Wir haben gestern bei uns im Lodge eine zweitägige Tour auf dem Cheow-Lan Stausee gebucht. Die Preise 2.500 Baht pro Person sind eigentlich überall gleich, es variiert nur, ob man den Parkeintritt selbst zahlt und wie die Kinder berechnet werden. Wir hätten es auch billiger haben können, aber weil es mal wieder aus allen Kannen geschüttet hat, wollte keiner noch mal zurück in den Ort laufen.

Cheow-Lan-Stausee

Um 9 Uhr wurden wir abgeholt von unseren Guide Yaya. Auf dem Weg zum Rachaprapah Staudamm sammelten wir noch 4 Deutsche und zwei Holländer ein, alles Backpacker. Mit Yayas Longtail-Boot fuhren wir ca. eine Stunde über den Stausee, der smaragdgrün leuchtet und von hohen Karstfelsen umrandet wird, die bis zu den Gipfeln mit riesigen Bäumen und Bambus bewachsen sind. Der See ist total zerklüftet, jeder Seitenarm spaltet sich wiederum auf in weitere Arme, wie bei einem Fraktal.

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Tone Teuy

Wir erreichten Tone Teuy, die schwimmenden Bambushütten und hatten erstmal Freizeit, die wir mit Schwimmen und Kajakfahren vertrieben. Alles hier besteht aus riesigen Baumstämmen, die mit ein paar Brettern und Nägeln irgendwie miteinander verbunden wurden. Dementsprechend schief und rutschig ist auch alles, wenn man ins Wasser fällt, dann kann man nur noch über die algigen Stämme versuchen, zurück auf das schwimmende Eiland zu kommen.

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Nach dem leckerem Mittagessen hatten wir erstmal eine Zwangspause, weil es regnete, aber kurze Zeit später konnten wir mit dem Boot den Seitenarm bei unseren Hütten zu Ende fahren, um unseren ersten Dschungeltrip zu starten. Anfänglich versuchte noch jeder trockenen Fußes den matschigen Weg zu meistern, aber spätestens nach der ersten Flussdurchquerung war es egal, ob Matsch oder Wasser sich in den Schuhen breitmachte. Das Terrain war mitunter gar nicht so einfach zu laufen, weil man sich an den natürlichen Stützhilfen (Bambus und Rattan) nicht festhalten darf, da dies ein äußerst schmerzhaftes Erlebnis werden kann.

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Die Kinder stapften munter über Stock und Stein und störten sich nicht weiter daran, dass sie zwischendurch richtig eingematscht waren. Richtig kriminell wurde es, als wir zur Höhle kamen. In der Trockenzeit läuft man noch etwas den Berg hoch und kann sich dann mit dem Bergbach durch den Berg schlängeln. In der Regenzeit kann man nur den Höhlenausgang betreten und dem dann auch ca. 200-300m folgen. Neben Spinnen, Fröschen und Mini-Schlangen gibt es auch ein paar Stalaktiten und Stalagmiten. Der eigentlich Clou ist aber, dass man sich gegen die Strömung des Bergbaches seinen Weg bahnen muss und selbst Alex das Wasser bis zum Halse stand – sprich, die Kinder mussten schwimmen!

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An einer etwas trockeneren Stelle haben wir mal alle die Taschenlampen gelöscht. Echt heftig, diese absolute Dunkelheit. Yaya fragte, ob sich ein paar Mutige noch weiter in die Höhle trauen würden, und einige, darunter auch Kiara und Jürgen wollten es versuchen. Nach wenigen Metern ging es in eine schmale Felsspalte, in der dann sogar Jürgen schwimmen musste. Diese verjüngte sich immer mehr, wodurch die Strömung zunahm, bis man sich schließlich an einem Seil gegen die Strömung einen kleinen Wasserfall hochziehen musste. Dort verließ Kiara fast der Mut (wie auch etwa der Hälfte der “mutigen” Truppe, die sich bis hierhin gewagt hatten, aber nun lieber umkehrten), denn nun musste man den schmalen Canyon – ein Bein links an der Wand, eines rechts – entlang klettern, während unter einem der reißende Sturzbach entlang floss. Mit gemeinsamer Lotsenarbeit von Yaya und Jürgen hat Kiara aber auch diese Hürde gemeistert. Respekt! Zur Belohnung gab es dann eine etwa 40 Meter hohe Höhle, von deren Decke ein Wasserfall über Kalksteinformationen zu uns in die Tiefe rauschte. Nach dem ebenso aufregenden Rückweg erblickten wir wieder glücklich das Licht des Tages und können sagen, dass wir diese Höhlentour sicherlich nicht mehr vergessen werden.

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Zum Abendessen gab es leckeren fangfrischen Fisch und andere Thaigerichte, bevor es zur Nightsafari mit dem Boot ging. Eine ziemlich große Eule beäugte uns und wir störten die Nachtruhe einiger Affen, die im Bambus hingen, als sie mit dem starken Licht angestrahlt wurden.

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