Heute ließen wir es langsam angehen und starteten erst nachdem Mittagessen. Wir suchten uns ein Bemo das in Richtung Makale unterwegs war (10.000 IDR/Person), was uns in das 10 km entfernte Londa bringen sollte. Der Fahrer wusste den Platz optimal zu nutzen, so dass wir auf den beiden Rückbänken jeweils zu viert (plus Kleinkind) saßen. Wohl gemerkt, die Autos hier sind relativ schmal! Wir waren froh den Kilometer von der Hauptstraße nach Lemo laufen zu können.

Bei den Felsengräbern in Lemo

Die Felsengräber von Lemo lagen landschaftlich sehr schön in den Reisfeldern und haben mehrere Balkone mit Tau-Taus. Dafür gab es aber keine Höhlen und auch keine Gräber der einfachen Leute am Fusse des Felsens. Der Name kommt von der Limone, weil der Felsen so geformt ist. Die meisten Tau-Taus stammen aus dem 20. Jahrhundert.

Dafür, dass gerade Hauptsaison ist, war hier so gut wie gar nichts los, also genauso wie schon in Londa, hatten wir diese Grabstätte für uns alleine. Selbst in Rantepao wir ja auch nicht sehr viele Touristen gesehen.

Felsengräber von Lemo

Felsengräber von Lemo

Felsengräber von Lemo

Felsengräber von Lemo

Felsengräber von Lemo

Felsengräber von Lemo

Der Tau-Tau-Macher

Wenn man an der Felswand links vorbei läuft, landet man bei einer Ansammlung von Hütten, wo Tau-Taus zum Verkauf angeboten werden. In den Werkstätten sieht man aber auch, wie die Tau-Taus aus dem Holz geschlagen und die Gliedmaßen angesteckt werden. Anschließen werden sie bemalt und erhalten ihre Kleidung.

Der Beruf des Tau-Tau-Machers darf nicht von Jedermann ausgeübt werden, sondern das Recht wird vererbt. Früher dienten die Tau-Tau-Hersteller einem Adeligen, heute sind es freischaffende Handwerker. Tau-Taus sind nicht billig, man zahlt oft mehrere Büffel für das Ebenbild des Toten, welche die Besitztümer mit ins Reich der Toten nehmen sollen.

Tau-Tau, Lemo

Tau-Tau, Lemo

Reisspeicher, Lemo

Felsengräber von Lemo

Felsengräber von Lemo

Felsengräber von Lemo

Felsengräber von Lemo

Genau wie schon auf dem Hinweg, hielten wir uns einfach ein Bemo an der Hauptstraße an, welches uns nach Rantepao zurückbrachte.

Für den nächsten Tag hatte Jürgen ein Trekkingtour für uns geplant. Um nicht wieder nur auf Navigation mit Google Maps angewiesen zu sein, hatte er eine weitere App gekauft. Diese verfügte über Offlinekarten von Sulawesi und man konnte dort die GPX-Datei von komoot reinladen.