Die Rücksäcke ließen wir wieder im Guesthouse und stiegen auf den Pickup, der uns ins Amazonasbecken  bringen sollte. Zu dieser frühen Stunde war es noch eiskalt, aber wunderschön. Mitten auf der schlechten Straße durch den Dschungel hielt der Fahrer. Eigentlich dachten wir, dass wir uns mit anderen Dschungeltourteilnehmern irgendwo treffen würden, aber Sebastian hat uns eine privat Tour organisiert. Was für ein Aufwand und nur für uns: der Kolumbianer Andrés unser Englisch-Spanisch Dolmetscher, der Englisch sich selbst beigebracht hat, Sandró unser Guide (Sebastians Neffe) und José unser Koch und Packesel, der nur Shuar sprach.

An der Dschungelstraße lag ihre kleine Community. Stolz zeigten sie uns die Schule, das Bad und die Gemüsegärten, bevor es über ein heißes Maisfeld zum Dschungel ging. Sandró erklärte uns viele Pflanzen, bald wussten wir aus welcher man im Ernstfall Wasser gewinnen konnte und was gegen Bauch- oder Kopfschmerzen hilft. Auch wenn der Griff in der Termitenhügel etwas Überwindung kostet, verrieben auf der Haut schützten uns die krabbeligen Tierchen vor Moskitostichen. Eine Frucht wurde zum kleinen Farbtopf und wir erhielten ausgehfertige Stammesbemalung. Nach einiger Zeit lernten wir die geliehenen Gummistiefel schätzen, da wir schienbeintief durch den Matsch stapften.

Dschungeltour

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Nach 3 1/2 Stunden war unser Tagesziel schon erreicht, eine Wildhüter-Hütte mit Veranda, auf einer Klippe mit fantastischem Ausblick über den Regenwald. Über einen halsbrecherischen Weg gingen wir alleine zum Wasserfall, wo wir uns duschen konnten. Plötzlich wurde es dunkel und wir schafften es gerade noch den glitschigen Weg zurück, bevor es so richtig heftig losprasselte. Es war einfach nur genial den Regen runterrauschen zu sehen und danach zu erleben, wie der Regenwald wieder aus seiner Erstarrung erwachte.

Dschungeltour

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Später gab es dann das beste Essen, dass wir bisher in Ecuador bekommen hatten. José hatte ein paar Fische gefangen und leckeres Gemüse dazu gemacht.