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Pünktlich um 6 Uhr morgens klingelte das Taxi. Geschickt timete der Fahrer, dass wir den billigen Minibus zum Flughafen verpassten. Von Juliaca nach Cusco lief es problemlos, aber wegen ‘heavy traffic’ (-: es ist noch ein Flugzeug vor uns und das Wetter kann in den Anden schnell kippen) starteten wir verspätet. In Lima hatten wir nur 30 min, um unser Gepäck zu finden, neu einzuchecken, Depaturetax zu zahlen und Geld zu holen. Aber es klappte wunderbar und wir landeten in Tumbes – Nähe der ecuadorianischen Grenze. Das Gepäck wird auf einen Tisch geworfen und sofort wird man von Moneychangern bedrängt. Zum Glück wusste Koos, unser neuer holländischer Freund, den ungefähren Wechselkurs und so wollten wir ein paar Dollar tauschen um Gebühren bezahlen zu können. Hier ist man gut dran, wenn man Kopfrechnen kann: der Geldwechsler rechnete uns den zu tauschenden Betrag auf dem Taschenrechner aus und als wir stutzig wurden, sollten wir es auch selbst mit dem Taschenrechner nachrechnen. Der Taschenrechner war aber manipuliert und es kam immer ein deutlich falsches Ergebnis – natürlich zu unseren Ungunsten – heraus. Wir rechneten im Kopf das richtige Ergebnis aus und tauschten erstmal nur 20$ in ecuadorianische Währung. Hin und wieder bekommt man nämlich auch mal Falschgeld untergejubelt und unser Vertrauen in den Geldwechsler war begrenzt.

Mit einem alten Ford Mustang fuhren wir zusammen nach Aquas Verdes, wo wir die 3 Stationen für die Ausreiseformalitäten hinter uns brachten. Anschließend brachte uns das Taxi in das verdreckte Rattenest Huaquillas. Nach einem kurzen Fußmarsch durch die matschigen Straßen erreichten wir die Brücke nach Ecuador. Ein kleiner Peruaner wollte uns in die falsche Richtung schleusen, nicht selten werden hier Traveller ausgeraubt, deswegen machten wir uns lieber auf eigene Faust auf die Suche. Nach einer weiteren 4 km langen Taxifahrt, fanden wir das Immigration-Office und durften uns nun offiziell in Ecuador aufhalten. Natürlich könnte man auch ohne die Immigration in das Land einreisen, schon allein, weil das Büro nur schwer zu finden ist. Aber davor kann man nur warnen: in regelmäßigen Abständen wird jeder Bus angehalten und alle Ausländer müssen aussteigen, sich registrieren lassen und ihre Pässe vorzeigen, wo die Stempel genauestens kontrolliert werden.

In Peru herrschten die Slums vor, hier geht es richtig zivilisiert zu, aber die Freundlichkeit in Machala, unserer ersten Station, lässt echt zu wünschen übrig: Auf die Frage nach dem Busterminal, ignorierten uns die Leute einfach. Aber irgendwann stolperten wir drüber.

Der Bus nach Cuenca sollte 4 1/2 Stunden brauchen. Wir nahmen die Sitze in der ersten Reihe, damit wir etwas von der Landschaft mitbekommen… hätten wir das doch mal besser gelassen 🙂 Die Strecke führte über erschreckend schlechte Straßen durch die Anden, direkt neben steilen Abgründen ohne jede Absicherung und unser Fahrer schaffte die Strecke in halsbrecherischen 3 1/2 Stunden. Dennoch war es finstere Nacht, als wir unser Hotel am Marktplatz erreichten. Um 23 Uhr ist die Stadt wie ausgestorben.

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