
Als der Wecker um 8 Uhr klingelte war kein so richtig wach zu bekommen. Noch haben wir die Zeitumstellung nicht so richtig verkraftet. Zum Glück konnte man sich im Airbnb einfach Kaffee und Tee machen, was den Einstieg in den Tag etwas ebnete.
Little India auf nüchternen Magen
Mit der MRT fuhren wir als erstes nach Little India. Dies war das erste Viertel in Singapur, wo hier und dort mal weggeworfene Papierchen auf dem Boden lagen, aber es war immer noch vergleichsweise sauber und ordentlich. Dadurch dass hier immer eine Briese weht, war die Temperatur erträglich. Sollte es einem zu warm werden, dann kann man sich ja jederzeit in die U-Bahn oder ein Geschäft retten.
Wir schauten als erstes in einem der ältesten indischen Tempel Singapurs vorbei, dem Sri Veeramakaliamman Tempel. Es wurde gerade unter großem Menschenandrang Gewürze verbrannt und die Luft war mit umwerfenden Gerüchen geschwängert. Mit viel Tamtam wurde die brennende Opferschale ins Freie befördert. Als Opfergabe konnte man zum Beispiel ein Liter Tetrapacks mit Milch kaufen. Wir erhielten einen Becher der nach dickflüssigem Kakao aussah, aber salzig-sauer schmeckte. Nicht so unser Ding, wir mussten es heimlich in einer Tonne neben Ganesha und Co entsorgen.





Da die indische Küche auf nüchternen Magen revoltierend roch, begnügten wir uns erstmal mit Rhambutans, Bananen und frischer Kokosnuss. Dazu setzten wir uns in einen Park mit lauter bunten Sonnenschirmen an Bäumen. Der Verzehr von Obst in der Öffentlichkeit ist wahrscheinlich auch verboten, aber in Little India sieht man das bestimmt nicht so eng.

Die Orchard Road, ein Muss für Shopping-Queens
Svenja wollte sich unbedingt die Orchard Road anschauen. Hier reiht sich eine Shopping-Mall an die nächste. Ein Geschäft teurer als das andere, von Gucci bis Prada ist hier jede renommierte Marke vertreten. Aber architektonisch war sind Orchard Road durchaus sehenswert.



Im Basement der meisten Malls kann man Essen gehen. Die Möglichkeit mussten wir nutzen, da unser Magen zwischenzeitlich in den Knien hing.
Stadtgründer Raffles hat seine Spuren hinterlassen
Wir schlenderten auch durch das Raffles Hotel, wo der Singapur Sling erfunden wurde. Unsere Kleidung entsprach aber nicht dem hier gängigen Dresscode, man hätte uns bestimmt nicht ins Restaurant oder die Bar gelassen, wenn wir gewollt hätten.



Auf dem Weg runter zum Hafen versuchten wir noch in das One Raffles Hochhaus zu kommen, um zur Bar mit Aussichtsplattform zu gelangen. Vielleicht haben wir nicht gut genug geschaut, aber es gab nur Tickets zu einem Restaurant für 30 $ pro Person, was fast 20 € sind.
Hier reiht sich eine Sehenswürdigkeit an die nächste
So setzte wir unseren Weg fort und umrundeten die Hafenpromenade, dieses Mal in der anderen Richtung. Auf unserem Weg lagen das altehrwürdige Fullerton Hotel, der Merlion – das offizielle Wahrzeichen der Stadt, ein wasserspeiender Löwe mit Meerjungfrauenunterkörper, das schuppenhäutig Esplanade Theater, die Tribünen der Autorennstrecke und die Doppelhelixbrücke, die über die Marina Bay geht. Von hier aus hat man einen guten Blick auf den Singapur Flyer, dem größten Riesenrad der Welt, das an eine aufgehende Blüte erinnernde ArtScience Museum und natürlich dem Marina Bay Sands Hotel.






Während wir dem Sonnenuntergang beiwohnten, gingen die Zwillis in das riesige Shopping-Center beim Marina Bay Sands, welches neben einer Eisbahn auch noch einen Fluss hat, auf dem man mit Gondeln lang fahren kann.



Heute wollten wir uns nochmal die Super Trees anschauen, aber von unten. Es sieht ziemlich geil aus, wenn man sich unter die Bäume legt und das Schauspiel von dort aus ansieht. Zur nächsten Vorführung wollten wir die Treppe in den Bäumen hoch auf den Steg steigen. Leider waren wir ein paar Minuten zu spät dran, weil das Ticket-Office schon um 20 Uhr zugemacht hatte. Egal, es war auch so wunderschön anzusehen.







An diesem Abend aßen wir im Paya Lebar Center in einem Foodcourt, was ein echtes Erlebnis war, weil man sich ein Gericht selbst zusammenstellen konnte, was dann mit Gewürzen gebraten bzw. gekocht wurde.
Hallo Alexandra,
was für ein Bilderrausch. Ich bin ganz hin und weg. Ich möchte unbedingt ein Selfie mit den Hundefotografen.
LG,
Anne
Hallo Anne,
das kann ich mir gut vorstellen, die waren auch mega cool!
LG
Alex
Danke, dass Ihr uns Armchairtraveller mit so fantastischen Bildern und natürlich deren Erläuterungen auch an Eurer diesjährigen Expedition ins Märchenland teilhaben lasst.
Hallo Hopa,
das machen mir doch gerne! Leider ist das Internet nicht überall verfügbar und wenn auch nur sehr schlecht, so dass das mit den Bildern ein echte Problem ist, da ich sie nicht hochgeladen bekomme.
LG
Alex
Das sind ja überwältigende Bilder,die gigantische Architektur und die Ausmaße, da kommen mir unsere Großstädte richtig mikrig vor,aber alles hat ja auch eine andere Seite der Medalliengewinner und die arm-reich Schere ist dort eben nicht sichtbar.Aber das Ausleben architektonischer Phantasien ist einfach überwältigend.
Unter den bunten Bauminseln hätte ich auch gerne gelegen und mich ins Universum geträumt.
Hallo Karin,
ob es in Singapur so krasse Armut gibt, wie in anderen Großstädten Asiens, weiß ich nicht. Wir habe auf jeden Fall nichts davon zu Gesicht bekommen. Sie achten auch sehr darauf, dass es keine Grüppchenbildung gibt, wenn sie stadtliche Wohnblocks vermieten. Dort werden die Wohnungen nach dem gleichen Verteilerschlüssel vergeben, wie es die Bevölkerungsgruppen widerspiegelt.
LG
Alex