Kek Lok Tempel, Penang, Malaysia

Heute stand die wunderbare Aussicht auf den Kek-Lok Tempel und vom Penang Hill auf unserem Programm. Kiaras Geburtstag feierten wir mit unseren Digitalen Nomaden Freunden in den Quayside Seafront Condos.

Busfahren in George Town

Heute wollten wir mal ausprobieren, wie Busfahren in George Town funktioniert. An der Bushaltestelle vor unserem Hotel warteten wir auf den 204 Bus, der uns zum Penang Hill Lower Station bringen sollte. Die kostenlosen CAT-Busse (Central Area Transport) kommen normalerweise alle 10-15 min, nur unserer erst nach 30 min.

Die Leute in Malaysia sind ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. Während wir warteten kam ein Mann über die Straße und fragte, auf welchen Bus wir warteten würden. Er erklärte uns, dass der Bus bald da sei. Das kam gerade zur rechten Zeit, denn es hätte nicht viel gefehlt und wir hätten uns ein Taxi organisiert.

Bei anderen Busreisenden hatten wir zuvor abgeschaut, dass man den Bus herbei winken muss, sonst fahren sie einfach weiter. Das funktionierte auch bei uns, als er dann endlich in Sichtweite kam. Busfahren ist super günstig, auch für sehr weite Fahrten und das auch noch voll klimatisiert.

Penang Hill Talstation

Die Endstation des Busses 204 liegt nur wenige Meter von der Penang Hill (Bukit Bendera) Talstation entfernt. Alles dort ist auf deutlich größeren Besucherandrang ausgelegt. Es gibt eine Fastlane, die doppelt so teuer ist, wie die normale Schlange. An der Kasse war aber absolut nichts los. Auch bei der Bahn konnten wir direkt durchgehen und in die wartende Standseilbahn steigen. Der 2 km lange Funicular wurde 1923 in Betrieb genommen und 2011 durch eine neue Bahn ersetzt, die genauso aussieht, wie die in Heidelberg.

Funicular, Penang Hill, Malaysia
Funicular, Penang Hill, Malaysia
Funicular, Penang Hill, Malaysia

Auf dem Penang Hill

In einem Affenzahn wird die Bahn auf 830 m hoch gezogen, während die andere Bahn ins Tal rauscht. Obendrein ist es auch noch ganz schön steil. Wir hatten uns ja für gestern eine schöne Wander-Route geplant. Aus Zeitmangel haben wir dann heute doch darauf verzichtet, den Weg runter zu laufen bis zum Botanischen Garten. Das wäre eine ganz schön lange und steile Wanderung geworden. Aber bestimmt reizvoll, weil es hier auch Affen und Rieseneichhörnchen gibt. Stattdessen sind wir auf einem der Wanderwege, die rund um den Gipfel gehen, durch dschungelähnliche Vegetation gelaufen. Von dort aus kann man immer wieder gute Blicke auf Penang erhaschen.

Die beste Aussicht gibt es beim Skywalk, einer Plattform, von der man unterschiedliche Stadtteile von Penang überblicken kann.  Neben einer Moschee, für ein Gebet in luftiger Höhe, findet man auch eine Möglichkeit, um ein Liebesschloss anzubringen. Besonders ansehnlich waren die herzförmigen Schlösser aber nicht, weil die Sonne sie zu hässlich braunen Herzen verwandelt hatte.

Blume, Penang Hill, Malaysia
Blick vom Penang Hill, Malaysia
Blick vom Penang Hill, Malaysia
Blick vom Penang Hill, Malaysia
Blick vom Penang Hill, Malaysia
Moschee auf dem Penang Hill, Malaysia
Liebesbeweisschlösser auf dem Penang Hill, Malaysia
Funicular, Penang Hill, Malaysia
Funicular, Penang Hill, Malaysia
Funicular, Penang Hill, Malaysia
Funicular, Penang Hill, Malaysia

Das erste Mal auf unserer Reise durch Malaysia haben wir hier vollverschleierte in schwarz gekleidete Frauen gesehen und zwar viele. Dem Aussehen der Männer und den Augen der Frauen nach zu urteilen, waren es aber arabische Touristen. Dies spricht auch dafür, da sie alle über die Fastlane in die Bahn ins Tal einstiegen. Wir mussten uns brav in die Schlage einreihen. Die Wartezeit war aber erträglich. In die wartende Bahn kamen wir zwar nicht mehr rein, dafür als erste in die zweite Bahn.

An der Talstation kam gerade ein 204 Bus, schaltete aber seinen Motor aus. Kein gutes Zeichen! 

Riesiger Kek-Lok Tempel

Wir machten uns zu Fuß auf den Weg zum Kek-Lok Tempel, den wir schon auf der Hinfahrt bewundert hatten. Er thronte auf einem kleinen Hügel und hatte eine riesige Buddha-Statue oben drauf. Um die Statue war ein prunkvolles Dach gebaut worden, was auf Säulen lagerte. Die restliche Pagoden und Tempel erstreckt sich über das weitläufige Gelände.

Auch wenn wir ihn nicht besichtigen konnten, da wir eh schon zu spät für unsere Verabredung waren, wollten wir ihn wenigstens aus der Nähe fotografieren. Er sieht schon sehr eindrucksvoll aus!

Kek Lok Tempel, Penang, Malaysia
Pagode am Penang Hill, Malaysia
Tempeldach am Penang Hill, Malaysia
Warten auf eine Taxi, Penang, Malaysia

Besuch bei den Quayside Seafront Condos

Wir mussten ziemlich lange auf ein Taxi warten. Das nahm uns zum Glück aber alle fünf mit zu den Quayside Seafront Condos, welche wir nach 30 min Fahrt erreichten. Hier wohnten Tanja und Björn mit ihren Zwillingen, unsere Digitalen Nomaden-Freunde, die wir zuletzt in Kuala Lumpur vor einem Jahr gesehen hatten. Sie pendeln zwischen Malaysia, Thailand und Bali, dabei betreiben sie ein Internet-Business. So gesehen können sie von überall aus arbeiten, vorausgesetzt, sie haben schnelles Internet. Ihre Zwillinge wurden in Bangkok geboren und hatten gerade das erste Mal in ihrem Leben Deutschland gesehen.

Wir mussten uns mittels Personalausweis beim Pförtner der Quayside Seafront Condos registrieren lassen und wurden von verschieden Wachmännern durch die Tiefgarage zum entsprechenden Wohnturm geleitet. Ein Wachmann entsicherte die Türe des Aufzugs, so dass wir hoch in den 11. Stock fahren konnten.

Quayside Seafront Condos, Penang, Malaysia

Geburtstagsparty für Kiara

Was für eine Begrüßung! Ein großes Happy Birthday mit Luftballons und Schoko-Muffins, erwartete uns, denn Kiara hatte heute Geburtstag. Ist schon blöd, wenn man mitten im Urlaub Geburtstag hat und fern ab von Freunden und Geschenken feiern muss.

Leben Digtaler Nomaden und Expats

Hochhäuser in Malaysia sind vom Feinsten. Geräumig und geschmackvoll geflieste Flure. Die Wohnung, ausgestattet mit schönem Parkett und hohen Decken, beeindruckte ebenso, wie die gut ausgestattete Wohnküche. Ein großer Balkon mit Meeresblick gehörte genauso, wie die zwei Badezimmer und ein großes Schlafzimmer, zur Ausstattung. Bemerkenswert fand ich die freistehende Badewanne mit Löwentatzen und die auf alt getrimmten Armaturen. Hier wurde Wert aufs Detail gelegt!

Die Zwillinge Eve und Zoe waren immer noch so gut drauf wie damals in KL. Sie machten Flic-Flac vom Bett in ein Kinderbettchen und fremdelten überhaupt nicht. Nach einer kleinen Stärkung ging es runter zur Poollandschaft. Hier hat der Architekt gute Arbeit geleistet. Vom Sandstrand angefangen über Whirlpools bis hin zu mehreren Schwimmbecken war hier alles, was man auch in einem 5-Sterne Hotel erwarten würde. Auf dem Spielplatz tummelten sich die zahlreichen Kinder der Expats, die hier lebten. Darunter auch viele Deutsche, da Bosch, Osram und Braun seinen deutschen Mitarbeitern hier eine 300 qm Wohnung gönnt. Die Kids gehen hier in den Kindergarten und die Frauen langweilen sich wahrscheinlich zu Tode oder surfen bei 300 Mbit durchs Web oder strampeln im hauseigenem Gym.

Die Insel Pulau Langkawi ist um die Ecke, aber auch Ko Lipe in Thailand ist nicht weit. Für Digitale Nomaden optimal, um mal kurz auszureisen und später wieder nach Malaysia einzureisen, mit frischen 90-Tage-Visum. Aber man darf auf dem Landweg nur noch drei Mal pro Jahr nach Thailand einreisen. Damit soll eigentlich der Visa-Run in Richtung Thailand verhindert werden. Aber wenn man nach Thailand fliegt, dann darf man mehr als drei Mal pro Jahr einreisen. Seit neustem gibt es eine neue Visa-Art, die einen längeren Aufenthalt in Malaysia ermöglicht. Dazu muss man eine Zweigstelle in Malaysia eröffnen. Vielleicht auch eine Option für unsere Freunde, da das ständige Rumreisen mit zwei Kleinkindern auf die Dauer bestimmt nervt.

Wir liefen noch ein wenig an den Kais und den Hafen entlang, bevor wir uns wieder auf den Rückweg mit einem Uber-Taxi machten. 

Quayside Seafront Condos, Penang, Malaysia
Quayside Seafront, Penang, Malaysia
Street Art, Quayside Seafront Condos, Penang, Malaysia