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DIY-Reisen – Thailand

DIY-Reisen-Thailand

Endlich ist es so weit!

Die letzten 1,5 Jahren habe ich fast täglich daran gearbeitet. Nun ist mein Traum endlich wahr geworden und mein Buch veröffentlicht!

Mit DIY-Reisen – Thailand habe ich einen Reiseführer geschaffen, der all das umfasst, was ich mir immer von einem Reiseführer gewünscht hätte. Nämlich die wirklich relevanten Informationen, die du brauchst, um einen Thailand-Urlaub zu planen, zu organisieren und durchführen zu können. Und natürlich schöne Fotos, die dir Lust darauf machen und einen Eindruck geben, was du alles Schönes in Thailand erwarten darfst.

Hab den Mut!

DIY-Reisen – Thailand geht aber noch einen Schritt weiter. Er soll dir die Angst nehmen und Mut machen, es selbst mal auszuprobieren. Dies versuche ich mit den notwendigen Informationen und Erfahrungen aus über 20 Jahren Rucksackurlaub zu untermauern.

Da ich Thailand mehrfach als Single, als Paar, mit Freunden und Familie mit Kindern bereist habe, sind alle Tipps und Tricks selbst erprobt und in allen Lebensphasen erlebt.

Kreiere deinen Traumurlaub selbst!

Fertig ausgearbeitete Touren, die Bangkok und viele Teile des Landes abdecken, sind enthalten. Diese Tour-Bausteine können gut kombiniert werden, so dass du dir eine unvergesslichen Traumurlaub zusammenstellen kannst.

Ich glaube, dass mit knapp 300 Seiten, 160 Farbfotos, 15 Karten und vielen informativen Übersichten mein Buch und/oder eBook die neue Pflichtlektüre für Thailand-Entdecker ist 😎

Zum Buch…

eBook bei Amazon…

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Wie plane ich den perfekten Togian-Trip?

Togians Baracuda-Beach

Als Seenomade über die Togians

Wir waren sieben Tage auf den Togians und sind mit unserem eigenen Boot von Insel zu Insel geschippert. Die Inselgruppe findet man direkt am Äquator in Sulawesi (Indonesien).
Es war eine unglaublich schöne Woche mit wunderbaren Eindrücken über und unter Wasser.

Togians Malenge Indah, eine Station auf dem Togian-Trip

Keine einfache Planung

Da die Planung eine Togian-Trips nicht ganz so einfach ist, habe ich sie hier mal dokumentiert. Dabei wird auch erkenntlich, was man für einen Togian-Trip im Voraus planen muss und wie die An-/Abreise dorthin ist.

Togians Pulau Papan Steg

Welche der zahlreichen Inseln?

Wir haben auf verschiedenen Inseln übernachtet:

  • Kadidiri
  • Malenge 
  • Batudaka

Des Weiteren viele schöne Strände und kleinere Inseln besucht. Dabei haben wir auch viele Riffe beschnorchelt und die geniale Unterwasserwelt der Togians bewundern können.

Togians Jellyfish Lake

Viel Spaß auf unserem Togian-Trip:

Die Planung des Togian-Trips
Die Fahrt auf die Togians
Als unser erster Seenomaden-Tag auf den Togians
Kadidiri: Jellyfish Lake und andere schöne Strände
Malenge: Ausflug nach Pulau Papan und episch schön in Malenge Indah
Batudaka: Seele baumeln lassen in Poki-Poki
Die Fahrt ans Festland

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Die größte Christus-Statue der Welt auf dem Buntu Burake

Christus-Statue auf dem Buntu Burake

Von den Grabhöhlen von Tampangallo aus kommend schlängelten wir uns auf schmalen Sträßchen durch die hügelige Landschaft in Richtung Makale. Unser Taxifahrer fragte uns, ob wir wüssten, wo die größte Christus-Statue der Welt stehe. Natürlich fiel uns da sofort der 30 m hohe Christo Rendentor in Rio de Janairo ein. Als wir vor ein paar Wochen von den Minahasa Highlands zurück nach Manado gefahren waren, hatten wir den segnenden Christus von Manado im Vorbeifahren gesehen. Die Statue in Manado ist mit 30 m ohne Podest also genauso riesig, wie die in Rio. Die in Rio hat einen 8 m hohen Podest und die in Manado einen mit 20 m. 

Wista Religi Buntu Burake

Ich glaube es lag den Erbauern sehr viel daran die Statue in Rio zu übertrumpfen, denn nicht umsonst haben sie der in Makale einen mehrstufigen Podest noch dazu gespendet. Damit erreicht der Christus auf dem Buntu Burake ganze 40 m. Auf Wikipedia wird man vergeblich nach Christus von Makale suchen, wahrscheinlich, weil sie erst 2015 eingeweiht wurde. Mit 75% der Bevölkerung bilden die Katholiken und Protestanten die größte Glaubensgruppe. Das zeigen sie auch deutlich, denn der Christus auf dem Berg Burake überthront die ganze Stadt. Sie ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel unter den Einheimischen und im Augenblick wird gerade die asphaltierte Straße bis hoch zur Statue fertiggestellt. Wie üblich zahlt man die 20.000 IDR Eintritt am Fuße des Berges und nochmal 80.000 IDR für das Auto. 

Egal, ob sie jetzt damit die größte Christus-Statue der Welt ist oder nicht, die Aussicht ist einfach grandios. Man kann direkt von oben auf Makale schauen, was nur wenige Kilometer entfernt liegt und die umliegenden Berge laden zu Wanderungen ein.

Christus-Statue auf dem Buntu Burake

Blick auf Makale vom Buntu Burake

Blick vom Buntu Burake

Blick vom Buntu Burake

Für diesen Tag hatten wir genug gesehen und ließen uns zurück nach Rantepao fahren, wo wir uns noch stärkten und im Guesthouse unsere Rucksäcke holten. Wir machten uns auf den Weg zur Busgesellschaft, um unseren Schlafbus in Richtung Makassar zu besteigen.

Im Sleeperbus nach Makassar

So einen komfortablen Bus hatten wir noch nicht einmal in Chile gehabt! Einer von uns musste sich auf den bequemen Ledersesseln mit Beinablage gemütlich machen. Die anderen vier durften sich in ein richtiges Bett begeben. Der Bus verfügte über vier Stockbetten im hinteren Teil des Busses, also acht schöne breite Betten mit Kissen und Decken. Dem Fahrer von Bintang Prima sagten wir noch Bescheid, dass wir gerne am Flughafen in Makassar aussteigen wollten und dann ging die Fahrt in die Nacht schon los.

Sleeper Bus

Sleeper Bus

Während über mir Svenja selig mit offenem Vorhang schlief, lag ich wach im unteren Bett. Nur durch einen schmalen Fensterspalt konnte ich die vorbeiziehende Landschaft erahnen. Der Bus bretterte über die Schlaglöcher, was aber im Gegensatz zum Auto nicht weiter schlimm war. Aber die erste Zeit ist die Strecke ganz schön kurvig und so wird man dann auch irgendwann in den Schlaf gewiegt. Einmal hielt der Bus auch an, wahrscheinlich war das die Pinkelpause, denn trotz dem Komfort hatte er keine Toilette.

Ich hab ja immer Panik, den Flug zu verpassen, wie in Jakarta und ich wusste auch nicht, ob wir am Flughafen geweckt werden. Deshalb war mein Gehirn auch stets im Alarmmodus und verwehrte mir den benötigten Tiefschlaf. Über mein Handy-GPS konnte ich sehen, wie weit es noch bis zum Flughafen war. So konnte ich schon mal meine sieben Sachen zusammenpacken, bevor wir hielten. 

Ankunft in Makassar / Ujung Pandang

Danach ging alles irre schnell. Der Bus hielt, das Licht ging an und keiner weckte uns. Schnell schnappten wir unsere Daypacks, weckten noch Kiara im Vorbeigehen, die den Platz auf dem Liegesitz hatte und verließen den Bus. Der Fahrer öffnete die Klappe zum Stauraum und wir konnten gar nicht so schnell gucken, da hatte sich schon eine Horde Jungs auf unsere Rucksäcke gestürzt und sich diese auf den Rücken gepackt. Dumm gelaufen, denn so mussten wir aufpassen, dass sie nicht in unterschiedliche Richtungen wegliefen und natürlich Trinkgeld für 50 m Tragen bezahlen.

Eigentlich wäre unser Flug ja morgens um 8 Uhr gegangen, aber wir haben zu Hause noch eine Nachricht bekommen, dass er auf mittags verlegt wurde. Während des Urlaubs hatte noch mal das Telefon geklingelt und irgend ein Call-Center Mitarbeiter von Air Asia hatte uns im grottigem Englisch versucht mitzuteilen, dass unser Flug auf mittags verschoben wurde. Naja, besser doppelt als gar nicht.

Lange Wartezeit am Checkin

Für einen Abflug morgens wäre unsere Ankunftszeit am Flughafen perfekt gewesen, so mussten wir jetzt fast acht Stunden totschlagen. Und das in einen Checkin-Bereich, der ziemlich runtergekommen war. Irgendwann schafften wir es, eine Sitzreihe zu okkupieren. Immer vier von uns versuchten etwas Schlaf zu finden, während der andere über das Gepäck wachte oder den Kassierer eines kleinen Geschäftes beim Schlafen auf dem Tresen störte. 

Ein komisches Gefühl hatte ich dennoch, weil auch nach mehrfachem Suchen kein Air Asia-Checkin-Schalter zu finden war. Es war so, als würde die Fluggesellschaft den Flughafen überhaupt nicht anfliegen. WLAN im Checkin Bereich gab es auch keines, so dass man auch nicht im Internet nachschauen konnte. Das Bodenpersonal hatte auch keine Ahnung und deutete aber ein paar Counter aus, wo wir später unser Glück probieren sollten.

Um 9:30 machte dann ein “Air Asia”-Schalter auf. Dazu stellten die Mitarbeiter einfach eine kleine Tafel auf den Counter – so schnell geht das. Endlich konnten wir unser Gepäck loswerden und durch die Security gehen. 

Flughafen Makassar

Der internationale Flughafen Sultan Hasanuddin

Der Wartebereich im restlichen Flughafen ist hypermodern und bietet auch bequeme Liegesessel. Zum Schlafen kommt man aber dennoch nicht mehr, weil unterbrochen die Durchsagen laufen. Aber man findet alle Annehmlichkeiten eines internationalen Flughafens vor und hat auch wieder WLAN. Das brauchten wir auch, um zu checken, ob wir alle notwendigen Informationen unseres geilen Airbnbs in Kuala Lumpurs erhalten hatten.

Immer wieder musste einer von uns mal los, um nachzuschauen, ob wir schon in den Wartebereich des Gates können. Die Schalter dort waren aber noch nicht besetzt. Unser Abflug verschob sich auch noch weiter nach hinten, sprich unser Flug erschien auf keiner Anzeige und wurde auch nie aufgerufen. Inzwischen konnten wir schon die Zahlen in Indonesisch (Bahasa Indonesia), da ja ständig die Flugnummern durchgegeben wurden. 

Einreiseabwicklung vor Abflug

Plötzlich kam Bewegung in die Menschenmenge, die sich um die zwei Counter gebildet hatte. Mehrere ernst blickende Beamte hatten Platz genommen und begannen mit der Abfertigung.

Um aus Indonesien ausreisen zu können, mussten wir die Imigrasi (Ausreisekontrolle mit Visa-Prüfung) noch hinter uns bringen und das Handgepäck wurde auch gleich nochmal extrem gefilzt. Viele Behälter und Tiegelchen mit Flüssigkeiten von anderen Fluggästen, wanderten unter Tränen in den Mülleimer. Wir aber kamen problemlos durch. Alle überflüssigen Dosen und Flaschen hatten wir schon im Checkin-Bereich entsorgt, auch wenn sie noch ungeöffnet waren.

Flug nach Kuala Lumpur

Etwas mehr als drei Stunden beträgt die Flugzeit von Makassar (ehemals Ujung Pandang, deshalb auch der Flughafencode UPG) nach Kuala Lumpur (KUL) in Malaysia mit einer A320. Air Asia fliegt die Strecke jeden zweiten Tag der Woche (Mo, Mi, Fr, So) nonstop an. Flüge findet ihr z.B. hier*.

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Die Grabhöhlen von Tampangallo

Reisfelder von Tampangallo

In Indonesien ist das ja nicht so, dass am Ortseingang ein Schild steht und verkündet, wo Du gerade bist. Deshalb fragten wir eine Oma, wo es nach Tampangallo gehen würde. Die grinste, weil wir schon unser Ziel erreicht hatten. Hätten wir gewusst, dass es so nah neben den Königsgräbern von Suaya liegt, wären wir die paar Meter auch gelaufen.

Außer einer schmalen Straße gesäumt von ein paar Hütten war nicht viel zu sehen. Bauern arbeiteten auf den Reisfeldern und die Kinder spielten auf der Straße und trieben mit einem Stöckchen einen schmalen Reifen vor sich her. Die Szenerie erinnerte mehr an die Bilderbücher meiner Großeltern. 

Die Kinder brachten uns zur den hängenden Gräbern, wie auch die Grabhöhlen von Tampangallo genannt werden. Witzigerweise waren wir daran gerade vorbeigefahren, ohne sie wahrgenommen zu haben. Kein Wunder, denn sie liegen in einem Reisfeld und sehen von außen aus wie ein ganz normaler überwachsener Felsen. Den Zugang erreichte man über eine schmale Brücke, die genauso gut auch aus einem Indiana Jones Film stammen könnte. Ebenso behutsam setzten wir Fuß für Fuß auf die Steinplatten auf, in der Hoffnung, dass sie auch noch ein paar Jahre länger halten würden.

Grabhöhlen von Tampangallo

Die hängenden Gräber von Tampangallo

Wir haben ja jetzt schon die Grabhöhlen in Kete Kesu und in Londa gesehen, aber diese hier ist kein Vergleich! Dadurch dass sie teils aus überhängenden Fels mit Stalaktiten und Höhle besteht, kann man das Innenleben sehr gut erkennen. Leben ist etwas übertrieben ausgedrückt, bei den vielen, vielen Totenköpfen, die an allen Ecken und Winkeln in der Höhle aufgestapelt waren. 

Am Beeindruckensten waren aber die bemalten und angezogenen Tau-Taus. Man hatte sie auf hölzernen Balkonen an den Felswänden befestigt oder in größeren Felsvorsprüngen untergebracht. Die Särge müssen schon sehr alt sein, denn einige waren schon am Verfallen, bei anderen konnte man immer noch die kunstvoll geschnitzten Toraja-Muster gut erkennen.

Grabhöhlen von Tampangallo

Grabhöhlen von Tampangallo

Grabhöhlen von Tampangallo

Grabhöhlen von Tampangallo

Grabhöhlen von Tampangallo

Grabhöhlen von Tampangallo

Grabhöhlen von Tampangallo

Grabhöhlen von Tampangallo

Grabhöhlen von Tampangallo

Wir folgten dem schmalen Gang durch die Höhle und erreichten wieder die Straße. Auch an diesem Eingang sind wir zuvor vorbeigeschlendert, ohne ihn wahrgenommen zu haben. Auf dem Rückweg bezahlten wir bei der Oma noch unseren Eintritt, in der Hoffnung, dass er dem Allgemeinwohl der Dorfgemeinschaft zu Gute kommt. 

Wir wissen nicht genau, ob es an der besonderen Stimmung lag oder dass die Gräber touristisch überhaupt nicht erschlossen waren und man beim Erforschen somit das Gefühl bekam als Erste sie zu entdecken, auf jeden Fallen haben uns diese Grabhöhlen am Besten gefallen.

Wir für unseren Teil hatten heute schon alles gesehen, was wir uns vorgenommen hatten. Aber unserer Taxifahrer hatte noch eine Überraschung für uns.

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Die Königsgräber von Suaya

Königsgräber von Suaya

Von den Babygrabbäumen von Kambira war es nicht mehr all zu weit bis zu den Königsgräbern von Suaya. Hier wurden früher die Könige der Sangalla-Dynastie bestattet. Auch der letzte Puang von Sangalla (ranghöchste Adeliger der Torajas) fand 1972 im Grabfelsen seine Ruhe. Die Beerdigung wurde damals vom National Geographic dokumentiert und auch in Europa übertragen, was zu einem wahren Touristenboom in Tana Toraja führte und der Beginn des Beerdigungstourismusses war.

Die Sangalla-Dynastie verblasst

Die Zeiten, wo hier hunderte Touristen vorbeikamen,  sind schon lange vorbei. Der Glanz, der einst stolzen Sangalla-Dynastie, verblasst langsam, genauso wie die Tau-Taus, die wettergegerbt auf ihren Balkonen stehen. Aber immer noch ehrwürdig blicken die Könige auf die Besucher ihrer Grabstätte herunter. Auch wenn inzwischen die Farben des feinen Tuchs ausbleichen, in das sie gehüllt sind, sind sie dennoch sehr sehenswert. Wahrscheinlich sind es noch die originalen Tau-Taus, die an die Verblichenen erinnern sollen.

Als wir vor den Königsgräbern von Suaya standen, die nur wenige Meter von dem gleichnamigen Ort entfernt liegen, war keine Menschenseele hier zu sehen. Noch nicht einmal jemand der Eintritt verlangte. Den haben wir später im lokalen Kiosk bezahlt und wurden zugleich eingeladen zum Teetrinken.

Leider kümmert sich hier auch keinen mehr um die Gebäude, wo die einst prachtvollen Särge der Könige stehen. Der Zahn der Zeit nagt und der Dschungel holt sich wieder zurück, was ihm genommen wurde. Nichts desto Trotz strahlt dieser Ort eine besondere Stille aus und so können die sterblichen Überreste in Ruhe, ihre Reise in Jenseits vollenden.

Königsgräber von Suaya

Königsgräber von Suaya

Königsgräber von Suaya

Aufstieg in den Dschungel

Wir wissen ja inzwischen, dass auf solchen Grabfelsen meist wunderbare Aussichten oder erforschenswerte Höhlen zu finden sind. Auch bei den Königen von Sangalla probierten wir unser Glück.

Der lange Aufstieg auf einer asphaltierten Straße, so wie er im Loose* beschrieben wurde, entpuppte sich als eine arge Kraxelei an der Felswand entlang. Als wir schweißgebadet den Gipfel erreichten, fanden wir leider nur meterhohe Dschungelpflanzen um uns herum. Ein sehr schmalen Pfad, der sich aber alsbald im Dickicht verlor, konnte nur mit Machete begangen werden. Schade eigentlich, denn es wäre bestimmt ein schönen Weitblick über das Sangalla-Tal gewesen.

Königsgräber von Suaya

Da unser Fahrer noch nie was von den hängenden Gräbern von Tampangallo gehört hatte, wo wir als nächstes hinwollten, fragten wir im Dorf nach. Fehlanzeige – dort hatte man auch noch nie was davon gehört. Wir erfuhren aber zumindest, dass Tampangallo rechts an den Königsgräbern vorbei liegen sollte. 

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Babygräber von Kambira

Da wir Dank des Nachtbusses fast noch einen ganzen Tag in Rantepao hatten, packten wir nach dem Frühstück unsere sieben Sachen und deponierten sie im Büro unseres Wirts. Entlang der Hauptstraße gingen wir wieder auf die Suche nach einem fahrbaren Untersatz. Wir mussten zum Glück gar nicht so lange suchen und konnten einen Fahrer finden, der uns den Nachmittag über zu den Königsgräbern von Suaya und den Grabhöhlen von Tampangallo bringen sollte.

Babygräber von Kambira

Obwohl wir eigentlich gar nicht an den Babygräbern von Kambira interessiert waren, nötigte uns der Fahrer dorthin zu fahren. Da sie eh auf dem Weg nach Suaya lagen, sprach auch nicht wirklich was dagegen. Ein paar Kilometer vor Makale biegt man links ein auf eine Seitenstraße. Nach wenigen Kilometern wurde sie immer schmäler und als wir dann nochmal in Richtung Süden abbogen, passte gerade noch unser Auto drauf. 

In Kambira fand gerade eine traditionelle Hochzeitszeremonie statt, so dass niemand an unserem Eintrittsgeld interessiert war. Das kleine Toraja-Dorf war festlich geschmückt und man sah deutlich den Unterschied des Standes. Die etwas niedergestellten Einwohner des Dorfes saßen mehr Abseits mit Bastmatten am Boden, die wohlhabenderen unter den Tongkonans.

Im kleinen Bambuswald befand sich der Babygrabbaum (baby grave tree oder Liang Pia). Wenn ein Kind noch als Säugling verstirbt und noch keine Zähne hat, dann begraben die Toraja ihn in speziellen sehr harzreichen Bäumen. Jeder Säugling erhält dort eine kleine Höhle, die mit einer kleinen Abdeckung aus Naturfasern verschlossen wird und nach einigen Jahren ist das Loch dann wieder zugewachsen. Das Harz der Bäume soll die Säuglinge nähren und sie sollen zusammen mit dem Baum wachsen. Eigentlich ein sehr schöner Brauch und ein tröstlicher Gedanke. Leider geraten diese Bräuche auch hier langsam in Vergessenheit, da viele Torajas in die Städte ziehen. 

Babygrabbäume von Kambira

Babygräber von Kambira

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Die Felsengräber von Rantepao am Ende einer Trekkingtour

Wanderung durch die Reisfelder

Als ich mich von dem Schock erholt hatte, setzten wir unsere Trekking fort.

Nach einem kurzen Stück, entlang der viel befahrenen Straße, führte unser Weg über eine morsche Hängebrücke. Sie schwankte beim Überqueren deutlich, leitete uns aber wieder direkt in die satt grün leuchtenden Reisfelder. Hinter einem Dorf mit zahlreichen Toraja-Häusern erreichten wir die Felsengräber von Rantepao, die zumindest in unseren Reiseführern gar nicht erwähnt waren, aber unbedingt einen Besuch wert sind.

Sulawesi Rantepao

Sulawesi Rantepao

Sulawesi Rantepao

Sulawesi Rantepao

Sulawesi Rantepao

Sulawesi Rantepao

Sulawesi Rantepao

Die Felsengräber von Rantepao

Die Gräber an sich sind zwar nicht so sehenswert, wie die in

aber wenn man den Stufen, die rund um den Berg führen, folgt, dann kommt man auf den Gipfel des Karstfelsens. Von dort hat man einen genialen 360° Rundumblick über die Reisfelder, die Bergmassive und Rantepao. 

Sulawesi Felsengräber von Rantepao

Sulawesi Felsengräber von Rantepao

Sulawesi Felsengräber von Rantepao

Rantepao Reisfelder

Rantepao Rundumblick

Alles in allem ist es eine wunderschöne Wanderung von Batutumonga nach Rantepao, vielleicht bei feuchter Witterung etwas anspruchsvoller, da die steilen Passagen die Berge runter sehr rutschig sein können, ansonsten ist es aber nicht sehr anstrengend und auch nicht zu lang.

Sleeper Bus nach Makassar


Gestern Abend sind wir die Hauptstraße von Rantepao hoch und runter gelaufen, um unsere Weiterfahrt nach Makassar zu organisieren. Wir hatten gehört, dass es sehr bequeme Nachtbusse geben soll. Viele der Busgesellschaften zeigen den Sitzplan und Bilder ihrer Busse. Bei einer Gesellschaft stand gerade ein Bus vor der Tür,  den wir gleich mal Probe saßen. Das Ergebnis war ernüchternd, Jürgen hatte nicht wirklich Beinfreiheit im größten VIP-Bus. 

Um so angenehmer waren wir von der Busgesellschaft Bintang Prima überrascht, die hatte nämlich einen Sleeper Bus, wo es im hinteren Teil acht Betten gab. Die Fahrt ist mit 210.000 IDR zwar etwas teurer, aber was ist das schon, wenn man ausgeruht ans Ziel kommt? Der Bus fuhr auch noch den Flughafen nach Makassar, wo durch wir uns auch noch die Fahrt vom Busbahnhof zum Flughafen sparen und einen weiteren Tag in Rantepao verbringen konnten.

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Schöne Wanderung von Batutumonga nach Rantepao

Sulawesi Rantepao Pasar Bolu

Heute war früh Aufstehen angesagt, Jürgen hat uns eine schöne Wandertour geplant. Sie sollte uns von Lempo, Batutumonga nach Tariku bringen und von dort aus zurück nach Rantepao.

Wie schön, dass man hier nie lange auf ein Bemo warten muss, denn es nieselte etwas. Als wir den Pasar Bolu erreichten, schüttete es allerdings bereits aus Kannen und so schlenderten wir noch ein wenig über den überdachten Markt.

Das Busterminal, ein großer Matschparkplatz, liegt direkt neben dem Markt. Von hier aus fahren Busse oder Autos zu den Orten in den Bergen. Ein Fahrer war schnell gefunden und die 20.000 IDR pro Person geschenkt. Eine Oma stieg noch dazu und schon ging es los durch die Reisfelder, die sich direkt an Rantepao anschlossen. Danach nahmen wir Kurs auf die Berge.

Extreme Steigungen

Es ist schon erstaunlich, dass man auf so wenigen Metern so viele Höhenmeter überwinden kann. Hauptsache, wir müssen sie nicht hochlaufen. Wir baten den Fahrer, uns an der Kirche in Lempo rauszulassen, wo wir uns als erstes gleich wieder unterstellen mussten.

Nur drei von uns hatte eine Jacke bzw. Hoodie dabei, keiner eine Regenjacke, denn eigentlich war gutes Wetter angekündigt. Auf 1200m ist es erstaunlich frisch, was durch den Wind nicht besser wurde. Am nächsten Kiosk kauften wir den gesamten Vorrat an Regencapes, es gab aber leider nur drei.

Wir liefen die Straße in Richtung Batutumonga, die normalerweise fantastische Ausblicke ins Tal über die Reisfelder bieten sollte. Wir sahen nur Wolken.

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Batutumonga mit wunderbarer Aussicht

Als wir zum Mentirotiku Homestay kamen, beschlossen wir, schon um 11 Uhr Mittag zu essen. Hier kann man in richtigen Toraja-Häusern übernachten. Ein wunderschönes Fleckchen mit einer fantastischen Aussicht über die ganze Ebene von Rantepao, wie wir später feststellten, als der Regen aufhörte und die Wolkendecke aufriss.

Sobald die Sonne da war, wurde es schnell heiß, ein Glück ging unser sehr schlechter und steiler Weg durch Bambuswälder, die Schatten spendeten. Die Reisfelder kaskadieren bis runter nach Rantepao, die Bergflanken waren mit dichtem Dschungel oder Bambus bewachsen. In den Reisfeldern liegen riesige Findlinge, manche haben ein Grab im Stein.

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Mitten im Wohnzimmer gelandet

Als es nochmal anfing zu regnen, wollten wir uns wieder in eine Kirche flüchten und wurden auch von einer Dame freundlich herangewunken. Die vermeintliche Kirche stellte sich aber als Wohnzimmer einer Familie heraus. Wir wurden sogleich mit zuckersüßem Tee bewirtet. Die nette Gastgeberin hatte alle Mühe, ihren neugierigen Hahn ständig wieder aus dem Wohnzimmer zu werfen, der auf der Suche nach Futter war. Abgesehen von ein wenig Zeichensprache war leider keine große Verständigung mit der Familie möglich, nur die scheuen Kinder freuten sich über unsere Süßigkeiten-Vorräte.

Keine Ahnung, wie oft wir heute schon Hello sagen durften, aber überall wird man freudig empfangen. Teilweise sitzen regungslose alte Leute vor der Hütte und man ist sich nicht sicher, ob sie echt sind oder ein Tao-Tao.

Unten in Tariku angekommen, fragten wir in einem Kiosk, ob wir mal auf Toilette durften. Das war wohl das stille Örtchen mit dem schönsten Ausblick über den Fluss, die Reisfelder und die Berge, den man sich vorstellen kann.

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Sulawesi Batutumonga

Rutsch in die Kloschüssel

Noch nie war ich über ein kalte Dose Cola so dankbar! Auf der Toilette war ich mit dem Fuß in die Schüssel gerutscht und mit dem Schienbein auf ein Kante und dem Knie auf den Boden geknallt. Die große dunkel verfärbte Beule ließ sich mit der Cola-Dose perfekt wegkühlen, so dass wir unsere Wanderung zu Fuß fortsetzen konnten.

Die Wanderung führte uns im weiteren Verlauf zu den Felsengräbern von Rantepao mit ganz besonderen Ausblicken über das Karstgebirge und die Reisfelder.

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Mit dem Bemo zu den Felsengräbern in Lemo

Heute ließen wir es langsam angehen und starteten erst nachdem Mittagessen. Wir suchten uns ein Bemo das in Richtung Makale unterwegs war (10.000 IDR/Person), was uns in das 10 km entfernte Londa bringen sollte. Der Fahrer wusste den Platz optimal zu nutzen, so dass wir auf den beiden Rückbänken jeweils zu viert (plus Kleinkind) saßen. Wohl gemerkt, die Autos hier sind relativ schmal! Wir waren froh den Kilometer von der Hauptstraße nach Lemo laufen zu können.

Bei den Felsengräbern in Lemo

Die Felsengräber von Lemo lagen landschaftlich sehr schön in den Reisfeldern und haben mehrere Balkone mit Tau-Taus. Dafür gab es aber keine Höhlen und auch keine Gräber der einfachen Leute am Fusse des Felsens. Der Name kommt von der Limone, weil der Felsen so geformt ist. Die meisten Tau-Taus stammen aus dem 20. Jahrhundert.

Dafür, dass gerade Hauptsaison ist, war hier so gut wie gar nichts los, also genauso wie schon in Londa, hatten wir diese Grabstätte für uns alleine. Selbst in Rantepao wir ja auch nicht sehr viele Touristen gesehen.

Felsengräber von Lemo

Felsengräber von Lemo

Felsengräber von Lemo

Felsengräber von Lemo

Felsengräber von Lemo

Felsengräber von Lemo

Der Tau-Tau-Macher

Wenn man an der Felswand links vorbei läuft, landet man bei einer Ansammlung von Hütten, wo Tau-Taus zum Verkauf angeboten werden. In den Werkstätten sieht man aber auch, wie die Tau-Taus aus dem Holz geschlagen und die Gliedmaßen angesteckt werden. Anschließen werden sie bemalt und erhalten ihre Kleidung.

Der Beruf des Tau-Tau-Machers darf nicht von Jedermann ausgeübt werden, sondern das Recht wird vererbt. Früher dienten die Tau-Tau-Hersteller einem Adeligen, heute sind es freischaffende Handwerker. Tau-Taus sind nicht billig, man zahlt oft mehrere Büffel für das Ebenbild des Toten, welche die Besitztümer mit ins Reich der Toten nehmen sollen.

Tau-Tau, Lemo

Tau-Tau, Lemo

Reisspeicher, Lemo

Felsengräber von Lemo

Felsengräber von Lemo

Felsengräber von Lemo

Felsengräber von Lemo

Genau wie schon auf dem Hinweg, hielten wir uns einfach ein Bemo an der Hauptstraße an, welches uns nach Rantepao zurückbrachte.

Für den nächsten Tag hatte Jürgen ein Trekkingtour für uns geplant. Um nicht wieder nur auf Navigation mit Google Maps angewiesen zu sein, hatte er eine weitere App gekauft. Diese verfügte über Offlinekarten von Sulawesi und man konnte dort die GPX-Datei von komoot reinladen.

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Die Felsengräber von Londa auf eigene Faust erwandert

Wanderung von Kete Kesu nach Londa

Von Kete Kesu aus gingen wir ein kleines Stück in Richtung Hauptstraße zurück und bogen dann links in Richtung Süden auf einen schmalen Weg ab. Irgendwie hatte uns Jürgen verschwiegen, dass wir erstmal einige Höhenmeter zu bewältigen hatten, bevor es mit gemäßigter Steigung weiterging. Ausgerechnet heute hatten wir mal blauen Himmel. Glücklicherweise hat jede Häuseransammlung auch einen Kiosk, wo wir uns ständig mit Wasser eindeckten. An jedem Haus wurden wir mit einem freundlichen Hello gegrüßt und wir setzten die wunderschöne Wanderung durch die Berge fort. Überall werden neue Häuser im Toraja-Stil gebaut oder alte restauriert. 

Die Holzwände sind meist geschnitzt und aufwendig bemalt. Ursprünglich werden die Häuser nur mit Bambus gedeckt. Heutzutage kommt aber noch eine Schicht rotes Wellblech oben drauf, damit es etwas länger hält. Denn durch die starken Regenfälle und die Luftfeuchtigkeit, verwittert der Bambus sehr schnell.

Wir dachten immer, dass es nur ein paar gut erhaltene Toraja-Häuser für Touristen gibt, aber die Menschen leben tatsächlich in diesen Häusern und es gibt viele dieser kleinen Toraja-Dörfer. Dass die Torajas Christen sind konnte man bei unserer Wanderung auch mehrfach feststellen, den hier und da sieht man Kirchen.

Toraja-Haus, Wanderung von Kete Kesu nach Londa

Kirche Wanderung von Kete Kesu nach Londa

Querfeldein durch Reisfelder

Landschaftlich war die Wanderung traumhaft. Nachdem wir die Steigungen überwunden hatten, kamen wir in ein weites Tal mit Reisfeldern, das von hohen Karstbergen eingefasst war.

Bisher war die GoogleMaps-Karte immer recht gut, aber dann standen wir an einer Kreuzung, wo rechts hätte eine Straße sein sollen, wir aber nur Reisfelder vorfanden. Wir suchten uns unseren eigenen Weg durch die Reisfelder und hofften, dass wir nicht auf einen Büffel oder Schlangen treffen würden. Bewässerungskanäle und ungünstig abgestelltes landwirtschaftliches Gerät, erschwerten unsere Tour, aber letztendlich schafften wir es wieder auf eine anständige Straße zu kommen, die uns direkt ans Ziel brachte: Die Felsengräber von Londa.

Wanderung von Kete Kesu nach Londa

Wanderung durch Reisfelder von Kete Kesu nach Londa

Wanderung durch Reisfelder von Kete Kesu nach Londa

Die Felsengräber von Londa

Auch hier durften wir wieder einen Eintritt von 20.000 IDR pro Nase entrichten. Es ist sehr angenehm, wenn man als Familie nicht ständig Unsummen an Eintrittsgeldern zahlen muss. In der Regel ist Mattis sogar kostenlos, Svenja zahlt nur manchmal, weil nach der Körpergröße beurteilt wird. Inzwischen war es später Nachmittag und wir hatten das Areal für uns ganz alleine.

In Londa hat man auch eine Felswand mit Gräbern und einen Balkon, der voll mit Tau-Taus war. Sie sahen so echt aus, dass man den Eindruck hatte von oben herab beobachtet zu werden. Dass es sich um adelige Verstorbene handelt, sieht man schon an der würdevollen Kleidung und Haltung der Tau-Taus. Je höher der gesellschaftliche Status, desto höher liegt der Sarg in der Felswand.

Auch hier gab es ein Höhlensystem, wo Särge abgestellt wurden. Schon ein wenig gruselig, da nicht mehr alle Särge geschlossen waren und man Einblick auf Gebeine und Mengen an Zigaretten hatte. 

Tau-Taus, Felsengräber von Londa

Särge, Felsengräber von Londa

Tau-Taus, Felsengräber von Londa

Särge, Felsengräber von Londa

Särge und Tau-Taus, Felsengräber von Londa

Totenköpfe, Felsengräber von Londa

Felsengräber von Londa

Als wir die 2 km zurück zur Hauptstraße gewandert waren, hatten wir eindeutig genug vom Laufen. Eigentlich hätten wir uns noch gerne die Felsengräber von Lemo angeschaut, aber das verschoben wir auf morgen und hielten uns ein Bemo an. Wir quetschten uns zu den anderen Mitfahrern und ließen uns nach Rantepao zurückbringen. 

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