Fahrradrikshaw in Malaysia

Wenn man mal einen Transport nach Thailand gefunden hat, dann ist die Einreise über Land von Malaysia nach Thailand ein Kinderspiel!

Auf nach Thailand

Einigermaßen pünktlich holte uns der Van im Hotel ab. Der Kofferraum war so winzig, dass nur die Zwilli-Rucksäcke reinpassten. Die restliche wurden auf einem Sitz gestapelt. Über die Brücke ging es ans Festland und ab Butterworth gab es beste Autobahn bis Thailand. Der Fahrer fuhr zügig, achtete aber darauf nicht viel schneller als die zulässigen 110 km/h zu werden. Jetzt kamen wir das erste Mal an Reisfeldern vorbei. Man merkt, dass hier eine thailändische Minderheit lebt, da auch der ein oder andere Thai-Tempel in Sichtweite kam. Ansonsten viele Reihenhaussiedlungen mit großen neuen Häusern und Spielplätzen.

Das erste Mal hielten wir, um Gas zu tanken, was hier der Standard-Kraftstoff ist. Kurz vor der Grenze machten wir ein zweites Mal Halt. An einem Schalter mussten wir unsere Pässe abgeben und die Schalterdame füllte für alle Reisenden per Computer die Arrival Cards für Thailand aus. Fünf Minuten später hielten wir an der Grenze und mussten den Van verlassen und reisten aus Malaysia aus. Im Vergleich zu Singapur gab es hier keine langen Schlangen, sondern wir wurden sofort abgefertigt. Als wir wieder komplett waren, ging es durchs Niemandsland, was gerade aufwendig umgebaut wird. Bei der thailändischen Einreise durften wir sogar die Priority Lane benutzen. Die sonst so finster dreinblickenden Grenzer waren hier richtig gut drauf und machten mit den Kindern Späßchen. Die Gesundheitskontrolle blieb uns erspart, Mattis hat sich mit Husten zurückgehalten. 

Malaysia Reisfelder Moschee

Krasser Unterschied zwischen Malaysia und Thailand

Thailand sieht gerade in der Grenzstadt HI Class Village ziemlich runtergekommen aus und macht seinem Namen keine Ehre. Die Infrastruktur, gerade was die Stromleitungen betrifft, ist abenteuerlich! Alles, was in Malaysia unterirdisch verlegt wird, hängt hier kreuz und quer über die Straße oder entlang der Häuser. Die Straßen sind hier zwar auch alle zweispurig in jede Richtung, der Belag aber lange nicht so eben, aber ansonsten gut. An den Läden und Behausungen sah man deutlich, dass hier noch Potential nach oben ist.

Unser Fahrer fuhr nach Hat Yai rein und deutete uns an, dass wir hier aussteigen müssten. Wir wurden in einem kleinen Reisebüro abgeliefert und mussten dort auf einen anderen Van warten, der uns nach Trang bringen sollte. Schade, denn wir dachten, wir könnten durchfahren, da wir heute noch Ko Muk erreichen wollten.

Der zweite Fahrer hatte einen seltsamen Fahrstil oder der Van war einfach zu weich gefedert. Mit 90 km/h schwammen wir nach Trang. Etwas verstörend waren die schwarzen Locken, die ihm aus den Ohren wuchsen.