Ein Stunde vor Zugabfahrt sollten wir am Bahnhof sein. Rick vom South American Explorer Club erklärte uns, dass in der Hochsaisson 10 Mal soviele Leute hier Rumdrängeln. Völlig unverständlichweise, weil die Plätze nummeriert sind. Die schaukelnde Zugfahrt durch ein tolles Tal entlang eines reißenden Flusses wechselt erstaunlich schnell die Vegationszonen. Savannenartige Landschaft mit Kakteen und kurze Zeit später tieferster Regenwald. Der Zug hält auch zwischendurch mal, damit der Zugführer telefonieren kann, evtl. um sich über entgegenkommende Züge zu informieren. Kann ja nicht schaden bei Eingleisbetrieb. Eigentlich wäre es nett gewesen, den Inka-Trail zu laufen, aber nach den sinnflutartigen Regenfällen, hatte man uns davon abgeraten. Außerdem hätte man dann etwas mehr Zeit zur Aklimatisierung gebraucht.

Zufahrt nach Aquas Calientes

Zufahrt nach Aquas Calientes

Zufahrt nach Aquas Calientes

In Aquas Calientes war die Hölle los und wir schauten, dass wir schnell ein Busticket zum Machu Picchu (2430m) bekamen, für 700 Höhenmeter Aufstieg hatten wir leider keine Zeit. Kein Wunder dass Machu Picchu so lange unendeckt geblieben ist: Wie aus dem Nichts taucht es hinter einer Kurve aus den Wolken aus. Mit Worten lässt sich dieser Ort nicht wirklich beschreiben, denn ein Großteil macht die Stimmung aus: der Regenwald, die fast senkrecht abfallenden Felswände, die Terrassen und Gebäude und das Wolkenspiel. Man fühlt sich wie im Traum, wenn man von höhergelegener Stelle auf die Anlage runterschaut und im nächsten Augenblick alles in den Wolken verschwindet. Es ist unglaublich, wie die Inkas die Steine mit so einer Präzession aneinander passen konnten und jedes Fleckchen, und wenn es noch so steil war, wurde in Terrassen angelegt, um Getreide oder Gemüse anzubauen. Eine kleine Stadt, autark und verwunschen auf der Spitze eines Berges.

Machu Picchu

Machu Picchu

Machu Picchu

Machu Picchu

Machu Picchu

Machu Picchu

Machu Picchu

Machu Picchu

Machu Picchu

Machu Picchu

Machu Picchu

Machu Picchu

Machu Picchu

Machu Picchu
Mit Zug und Bus ging es noch am gleichen Tag zurück. Unsere fotogene Busnachbarin betörte uns mit überwältigendem Ziegenstall-Odor und wir waren froh wieder die frische Höhenluft von Cusco um die Nase geweht zu bekommen, auch dass unsere Rucksäcke noch vollständig auf uns im Hotel warteten.