Tags drauf ging es weiter nach Panguipulli und die Schotterpiste an der Steilküste des Sees hoch, bescherte uns neben Adrenalin auch fantastische Aussichten bis nach Puerto Fuy. Leider war die die Fähre nach Argentinien schon weg und eine Nacht dort abzuhängen, war jetzt nicht in unserem Sinne. Kurzerhand änderten wir unsere Reisepläne und strichen Bariloche. So konnten wir auf dem Rückweg noch einem Wasserfall besichtigen, der mit ungeheurer Kraft sich einen schmalen Weg durch den Basalt gebahnt hatte und mit unglaublicher Wucht in einen Pool stürzte, wo das Wasser in türkis bis ultramarinblau leuchtete.

Reise Puerto Fuy

Es war immer das Gleiche, anfangs waren die Straßen noch ganz passabel, später kam man nur noch im Schritttempo voran. Die zahlreichen Brücken, welches aber nur wackeligen Holzkonstruktionen ohne Geländer waren, wo man mit den Reifen genau die Spur treffen musste, förderten nicht das Vorankommen. Heftiger Regen und steile Serpentinen führten uns zurück nach Conaripe und Villarica und immer noch hüllten sich die Vulkane in Wolken.

In Orsono verließen wir die Pan Americana in Richtung Puerto Octay, die Straße konnte man in der Dunkelheit und den wolkenbruchartigen Regenfällen kaum noch erahnen. Da man als chilenischer Hotelbesitzer anscheinend nicht nur spät aufsteht, sondern auch früh ins Bett geht, konnten wir kein geöffnetes Hotel mehr finden und so mussten wir um 21 Uhr noch weiter nach Frutillar. Dort hatten fast alle Hotels deutsche Namen, wie Kaiserblick, Frau Holle oder Salzburg. Essen waren wir dann im Schwarzwald, wo es dann leckere 7 cm dicke Filetsteaks und zum Nachtisch Apfelstrudel gab.