Um 1 Uhr nachts – für vietnamesische Verhältnisse schon fast morgens – kommen wir in Hanoi an. Wir sind heilfroh, dass wir das Hotel bereits im Voraus gebucht haben, um die Uhrzeit wäre es sonst fast unmöglich, eine Unterkunft zu finden. Sogar der Fahrer von unserem Hotel ist noch da, um uns abzuholen – wir sind echt dankbar (sogar Taxis gab’s um die Uhrzeit nicht mehr, wie wir später von den Brasilianerin erfahren haben). Auf der Autobahn in die Stadt rein ziehen viele Menschen ihren Ochsenkarren bepackt mit Obst und Gemüse. Um den “Stau” zum Markt zu umfahren, biegt der Fahrer in eine ziemlich verwahrloste Gegend ab, uns wird etwas mulmig zu mute. Nach einiger Zeit gelangen wir aber unversehrt zu unserem Hotel in der Altstadt und fallen todmüde ins Bett.

Am Morgen schlafen wir erstmal aus (bis 9 Uhr;-), dann machen wir uns auf den Weg, die Altstadt von Hanoi zu erkunden. Am See nehmen wir ein Cyclo, das uns eine Stunde durch die Altstadt fährt  – fühlen uns so richtig wie Touristen…

Hanoi -Rickscha

Anschließend laufen wir zu Fuß weiter durch die Altstadt, die zwischendurch tolle alte Häuser aus der französischen Kolonialzeit zu bieten hat. Besonders interessant sind die Tunnelhäuser, die an der Vorderseite kaum breiter sind, wie ein Handtuch, dafür ziemlich weit nach hinten reichen. Überall sind kleine Läden im Erdgeschoss der Häuser, auch hier gibt es ein nach Straßen sortiertes Angebot.

Hanoi - Haus im französischen Stil

Wir nehmen ein Cyclo in Richtung West Lake, um uns die One-Pillar-Pagode anzuschauen. Die Pagode war dann doch nicht dort, wo wir sie erwartet haben, sondern im Komplex des Ho-Chi-Minh-Mausoleums, dass aber schon geschlossen war.

Hanoi - See

Am Abend sind wir ins Water-Puppet-Theatre gegangen, wo Puppen unter Wasser über eine Mechanik gesteuert werden –  nett, wenn auch etwas zu lang für unseren Geschmack. Interessant war auch das Orchester, das an der Seite der Bühne saß und die Vorstellung mit exotischen Instrumenten untermalt hat.

Auch hier mache die Kneipen früh zu, wie wir am Abend feststellen mussten. Da aber unser Hotelzimmer, mit Abstand das Beste auf unserer Reise, über Minibar und Sitzecke verfügt, können wir unseren Schlaftrunk auch dort zu uns nehmen.