxen keine fahrbaren Untersätze vorhanden waren. Wir bissen in den sauren Apfel und nahmen für 150 Baht ein Pick-up-Taxi (sieht aus wie ein Tuk-Tuk mit 4 Rädern, nur viel größer) in die Gegend, wo die Guesthouses liegen. Die Straße wirkte staubig und runter gekommen und ermunterte jetzt nicht zum Langschlendern und Guesthouse suchen. Der Fahrer gab uns einen Prospekt, vom Nobel Night Resort und wir hatten noch einen vom Good Day Resort, den wir in Bangkok bekommen hatten. In einer Seitenstraße, die zum Fluss runterführte lag das “Resortrecht idyllisch mit Swimmingpool und schönen Vorgärten vor den Zimmern. Uns wurden zwei Zimmer auf einem schwimmenden Untersatz gezeigt, die recht passabel aussahen, für 650 Baht das Stück, konnte man jetzt auch nicht meckern und die Lage auf dem Seitenarm des Flusses war auch sehr malerisch.

Kanchanaburi

Es dauerte nicht lange und die ganze Family dümpelte im Pool, da es hier auch nicht so stickig wie in Bangkok ist, lässt es sich richtig aushalten. Zum Abendessen waren wir dann im Goody Day Ressort, wo den Kindern der Pool besser gefiel, aber unseres ist irgendwie natürlicher und wirkt ursprünglicher.

Auf dem Rückweg organisierten wir uns einen Trip zum Erawan-Wasserfall und Elefantenbaden. Für ca. 1000 Baht (pro Nase) kann man hier an einem Tag ganz viel auf einmal absolvieren, was uns aber zu stressig ist. Ein Tagestrip mit dem Bus wäre auch möglich, aber dann haben wir wieder das Problem, wie man zum Busbahnhof kommt. Für morgen haben wir uns einfach ein komplettes Pick-up-Taxi für 1500 Baht gemietet, der uns rumfährt, die Eintrittspreise sind da jetzt noch nicht enthalten, aber wir geben die Geschwindigkeit vor.

Kanchanaburi