Wir setzten die Reise in Richtung Süden, nach San Pedro de Atacama fort, nur dieses Mal im Landesinneren. Erst durch steinige Wüstenlandschaft, übersät mit Schlaglöchern, Steinen und nicht ganz ungefährlichen Passstraßen.
Mitten in der Wüste wuchsen plötzlich Bäume aus einer schlackeartigen Oberfläche. Ein unheimliches Geräusch, wie von zerspringendem Porzellan, begleitete unsere Rast. Ursache war wohl der hohe Temperaturunterschied zwischen der wasserführenden Schicht und der oberen Schicht, die in Folge dessen ständig zerbarst.
Später dann wieder endlose gerade Straßen.


Auf dem Weg nach Calama kommt man auch an der weltgrößten Kupfermine in Chuquicamata vorbei. Wenn man nach San Pedro de Atacama fährt, dann kann man auch gleich einen Abstecher ins Valle de Luna machen. Es war unübersehbar, woher das Tal seinen Namen bekommen hatte. Braungrauere Wüstensand bildete hier bizarre Hügel, die man eher auf dem Mond vermuten würde. Wären sie nicht von salzverkrusteten Gestein unterbrochen worden und den Snowboardern, die die Hänge runtercarvten, hätte man wirklich meinen können, wir befänden uns auf dem Mond.



San Pedro ist winzig und mit bevorstehendem Nationalfeiertag war es nicht ganz einfach ein Zimmer zu finden. Das „Zentrum“ ist ganz auf Tourismus ausgerichtet. Die Restaurants und Geschäfte in einstöckigen Adobe-Häuschen sind innen mit geschmackvollen erdfarbenen Tönen gestrichen und meist brennt ein gemütliche Kamin- oder Lagerfeuer.