Da es ja auf dem Hinweg geregnet hatte, blühte die Wüste nun in den verschiedensten Farben und 80km vor Vina del Mar bogen wir zur Küstenstraße ab. Vorbei an fantastischen Villen und einer Küste, die stark an die Cote d’ Azur erinnert, erreichten wir Vina del Mar. Ein schreckliches Kaff voller Bettenburgen und Discos, weshalb wir es vorzogen in Valparaiso zu nächtigen.

Eine alte Hafenstadt mit pompösen Kolonialgebäuden und alten Elektrobussen, die wie eine Straßenbahn verkehrten. Auch die steilen Berge sind besiedelt und teilweise kommt man nur im ersten Gang hoch oder mit alten Holzelevatoren. Durch den mediterranen Flair wundert es auch nicht, dass auf dem Friedhöfen viele Europäer liegen. Darunter auch eine Menge deutsche Auswanderer, die um 1850 rum ins Land gelockt wurden, sich aber hauptsächlich im Süden niedergelassen haben.

Leider hatte wegen des Nationalfeiertages alles zu, inkl. der Restaurants! Mit viel Geld und Überredungskunst machte uns ein Chinese doch noch was zu Essen.

Am nächsten Tag fuhren wir in Santiago erst mal zum Busbahnhof, besorgten Tickets und gaben unser Gepäck auf. Und als wir nach 5500 km den Wagen  zurückgaben, schluckte der Verleiher etwas, machte aber keinen Ärger.

Abends nahmen wir dann einen der geräumigen Nachtbusse (Semi-Sleeper) nach Temuco, was auch an der Panamericana liegt.