Alex dachte, dass sie unter Wahnvorstellungen leidet, weil sie die kurze Nacht immer so ein Tuten im Ohr hatte. Um 5:30 Uhr wurde der Übeltäter, das Telefon im Kinderzimmer, überführt. Der Hörer war runtergefallen, was die Kinder aber nicht weiter gestört hatte. Unser Aufstehprozess war rekordverdächtig, denn nach genau 20min standen wir vollzählig in der Lobby und waren abfahrtbereit. Die Fahrt zum Flughafen war schon im Hotelpreis von 40€ für die zwei Zimmer enthalten und dauerte nur 10min. Nicht auszudenken, wann wir hätten aufstehen müssen, wenn wir ein Hotel in der Innenstadt genommen hätten.

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Das erste Mal in unserem Leben haben wir uns einen Teil der VAT zurück erstatten lassen. Das geht, aber erst ab einer Rechnung über 2000 Baht. Der Hammer kam aber bei der Exmigration-Kontrolle. Alex Reisepass wurde mit dem von Jürgen verwechselt, was dann erst auffiel, als Alex mit langen Haaren vor ihm stand und ihn das Bild von Jürgen anlächelte. Da bei Ein- und Ausreise ein Bild von der Person gemacht wird, mussten die Daten jetzt irgendwie wieder gelöscht werden, was wohl nicht so einfach war und der Vorgesetzte zur Hilfe gezogen werden musste. Armer Kerl, dass gibt bestimmt Ärger, zeigt aber, wie einfach man mit einem anderen Pass reisen könnte.

Was Wärme so alles ausmachen kann, merkten wir bei der Landung in Doha. Die Bodentemperatur betrug 40ºC im Schatten und bestimmt viele, viele Grad mehr in der Sonne, die Luftdichte ist dadurch geringer. Wir setzten mit einer Affen-Geschwindigkeit auf und der Pilot stieg voll in die Eisen, nur der Sitzgurt hinderte einem daran, vom Sitz zu rutschen. Aus diesem Grund haben die in Doha wohl auch so ewig lange Start- und Landebahnen. Beim Starten verhielt es sich ähnlich. Wir donnerten Ewigkeiten die Runway entlang, bis das Flugzeug endlich mühsam abhob und nach kleineren Durchsackern langsam Höhe gewann. So ein Flightinformationsystem ist schon blöd, denn da fragt man sich dann schon, was wir eigentlich im Iran zu suchen haben, mit direktem Kurs auf Teheran. Irgendwann dämmerte es uns, dass dadurch der Irak umflogen wurde, was ja durchaus in unserem Interesse war.

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Ziemlich groggy erreichten wir um 21:30 Uhr unser trautes Heim und fielen alle, bis auf Jürgen natürlich, ins Bett. So gesehen haben frühe Abflugzeiten von Asien kommend, ihre Vorzüge: Man kommt so einfacher wieder in unserer Zeit an.

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