Unser burmesische Kellner hat es gut mit uns gemeint und nicht nur drei Motorrad-Taxen für 7:30 Uhr bestellt, sondern gleich ein Lasten-Taxi, was nochmal 150 Baht extra kostet, aber die Fahrt entspannter macht. Da wir bisher keinen Cent für die Bungalows bezahlt hatten, kam der dicke Batzen (14.000 Baht) am Schluss. Was für ein Glück, dass wir in Ranong zuvor den Geldautomaten geplündert hatten. Auf der Insel gibt es, wegen fehlender Stromversorgung, ja keine ATMs und Bezahlung per Kreditkarte geht nicht in der Off-Season.

Ko Phayam

Um 8:30 Uhr ging das Slow-Boat zurück nach Ranong. Dieses Mal bekamen wir drei Tickets, die Zwillis waren kostenlos, dafür reisten wir Holzklasse, was uns aber auch lieber war, als muffige Stoffsitze. Das Meer lag spiegelglatt da, somit wird wohl keiner von uns die Fische füttern.

Ko Phayam

Schwimmende Spielhölle

Kaum legte das Boot ab, breiteten ein paar Frauen Bastmatten auf den Schiffsboden und verwandelten den Kutter in eine schwimmende Spielhölle. Es wurde Domino um Geld gespielt, der Einsatz betrug 20 Baht und jede hielt ein Bündel Geldscheine mit ca. 500 Baht in der Hand, der auch bedrohlich abnahmen während der Fahrt.

Ko Phayam

In Ranong organisierten wir uns wieder ein Sammeltaxi für uns alleine und fuhren zum Busbahnhof. Hier konnten wir in Erfahrung bringen, dass, wenn wir einen Bus in Richtung Phuket nehmen und in Takua Pa aussteigen, dann von dort irgendwie zum Khao Sok National Park weiterkommen. Auf jeden Fall zahlten wir 750 Baht für die Tickets und mussten 2h auf den Bus warten. Ein VIP-Bus war es jetzt nicht, auch wenn es sau kalt im Bus war und das überall beworbenen WiFi auch nicht ging, ansonsten war es eine sehr angenehme Fahrt ins Ungewisse.

Takua Pa

In Takua Pa gab es tatsächlich einen richtigen Busbahnhof – bisher sind wir nur an irgendwelchen Haltestellen vorbeigerauscht – und wir konnten für unverschämte 80 Baht pro Nase ein Ticket nach Khao Sok erlangen. Keine Ahnung wie die hier die Buspreise berechnen, aber je kürzer die Strecke und je gammeliger der Bus, desto teurer das Ticket. Macht ja auch Sinn, dafür muss ja hoffentlich auch ein neuer Bus angeschafft werden. Unserer fuhr auf jeden Fall gleich ab und zeichnete sich dadurch aus, das er am Berg, und davon gab es einige auf der Strecke, im ersten Gang hochfuhr und man Angst hatte, man muss gleich aussteigen und schieben helfen. Der Duft wurde mit Orangenspray aufgepeppt, welches aber den Geruch nach feuchtem Hasenfurz nicht ganz übertünchen konnte.

Khao Sok National Park

Ein Schlepper wollte uns zu den Jungle Huts bringen, die entsprachen aber nicht ganz unseren Vorstellungen. Mit etwas Bestechung (200 Baht) brachte er uns zu Art’s River View Jungle Lodge. Mitten im Dschungel am Fluss gelegen, an dessen Ufer sich senkrecht Karstberge über 300 m hoch erheben. Mit einem Seil kann man sich von den Felsen über den Fluss schwingen und reinfallen lassen. Die Holzhütten stehen auf 3 m hohen Säulen und unsere ist über einen Steg mit der Hütte der Kinder verbunden.

Khao Sok Nationalpark

Khao Sok Nationalpark

Khao Sok Nationalpark

Khao Sok Nationalpark

Obwohl es noch nicht dämmert kann man schon den Fledermäusen bei der Jagd zusehen. Beim Essen saß eine 20 cm große Kröte neben Alex Stuhl und verzog keine Mine. Besonders lustig war es, dem Streifenhörnchen zuzusehen, wie es mit großen Sätzen den Baum hoch sprang. Inzwischen nehmen wir auch die Warnung ernst, Fenster und Türen geschlossen zu halten, wegen der räuberischen Affen. Man kommt sich beim Essen schon ein wenig, wie in einen Batman-Film vor, wenn plötzlich eine Fledermaus in Tabletgröße einem über den Kopf segelt.

Viele deutsche Familien sind hier abgestiegen, wahrscheinlich kann man das in Phuket als Ausflug im Resort buchen, weil viele auch Kleinkinder dabei haben.