Inzwischen ist es noch ruhiger geworden in unserer Bungalow-Anlage. Von den 35 sind nur noch die zwei Bungalows von uns belegt und einer von einem englischen Seniorenpärchen, was einmal am Tag zum Pool kommt.

Lovina - Angsoka Pool

Irgendwie sind wir für diese Art von Urlaub nicht geschaffen. Stundenlang im Pool oder am Meer abzuhängen ist nicht so unser Ding, viel zu schnell stellt sich eine Ruhelosigkeit ein, wenn man das x-te Buch gelesen hat oder sich die Zeit damit vertreibt Blogposts zu schreiben oder Fotos bei Instagram zu posten.

Delfine zum Sonnenaufgang

Damit es nicht ganz so langweilig auf die Dauer wird, hatten wir uns eine Delfintour zum Sonnenaufgang gebucht. Wie so vieles hier in Indonesien haben auch Delfintouren überall ihren einheitlichen Preis. Wenn man sich dann zum Gehen wendet, dann bekommt man unter der Hand einen Rabatt. Man muss aber hoch und heilig versprechen niemanden den tatsächlich bezahlten Preis zu erzählen.

Das mit dem Aufstehen müssen die Kinder nochmal üben, als wir sie um 5:50 Uhr abholen wollten, lagen sie noch tief schlafend in ihren Betten. Auf jeden Fall waren wir nicht die einzigen, die sich so früh aus den Federn gequält hatten. Mit uns fuhren Unmengen anderer Einbaumboote raus aufs Meer, um sich an der Jagd nach Delfinen zu beteiligen. Anders kann man dieses Szenario fast schon nicht mehr beschreiben. Immer wenn sich ein Delfinrudel zeigte, jagten die Boote mit ihren Auslegern den Tieren hinterher. Uns taten die Tiere irgendwie leid, da sie von dem Lärm der Schiffsschrauben bestimmt genervt sein müssen, um so mehr wunderte es uns, warum sie trotzdem immer wieder dort auftauchen.

Lovina - Sonnenaufgang

Lovina - Delfine bei Sonnenaufgang

Lovina - Delfine

Lovina - Delfine

Lovina - Delfine

Lovina - Delfine

Nichtsdestotrotz war es schön, den Sonnenaufgang vom Meer aus bewundern zu können und die Delfine durchs Wasser gleiten und springen zu sehen. Mit diesen Booten, die nicht viel breiter sind, als ein durchschnittlicher europäischer Hintern, ist man dem Meer schon sehr nahe und ausgeliefert. Der Wellengang war an manchen Stellen beachtlich, was dafür sorgte, dass zwei von drei Kindern leicht Seekrank wurden und heilfroh waren, als sie wieder festen Boden unter den Füßen hatten.