In San Pedro selbst werden Touren mit dem Allrad zu den welthöchsten Geysiren El Tatio angeboten. Leider starten die um 2 Uhr morgens, wo wir lieber ins Bett gehen, als aufstehen. Man erzählte uns, dass es auch einen Weg außen rum gäbe, wofür man keinen 4 Radantrieb bräuchte, der aber 120 km länger wäre. Es reizte uns schon auf über 4300m in einer Schutzhütte zu übernachten, in den heißen Quellen zu baden und den Sonnenaufgang zu bestaunen. Der Nachthimmel hier ist schon phänomenal.

Dieses Mal bereiteten wir uns gut vor. Zitronen und Aspirin gegen die Höhenkrankheit, Schlafsäcken, warme Klamotten und ausreichend Wasser und Nahrungsmittel. Bis nach Chiu-Chiu hatten wir noch asphaltierte Straßen. Es wurde aber nicht nur am Belag gespart, sondern auch an Wegweisern. Nach verschiedenen Geschwindigkeitstests stand fest, dass man entweder sehr langsam auf dieser Schotterpiste fahren muss oder mit über 90 km/h. Selbstredend, dass wir die höhere Geschwindigkeit wählten.

Atacama Kirche in Chiu Chiu

Atacama Chiu Chiu

Nach mühsamen 50 km wechselte der Belag in spitzkantige große Steine und wir hatten noch nicht die uns beschriebene “schlechte” Straße erreicht. Nachdem wir schon fast in den Spurrillen steckengeblieben wären, brachen wir mit schwerem Herzen dieses Abenteuer ab. Fernab von jeglicher Zivilisation wollten wir nicht die nächste Panne haben.

Als Ausgleich besuchten wir dafür das verschlafene Andendorf Caspana, welches an einem Fluss in einem 50m tiefen Canyon sehr malerisch liegt.

Atacama Caspana

Atacama Caspana

Auf dem Rückweg hätte es dann unser Auto doch noch zerlegt. Vor jeder Kurve stehen hier immer 5 Schilder, weil es hier ja fast keine gibt. Leider fehlten die vor einer einzigen und die war nicht für über 80 km/h ausgelegt. Unser Heck überholte uns mal links, mal rechts und wir wussten nicht, ob es besser wäre, gegen den Seitenwall zu knallen oder die felsige Böschung runter zu schlittern. Ausgerechnet in dieser Situation kam uns das erste Auto seit Stunden entgegen. Gerade so kamen wir an den Wagen vorbei und danach zum Stehen.

Wir waren froh unbeschadet die normale Straße wieder zu erreichen und setzten unseren Weg nach Antofagasta fort.