Beim Frühstück wies uns der Kellner ziemlich penetrant auf einen Film im Fernsehen hin. Es dauerte etwas, bis wir kapierten, dass da nicht ein B-Movie lief, sondern eine Live-Übertragung von CNN Espanol. Gerade flog das zweite Flugzeug in das Worldtrade-Center. Das Frühstück war uns auf jeden Fall vergangen und wir setzten unsere Reise mit einem klammen Gefühl fort.

Atacama Wüste in Pastellfarben

Hunderte Kilometer eintönige Pampa, dann verschwand auch die letzte Vegetation, in einer Gegend, wo es nur alle 5-10 Jahre mal regnet. Vorbei an verendeten Eseln und Guanakos, zog sich die Strecke monoton durch die kahlen Berge. In einer Fernfahrerkneipe sahen wir wie gerade die zwei Türme einstürzten und Manhattan mit Staub zudeckten. Wir bekamen bruchstückhaft irgendwas vom Weißen Haus und Pentagon mit und fuhren mit einem mulmigen Gefühl weiter durch die Steinwüste – es regnete!

Ein phantastischer Anblick war ein Felsen mit Pelikanen und Seelöwen, der atemberaubende Gestand verleitet aber nicht zum längeren Verweilen.

Pelikane

Die Atacama-Wüste ist der trockensten Ort der Welt und man sollte wirklich an jeder Tankstelle die Gelegenheit nutzen, um zu Tanken, denn sie sind recht spärlich gesät.

Tankstelle in der Würste

Vorbei an Caldera und Chanaral (was sollen wir denn hier?), beschlossen wir um 17 Uhr die noch verbleibenden 400km nach Antofagasta zu fahren.

Da in der Wüste keinen Radioempfang gibt, haben wir das erste Mal in unserem Leben ein Zimmer gesucht, welches Satellitenfernsehn hatte, um mal amerikanische Nachrichten schauen zu können.