Für eine Tagesgebühr von 7$ bekommen wir im Hotel ein fast nagelneues Motorrad geliehen und los geht unsere Motorradtour in Richtung Saigon, durch die wunderschöne Berglandschaft, vorbei an kleinen Wasserfällen und anderen Touri-Attraktionen.

Viele Leute kommen wohl an den kleinen Restaurants entlang der Wegstrecke nicht vorbei, denn man musste extra für uns Cola besorgen. Der Wirt versucht, mit der hier üblichen freundlichen Art, mit uns ins Gespräch zu kommen, was sich aber auf Zeichensprache beschränkt.

Wir biegen auf eine schmale Nebenstraße in Richtung Küste ein, die auch prompt schlechter wird. Ziemlich schnell lernen wir auch, dass hier immer der Stärkere Recht hat und mussten das ein oder andere Schlagloch mitnehmen, weil LKWs generell in der Mitte der Straße fahren und nie Platz machen. Vollbremsungen und einen Ausflug ins Bankett, bleiben keine Ausnahme, was den Adrenalinspiegel immer schön hoch hält.

Wir sind anscheinend eine echte Ausnahmeerscheinung hier, alle winken und lachen uns zu und man bekommt eine Ahnung wie sich der Arm von Queen Mom abends anfühlt.

Über eine sehr schmale Straße schlängeln wir uns, durch abenteuerliche Kurven einen Pass hinauf, in Richtung Dalat. Wir passieren Teeplantagen und finden einen märchenhaften Shiva-Tempel.

In der Nähe von Dalat - Shiva

In der Nähe von Dalat - Tempeldach

Nach einem Mittagessen in Dalat, gehen wir noch mal auf die Piste und fahren noch höher in der Berge. Leider endete irgendwann die Straße in einer Sackgasse. Rabenschwarze Wolken ziehen auf und begleiten uns zurück nach Dalat. Gerade mal 200m vor dem Hotel beginnt es zu tröpfeln. Mit 40km/h heizen wir noch rechtzeitig unters Hotelvordach. Der anschließende Wolkenbruch, der dann runterging, überschwemmt die komplette Straße und Sturzbäche rauschten durch den Ort.

Der Motorradverleiher heulte fast, als er den Kilometerstand seines leicht eingestaubten Rollers sah. Er konnte es nicht glauben, dass wir fast 400 Kilometer heute unterwegs waren. Unser Hintern spürte aber noch jeden davon.

Den “Rest des Abends” verbrachten wir mit ein paar deutschen Langzeitstudenten.