Author Archive | Alex & Jürgen

Singapur – Malaysia – Thailand

Die Auswahl der Länder in Asien, die man in unserem Sommer gut bereisen kann, ist beschränkt. In vielen Ländern ist Monsumzeit und das kann ganz schön nass werden. Also wohin?

In Indonesien waren wir jetzt zwei Jahre in Folge, auch wenn wir nur ein paar wenigen Inseln besucht haben, wollten die Kids mal was anderes. Um genau zu sein wollten sie unbedingt wieder nach Thailand. Wir kennen ja Thailand schon zu genüge und wollten, wenn schon, was Neues sehen.

Also wir dann aber über einen günstigen Flug nach Singapur gestolpert sind und auch noch einen passenden Rückflug von Bangkok fanden, war die Idee geboren: Von Singapur durch Malaysia nach Thailand zu reisen.

Singapur hat uns das letzte Mal ziemlich gut gefallen und in dieser Stadt gibt es noch so viel für uns zu entdecken. Da wir von Malaysia bisher nur Kuala Lumpur kennen, fanden wir die Idee gar nicht so schlecht, von Singapur über den Landweg durch Malaysia nach Thailand zu reisen.

Ein Airbnb in Singapur war schnell gefunden. Dieses Mal im chinesisch geprägten Stadtteil Geylang, nahe der MRT-Station Aljunied. Also sehr zentral und gut erreichbar.

Für Malaysia haben wir uns erstmal schlaumachen müssen. Wir wollten unbedingt auf eine schöne Insel ein paar Tage ausspannen und dann in den Norden. Nach langem Hin und Her entschieden wir uns für Pulau Tioman, weil es nicht so ewig weit von Singapur entfernt liegt. Danach wollen wir nach Ipoh, einer Stadt in den Cameron-Highlands, reisen. Nächte Station sollt die Insel Penang im Nordwesten werden, wo wir uns mit der Digitalen Nomaden-Familie treffen wollen, mit denen wir schon in Kuala Lumpur einen schönen Tag verbracht haben. 

Von dort ist es dann nur noch ein Katzensprung nach Thailand. Wenn es das Wetter zulässt, dann werden wir ein paar kleine Inseln im Südwesten abklappern, wenn nicht, dann geht es rüber auf die Ostseite.

 

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DIY-Reisen – Thailand

DIY-Reisen-Thailand

Endlich ist es so weit!

Die letzten 1,5 Jahren habe ich fast täglich daran gearbeitet. Nun ist mein Traum endlich wahr geworden und mein Buch veröffentlicht!

Mit DIY-Reisen – Thailand habe ich einen Reiseführer geschaffen, der all das umfasst, was ich mir immer von einem Reiseführer gewünscht hätte. Nämlich die wirklich relevanten Informationen, die du brauchst, um einen Thailand-Urlaub zu planen, zu organisieren und durchführen zu können. Und natürlich schöne Fotos, die dir Lust darauf machen und einen Eindruck geben, was du alles Schönes in Thailand erwarten darfst.

Hab den Mut!

DIY-Reisen – Thailand geht aber noch einen Schritt weiter. Er soll dir die Angst nehmen und Mut machen, es selbst mal auszuprobieren. Dies versuche ich mit den notwendigen Informationen und Erfahrungen aus über 20 Jahren Rucksackurlaub zu untermauern.

Da ich Thailand mehrfach als Single, als Paar, mit Freunden und Familie mit Kindern bereist habe, sind alle Tipps und Tricks selbst erprobt und in allen Lebensphasen erlebt.

Kreiere deinen Traumurlaub selbst!

Fertig ausgearbeitete Touren, die Bangkok und viele Teile des Landes abdecken, sind enthalten. Diese Tour-Bausteine können gut kombiniert werden, so dass du dir eine unvergesslichen Traumurlaub zusammenstellen kannst.

Ich glaube, dass mit knapp 300 Seiten, 160 Farbfotos, 15 Karten und vielen informativen Übersichten mein Buch und/oder eBook die neue Pflichtlektüre für Thailand-Entdecker ist 😎

Zum Buch…

eBook bei Amazon…

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Wie plane ich den perfekten Togian-Trip?

Togians Baracuda-Beach

Als Seenomade über die Togians

Wir waren sieben Tage auf den Togians und sind mit unserem eigenen Boot von Insel zu Insel geschippert. Die Inselgruppe findet man direkt am Äquator in Sulawesi (Indonesien).
Es war eine unglaublich schöne Woche mit wunderbaren Eindrücken über und unter Wasser.

Togians Malenge Indah, eine Station auf dem Togian-Trip

Keine einfache Planung

Da die Planung eine Togian-Trips nicht ganz so einfach ist, habe ich sie hier mal dokumentiert. Dabei wird auch erkenntlich, was man für einen Togian-Trip im Voraus planen muss und wie die An-/Abreise dorthin ist.

Togians Pulau Papan Steg

Welche der zahlreichen Inseln?

Wir haben auf verschiedenen Inseln übernachtet:

  • Kadidiri
  • Malenge 
  • Batudaka

Des Weiteren viele schöne Strände und kleinere Inseln besucht. Dabei haben wir auch viele Riffe beschnorchelt und die geniale Unterwasserwelt der Togians bewundern können.

Togians Jellyfish Lake

Viel Spaß auf unserem Togian-Trip:

Die Planung des Togian-Trips
Die Fahrt auf die Togians
Als unser erster Seenomaden-Tag auf den Togians
Kadidiri: Jellyfish Lake und andere schöne Strände
Malenge: Ausflug nach Pulau Papan und episch schön in Malenge Indah
Batudaka: Seele baumeln lassen in Poki-Poki
Die Fahrt ans Festland

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Die Batu Caves in Kuala Lumpur sind ein Must-See!

Verkäufer vor den Batu Caves in Kuala Lumpur

Heute wollten wir uns die Batu Caves in Kuala Lumpur anschauen. Was das genau sein soll, wissen wir noch nicht so genau. Den Bildern nach zu urteilen steht dort eine riesengroße goldene Statue vor einer schier endlosen Treppe und einer Höhle.

Um dort hinzukommen mussten wir erst mal zum KL Sentral Bahnhof und einen der Nahverkehrszüge (KTM Komuter trains) finden, der die nördlichen Randbezirke von Kuala Lumpur anfährt (30min / 2.6 RM). Ganz schön verwirrend, wenn man die Endstationen nicht so richtig zuordnen kann. Wir fuhren einige Zeit durch reine Wohngegenden. So bekamen wir einen Eindruck, wie riesig Kuala Lumpur ist und wieviel Menschen hier leben müssen. Den Hochhäusern nach zu urteilen – viele.

Irgendwo auf der Strecke blieb der Zug an einem Bahnhof stehen. Die Ansage war zwar auf Englisch, aber nicht wirklich verständlich. Einige Mitfahrende zeigten uns an, dass wir den Zug verlassen und in einen anderen einsteigen sollen. Wir verließen uns einfach mal darauf. Ein paar Stationen weiter erreichten wir tatsächlich unser Ziel.

Die Batu Caves in Kuala Lumpur

Wir waren nicht die einzigsten Besucher hier, reihenweise hielten Busse und spuckten Reisegruppen aus. Gleich am Eingang trieb eine Bande Affen ihr Unwesen und versuchte, ahnungslosen Touristen den Reiseproviant zu klauen.

Diebischer Affe vor den Batu Caves in Kuala Lumpur

Statue vor den Batu Caves in Kuala Lumpur

Statue vor den Batu Caves in Kuala Lumpur

Ramayana Cave

Gegen eine kleine Eintrittsgebühr von 5 RM darf man in die Ramayana Cave. Eine Kalksandsteinhöhle, die auf super kitschige Art und Weise den indischen Epos von Ramayana erzählt. Wenn man sich entlang der Bildnisse durch die Höhle arbeitet, gelangte man irgendwann zu einer steilen Treppe, die bis zur Höhlendecke hoch führte. Die Stalagmiten und Stalagtiten sind hier immer noch am Wachsen. Das herabtropfende Wasser hinterlässt wundersame Gebilde und Farbspiele.

Diebischer Affe vor den Batu Caves in Kuala Lumpur

Diebischer Affe vor den Batu Caves in Kuala Lumpur

Diebischer Affe vor den Batu Caves in Kuala Lumpur

Diebischer Affe vor den Batu Caves in Kuala Lumpur

Temple Cave

Am Fuße eines Berges thront die fast 43 m hohe Statue von Lord Murungan. Sie ist wohl die größte weltweit. Um in die Batu Cave zu gelangen, musste man sich erstmal die 272 Stufen hoch quälen. Kein leichtes Unterfangen, denn immer wieder schoss der ein oder andere Affe heran und grabschte nach Taschen und Tüten.

Lord Murungan vor den Batu Caves in Kuala Lumpur

Affe vor den Batu Caves in Kuala Lumpur

Zwei gigantische Kavernen, die über eine kurze Treppe verbunden sind, waren die Belohnung für die Strapazen. Wobei eigentlich die erste Höhle nicht so besonders war, dafür aber die zweite. Dort stand ein kleiner Hindu-Tempel und durch eine Öffnung in der Höhlendecke drang Tageslicht in die Höhle ein. An den Wänden wuchsen Farne und Affen kletterten und sprangen an den Vorsprüngen umher. Sehr malerisch und stimmungsvoll!

In den Batu Caves in Kuala Lumpur

In den Batu Caves in Kuala Lumpur

In den Batu Caves in Kuala Lumpur

In den Batu Caves in Kuala Lumpur

In den Batu Caves in Kuala Lumpur

Gerne hätten wir nur eine der angebotenen Touren durch das Höhlensystem dort gemacht, aber der Andrang war sehr groß. Wir hätten eine Stunde auf die nächste Führung warten müssen, was uns einfach zu lang war.

Petaling Street

Zurück in der Stadt suchten wir uns in der Petaling Street einen Stand der Dumplings anbot. Das sind Teigbällchen, die mit irgendwas gefüllt sind. Wir bestellten einfach ganz viele verschiedene und ließen uns überraschen. Der Mantel reichte von glibberig auf Reisbasis bis hin zu fluffig, wie Germknödel. Das Innere war ebenso farbenfroh, mal grün, mal rot. Die Geschmacksrichtungen, mal fischig, mal fleischig, mal hühnchenartig. Jeder Biss war eine Überraschung.

Petaling in Kuala Lumpur

Petaling in Kuala Lumpur

Petaling in Kuala Lumpur

Kasturi Walk und Central Market

Auf dem Kasturi Walk kann man genauso wie in der Petaling Street alle möglichen Waren erstehen. Durch die Überdachung ist dies bei jedem Wetter gut möglich. Im Central Market gibt es viele kleine Geschäfte und Stände, wo überwiegend Kunstgegenstände verkauft werden. Also gut geeignet, um das ein oder andere Mitbringsel zu erstehen.

Kasturi Walk in Kuala Lumpur

Kasturi Walk in Kuala Lumpur

Kasturi Walk in Kuala Lumpur

Kasturi Walk in Kuala Lumpur

Merdeka Square

Die Vorbereitungen für den 60. Nationalfeiertag (Hari Merdeka) am 31. August waren in vollem Gange. Fleißig wurde noch gepflastert und an den Tribünen gebaut. Die Unabhängigkeit vom britischen Empire wird immer mit großem Tamtam gefeiert.

Merdeka Square in Kuala Lumpur

Jamek Moschee

Das die Jamek Moschee nicht nur bei Nacht toll aussieht, konnten wir auf unserem Streifzug durch Kuala Lumpur auch feststellen. Der Kontrast zwischen Traditionellem und Modernem wird hier deutlich. Für Kuala Lumpur scheint dies aber zur Tagesordnung zu gehören. Für uns zumindest sieht es für uns so aus, als würden hier verschiedene Religionen, Neues und Altes problemlos nebeneinanderher existieren zu können.

Jamek Mosque in Kuala Lumpur

Suria KLCC

Gestärkt und dieses Mal mit Stativ, machten wir uns auf den Weg zu den Petronas Towers, denn wir wollten die Lightshow nicht verpassen. Mal sehen, ob sie genauso gut wird wie in Singapur. Da wir noch etwas Zeit totschlagen mussten, gingen wir ins Suria KLCC, ein riesiger Shopping-Komplex am Fuße der Petronas Towers. Zu unserer Freude gab es sogar einen richtigen Supermarkt, wo wir uns mit Obst und anderen leckeren Dingen eindeckten. Die Kids zogen auf eigene Faust los, in der Hoffnung, dass wir uns in dem Gewirr von verschiedenen Ebenen und Gebäudeteilen wiederfinden würden.

Petaling in Kuala Lumpur

KLCC Park

Im Park fanden wir ein lauschiges Plätzchen, wo wir uns niederließen, um dem abendlichen Lake Symphony Fountains Play beizuwohnen (20, 21 und 22 Uhr). So konnten wir nicht nur verschiedenen hochspritzende Wasserfontänen in unterschiedlichen Farben zusehen, sondern auch die schön beleuchteten Petronas Towers anschauen. Ganz nett, um den Abend ausklingen zu lassen!

Lake Symphony Foutains Play im KLCC Park in Kuala Lumpur

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Ein paar Sehenswürdigkeiten in Kuala Lumpur gefällig?

Mono-Rail in Kuala Lumpur

Nu Central Shopping Center

Da sich Kiaras Handy nach dem Sturz ins Meer nicht mehr so richtig aufladen ließ, war unsere erste Anlaufadresse das Nu Central, das wir mit der Mono-Rail nach KL Sentral erreichten. Ein Shoppingtempel, der ein architektonisch eindrucksvolles Innenleben hatte. Leider brachte der Akku-Tausch keine Besserung.

Shopping Center Nu Central in Kuala Lumpur

Shopping Center Nu Central in Kuala Lumpur

Botanischer Garten (Perdana Botanical Gardens)

Ein paar Straßen weiter lag der Botanische Garten. Wir wollten die paar Meter zum Seiteneingang zu Fuß zurücklegen. Eine fast unlösbare Aufgabe! Es gab weder Gehsteige noch Fußgängerampeln, dafür aber 2-3-spurige Schnellstraßen. Nachdem wir halsbrecherisch die Fahrbahn überquert hatten und einige Meter auf dem schmalen Seitenstreifen entlang der Schnellstraße gelaufen waren, entschlossen wir uns in den Botanischen Garten einzubrechen, bevor wir noch über den Haufen gefahren werden.

Durch ein kleines Loch im Zaun verschafften wir uns Zutritt. Nach 50 m dichtem Wald und Gestrüpp erreichten wir die Uferpromenade. Gerade noch konnten wir einem lustlos vorbeijoggendem Sportteam ausweichen, das hier seine Runden drehte. Kein Wunder, dass die kein Bock hatten – wer will sich schon in schwüler Hitze freiwillig quälen?!

Zu einer der Sehenswürdigkeiten in Kuala Lumpur zählt bestimmt auch der Botanische Garten, denn es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Baum- und Palmenarten. Auch viele interessante Blumen wachsen in der grünen Lunge der Stadt.

Botanischer Garten in Kuala Lumpur

Botanischer Garten in Kuala Lumpur

Militärakademie in Kuala Lumpur

Keretapi Tanah Melayu Berhad in Kuala Lumpur

Den Botanischen Garten konnten wir jetzt nicht so viel genießen, weil ein sinntflutartiger Wolkenbruch einsetzte. Der Besuch im KL Butterfly Park legten wir ad acta und suchten Schutz unter künstlichen Pilzen. Die hatten sogar WLAN! Sehr praktisch, so konnten wir unsere weitere Marschroute etwas besser planen. Dieses Mal ließen wir uns von komoot einen Weg zu einem Hindu-Temple planen, der nicht wieder zu einem Spaziergang auf der Autobahn ausarten sollte. Auf dem Weg lag auch die Masjid Negara, eine imposante Moschee, die leider zu hatte.

Sri Mahamariamman Temple

Wie so üblich gaben wir unsere Schuhe ab und liehen uns Sarongs aus, bevor wir den Tempel betraten. Für eine kurze Zeit genossen wir die Stille des indischen Tempels. Nur für uns fremde Musik und unbekannte Gerüche von verbrannten Gewürzen drangen in unsere Nasen und Ohren. Ansonsten war die Farbvielfalten des bemalten Tempels kaum zu übertreffen. Hier gab es keine Eile und Hetze, die Zeit steht einfach still.

Sri Mahamariamman Temple in Kuala Lumpur

Sri Mahamariamman Temple in Kuala Lumpur

Sri Mahamariamman Temple in Kuala Lumpur

Sri Mahamariamman Temple in Kuala Lumpur

Sri Mahamariamman Temple in Kuala Lumpur

Chinatown (Petaling Street)

Ganz anders vor den Türen, wo Chinatown beginnt und an Ständen, unter teilweise überdachten Straßenzügen, so ziemlich alles verkauft wird, was das Herz begehrt. Unser Ziel war die Petaling Street. Ein Strasse voller kleiner Verkaufsstände und Geschäfte. In den Seitenstraßen gab es viele kleine Essstände mit leckeren Snacks.

Auf dem Weg zurück in unser Viertel kamen wir auch noch an der schön beleuchteten Jamek Moschee vorbei (hier seht ihr sie bei Tag).

Petaling Street in Kuala Lumpur

Petaling Street in Kuala Lumpur

Petaling Street in Kuala Lumpur

Petronas Towers aus Versehen

Auf dem Weg zurück zu unserer Unterkunft wollten wir noch ein bisschen Einkaufen. Nach ewig langem Suchen standen wir ganz ungewollt vor den Petronas Towers. Der Anblick ist einfach umwerfend! Die Zwillingstürme sind auch nachts beleuchtet und einfach riesig.

Letztendlich fanden wir einen kleinen Supermarkt unter einem Wohnturm. Aber das Angebot war echt deprimierend: Unmengen von Chips und Süßkram, aber nichts aus dem man was sinnvolles Kochen könnte. Keine Ahnung, von was sich die Leute hier ernähren, aber wahrscheinlich kocht hier keiner selbst.

Petronas Towers bei Nacht, Sehenswürdigkeiten in Kuala Lumpur

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The Face in Kuala Lumpur

The Face in Kuala Lumpur

Im Vorfeld hatten wir uns schon ein wenig schlau gemacht und herausgefunden, dass man vom Flughafen am Besten mit der Bahn nach Kuala Lumpur reinkommt. Aber dann hätten wir noch zwei Mal umsteigen müssen, um zu The Face Suites, unserem Airbnb-Domizil für die nächsten Tage, zu kommen. Auch war es für 5 Personen nicht gerade eine Option, weil der Zugpreis (35 RM/Person) ganz schön happig ist.

Mit Uber nach Kuala Lumpur

Für uns ein guter Grund mal die Uber-App zu installieren und eine neue Transportmöglichkeit auszuprobieren. Noch im Flughafen hat sich Jürgen ins WLAN eingeklinkt und ein Uber-Taxi bestellt. Uns wurde der Preis (13$), das Nummernschild und die Ankunftszeit und -ort angezeigt. Eigentlich ziemlich simpel, sollte man denken.

Nach ein paar Minuten hatten wir auch unseren Wagen ausfindig gemacht, der Fahrer schien aber nicht auf uns als Fahrgäste zu warten. Jürgen kam ins Gespräch mit einem anderen netten Uber-Fahrer, der ihm erklärtet, dass Fahrtzusagen wieder storniert werden. Das ist es öfters der Fall, wenn man als Zahlungsweise Kreditkarte angibt. Darauf haben die Fahrer nämlich kein Bock, weil Uber sich immer ein paar Tage Zeit lässt mit der Gutschrift. Er war auch so nett und gab Jürgen Hotspot. Und tatsächlich, die Fahrt war storniert worden. Was wir aber nicht mitbekommen haben, weil das WLAN nur innerhalb des Flughafens funktioniert. Schon wieder was gelernt!

Das nächste Uber haben wir dann mit Bezahlweise BAR bestellt und mussten dieses dann selber stornieren, weil der Fahrer offensichtlich sein Abendessen bei KFC beenden wollte; Auf jeden Fall bewegte sich sein Fahrzeug längere Zeit nicht vom Fleck. Mit dem nächsten Anlauf hat es aber dann geklappt.

Fazit: Uber nur mit Internet-Verbindung

Gut ausgebautes Straßennetz

Die 67 km in die Stadt zog sich ganz schön. Wir hatten zwar ein großes Taxi bestellt, aber mussten uns am Ende doch zu viert auf die Rückbank quetschen. Die Rucksäcke belegten den restlichen Platz, wie soll das erst werden, wenn die Kids auch große Backpacks haben?!

Dafür rollten wir auf einem gut ausgebauten Autobahnnetz. Man musste neidlos anerkennen, dass hier dem Verkehr mehr Spuren zur Verfügung standen und der Fahrbahnbelag besser in Schuss war, als so mancherorts in Deutschland.

Die Autobahnen gehen bis weit in die Stadt rein, aber sobald wir diese verlassen hatten, standen wir im Stau – aber richtig. So hatte wir also in Ruhe Zeit uns von Kuala Lumpur ein Bild zu machen. Die Stadt wirkt modern, sauber und an manchen Ecken asiatisch. Ziemlich beeindruckend fanden wir den ersten Blick auf die Petronas Towers. Das Wahrzeichen der Stadt kommt mit zwei identischen bleistiftförmigen Türmen daher, welche in luftiger Höhe über einen Steg miteinander verbunden sind. Ansonsten steht noch das ein oder andere Hochhaus rum und ein Fernsehturm.

The Face

Wir kamen uns ziemlich spießig vor, als unser Taxi vor dem Hotel The Face hielt und ein livrierter Diener uns die Autotüre öffnete. Auch die riesengroße Lobby mit riesigen Kronleuchtern und modernem, aber gediegenem Ambiente, war so ganz anders, als das was wir sonst gewohnt sind. Wir hielten uns an die Instruktionen, die wir von Airbnb im Vorfeld erhalten hatten. Dazu begaben wir uns zu einem Raum, wo wir aus einem Schließfach, dessen Code wir hatten, unsere Schlüssel und Chip-Karten holten.

The Face in Kuala Lumpur, Lobby

The Face in Kuala Lumpur, Lobby

Selten zuvor sind wir in einem solch noblen Lift gefahren! Mit der Karte konnten wir den Lift aktivieren, der uns ins 51. Stockwerk brachte. Das ging so rattenschnell, dass wir mehrfach Druckausgleich machen mussten.

Unser Apartment für die nächsten Tage war der absolute Hammer! Kaum hatten wir uns Zutritt verschafft, standen wir in einem riesigen Raum aus weißem Marmor und Spiegelwänden und einem Fensterfront mit Blick auf die Petronas Towers. Eine komplett eingerichtete Wohnküche mit allem Schnickschnack inklusive Waschmaschine mit Trockner. Für uns Erwachsene gab es ein nettes Schlafzimmer und ein Bad mit Dusche und WC. Für die Kids ein geräumiges Zimmer mit zwei Doppelbetten, einen begehbaren Kleiderschrank und ein Badezimmer mit edler Badewanne und Dusche. Hier ließ es sich gut aushalten!

The Face in Kuala Lumpur, Suite

The Face in Kuala Lumpur, Suite

The Face in Kuala Lumpur, Suite

The Face in Kuala Lumpur, Suite

The Face in Kuala Lumpur, Suite

Infinity-Pool

Wir schmissen gleich mal eine Waschmaschine an und fuhren mit dem Lift noch ein Stockwerk höher, denn dort befand sich das absolute Highlight des Gebäudes: ein Infinity-Pool!

Einfach nur geil! Der Rundumblick auf die Petronas Towers, den Fernsehturm und die umliegenden kleineren Hochhäuser war einfach genial. Dadurch, dass der Pool auf der Seite des Abgrunds nicht eingefasst ist, entsteht der Eindruck, dass das Wasser in der Unendlichkeit verschwindet. Tatsächlich befindet sich außerhalb des Blickfeldes aber noch ein Überlaufbecken und wenn man viel Blödsinn macht, könnte man es auch schaffen aus dem Wasser in die Tiefe zu springen. Das wird aber durch engagiertes Personal verhindert, denn ein Wachmann mit Trillerpfeiffe griff sofort ein, als wir uns für seinen Geschmack zu weit rauslehnten.

The Face in Kuala Lumpur, Infinity Pool

The Face in Kuala Lumpur, Infinity Pool

Wir genossen das erfrischende Nass nur kurz, denn der Magen knurrte und verlangte nach was Handfestem.

Chinatown

Frisch gestriegelt machten wir uns zu Fuß auf den Weg und mussten ziemlich schnell feststellen, dass hier weit aus rücksichtsloser mit Fußgängern umgegangen wird, als in Sulawesi. Es gibt zwar Ampeln, die den Verkehr regeln, nur wird es für die Fußgänger niemals grün. Also versuchten wir in etwas größeren Lücken, lebend die Straße zu überqueren, was gar nicht so einfach war.

Wir fanden auch schnell im Stadtteil Bintang einen gut frequentieren Chinesen, wo man draußen sitzen konnte und bestellten munter die Speisekarte rauf und runter. Erstaunt mussten wir vorstellen, dass die Portionen doppelt so groß waren, wie in Sulawesi. Was aber letztendlich kein Problem für uns darstellte, denn wir waren echt ausgehungert.

Leckeres Obst und ein paar Dinge fürs Frühstück konnten wir auch gleich kaufen, so dass einem guten Start in den Tag nichts mehr im Wege stand.

Nur für einen nächtlichen Schwimmgang kamen wir zu spät. Der Pool, der abends schön unterwasser angeleuchtet wird, war leider schon geschlossen. So konnten wir nur noch ein schnelles Bild von dem blau angestrahltem Hotel und der beeindruckenden Skyline schießen. Der Fernsehturm änderte ständig seine Farbe und rundete den grandiosen Ausblick ab.

The Face in Kuala Lumpur, Infinity Pool mit Petronas Towers

The Face in Kuala Lumpur, Skyline bei Nacht

The Face in Kuala Lumpur, Petronas Towers

The Face in Kuala Lumpur, Petronas Towers

Wir genossen noch kurz den genialen nächtlichen Blick aus unserem Wohnzimmerfenster, bevor wir erschöpft in die Betten fielen.

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Die größte Christus-Statue der Welt auf dem Buntu Burake

Christus-Statue auf dem Buntu Burake

Von den Grabhöhlen von Tampangallo aus kommend schlängelten wir uns auf schmalen Sträßchen durch die hügelige Landschaft in Richtung Makale. Unser Taxifahrer fragte uns, ob wir wüssten, wo die größte Christus-Statue der Welt stehe. Natürlich fiel uns da sofort der 30 m hohe Christo Rendentor in Rio de Janairo ein. Als wir vor ein paar Wochen von den Minahasa Highlands zurück nach Manado gefahren waren, hatten wir den segnenden Christus von Manado im Vorbeifahren gesehen. Die Statue in Manado ist mit 30 m ohne Podest also genauso riesig, wie die in Rio. Die in Rio hat einen 8 m hohen Podest und die in Manado einen mit 20 m. 

Wista Religi Buntu Burake

Ich glaube es lag den Erbauern sehr viel daran die Statue in Rio zu übertrumpfen, denn nicht umsonst haben sie der in Makale einen mehrstufigen Podest noch dazu gespendet. Damit erreicht der Christus auf dem Buntu Burake ganze 40 m. Auf Wikipedia wird man vergeblich nach Christus von Makale suchen, wahrscheinlich, weil sie erst 2015 eingeweiht wurde. Mit 75% der Bevölkerung bilden die Katholiken und Protestanten die größte Glaubensgruppe. Das zeigen sie auch deutlich, denn der Christus auf dem Berg Burake überthront die ganze Stadt. Sie ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel unter den Einheimischen und im Augenblick wird gerade die asphaltierte Straße bis hoch zur Statue fertiggestellt. Wie üblich zahlt man die 20.000 IDR Eintritt am Fuße des Berges und nochmal 80.000 IDR für das Auto. 

Egal, ob sie jetzt damit die größte Christus-Statue der Welt ist oder nicht, die Aussicht ist einfach grandios. Man kann direkt von oben auf Makale schauen, was nur wenige Kilometer entfernt liegt und die umliegenden Berge laden zu Wanderungen ein.

Christus-Statue auf dem Buntu Burake

Blick auf Makale vom Buntu Burake

Blick vom Buntu Burake

Blick vom Buntu Burake

Für diesen Tag hatten wir genug gesehen und ließen uns zurück nach Rantepao fahren, wo wir uns noch stärkten und im Guesthouse unsere Rucksäcke holten. Wir machten uns auf den Weg zur Busgesellschaft, um unseren Schlafbus in Richtung Makassar zu besteigen.

Im Sleeperbus nach Makassar

So einen komfortablen Bus hatten wir noch nicht einmal in Chile gehabt! Einer von uns musste sich auf den bequemen Ledersesseln mit Beinablage gemütlich machen. Die anderen vier durften sich in ein richtiges Bett begeben. Der Bus verfügte über vier Stockbetten im hinteren Teil des Busses, also acht schöne breite Betten mit Kissen und Decken. Dem Fahrer von Bintang Prima sagten wir noch Bescheid, dass wir gerne am Flughafen in Makassar aussteigen wollten und dann ging die Fahrt in die Nacht schon los.

Sleeper Bus

Sleeper Bus

Während über mir Svenja selig mit offenem Vorhang schlief, lag ich wach im unteren Bett. Nur durch einen schmalen Fensterspalt konnte ich die vorbeiziehende Landschaft erahnen. Der Bus bretterte über die Schlaglöcher, was aber im Gegensatz zum Auto nicht weiter schlimm war. Aber die erste Zeit ist die Strecke ganz schön kurvig und so wird man dann auch irgendwann in den Schlaf gewiegt. Einmal hielt der Bus auch an, wahrscheinlich war das die Pinkelpause, denn trotz dem Komfort hatte er keine Toilette.

Ich hab ja immer Panik, den Flug zu verpassen, wie in Jakarta und ich wusste auch nicht, ob wir am Flughafen geweckt werden. Deshalb war mein Gehirn auch stets im Alarmmodus und verwehrte mir den benötigten Tiefschlaf. Über mein Handy-GPS konnte ich sehen, wie weit es noch bis zum Flughafen war. So konnte ich schon mal meine sieben Sachen zusammenpacken, bevor wir hielten. 

Ankunft in Makassar / Ujung Pandang

Danach ging alles irre schnell. Der Bus hielt, das Licht ging an und keiner weckte uns. Schnell schnappten wir unsere Daypacks, weckten noch Kiara im Vorbeigehen, die den Platz auf dem Liegesitz hatte und verließen den Bus. Der Fahrer öffnete die Klappe zum Stauraum und wir konnten gar nicht so schnell gucken, da hatte sich schon eine Horde Jungs auf unsere Rucksäcke gestürzt und sich diese auf den Rücken gepackt. Dumm gelaufen, denn so mussten wir aufpassen, dass sie nicht in unterschiedliche Richtungen wegliefen und natürlich Trinkgeld für 50 m Tragen bezahlen.

Eigentlich wäre unser Flug ja morgens um 8 Uhr gegangen, aber wir haben zu Hause noch eine Nachricht bekommen, dass er auf mittags verlegt wurde. Während des Urlaubs hatte noch mal das Telefon geklingelt und irgend ein Call-Center Mitarbeiter von Air Asia hatte uns im grottigem Englisch versucht mitzuteilen, dass unser Flug auf mittags verschoben wurde. Naja, besser doppelt als gar nicht.

Lange Wartezeit am Checkin

Für einen Abflug morgens wäre unsere Ankunftszeit am Flughafen perfekt gewesen, so mussten wir jetzt fast acht Stunden totschlagen. Und das in einen Checkin-Bereich, der ziemlich runtergekommen war. Irgendwann schafften wir es, eine Sitzreihe zu okkupieren. Immer vier von uns versuchten etwas Schlaf zu finden, während der andere über das Gepäck wachte oder den Kassierer eines kleinen Geschäftes beim Schlafen auf dem Tresen störte. 

Ein komisches Gefühl hatte ich dennoch, weil auch nach mehrfachem Suchen kein Air Asia-Checkin-Schalter zu finden war. Es war so, als würde die Fluggesellschaft den Flughafen überhaupt nicht anfliegen. WLAN im Checkin Bereich gab es auch keines, so dass man auch nicht im Internet nachschauen konnte. Das Bodenpersonal hatte auch keine Ahnung und deutete aber ein paar Counter aus, wo wir später unser Glück probieren sollten.

Um 9:30 machte dann ein “Air Asia”-Schalter auf. Dazu stellten die Mitarbeiter einfach eine kleine Tafel auf den Counter – so schnell geht das. Endlich konnten wir unser Gepäck loswerden und durch die Security gehen. 

Flughafen Makassar

Der internationale Flughafen Sultan Hasanuddin

Der Wartebereich im restlichen Flughafen ist hypermodern und bietet auch bequeme Liegesessel. Zum Schlafen kommt man aber dennoch nicht mehr, weil unterbrochen die Durchsagen laufen. Aber man findet alle Annehmlichkeiten eines internationalen Flughafens vor und hat auch wieder WLAN. Das brauchten wir auch, um zu checken, ob wir alle notwendigen Informationen unseres geilen Airbnbs in Kuala Lumpurs erhalten hatten.

Immer wieder musste einer von uns mal los, um nachzuschauen, ob wir schon in den Wartebereich des Gates können. Die Schalter dort waren aber noch nicht besetzt. Unser Abflug verschob sich auch noch weiter nach hinten, sprich unser Flug erschien auf keiner Anzeige und wurde auch nie aufgerufen. Inzwischen konnten wir schon die Zahlen in Indonesisch (Bahasa Indonesia), da ja ständig die Flugnummern durchgegeben wurden. 

Einreiseabwicklung vor Abflug

Plötzlich kam Bewegung in die Menschenmenge, die sich um die zwei Counter gebildet hatte. Mehrere ernst blickende Beamte hatten Platz genommen und begannen mit der Abfertigung.

Um aus Indonesien ausreisen zu können, mussten wir die Imigrasi (Ausreisekontrolle mit Visa-Prüfung) noch hinter uns bringen und das Handgepäck wurde auch gleich nochmal extrem gefilzt. Viele Behälter und Tiegelchen mit Flüssigkeiten von anderen Fluggästen, wanderten unter Tränen in den Mülleimer. Wir aber kamen problemlos durch. Alle überflüssigen Dosen und Flaschen hatten wir schon im Checkin-Bereich entsorgt, auch wenn sie noch ungeöffnet waren.

Flug nach Kuala Lumpur

Etwas mehr als drei Stunden beträgt die Flugzeit von Makassar (ehemals Ujung Pandang, deshalb auch der Flughafencode UPG) nach Kuala Lumpur (KUL) in Malaysia mit einer A320. Air Asia fliegt die Strecke jeden zweiten Tag der Woche (Mo, Mi, Fr, So) nonstop an. Flüge findet ihr z.B. hier*.

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Die Grabhöhlen von Tampangallo

Reisfelder von Tampangallo

In Indonesien ist das ja nicht so, dass am Ortseingang ein Schild steht und verkündet, wo Du gerade bist. Deshalb fragten wir eine Oma, wo es nach Tampangallo gehen würde. Die grinste, weil wir schon unser Ziel erreicht hatten. Hätten wir gewusst, dass es so nah neben den Königsgräbern von Suaya liegt, wären wir die paar Meter auch gelaufen.

Außer einer schmalen Straße gesäumt von ein paar Hütten war nicht viel zu sehen. Bauern arbeiteten auf den Reisfeldern und die Kinder spielten auf der Straße und trieben mit einem Stöckchen einen schmalen Reifen vor sich her. Die Szenerie erinnerte mehr an die Bilderbücher meiner Großeltern. 

Die Kinder brachten uns zur den hängenden Gräbern, wie auch die Grabhöhlen von Tampangallo genannt werden. Witzigerweise waren wir daran gerade vorbeigefahren, ohne sie wahrgenommen zu haben. Kein Wunder, denn sie liegen in einem Reisfeld und sehen von außen aus wie ein ganz normaler überwachsener Felsen. Den Zugang erreichte man über eine schmale Brücke, die genauso gut auch aus einem Indiana Jones Film stammen könnte. Ebenso behutsam setzten wir Fuß für Fuß auf die Steinplatten auf, in der Hoffnung, dass sie auch noch ein paar Jahre länger halten würden.

Grabhöhlen von Tampangallo

Die hängenden Gräber von Tampangallo

Wir haben ja jetzt schon die Grabhöhlen in Kete Kesu und in Londa gesehen, aber diese hier ist kein Vergleich! Dadurch dass sie teils aus überhängenden Fels mit Stalaktiten und Höhle besteht, kann man das Innenleben sehr gut erkennen. Leben ist etwas übertrieben ausgedrückt, bei den vielen, vielen Totenköpfen, die an allen Ecken und Winkeln in der Höhle aufgestapelt waren. 

Am Beeindruckensten waren aber die bemalten und angezogenen Tau-Taus. Man hatte sie auf hölzernen Balkonen an den Felswänden befestigt oder in größeren Felsvorsprüngen untergebracht. Die Särge müssen schon sehr alt sein, denn einige waren schon am Verfallen, bei anderen konnte man immer noch die kunstvoll geschnitzten Toraja-Muster gut erkennen.

Grabhöhlen von Tampangallo

Grabhöhlen von Tampangallo

Grabhöhlen von Tampangallo

Grabhöhlen von Tampangallo

Grabhöhlen von Tampangallo

Grabhöhlen von Tampangallo

Grabhöhlen von Tampangallo

Grabhöhlen von Tampangallo

Grabhöhlen von Tampangallo

Wir folgten dem schmalen Gang durch die Höhle und erreichten wieder die Straße. Auch an diesem Eingang sind wir zuvor vorbeigeschlendert, ohne ihn wahrgenommen zu haben. Auf dem Rückweg bezahlten wir bei der Oma noch unseren Eintritt, in der Hoffnung, dass er dem Allgemeinwohl der Dorfgemeinschaft zu Gute kommt. 

Wir wissen nicht genau, ob es an der besonderen Stimmung lag oder dass die Gräber touristisch überhaupt nicht erschlossen waren und man beim Erforschen somit das Gefühl bekam als Erste sie zu entdecken, auf jeden Fallen haben uns diese Grabhöhlen am Besten gefallen.

Wir für unseren Teil hatten heute schon alles gesehen, was wir uns vorgenommen hatten. Aber unserer Taxifahrer hatte noch eine Überraschung für uns.

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Die Königsgräber von Suaya

Königsgräber von Suaya

Von den Babygrabbäumen von Kambira war es nicht mehr all zu weit bis zu den Königsgräbern von Suaya. Hier wurden früher die Könige der Sangalla-Dynastie bestattet. Auch der letzte Puang von Sangalla (ranghöchste Adeliger der Torajas) fand 1972 im Grabfelsen seine Ruhe. Die Beerdigung wurde damals vom National Geographic dokumentiert und auch in Europa übertragen, was zu einem wahren Touristenboom in Tana Toraja führte und der Beginn des Beerdigungstourismusses war.

Die Sangalla-Dynastie verblasst

Die Zeiten, wo hier hunderte Touristen vorbeikamen,  sind schon lange vorbei. Der Glanz, der einst stolzen Sangalla-Dynastie, verblasst langsam, genauso wie die Tau-Taus, die wettergegerbt auf ihren Balkonen stehen. Aber immer noch ehrwürdig blicken die Könige auf die Besucher ihrer Grabstätte herunter. Auch wenn inzwischen die Farben des feinen Tuchs ausbleichen, in das sie gehüllt sind, sind sie dennoch sehr sehenswert. Wahrscheinlich sind es noch die originalen Tau-Taus, die an die Verblichenen erinnern sollen.

Als wir vor den Königsgräbern von Suaya standen, die nur wenige Meter von dem gleichnamigen Ort entfernt liegen, war keine Menschenseele hier zu sehen. Noch nicht einmal jemand der Eintritt verlangte. Den haben wir später im lokalen Kiosk bezahlt und wurden zugleich eingeladen zum Teetrinken.

Leider kümmert sich hier auch keinen mehr um die Gebäude, wo die einst prachtvollen Särge der Könige stehen. Der Zahn der Zeit nagt und der Dschungel holt sich wieder zurück, was ihm genommen wurde. Nichts desto Trotz strahlt dieser Ort eine besondere Stille aus und so können die sterblichen Überreste in Ruhe, ihre Reise in Jenseits vollenden.

Königsgräber von Suaya

Königsgräber von Suaya

Königsgräber von Suaya

Aufstieg in den Dschungel

Wir wissen ja inzwischen, dass auf solchen Grabfelsen meist wunderbare Aussichten oder erforschenswerte Höhlen zu finden sind. Auch bei den Königen von Sangalla probierten wir unser Glück.

Der lange Aufstieg auf einer asphaltierten Straße, so wie er im Loose* beschrieben wurde, entpuppte sich als eine arge Kraxelei an der Felswand entlang. Als wir schweißgebadet den Gipfel erreichten, fanden wir leider nur meterhohe Dschungelpflanzen um uns herum. Ein sehr schmalen Pfad, der sich aber alsbald im Dickicht verlor, konnte nur mit Machete begangen werden. Schade eigentlich, denn es wäre bestimmt ein schönen Weitblick über das Sangalla-Tal gewesen.

Königsgräber von Suaya

Da unser Fahrer noch nie was von den hängenden Gräbern von Tampangallo gehört hatte, wo wir als nächstes hinwollten, fragten wir im Dorf nach. Fehlanzeige – dort hatte man auch noch nie was davon gehört. Wir erfuhren aber zumindest, dass Tampangallo rechts an den Königsgräbern vorbei liegen sollte. 

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Babygräber von Kambira

Da wir Dank des Nachtbusses fast noch einen ganzen Tag in Rantepao hatten, packten wir nach dem Frühstück unsere sieben Sachen und deponierten sie im Büro unseres Wirts. Entlang der Hauptstraße gingen wir wieder auf die Suche nach einem fahrbaren Untersatz. Wir mussten zum Glück gar nicht so lange suchen und konnten einen Fahrer finden, der uns den Nachmittag über zu den Königsgräbern von Suaya und den Grabhöhlen von Tampangallo bringen sollte.

Babygräber von Kambira

Obwohl wir eigentlich gar nicht an den Babygräbern von Kambira interessiert waren, nötigte uns der Fahrer dorthin zu fahren. Da sie eh auf dem Weg nach Suaya lagen, sprach auch nicht wirklich was dagegen. Ein paar Kilometer vor Makale biegt man links ein auf eine Seitenstraße. Nach wenigen Kilometern wurde sie immer schmäler und als wir dann nochmal in Richtung Süden abbogen, passte gerade noch unser Auto drauf. 

In Kambira fand gerade eine traditionelle Hochzeitszeremonie statt, so dass niemand an unserem Eintrittsgeld interessiert war. Das kleine Toraja-Dorf war festlich geschmückt und man sah deutlich den Unterschied des Standes. Die etwas niedergestellten Einwohner des Dorfes saßen mehr Abseits mit Bastmatten am Boden, die wohlhabenderen unter den Tongkonans.

Im kleinen Bambuswald befand sich der Babygrabbaum (baby grave tree oder Liang Pia). Wenn ein Kind noch als Säugling verstirbt und noch keine Zähne hat, dann begraben die Toraja ihn in speziellen sehr harzreichen Bäumen. Jeder Säugling erhält dort eine kleine Höhle, die mit einer kleinen Abdeckung aus Naturfasern verschlossen wird und nach einigen Jahren ist das Loch dann wieder zugewachsen. Das Harz der Bäume soll die Säuglinge nähren und sie sollen zusammen mit dem Baum wachsen. Eigentlich ein sehr schöner Brauch und ein tröstlicher Gedanke. Leider geraten diese Bräuche auch hier langsam in Vergessenheit, da viele Torajas in die Städte ziehen. 

Babygrabbäume von Kambira

Babygräber von Kambira

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