Archive | Languedoc-Roussillon

Viele Weinanbaugebiete, aber auch malerische alte Städte, wobei von allen Carcassonne heraussticht.

Shopping in Montpellier

Da sich so langsam die Möglichkeiten, was man in der Nähe sich alles anschauen kann, erschöpften, legten wir – nach so viel Kultur – einen Shopping-Tag in Montpellier ein.

Triumphbogen Porte du Peyrou

Nachdem wir endlich einen Parkplatz in einer der engen Tiefgaragen unter der Stadt gefunden hatten, überraschte uns ein gigantischer Triumphbogen, der hinaus zur Promenade du Peyrou führte. Einem Park, der prachtvolle Pavillons mit riesigen Zisternen beinhaltet. Das Wasser kam aus den Cévennen über einen Aquädukt, der noch sehr gut erhalten direkt an den Park angrenzt.

Montpellier, Frankreich

Montpellier, Frankreich

Montpellier, Frankreich

Montpellier, Frankreich

Place de la Comédie

Der Place de la Comédie mit seinen ovalen Häusern und der angrenzenden Oper haben echt Flair. Hier treffen sich die Einheimischen in den Cafés und genießen das herrliche Ambiente.

Montpellier, Frankreich

Montpellier, Frankreich

Neben vielen kleinen, aber sehr exklusiven Geschäften, gibt es auch noch große Einkauftempel, wie das Polygone. Das ist aber, wie die meisten Shopping Malls auf dieser Erde, so austauschbar.

Montpellier hat uns sehr gut gefallen, eine Stadt, wo es sich Leben lässt.

Montpellier, Frankreich

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Durch die mittelalterlichen Gassen von Carcassonne

Cité von Carcassonne

Da Svenjas Knie sehr gut heilt und sie wieder gut laufen kann, machten wir uns auf den Weg ins 120 km entfernte Carcassonne, um zu überprüfen, ob das Spiel irgendeine Ähnlichkeit mit der Realität hat. Um es vorweg zu nehmen, es übertrifft alle Vorstellungen! Auf einer Bergkuppe sitzt die Stadt, umgeben von einer hohen komplett intakten Burgmauer mit vielen Wehrtürmen.

Carcassonne, Frankreich

Wenn man über die Zugbrücke geht, steht man vor dem nächsten Verteidigungsring, einer ebenso hohen Mauer. Da sich die Besucher, durch das nächste Burgtor schieben, biegen wir lieber mal links ab und setzen unseren Weg auf den ungesicherten Burgmauern fort und gelangen zu einem kleinen Seitentor in der Nähe der Basilika. Auch die Häuser sind erstaunlich gut erhalten und man kann sich lebhaft das mittelalterliche Treiben hier vorstellen.

Carcassonne, Frankreich

Carcassonne, Frankreich

Carcassonne, Frankreich

Château comtal

In der Stadt liegt dann noch das Schloss, welches ebenso umgeben ist mit Burggraben und hohen Burgmauern und Türmen. Kaum zu glauben, dass diese Stadt mehrfach eingenommen wurde. Das Schloss ist nur mit einem Ticket betretbar, was sich aber auf jeden Fall lohnt. Mit 8,5€ ist es auch recht günstig, wenn man bedenkt, dass die Kinder unter 18 frei sind. Im Schloss selbst sind jetzt nur Räume aus rohem Stein zu sehen mit einigen steinmetztechnischen Fundstücken und ein paar Sarkophagen, aber man hat auch Zugang zu zwei Mauerabschnitten, die einen wunderbaren Blick über die Stadt und das Land bieten, mit viel Turmtreppchen hoch und runter.

Carcassonne, Frankreich

Carcassonne, Frankreich

Kathedrale Saint-Michel de Carcassonne

Carcassonne, Frankreich

Carcassonne, Frankreich

Carcassonne, Frankreich

Auf dem Weg zum Haupttor ging es vorbei an vielen Souvenirshops, erst jetzt merkten wir, wie viel hier eigentlich los war. Kaum vorstellbar, was hier abgeht, wenn die Franzosen und andere Länder Schulferien haben.

Carcasonne

Um die mittelalterliche Stadt herum hat sich über die Jahrhunderte hinweg eine relativ große Stadt angesiedelt, von der man, wenn man die Brücke über die Aude überquert, ein sehr gutes Gesamtbild von der Altstadt auf dem Berg bekommt. Auf jeden Fall kann man sagen, dass Carcassonne die schönste mittelalterliche Stadt ist, die wir bisher gesehen haben.

Carcassonne, Frankreich

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Fahrradtour zum Canal du Midi

Heute wollten wir mal einen Faultiertag machen, aber dann wurde es uns zu langweilig und wir machten uns mal ohne Kinder auf zu einer Fahrradtour. Auf einem Fahrradweg gelangten wir nach Marseillan, was an einem riesigen Étang liegt, aber eher ruhig und verträumt wirkt. Über einen Wirtschaftsweg der Weinbauern radelten wir in Richtung Agde bis wir den Canal du Midi erreichten. Wir dachten der Fahrradweg entlang des Kanals wäre gut ausgebaut, aber in den meister Fällen stand uns nicht mehr als die Spur eines Fahrrades zur Verfügung. Da wir auf der falschen Flussseite starteten, überquerten wir verbotenerweise an einer urigen Schleuse den Kanal. Der Weg schlägelte sich durch mannshochen Schilf und gab immer wieder Blicke auf den Fluss und die dahinterliegenden Weinfelder frei.

Agde, Frankreich

Béziers, Frankreich

Was für ein Glück, dass die Kinder lieber am Wohnwagen geblieben waren, um ihre selbstdesignten Spiele zu spielen (die durchweg spielbar und spannend waren), denn dieser Teil der Tour wäre nichts für die Zwillis gewesen. Schön war sie trotzdem und hat Spaß gemacht.

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Narbonne

Wie auch schon gestern, ging es erstmal in Richtung Béziers, aber dann weiter bis nach Narbonne.

Les Halles

Praktischerweise konnten wir direkt an Les Halles parken und waren somit schon bei der ersten Sehenswürdigkeit, die wir erkunden wollten, nämlich bei den Markthallen. Vom Fisch über Fleisch, Käse, Brot, Obst und Gemüse war hier alles zu haben, so konnten wir ganz nebenbei auch gleich unsere Einkäufe erledigen.

Narbonne, Frankreich

Narbonne, Frankreich

Narbonne ist eine sehr ansprechende Stadt mit vielen schönen alten Gebäuden und einer 2500 Jahre alten Geschichte. Da sie nicht sehr touristisch ist, kann man genussvoll durch die Gassen und Geschäfte schlendern und ganz nebenbei auch noch den zentralen Platz mit seinem mächtigen Rathaus bestaunen.

Rathaus

Narbonne, Frankreich

Narbonne, Frankreich

Narbonne, Frankreich

Entlang der Aude, so heißt der Fluss, der durch Narbonne fließt, gelangten wir zur Rückseite der Kathedrale.

Kathedrale St-Just

Aus Geldmangel wurde sie nicht ganz fertig gestellt und dort, wo man eigentlich den Altar aufstellen würde, standen zwar schon teilweise die Mauern, aber man hatte einfach den schon fertigen Teil zugemauert.

Narbonne, Frankreich

Narbonne, Frankreich

Im Inneren, stand die imposante Orgel an der Stelle, wo man normalerweise den Altar steht. Alles sehr strange, aber trotzdem sehr eindrucksvoll, weil sie dennoch sehr hoch war. Durch einen Seitenausgang, gelangte man in einen wunderschönen Hof mit Kreuzgängen.

Narbonne-Plage

Auf dem Rückweg fuhren wir über Narbonne-Plage, wo wir uns die örtliche Salzgewinnung in den Salinen anschauten. Teilweise verfärben sich die Becken, in denen das Salzwasser langsam durch Sonne und Wind verdunsten, rot. Wenn sich das Salz zu Kristallen formiert hat, wird es durch etwas weniger malerische Bulldozer weggeschoben. Das Salz wird dann noch mit verschiedenen Kräutern oder Gewürzen verfeinert, das feine Fleur du sel hingegen wird in winzigen Tiegeln für sehr viel Geld auf den Markt gebracht.

Narbonne-Plage, Frankreich

Narbonne-Plage, Frankreich

Narbonne-Plage, Frankreich

Narbonne-Plage, Frankreich

Svenja hält sich tapfer und ist gut zu Fuß dabei, sie hat alles gut weggesteckt und da die Wundheilung bei Kinder viel schneller von Statten geht, als bei Erwachsenen, besteht die begründet Hoffnung, dass sie nächste Woche ohne zugetape Wunden rumlaufen kann.

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Schon wieder hat es Svenja erwischt

Die Kinder waren gerade auf dem Rückweg mit dem Rad von einem Campingplatz, deren Rutschen und Schwimmbecken auch von uns mitbenutzt werden kann, dabei muss Svenja wohl mit der Badelatsche am Asphalt hängen geblieben sein und ist dann vom Rad gesegelt. Kein schöner Anblick, da vom Knie abwärts alles aufgeschürft war. Der Zehennagel war sauber horizontal abgetrennt, nur leider im Nagelbett. Das Schienbein völlig verdengelt, aber nur blaue Flecke und Schürfwunden. Das Knie hingegen war bis auf die letzte Hautschicht aufgerissen und feiner Sand hatte sich tief drin abgelagert. Da sich der Sand durch Auswaschen der Wunde immer noch hartnäckig hielt, konsultierten wir dann doch die ortsansässige Ärztin. Eigentlich hatte die gute Frau gerade Mittagspause, nahm uns aber sofort ran, als sie das Knie sah. Zeh und Knie wurden fachmännisch verbunden und wir verließen die Praxis mit einem ellenlangen Rezept. Für die nächsten 6 Tage ist absolutes Wasserverbot angesagt, dafür gibt es zum Schlucken Antibiotika und ebenso zum Schmieren. Jetzt sind wir gut ausgestattet mit antiseptischen Spray, Wundschutzgitter, sterilen Kompressen und 10m Klebevlies, die wir bestimmt auch verbrauchen werden.

Svenja trägt es mit Fassung und kann das Bein inzwischen auch schon wieder ganz gut bewegen. Jetzt ist nur zu hoffen, dass es sich nicht entzündet. Bilder vom Bein erspare ich Euch lieber…

Verbandszeugs

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Béziers und Roquebrun

Béziers

Etwas westlich von uns liegt Béziers. Sonntags ist es in Frankreichs Städten wie ausgestorben, wogegen wir nicht wirklich was haben. Am Marktplatz steht ein schönes Rathaus und etwas weiter die wunderschöne Kathedrale, welche durch ihre klare Formen und mit einer schönen Orgel besticht.

Béziers, Frankreich

Béziers, Frankreich

Béziers, Frankreich

Da dieser Teil der Stadt auf einem Berg liegt kann man von der Kathedrale runter auf den Fluss blicken, der sich sehr idyllisch durch die Landschaft zieht und über ein Wehr fließt. Die alte Steinbrücke rundet das Ganze zu einem perfekten Postkartenmotiv ab.

Béziers, Frankreich

9 Écluses

Etwas außerhalb finde man die 9 Écluses, das sind nacheinander neun Schleusen, die den Canal du midi vom Atlantik bis zum Mittelmeer befahrbar machen. Gerade zwängten sich drei Boote in die Schleusen und versuchten stromaufwärts zu kommen, dabei müssen sie über 20m auf 300m überwinden. Da sich die Becken relativ schnell mit Wasser füllen, werden die Freizeitkapitäne bald erlöst, da sie unter stetiger Beobachtung zahlreicher Schaulustiger stehen, die dem Spektakel beiwohnen. Abgesehen davon, ist das bestimmt auch ein sehr entspannter Urlaub, wofür man noch nicht mal einen Bootsführerschein braucht.

Béziers, Frankreich

Roquebrun

Da es erst später Nachmittag war, beschlossen wir nach Roquebrun zu fahren, schon von weitem sah man die winzige Stadt, über ein Tal voller Weinreben hinweg, am Berg kleben – sehr malerisch! Für eine Kajaktour den Orb runter waren wir leider schon zu spät dran, so blieb uns nur noch der Gang über die schnuckelige alte Brücke übrig und die Besteigung bis hoch zur Kirche. Ich frag mich, wie die Leute ihren Einkauf hoch in ihre Häuser bekommen, da man nur über Treppen und schmale Gässchen hochkommt.

Roquebrun, Frankreich

Roquebrun, Frankreich

Etwas diffizil stellte sich die Suche nach einem Restaurant raus. Wenn wir mal eines gefunden hatten, hatte es auch noch zu. So blieb uns nichts anderes übrig, als doch mal in unserem Ort Essen zu gehen.

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Fahrradtour nach Agde

Touren planen mit Komoot

Heute ist etwas Bewegungsprogramm angesagt. Jürgen hat die geniale App komoot gefunden, mit der man on- und offline Wander- und Fahrradtouren planen kann. Für die Offlinekarten muss man, wenn es im Angebot ist, 20€ berappen, aber das sind sie allemal auch wert. Man markiert dann nur noch die Punkte, die man sich anschauen möchte, Vorschläge für Sehenswürdigkeiten, Restaurants, etc. sind auch enthalten, und komoot plant die Tour. Man wird schon manchmal etwas seltsam angeschaut, wenn eine nette Frauenstimme aus der Hosentasche verkündet, dass man rechts abgiegen soll, aber ansonsten war die Tour perfekt und ohne hätten wir den Weg niemals durch das Gewirr von Straßen gefunden, zumindest nicht die Fahrradwege, die zwar zahlreich sind, aber total unbeschildert.

Um von Marseillan-Plage nach Agde zu kommen, muss man erstmal den Radweg entlang einer sehr stark befahren Rue National nehmen, dafür hat man auf der anderen Seite aber ein Naturreservat mit typische Camargue-Landschaft mit Steppengräsern und kleinen Étangs.

Agde

Am Marktplatz von Agde ließen wir unsere Fahrräder zurück, um den Rest der Stadt zu Fuß zu erkunden. Die engen Gassen sind gesäumt von schiefen Häusern, am Kanal steht eine Kathedrale aus schwarzen Basalt mit einer tollen Barockorgel.

Agde, Frankreich

Agde, Frankreich

Port du Cap d’Agde

Mit den Rädern ging es weiter an die Küste, dort befindet sich der Port du Cap d’Agde. Die gigantisch Hafenanlage, mit vielen tausend Booten, ist wie ein ausgefranster Tropfen mit Inseln, die einen Amüsementpark beheimaten. Das ein oder andere nette Segelschiff ist auch dabei und eine Menge protziger Jachten.

Agde, Frankreich

Hier steppt echt der Bär, entlang der Uferpromenade reiht sich ein Restaurant ans nächste und ein Shop folgt auf den anderen. Irgendwann hatten wir uns durchgekämpft und den Hafen hinter uns gebracht.

Cap d’Agde

Von einem Aussichtspunkt, die einzige Erhebung an dieser Küste weit und breit, hat man einen gut Blick auf eine Bucht mit schwarzen Strand, danach folgt wieder weißer Sandstrand.

Agde, Frankreich

Zurück fuhren wir mitten durch das Naturreservat, vorbei an Bäumen, deren Äste sich unter dem Gewicht der zahlreichen Vögel bogen.

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Ans Meer nach Marseillan-Plage

Unsere Zeit in den Cévennen war leider schon um und wir mussten zu unserem nächsten Campingplatz nach Marseillan-Plage weiterreisen. Da es nicht so ewig weit war, sind wir diagonal über Landstraßen dorthin gegondelt. So weit das Auge reicht, sieht man Weinfelder mit blauen Trauben, irgendwo muss ja der viele Languedoc-Wein auch herkommen. Bei Sète erreichten wir den ersten Étang und dahinter war das Meer zu sehen. Leider gibt es hier keine schöne Felsküste, sondern nur langweilige Sandstrände.

Wein, Marseillan-Plage, Languedoc

Das nächste Mal schauen wir uns die Lage des Campingplatzes mit Google-Streetview zuvor an, dann sind wir nicht so geschockt, wenn wir einen Kilometer lang an Tourishops und Restaurants vorbei müssen. Aber Campingplätze mit direktem Meerzugang sind rar und unser 5-Sterne-Campingplatz scheint auch bis zum letzten Platz ausgebucht zu sein. Wir hatten einen schattigen, ruhigen Platz reserviert, was auch der Realität entsprach. Die Kinder erkundeten schon mal das Wasserparadis, den Strand und mit dem Rad die komplette Anlage und waren für die nächsten Stunden verschwunden.

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