Aufstehen und Rucksackpacken geht immer schneller, aber Frühstücken dauert einfach ewig. Am Hotel fragten wir, was ein Motorrad-Lastentaxi zum Busbahnhof kostet, mit dem Effekt, dass sie uns gleich ein Pick-up-Taxi zum selben Preis bestellt hat – auch praktisch. Auffallend war, dass das Viertel mit den Guesthouses zu den schlimmsten von Kanchanaburi gehört. Der restliche Ort wirkt richtig gepflegt dagegen.

Am Busbahnhof gab es keine lateinische Schrift und niemand sprach Englisch. Schnell war klar, dass von hier aber kein Bus nach Hua Hin gehen würde, für 2500 Baht hätten wir einen ganzen Mini-Van chartern können. Wir zogen es aber vor, mit einem Pick-up-Taxi zu der Stelle gebracht zu werden, wo die “normalen” Mini-Vans als Linienverkehr abfuhren.

Geschäftstüchtig, wie der Fahrer war, wollte er uns gleich noch einen Platz für unser Gepäck verkaufen, aber wir zogen es vor, die Rucksäcke vor uns auf den Boden zu legen und die Füße drauf zu stellen. Für 220 Baht pro Nase heizten wir mit 120 km/h die Schnellstraße entlang, gut gefedert und mit Aircon.

Hua Hin

Stehklos

Nach ca. 2, 5h hielt der Van an einer Tankstelle, gerade rechtzeitig, da sich die Kids schon gemeldet hatten. Also in Deutschland hab ich selten auf einem Rasthof bessere Toiletten gesehen. Alles picco bello und wohl duftend. Nach einer kleinen Einweisung war auch Svenja zur Benutzung der Stehklos zu bewegen. Diese Toiletten sind uns unterwegs eigentlich die liebsten, nur beim Spülen muss man aufpassen, dass man wegkommt und die Füße nicht nass werden.

Obwohl unser Van direkt an der Zapfsäule stand, schien es nicht vorwärts zu gehen – kein Treibstoff, kein Druck, keine Ahnung?! Auf jeden Fall gibt es hier sehr viele Fahrzeuge, auch LKWs, die alle mit Gas fahren, also nicht wie bei uns, wo Gas eher exotisch ist.

Hua Hin

Zimmersuche in Hua Hin

Am Ende war die Fahrt doch länger, als wir erwartet hatten. Dabei waren es nur 200km, aber mehr als 4h Fahrtzeit. Zum Glück hielt der Van sehr zentral, so dass wir zu Fuß auf Zimmersuche gehen konnten. Dazu quartierten wir uns in einem Restaurant ein und bestellten was, während Alex und Svenja sich auf die Suche machten. Nachdem sie sich schon drei Gueshouses angeschaut hatten, führte uns die Kellnerin zum Hotel Sofia, welches wir sofort buchten, weil es für 600 Baht mit Abstand das Beste in der Gegend war. Große helle Zimmer mit Balkon, sehr bequemen Bett (die letzte Nacht war höllisch hart) und gutes WiFi.

Hua Hin Sonnenuntergang

Es ist schon Wahnsinn, wie schnell es hier dunkel wird. Kaum waren wir am Strand zwischen den Pieren angekommen, schon verabschiedete sich die Sonne, leider nicht im Meer, sondern im Landesinneren, mit einem absolut melodramatischen Sonnenuntergang.

Seafood bis zum Abwinken

Wir sondierten schon mal die Restaurants entlang des Meeres, um ein gutes Seafood-Restaurant zu finden. Dominiert wird die Strandpromenade vom Hilton, dass wie ein  Kreuzfahrtschiff in die See sticht. Abends sieht es recht eindrucksvoll aus, aber tagsüber ist es einfach nur ein großer Betonklotz. Während die Eltern den Wellen lauschten und die Palmen im Mondlicht betrachteten, bauten die Kinder schon wieder Sandburgen.

Hua Hin Hilton Sonneuntergang

Mit dem Chao Lay Seafood Restaurant haben wir wohl eine gute Wahl getroffen. Im Erdgeschoss konnte man dem Küchenpersonal zuschauen, wie sie in einer Affengeschwindigkeit die Speisen zubereiteten und in der oberen Etage waren bestimmt Hundert besetzte Tische, überwiegend Einheimische, und auf allen Tischen ein Meer von Köstlichkeiten.

Hua Hin Seafoad

Hua Hin Seafoad

Hua Hin Seafoad